"Wenn du am Höhepunkt stehst, brauchst du dich vor Konkurrenz nicht zu fürchten."

Wo habe ich das denn behauptet?

Sich über etwas freuen bedeutet doch nicht, der Urheber oder die Urheberin davon zu sein. Ich kann ja auch einen Anzug bei einem Schneider in Auftrag geben und bin deshalb noch lange nicht der Schneider dieses Kleidungsstücks. Aber mich darüber freuen, wenn er gut geschneidert ist und mir perfekt passt, darf ich trotzdem.

Das Problem liegt doch ganz woanders und soll absolut keine Anklage gegen Suse sein. (Ich selbst würde KI ja auch gerne einmal ausprobieren und mich dann vielleicht sogar über die Textresultate freuen. Dennoch wären das zwei verschiedene Welten für mich - wie auch für Suse. In der einen spielen wir mit generierten Eingaben und in der anderen kreieren wir selbst etwas Neues.)

Problematisch wird es nur, wenn die KI-generierten Texte für Lesende in ihrem Leben einen immer festeren Platz gegenüber den human-kreierten Büchern erhalten.

Als die ersten Autos neben den Pferde-Kutschen auftauchten, glaubte man auch noch nicht, dass die neue Technik den Tieren in Zukunft zu einer wirklichen Konkurrenz werden würden.

Niemand will uns unseren menschlichen Hang zur Kreativität rauben, der wird natürlich weiterhin bestehenbleiben. Aber KI wird zu einer starken Konkurrenz werden.

Und dabei zählt nicht, was wir heute in den Anfängen KI-generierter Texte davon halten. Die Informatik macht enorme Fortschritte in fast allen Bereichen. Das sollten wir nicht unterschätzen.

Und wenn ich sehe, wie Jugendliche heute oft sprachlich und inhaltlich in den Sozialen Medien miteinander kommunizieren, dann wenden sich meine Gedanken eben solchen fiktiven Überlegungen zu, wie ich sie zuvor ausgedrückt habe.

Aber echte Voraussagen kann ich selbstverstädnlich auch nicht leisten. Ww