Warum nutzt ihr Papyrus? Was sind für euch die größten Vorteile?

Hallo zusammen,

ich bin gerade ziemlich am zweifeln, ob ich mir Papyrus kaufen soll. Als ich davon gehört habe, war ich erst ziemlich begeistert, als ich dann meine ersten Initialen einstellen wollte, ziemlich ernüchtert.

Außerdem war ich sehr am Zeitstrahl interessiert, den ich aber auch nur so mittelmäßig hilfreich finde.

Bislang scheint es mir so zu sein, dass man alle Funktionen auch gut mit anderer (Opensource) Software erledigen kann, aber vielleicht täusche ich mich da. Die Demo gibt mir leider nur sieben Tage zum Ausprobieren Zeit und das setzt mich etwas zu arg unter Druck, um alles in Ruhe testen zu können.

Daher meine Frage an euch: Warum nutzt ihr Papyrus? Warum schreibt ihr nicht einfach in Word oder Writer? Warum nehmt ihr freiwillig ein weiteres Dateiformat (ppa) in Kauf?

Ich bin gespannt, was ihr zu berichten habt, denn eigentlich möchte ich mir Papyrus holen und meine eigene kleine Autorenwelt in einer Software haben :slight_smile:

Viele Grüße
Nils

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Tja, warum kaufe ich lieber Hardcover statt Taschenbücher, Budapester statt Adiletten und Havannah Club statt Fusel vom Aldi? Keine Ahnung. Vielleicht weil ich mir was Billiges nicht leisten kann.

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Richtig, man braucht eine gewisse Zeit, um Papyrus sinnvoll nutzen zu können. Und es werden immer Punkte bleiben, die man nie verstehen wird - und noch mehr, die man nie benutzt.
Aber - und da bin ich ganz bei @Gschichtldrucker - ich bin zu geizig, um Billig-(im Sinne von Massen)ware zu kaufen. Ardbeg statt Ballantines (falls den Fusel noch jemand kennt), Jaguar anstelle von Dacia usw…

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Da verweise ich doch auf meine Ausführungen unter

War übrigens leicht, meine Finanzministerin zu überzeugen, dem Kauf zuzustimmen.

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Yepp. Zeitstrahl nutze ich auch nicht, aber Stilanalyse, Dudenkorrektor, Synonym- und Antonymlexikon, Figurendatenbank und Denkbrett. Das ist eine komplett andere Liga, als Word&Co. Profiwerkzeug halt.
Und was den Preis betrifft: Schon mal eine Tagesliftkarte in den Alpen gekauft? Ein Kanu auf dem Vätternsee gemietet? In New York essen gewesen?

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Bei mir sind es die Gimmiks drumrum.

Mit dem Navigator und dem Organizer hast du einen besseren Überblick deiner Charakter, Kapitel und Szenen. Das wird bei größeren Texten wichtig. Irgendwann verliert man die Übersicht.

Mit der Datenbanken, kannst du buchübergreifend Figuren, Orte etc. verwalten.

Das Denkbrett bietet eine graphische Oberfläche, die dir hilft Ideen zu finden und zu verwalten.

Der Zeitstrahl ist auch nützlich, könnte aber mal überarbeitet werden. Bei mir verrutschen schnell Szenen zu Kapitel.

Auch nützlich sind die Kommentare und Notizzettel.

Exportfunktionen in PDF und Normseiten Element.

Da ich noch nicht zu einem fertigen Roman gekommen bin, kann ich noch nicht beurteilen, wie nützlich Papyrus für das Drucklayout ist.

Papyrus ist zugebenermaßen teuer geworden. Ich habe mit yWriter angefangen. Aber wenn deine Texte größer werden, dann kommt du um professionelle Software wie Papyrus oder Scrivener nicht rum.

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Servus, mein Hauptkriterien zur Nutzung von Papyrus waren Stilanalyse, Lesbarkeitsindex und Organizer. Das bekommst du so nirgends!
Nachdem mir inzwischen zwei Lektoren (beide haben nur eine PDF, generiert aus einer Word-Datei im Normseiten-Format bekommen) unabhängig voneinander direkt an den Kopf geworfen haben, dass ich mit Papyrus arbeite und doch bitte die Stilanalyse ausschalten solle, weil diese meinen Schreibstil doch sehr verwässern würde … war ich zunächst stark irritiert! Inzwischen habe ich verstanden, was sie damit meinten und setze die Stilanalyse bewusster ein. Damit sind alle zufrieden!

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Hey, dass ist normal, dass man zweifelt. Papyrus ist schon teuer, aber je mehr Bücher du schreibst, desto mehr lohnt es sich :smiley:

Ich nehme als Office z.b Softmaker Office. Damit habe ich viele Hausarbeiten gebaut
(Papyrus ist nicht so fit in Inhaltsverzeichnisse :wink: ) → Aber ich würde nie wieder eines meiner Bücher mit einem „Word“ zusammenbauen, außer ich muss.

Es ist wie der Kauf einer 200€ Tastatur. Wenn du ein Großteil deiner Freizeit daran verbringst, lohnt es sich. Auch wenn eine Cherry Steamline für 40€ ebenfalls schon super Ergebnisse liefert. Allerdings kenne ich keine „Halb so teure, aber dafür schon halb so gute“ Schriftstellersuite (außer meiner eigenen, nicht erhältlichen, :sweat_smile: )

Vorteil Nr 1 für mich von Papyrus:

Gute Vorbereitung für ein gedrucktes Buchformat am Ende, bzw, dem E-Book. Man braucht kein Indesign dafür (dessen Nutzung man erst erlernen muss(ich kann indesign und nutze es trotzdem nicht für Bücher)) und kommt auf ein gutes Ergebnis innerhalb kürzester Zeit. (Buchdesigner)

Vorteil Nr 2: Korrigieren macht Spaß

Extrem gute Rechtschreibkontrolle und Analyseseugs …
Wie z.b der Duden Korrektor und die farbige Lesbarkeitsanalyse sind intuitiv zu bedienen und helfen einen Eindruck vom Text zu gewinnen. Die Lesbarkeitsanalyse - so etwas habe ich noch nie irgendwo sonst gesehen. Da sie permanent an sein kann, kannst du einfach durch den Text scrollen und überlegen, warum Abschnitte rot sind. Einfach als Denkimpuls. Muss ja nicht alles blau sein :wink:

Man kann Notizzettel auslagern, Textabschnitte „Geistertexten“ (nicht beachtete, unsichtbare Texte))
Ich bin großer Fan von „Nur Dialoge einblenden“.
Ich bin großer Fan der Datenbanken, die per Hover dir zeigen, welche „Protagonisten und Dinge“ das nochmal sind. Sinnvoll, wenn sich ein Protagonist verändert und z.b später im Buch anders aussieht.

Ein paar ‚Schriftstellerfeatures‘ : wie
Schreibfokus (alles ausblenden und schreiben)
Nur Dialoge einblenden (beim Überarbeiten lenkt der Rest des Textes nicht so ab)

Ich gebe zu → ich schreibe „Rohschrift“ mit einer eigenen Schreibsoftware. Eine Art „Schreibfokus auf Stereoide“

Vor dieser Software habe ich Ohm-Writer für Rohschrift verwendet. Allerdings gibt es seit Pap12 dafür kaum noch einen Grund, da der Schreibfokus in Pap12 sehr gut ist.

Aber ich baue in Papyrus das Buch zusammen und nehme dort alle Korrekturen vor.
Zeitstrahl, usw nutze ich gar nicht. Aber ich mache mir Notizen an den Kapiteln (im Organizer) und freue mich auch, dass dieser z.b automatisch alle Protagonisten anzeigt, die im Kapitel vorkommen.
Bei mir ist es so, dass ich nicht das Handbuch gelesen habe :smiley: sondern sich mir nach und nach die Funktionen erschließen.

Außerdem ist Papyrus sehr stabil auf hunderte von Seiten :slight_smile:

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Noch ein Wort zum Preis: Im Kosten/ Nutzen- Vergleich zur Branchensoftware, die ich für meinen Brot-Job brauche (Anschaffung, Updates, Softwarepflege … 14.000 € im letzten Geschäftsjahr für einen popeligen Handwerksbetrieb) ist Papyrus ein absolutes Schnäppchen!!!

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Vorweg: Es ist deine Entscheidung, ob du dir Papyrus kaufst oder nicht. Vielleicht hilft dir meine Ausführung.

Ich filme gelegentlich bei Veranstaltungen.
Die Videosoftware, mit der ich begonnen habe, Filme zu schneiden, war anfangs MAGIX, weil sie günstig war. Aber sie war nicht zuverlässig. Ein fast fertig geschnittener Film: Timeline abgestürzt, Arbeit von Tagen umsonst. Viele andere Fehler. Fehlinvestition.

Dann, 2013, der Umstieg auf DaVinci Resolve, damals teuer (ca. € 500). Doch die Investition hat sich gelohnt. Kaum Abstürze, wenn dann gibts eine Sicherungskopie; dafür eine steile Lernkurve. Das Programm hat so viele Funktionen, selbst nach 13 Jahren kenne ich zwar mehr als die Hälfte, nutze jedoch maximal 10 Prozent.
Aber es ist zuverlässig. Immer.

Auch wenn es zu Beginn so aussieht, als ob ein Produkt zu teuer erscheint: Nichts wiegt die investierte Zeit auf, die es einen kosten kann, bei ständiger Fehlersuche in günstigen Programmen.

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Wir wollen dich auch nicht überreden → Aber wir sind hier im Papyrusforum :stuck_out_tongue:

Geh den Prozess in der Demo dochmal durch. Schreibe eine Kurzgeschichte von 3 Seiten aufgeteilt in 10 Kapitel. Schau, wie du dich damit fühlst. Nutze einfach jede Funktion, vom „Erstellen“ bis zum „Korrigieren,“ bis zum „Veröffentlichen.“

Da fällt mir ein, Papyrus hat unten auch einen einschaltbaren Tracker mit Tages-Wort Zielen und Wortendziel, dass in einem kleinem Kalender bzw. Fortschrittsbalken zur Motivation beiträgt :slight_smile:

Das Papformat ist mir übrigens egal, da ohnehin am Ende alles PDF wird ;).

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Dudenkorrektur, Stilanalyse, Navigator.
Exportfunktionen in alles Gängige ohne Marotten.
Also alles rund um das eigentliche Schreiben und In-Druck-Bringen („Buchsatz“ für mich, denn das Endprodukt sieht aus wie ein ganz normales :sweat_smile:Buch). Das sind meine Gründe für Papyrus.

Datenbank und Zeitstrahl nutze ich nicht, Denkbrett selten. Da arbeite ich eher mit Papier (der Hardware) oder einem weichwarigem Konkurrenzprodukt, das ich eh habe und für diese Zwecke für mich intuitiver nutzbar, aber nicht besser ist. (In selbiges sichere ich auch für Offline-Zeiten meine Projekte).

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Zu glauben, dass Libre Office oder Microsoft Office „billigere“ Software sind als Papyrus ist aber eine ziemlich steile These.

Ich habe Übrigens nicht geschrieben, dass mir Papyrus zu teuer ist, ich zweifle nur and er Sinnhaftigkeit.

@ Carlo-Valentino: Könntest du mir einmal erläutern, was sie damit meinten, dass du angeblich zu viel von Papyrus übernommen hast?

@alle: Ok, bislang scheinen alle Nutzenden ja durchaus überzeugt von der Software zu sein. Das ist erst mal ein gutes Zeichen, auch wenn natürlich ein gewisser Bias in einem Forum zu eben dieser Software vorherrschen mag :slight_smile:

Komisch, dass hier niemand den Zeitstrahl nutzt. Gerade der wäre für mein Projekt extrem praktisch, aber ich bin mit dem Probehandling auch nicht sooo gut zurecht gekommen.

Was ich auch etwas komisch finde, ist, dass das Thema mit den Initialen bereits 2016 mal hier im Forum aufkam und ein Papyrus-Entwickler gesagt hat, man kümmere sich darum. Scheint wohl nicht passiert zu sein.

Seid ihr generell mit den Updates zufrieden und damit, wie mit den Wünschen der Community umgegangen wird?

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(Beitrag vom Verfasser gelöscht)

Den Zeitstrahl nutze ich nicht. Ich finde ihn ausgesprochen unpraktisch.

Was ich an Papyrus schätze:

  • die Denkbretter
  • die Stilanalyse
  • den Dudenkorrektor
  • die vielen Exportmöglichkeiten
  • die Konvertierung zum E-Book
  • den Navigator
  • den Organizer
  • die Figurendatenbank (Orte- und Dingedatenbank so gut gar nicht)
  • die einfache Erstellung von Normseiten
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Also erstmal kannst Du nicht „zu viel übernehmen“ … Schreiben musst du schon selbst, Papyrus zeigt dir nur, woran du noch feilen kannst/musst.
Die Stilanalyse markiert erbarmungslos alles, was gemein hin als schlechter Schreibstil gilt. Z.B. Wortwiederholungen, schwache Verben, unnötige Adjektive, Füllwörter, verklebte Sätze, Schachtelsätze …
Wenn du konsequent streichst und umbaust, bis die Stilanalyse restlos zufrieden ist (diesen Fehler habe ich anfangs gemacht) dann erhältst du einen stark filtrierten Text der dadurch an Ausdrucksstärke und Individualität verliert. Ein erfahrener Lektor merkt das sofort. —> keine Stilfehler zu haben, kann auch heißen, keinen Stil zu haben. Sich der Stilprüfung sinnvoll zu widersetzen bzw. diese sinnvoll einzusetzen erfordert Erfahrung, Sprach- und Schreibgefühl und sicheres Schreiben.
Das kann man lernen. Mein Tipp: Such dir aus einem Spitzentitel fünfzig Sätze mit Stellen, welche die Stilprüfung markiert hätte und überlege dir, warum der Autor genau diesen „Stilbruch“ bewusst begangen hat …

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Um mich meinen Vorrednern anzuschließen.

Ich habe mich aus verschiedenen Gründen für Papyrus entschieden.
Als erstes suchte ich nach einer Alternative zu Word. Ich wollte nicht hunderte Euro jedes Jahr für eine Lizenz zahlen.
Dann brauchte ich ein Programm, dass unter Windows jegliche Dateitypen lesen und ausgeben kann.
Für meine Buchprojekte wünschte ich mir eine angenehme Visualisierung, die mit dem Buchdesigner voll getroffen wurde.
Auf lange Sicht schätze ich die individualisierbarkeit des Programms. Ich kann Vorlagen erstellen und diese auf meine Bedürfnisse zuschneiden.
Viele Funktionen die perspektivisch auf die Veröffentlichung zulaufen werden hier mit „One-Klick“ gelöst. Total entspannt und für Anfänger geeignet. Ich muss mich nicht mit Buchsatz beschäftigen, dass kann Papyrus von Hause aus.

Das Programm stützt sich auf die empirischen Erkenntnisse amerikanischer Autoren und Lehrenden wie Sol Stein, Vogler und James Frey.

Natürlich ist das Programm umfangreich und überfordert am Anfang, hat jedoch eine steile Lernkurve. Den Zeitstrahl habe ich auch links liegen gelassen. Da können die Programmierer der Dachgesellschaft noch nachsteuern.
Dennoch bin ich megazufrieden mit Stil- Text- Lesbarkeits- und Duden- Analyse

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Prima, danke auch für dein Feedback. Ich werde mich wohl noch mal etwas außerhalb dieses Forums umhören, aber vermutlich werde ich es einfach mal ausprobieren (mit einem Kauf).

Danke euch allen für die Rückmeldungen!

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Gute Entscheidung :+1: Du wirst es lieben!

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Zusätzlich zu allem schon Gesagten liebe ich auch die individuellen Einstellmöglichkeiten. Man baut sich seine Menüleisten mit genau den Icons, die man braucht an genau der Stelle, wo man sie haben will, zusammen.
Bei meiner letzten WORD-Version hatte ich 10 Minuten rumgesucht, bis ich die Druckoption überhaupt gefunden habe (seitdem hab ich kein WORD mehr auf der Platte).

Dann bin ich ein großer Fan der Notizzettel, völlig wurscht was, man pappt es als kurze Notiz neben seinen Text, farblich abgestimmt zum jeweiligen Thema. Auch das Denkbrett finde ich super.
Den Zeitstrahl nutze ich nicht, ich meine aber auch, dass da noch eine Menge Luft nach oben ist.

Und nicht zuletzt ist der Support ein großes Plus. Einmal hilft die Community hier sehr schnell und kompetent weiter, wenns irgendwo hakt. Und bei den gröberen Sachen hilft ne Mail an die Macher, die sich zeitnah drum kümmern.
Was die Userwünsche angeht, ok, es wird nicht alles umgesetzt und es kann auch dauern, aber zumindest kann man hier seine Wünsche anbringen und mit der ‚Chefetage‘ diskutieren. Versuch das mal bei Microsoft :wink: .

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