Warum schreibt ihr in eurem Genre?

Das ist bei mir ganz schnell erledigt. :innocent:

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ach, du Schreck! Was soll denn danach noch kommen?!

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Nun ja, … der Tod?

Ich schreibe nicht in einem mir genehmen Genre.
Ich entwickle mich und damit auch die Geschichten.
Mein Erster ist ein einfacher Historcal.
Das Zweite ein Dark Fantasy und jetzt arbeite ich an einem Thriller. Natürlich werden da auch Einflüsse aus meinen vorangegangenen Büchern zu sehen sein.
Ich schreibe sehr gern über das Damals. Versuche immer etwas Mystik in die Geschichte zu bringen und liebe meine Heimat.
All das macht meine Geschichten aus, dass hängt aber nicht vom Genre ab.

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Was für ein interessantes Thema! Und vor allem: Wahnsinn wie sich Eure Gründe für die Genrewahl unterscheiden, wenn man Eure einzelnen Antworten liest. Bisher dachte ich irgendwie immer, jeder schriebe in dem Genre, das er oder sie selbst auch liest - und jetzt lese ich, dass manche genau NICHT das eigene Genre lesen. Verrückt nicht, wie man manchmal gewisse Dinge als gegeben voraussetzt? Und zufällig auch eine hilfreiche Erkenntnis für meinen nächsten Part im Roman…

Ich schreibe eben das, was ich selbst auch lese. Hauptsächlich Gothicnovels, Thriller und Kriminalromane. Innerhalb dieser Genregruppen fühle ich mich auch beim Schreiben weitgehend am Wohlsten, ich glaube das liegt daran, dass ich a) ein Gefühl dafür habe was funktionieren könnte, und was nicht und b) kann man gerade im Krimigenre ausgiebig die Handlung plotten und es bereitet mir richtig viel Freude, ein glaubhaftes, umsetzbares Verbrechen zu planen und dann so zu verschleiern, dass es für den Leser erstmal nicht klar ersichtlich ist, wer denn nun der Mörder ist. Da ich keine Leser habe, weiß ich allerdings wirklich nicht, wie gut mit das gelungen ist.

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Bis vor kurzem las ich weder Coming-of-Age - Stories noch Krimi oder Thriller. Dann schrieb ich genau so was. Mehr oder weniger unbeabsichtigt habe ich die beiden Genres als Vehikel benutzt, um zum einen meine eigene Geschichte aufzuarbeiten, zum anderen um mein vermutlich ewiges Lebensthema „Diskriminierung“ zu verbalisieren ohne moralisierend oder fadisierend dabei zu sein.
Im Laufe der letzten beiden Jahre - und vor allem in Kommunikation mit den Schreibgeschwistern hier - hat sich dann herauskristallisiert, dass diese Art Geschichten mit sozialpolitischen Background genau das ist, was mir liegt und es bei den Plots, die ich bereits für die nächsten Romane umrissen habe, ebenfalls genau wieder um das geht: Jugendliche aus prekären Verhältnissen, die von Gewalt jeglicher Art betroffen sind. Nur jetzt halt in anderen Zeiten (einer 1925, der andere 2025). Und immer hängen zwei Archetypen als Protas drinnen: der alte Büchermeister und die Amazone.
Froid meinte aber: „Das passt schon so. Mach nur weiter.“

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Da hast Du mit „Der alte Büchermeister und die Amazone“ auch schon den nächsten Titel :slight_smile: Der passt auch zu jedem Genre und Nicht-Genre. Perfekt.

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Bring mich bloß nicht auf so dumme Ideen.
(Bamm, schon passiert.)

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Da ähneln wir uns sehr :wink: Magischer Realismus hab ich bisher noch nicht als Genre gehört, muss ich gleich mal forschen. Klingt interessant.

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Empfehlung: Chronik eines angekündigten Todes von Gabriel Garcia Marquez, Die Standarte von Alexander Lernet-Holenia und So gehn wir denn hinab von Jesmyn Ward.

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