Hab ich gerade auf der Tagesschau Seite gefunden. Es ist das erste Mal, dass ich konkrete Zahlen lese. Diese Entwicklung war mir nicht bewusst. Bei den bildenden Künstlern ist der Prozentsatz derer, die von ihrer Kunst leben können, übrigens ähnlich niedrig.
Ich wollte ja immer ‚Schriftsteller werden‘. Aber leider bin ich nicht sonderlich mutig ![]()
Daher habe ich einen Beruf ergriffen, den ich sinnvoll genug finde, aber der nicht sonderlich viel Karriere bietet. Dafür gibt es auch keine Wochenendarbeit, kaum Dienstreisen und es erfordert kein Teamleading.
Dadurch schaffe ich mir die Zeiträume, um an meinen Büchern zu arbeiten. Falls ich aber mal zu den 2% gehören sollte, würde ich sofort meine Arbeitszeit reduzieren ![]()
Ich wollte den Artikel grade verlinken. ![]()
Ihre Kritik blieb jedoch dieselbe: Es sei immer schwerer von der Literatur zu leben.
Ich finds auch blöd, dass das Leben kein Wunschkonzert ist ![]()
Bis zu 50.000 Euro Honorar für eine Lesung! Das ist krank.
Ich rechne gerade, ob ich es anderes herum mache: Ich reduziere meine Arbeitszeit, um zu den 2% gehören zu können.
Angemessen, angemessen. Der arme Autor muss anreisen, sich von den Followers anhimmeln lassen, unzählige Autogramme geben, und jetzt passt auf, es wird Ernst: Vorlesen und Fragen beantworten.
Nicht, wenn ich das Geld abgreifen könnte. ![]()
Das ist garnicht so dumm, solange der Lebensunterhalt save ist … alles eine Frage der Ernsthaftigkeit, mit der man das Schreiben betreiben will und was einem diese wert ist.
Vorlesen
Iiiiih.
Fragen beantworten
Igitt!
Bis zu 50.000 Euro Honorar für eine Lesung
Wo muss ich mich melden?
Ich bin sauschlecht im Vorlesen. Bei mir dreht sich der Text im Gehirn, bevor die Stimmbänder aktiv geworden sind.
Freies Reden bekomme ich toll hin, beim Vorlesen klinge ich wie ein Grundschüler.
Ich habe vor Weihnachten eine Lesung in Regensburg von einer noch unbekannten SP Autorin besucht. Die hat selbst nur moderiert und sich zum Lesen einen angehenden Schauspieler plus eine Cellistin zur musikalischen Untermalung gegönnt. Dazu entsprechende Licht- und Tontechnik. Eine gelungene und gut besuchte Veranstaltung.
Um gut von der Literatur leben zu können, müsse ein Autor oder eine Autorin mittlerweile pro Jahr zwei bis vier Bücher auf den Markt bringen, sagt Falkenhagen.
Dürfte man mal Fragen wer hier so ein Pensum schafft? Schreibe nebenher anstatt Hauptberuflich. Bin dann auch eher noch neu, was noch dazu führt das was ich als ein Kapitel plane dann mal drei werden, weil ich unterschätzt habe wie viele Seiten es braucht meine Idee auszuformulieren. Was dann zu entsprechenden Nacharbeiten führt. Also zwei bis vier Bücher pro Jahr sind für mich definitiv noch unrealistisch. Kann aber definitiv noch an fehlender Erfahrung liegen.
Also zwei bis vier Bücher pro Jahr sind für mich definitiv noch unrealistisch. Kann aber definitiv noch an fehlender Erfahrung liegen.
Ich denke, dass kommt zum einen auf den Qualitätsanspruch (KI-Support, Umfang …) an, zum anderen auf den Bekanntheitsgrad. Selbst wenn ich no-name Selfpublisher zehn Bücher im Jahr veröffentlichte, könnte ich nicht davon leben, bei namhaften Publikumslieblingen reicht inzwischen (nicht von Anfang an) eines pro Jahr.
Ich arbeite Vollzeit und habe letztes Jahr drei Manuskripte geschrieben (Paladinsöldner 2, Schwerter der Ordnung, Zerspaltene Welt) und eines angefangen (Baltic Biker). Natürlich ohne Ki.
Aber veröffentlicht habe ich bisher nur Paladinsöldner 2, weil das Überarbeiten (mindestens) ebensoviel Zeit beansprucht.
Dieses Pensum habe ich zuvor noch nie geschafft.
Aber dazu muss man wissen, dass dies ein Resultat von jahrelangem Training ist. Für die ersten Bücher habe ich jeweils mehrere Jahre gebraucht. Auch die Überarbeitung dauerte ewig, da ich noch neu dabei war und das „spannende und interessante“ Schreiben erst lernen musste
Aber mal angenommen ich wäre Verlagsautor und meine Rohschrift käme direkt ins Lektorat und nach etwas hin und her, wäre das Buch fertig + ich würde nicht Vollzeit noch anderen Kram machen, dann ist das durchaus möglich 3 fertig entwickelte Bücher im Jahr zu schreiben.
Denke dir einfach 1 bis 3k Wörter am Tag Rohschrift, Wochenende frei.
70k Wörter sind ein Buch von etwa 320 Seiten. (Oder 350 Normseiten)
Das geht, dass ist Mathematik ![]()
Denke dir einfach 1 bis 3k Wörter am Tag Rohschrift,
Ich brauche manchmal 2 Tage für einen Satz und habe noch nie deinen Ehrgeiz verstanden, täglich möglichst viele Wörter einzuhacken. Mir würde das keinen Spaß machen. Wo bleibt bei dieser Fließbandarbeit die Fantasie?
Ich wollte nur auf die Frage antworten, ob es möglich ist.
Ich liebe es zu schreiben. Es ist praktisch meine Tätigkeit Nr. 1 in der Freizeit, noch vor dem Motorrad fahren. Ich versinke in einen tagtraumartigen Zustand und schreibe auf, was ich sehe ( in der jeweiligen Geschichte). Die Qualität leidet (bisher) nicht darunter. Ich habe tatsächlich gegenteiliges Erlebnis. Früher fühlte es sich manchmal zäh an, weil man an einer Stelle festhing und ewig überlegte, ob der Weg nun A oder B besser ist.
Aber wenn man viel schreibt wird das Gespür dafür besser und es wird eher leichter, Entscheidungen für die Handlung zu treffen.
Hinzu kommt, ich plottete früher gar nicht, und hatte dann am Ende viel Arbeit, alles zusammenzuziehen. Jetzt durch Meilensteinplotten und Mikroplotten kann ich die Freiheiten des organischen Schreibens erleben und trotzdem den Fokus des gezielten Schreibens einsetzen.
Auch ich habe aber Tage (viel zu viele) an denen nichts läuft. Wer meinen Fortschritt verfolgt, sieht, dass es je Projekt eher 2-5k die Woche sind ![]()
Ich wollte dir keineswegs die Freude an deiner Arbeitsweise nehmen, kann sie nur eben nicht nachvollziehen. Genauso wie beim NaNoWriMo.
Dürfte man mal Fragen wer hier so ein Pensum schafft?
Dazu mal ein aktueller Eindruck von mir: Ich bin gerade von mir selbst total überrascht, weil mein laufendes „Spaßprojekt“ derart schnell aus mir rausfließt.
So was habe ich vorher nie gehabt. Am Anfang meines Schreibens habe ich sowieso nur Bücher angefangen, aber keines fertig bekommen (Ich hatte da auch vorher nicht geplottet, was, wie ich später gemerkt habe, bei mir absolut nötig ist).
Mein erster richtiger Roman hat dann drei Jahre gebraucht, eineinhalb davon richtig intensiv. Darin ist auch eine Menge Recherchearbeit enthalten. Seit ich Papyrus mit eingeschalteter Stilanalyse nutze, allerdings gar nicht mal so viel nachträgliche Überarbeitung, weil ich für mich gemerkt habe, dass ich besser bin, wenn ich versuche, schon beim ersten Ansatz halbwegs druckreif zu schreiben.
An dem Folgeroman sitze ich jetzt auch schon seit zwei Jahren, allerdings mit langen Pausen dazwischen. Der Plot steht, der Text an sich auch, aber ich bin nicht richtig zufrieden und das demotiviert etwas. Ich muss da irgendwann nochmal mit ganz frischem Elan ran.
In den Pausen habe ich mit einem Buch im Fantasy-Genre angefangen. Da haben einzelne Kapitel super Spaß gemacht und waren schnell geschrieben, aber insgesamt bin ich emotional gehemmt, weil sich die Arbeit daran anfühlt, wie drücken vor der Fertigstellung des oben erwähnten zweiten historischen Romans.
Ok und jetzt habe ich zum Jahresanfang gedacht: lass das alles erst mal liegen, hol die den Spaß zurück, indem du mal richtigen Unfug schreibst (was ich sonst nur in Kurzgeschichten gemacht habe).
Und ich kann nur sagen: Wahnsinn. Ich habe 200 Seiten (so lang ist das Buch) in 2 Monaten (intensiven Schreibens) rausgehauen. Ob es auch gut ist? Keine Ahnung. Aber es hat soviel Spaß gemacht, dass ich jetzt schon wieder in der Arbeit am Folgeband stecke.
(Sehr) lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube, das „Pensum“ hängt, jedenfalls bei mir, in unerwartetem Maße vom Spaßfaktor ab. Wenn ich acht Stunden im Flow durchschreibe (so ist es derzeit), dann ist zumindest quantitativ das Limit sehr viel höher, als ich es mir hätte vorstellen können.
Ich bin ein Langsamschreiber, da schließe ich mich @Suse an.
Bei mir ist es so, dass ich durchaus tausend Wörter am Tag schaffe, dann aber davon siebenhundertfünfzig wieder eindampfe.
Erst am iPad wild drauflos tippen, was mir in den Sinn kommt, am nächsten Tag in Papyrus erst die Fehler, dann die Wortdoppelungen rauswerfen. Den Text etwas abhängen lassen, leider reift er nicht alleine. Nach ner Woche wird die Textstelle um alles Blabla befreit. Was über bleibt darf dann in den Haupttext.
Wenn Du die Adresse hast, liebe Suse, bitte auch an mich weiterleiten. ![]()
Nicht dass ich als Autor käuflich wäre, ich lasse mir nur meine schriftstellerische Unabhängigkeit adäquat bezahlen – gerne auch für 40K €.