Warum schreibt ihr in eurem Genre?

Warum schreibt ihr in dem Genre, in dem ihr schreibt?
Ich fange mal an: Eigentlich lese ich alles, was mir unter die Nase kommt. Thriller, Horror, Mittelalterliches, Krimis, ungern ausschließlich Liebesromane – es sei denn, sie sind irgendwie besonders – und natürlich mein Lieblingsgenre Fantasy/Romantasy. Ich schreibe eigentlich nur Romantasy-der Schwerpunkt liegt aber nicht immer unbedingt auf der Liebesgeschichte, sondern ich versuche immer noch, eine spannende Handlung aufzubauen, sodass die Romanze mit hineinfließt. Warum ich so gerne in diesem Genre schreibe:
Ich muss nicht so viel recherchieren, sondern kann Dinge erfinden, wie es mir gefällt. Es gibt immer eine Lösung, weil ich mich nicht an der Realität orientieren muss. Ich kann meiner Fantasie freien Lauf lassen und vor allem kann ich ganz in diese Welten abtauchen und Welten erfinden.

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Mich interessiert zunächst das Genre nicht. Meine Inspiration kommt oft aus den Nachrichten. Da diese mitunter immer düsterer werden, neige ich zu Dystopien. Ich mag keine Liebesromane. Dachte ich bisher. Bis ich Annabells „Frag-mich“-Reihe gelesen habe. Die hat sehr viel Freude gemacht. Cosy Crime hatte mich ebenfalls nie interessiert, bis ich Alex Sasslands „Tod an der Weidenkuppel“ gelesen hatte. Will sagen: Genres, mit denen mich andere Autoren begeistern, könnten auch mich selbst inspirieren. Meinen Liebesroman, der nicht wirklich einer ist (weil fehlendes Happy End), habe ich als „Auftragsarbeit“ geschrieben. Eine Bekannte hatte mich gefragt, warum ich nicht mal „was Normales“ schreibe. Ich darauf: „Was ist denn für dich normal?“
Sie: „Ein Liebesroman oder so was.“
Also habe ich ihr zur bevorstehenden Hochzeit den besagten Liebesroman geschrieben, der keiner ist. Sie hat sich trotzdem gefreut.
Kurzum: Ich lasse mich von Begebenheiten inspirieren und schreibe los. Welches Genre es dann wird, ist mir schnurz. Meistens lande ich eben bei Dystopien oder anderen Negativschilderungen.

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Den größten Fehler, den man sich vorgeblich als Selfpublisher leisten sollte, gönne ich mir: Ich bin, passend zu meinen alten Hasenohren, ein Genre-Hopper. Nur meiner persönlichen Unabhängigkeit folgend, schreibe ich, wonach mir der Sinn steht. Bei einem Verlag werde ich kein Zuhause mehr finden, meine Marketing-Optionen sind ‚aus Gründen‘ beschnitten und keimen auch nicht nach, weshalb ich diese Freiheit wahrhaftig genießen gelernt habe.
Ein Memoir, ein Kinder-/Jugendbuch (beides Herzensprojekte), eine kleine dystopische Erzählung (mit der ich noch etwas vorhabe) und eine Kurzgeschichten-Sammlung (vorwiegend Suspense) habe ich bisher veröffentlicht, aber ich habe noch etliche angedachte Projekte, wie ein mich schon Jahre begleitender Abenteuer-Roman im Stile einer klassischen Heldenreise oder ein Psychothriller und sogar ein Kinder-Bilderbuch befinden sich darunter. Am wohlsten fühle ich mich im Genre ‚Magischer Realismus‘, weil ich das geschriebene Leben entlang der Schnittstelle Realität zur Fantasie spannend und reizvoll finde.
Nur mit Regionalkrimis, sogenannter ‚Wohlfühl-Literatur‘ (cosy Irgendwas), Liebesromanen und zu blutrünstiger oder gewaltdarstellender Literatur habe ich wenig am Hut.

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Ich auch, aus den o. g. Gründen.

2 Gruselromane - Erstlingswerke und na ja … eben Erstlingswerke.
1 Kurzroman über einen Freitod - keine Ahnung, welches Genre das ist. Habe ich in Tagebuchform mit Rahmenhandlung geschrieben.
1 erzählende Biografie
1 Liebesroman ohne Happy End - keine Ahnung, wie man so etwas nennt.
2 Dystopien (3. wird im Frühsommer veröffentlicht)
1 Love Scamming Thriller (Bestatterroman - gibt es das Genre überhaupt?)

Charlotte Link ist übrigens auch in verschiedenen Genres unterwegs und hat mich zugegebenermaßen damit enttäuscht.

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Witzigerweise, schreibe ich bei Kurzgeschichten lieber keine Fantasy, sondern lieber skurrile Dinge…

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Das mag ich am liebsten.

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Vielleicht, weil Fantasy Länge benötigt? Aber selbst bei Kurzgeschichten folge ich unterschiedlichen Präferenzen: Mal für Kinder, mal fantastisch, gerne kriminell, manchmal psychologisch, manchmal autobiografisch – da ist eine Geschichte, die erzählt werden will und sie allein bestimmt den Stil und das Genre. Ich schreibe sie nur auf.

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So sehe ich es auch. Die Geschichte zählt. Immer nur die Geschichte. Nicht das Genre. Deshalb missfällt mir auch der Zuordnungszwang bei Verlagen.

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Ich denke eher, dass ich Skurriles mag, aber keinen ganzen Roman in dem Stil schreiben könnte

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Verstehe ich. Es gibt aber genügend Autoren, die in einem oder maximal zwei Genres unterwegs sind

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Das Denken der Verlage ist rein verkaufsorientiert. Verkauft sich eine Fantasy-Story gut, ist der Autorenname verbraucht und riskant für andere Genres. Siehe J.K. Rowling, die ihre Krimis unter R. Galbraith veröffentlichte.

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Definitiv. Für die zählt nur bares…

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Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Ich habe eben nur nicht den Genrezwang. Bei Charlotte Links „Das andere Kind“ wäre ich nicht enttäuscht gewesen, hätte einfach nur Roman auf dem Buch gestanden. Ich hatte allerdings einen Thriller erwartet und das war eben die Enttäuschung. Manchmal ist die Zuordnung zu einem Genre eben hinderlich.
Wenn auf einem Fantasy-Roman auch nur einfach „Roman“ stehen würde und ich würde dem Klappentext etwas mit Engeln und Drachen und sonstigen Wesen entnehmen, würde ich das Buch eben nicht kaufen. Ich mag weder die besagten Wesen noch Zauberlehrlinge und dergleichen. Das Genre ist also egal. Die Geschichte zählt - wie bereits oben erwähnt.

Noch anders ausgedrückt, um aufs Schreiben - weg vom Lesen - zurückzukommen: Mich bewegt etwas und ich schreibe eine Geschichte dazu. Welches Genre? Keine Ahnung. Und meistens habe ich auch wirklich überhaupt keine Lust darüber nachzudenken. Ist Star Trek philosophisch oder utopisch oder dystopisch oder was auch immer? Keine Ahnung. Die Klingonen sind jedenfalls doof und ich freue mich, wenn Captain Kirk sie wieder mal austrickst.

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Ja schon. Aber mich interessiert es als Autor eben nicht.

Schön und gut. Vermutlich müssen die davon leben. Dann ist das eben notwendig oder sie sind eben Experten in ihrem Genre.
Ich würde jedenfalls niemals eine Geschichte, die ich erzählen möchte, einem Genre unterordnen oder unter einem Pseudonym veröffentlichen. Bei Madonna schätzt man, dass sie sich immer wieder selbst neu erfunden hat, bei Autoren ist das offenbar verpönt. Seltsam.

Traurig. Anstatt zu denken: Oh! Ein vielseitiger Autor. Interessant. Was kommt als Nächstes? Stanley Kubrick hat nie 2 mal dasselbe gemacht. Die einen werden dafür verehrt, den anderen kehrt man den Rücken. Komisch.

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In der komischen Zeit, in der wir leben, werden die Themen nahezu frei Haus geliefert.

Wenn mich etwas bewegt, schreibt es mich und das Genre ist mir sowieso egal.

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Vielleicht mögen sie ihr Genre einfach…Und falls nicht, ist ein Pseudonym nicht verkehrt. Wenn du eine Fanbase hast – wie viele dieser Autoren – erwarten die Leute eben ein bestimmtes Genre. Stell dir vor, Fitzek schreibt plötzlich Liebesromane…das würde nicht funktionieren. Unter einem Pseudonym aber schon

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Bei mir eben schon, abgesehen davon, dass ich ihn sowieso nicht gut finde. Ich habe meiner Mutter immer gesagt: „Heino ist furchtbar! Einfach unerträglich!“ Dann hat er sich auf neues Terrain gewagt und ich habe mir sogar die CD gekauft und meinen Eltern vorgespielt. Die waren einfach entsetzt und ich angenehm überrascht und krame diese unkonventionellen Heino-Lieder immer wieder hervor. Weil sie einfach gut interpretiert sind, zum Teil besser als die Originale. Und du weißt, dass ich Alice Cooper und Aerosmith-Fan bin …

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Ich weiß genau, welche Heino-Lieder du meinst.:smile:
Das ist eines der wenigen Beispiele, wo ein Genrewechsel erfolgreich war

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Hat er das nicht? Der erste letzte Tag - meiner Meinung nach nicht empfehlenswert (hatte irgendwo mal nichts anderes zu lesen…) aber manche scheinen es zu mögen. Ich hab aber auch nie etwas anderes von ihm gelesen.

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