Tipps rund ums Pferd

Hallo zusammen!
Wenn jemand etwas über Pferde wissen möchte, oder zum Thema Westernreiten, der kann mich gerne fragen.

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Wer die Westernreiterei gern um Dressur oder Springen ergänzen möchte … Bin Freizeitreiterin mit eingetragenen Turnierpferden (Rheinländer und Hannoveraner).

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… Und ich weiß, wie man den Amtsschimmel zum Laufen bringt *lach (Bei Bedarf anfragen)

Hey … Ihr habt ein tolles Thema. Schön, dass es Menschen gibt, die so bereitwillig ihr Wissen teilen. Danke dafür !

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Gangpferde: hier!
Tennessee Walking Horse, Isländer, Paso Fino, Paso Peruano etc. etc. Alle diese Rassen, die nicht nur Schritt, Trab, Galopp gehen sondern noch andere, oft laterale Gänge können.
Früher waren die Passgänger hoch geschätzt, da sie wesentlich bequemer zu reiten sind. Am Wagen haben die trabenden Pferde mehr Zugkraft und sehen schicker aus.
Wer also etwas historisch schreibt, sollte das mit bedenken. Hiessen früher beispielsweise “Zelter”.

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Kaltblüter, Shire Horses und Clydesdales sind meine Spezialgebiete. habe dazu auch ein Sachbuch (mit Papyrus;)) geschrieben.
Geschichte und Historie, Ausbildung, Haltung, Zucht, Fütterung.

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**Haflinger hier! **Natürliche Haltung auf dem Dorf.

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Gibt es hier auch Sachkundige zum Thema Kutschen/Pferdefuhrwerke?
Ich hätte da ein paar Fragen, die in einem mittelalterlichen Fantasysetting angesiedelt sind.

Stell doch einfach Deine Fragen. Dann werden wir ja sehen, ob sich hier jemand damit auskennt …

@KaRock
Was willst du denn wissen? Ich habe das kleine Fahrabzeichen. Vielleicht kann ich dir helfen.

Ich will meine Protagonistin mit einem Planwagen fahren lassen bzw. eine Gruppe von max. 10 Personen. Die Wagen sind beladen mit Vorräten und dienen als temporärer Schlafplatz. Das Gelände ist zum Teil hügelig, eher mitteleuropäisch, keine Wüste, gefahren wird auf mehr oder weniger festen Feldwegen, Tagestemperaturen bei ca. 20°-25°C, nachts nicht unter 10°C.

Fragen:
a) benötige ich einen oder zwei Pferde für je einen Wagen?
b) Futter- und Wasserbedarf. Wieviel pro Tier/Tag
c) müssen die Pferde beschlagen sein (was passiert, wenn sie es nicht sind?)
d) minimale Tagesstrecke

Mir geht es darum, dass ich im Roman letztendlich halbwegs realistische Streckenangaben machen kann und die Dauer der Reise nicht unrealistisch wird, wenn ich meine bereits bestehenden Entfernungsangaben habe.

Meinst du vielleicht die maximale Tagesstrecke?

Wenn sie nicht beschlagen sind, laufen sich die Hufe zu schnell ab, werden krumm und schief. Außerdem brechen sie früher oder später aus. Es gibt aber auch Pferde, bei denen die Hufe nicht ausbrechen. Das ist mit menschlichen Fingernägeln vergleichbar, es gibt harte und weiche Hufe, spröde und elastische. Bei Feldwegen hast du recht viele Steine. Da latschen sich die Hufe eher ab. Bei beschlagenen Pferden besteht die Gefahr, dass sich Steine verkanten.

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a) Ich denke, zwei kräftige Pferde wären schon nötig, aber es käme wohl auch auf die Rasse an. Vielleicht irgendeine Kaltblutrasse?
b) Das dürfte auch auf die Jahreszeit ankommen. Ich glaube, dass die Leute früher eine gewissen Weidezeit für ihre Pferde einkalkuliert haben. Die können ja auch nachts fressen. Wenn allerdings Wölfe in der Nähe sind, müsste man Wachen aufstellen. Genaue Zahlen, wie viel Wasser und Heu ein Pferd braucht, habe ich gerade nicht parat. Aber das werden die auch nicht mitgeschleppt haben. Die werden die Tiere an Flüssen und Bächen getränkt haben. Im Winter dürften sie ihre Reisen auf das Nötigste beschränkt haben, weil da die Wege immer schwer befahrbar sind. Und im Sommer haben sie sie halt immer mal wieder grasen lassen.
c) Wenn Pferde nicht beschlagen sind, können die Hufe ausfransen bzw. der Rand kann stellenweise ausbrechen, vor allem, wenn sie oft über steinige Wege gehen müssen. Das kann ihre Leistungsfähigkeit schon beeinträchtigen. Aber früher gab es in fast jedem Dorf einen Schmied, der Pferde beschlagen konnte. Und wenn ein Eisen verloren gegangen ist, wäre das ja ein schöner Konflikt für Deine Geschichte, weil sie erst einen Schmied auftreiben müssen …
d) Das weiß ich wirklich nicht. Bestimmt haben die ihren Tieren früher einiges mehr zugemutet als wir das heute vielleicht tun würden.

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Jain :wink:
Ich bräuchte ein durchschnittliche Tagesstrecke, die Pferde gehen Schritt, es ist Sommer, nicht zu heiß.
In meinem Fantasysetting reisen meine Protagonisten mit den Planwagen von Ort A zu Ort B und dann weiter zu Ort C, sie sind eine Art Nomaden, die zwischen ihren Reisen aber mehrere Monate an einem Ort bleiben.
Ich brauche vorrangig die Info, wieviele Kilometer so ein Fuhrwerk an einem Tag schafft, im Detail dann, wieviele Stunden am Stück die Pferde angespannt sein können und wieviel Zeit am Tag für die Pflege und Verpflegung der Tiere eingeplant sein müsste.

Vielen Dank, das sind z.B. Infos, die mir bislang gefehlt haben :slight_smile:

Nur im Schritt können Pferde eine “Ewigkeit” gehen. Das machen sie in der Natur ja auch. Die laufen ständig durch die Gegend auf der Suche nach Futter. Allerdings kann man die Frage so nicht beantworten, weil wir dann alle zusammen erstmal klären müssen, ob du zwei Pferde anspannst oder nur eins und wie schwer die Wagen belastet sind und wie groß und für welche Pferderasse du dich entscheidest. Wie Pamina schon schrieb, sind für solche Unterfangen Kaltblüter am besten geeignet.

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Pflege - Vergiss nicht, dass auch das Lederzeug sowie die Fuhrwerke gepflegt werden müssen. Gefahrpotential!

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Für einen Planwagen sind mindestens zwei kräftige Pferde nötig. Wenn zehn Personen mit Gepäck befördert werden, eher vier.
Die Pferde müssen beschlagen sein, sonst sind sie innerhalb weniger Tage sozusamen platt. Ein Pferd mit abgelaufenen Hufen läuft keinen Meter mehr (habe ich schon selbst erlebt).
Wenn die Pferde viel auf Asphalt laufen, werden Stollen eingeschraubt, damit sich die Eisen nicht so schnell ablaufen und sie nicht rutschen.
Ein Pferd im Schritt geht etwa 6km/h. Wenn sie den ganzen Tag unterwegs sind, kommt man - mit zwei/drei Tränk- und Futterpausen - ca. 30 km weit. Kutschpferde bekommen in der Pause oft einen Futtersack mit Hafer umgehängt, oder auf der Kutsche ist ein Sack mit Futter, das den Pferden im Eimer dargeboten wird.

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Ja, aber nur ohne Belastung.

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Gab es die früher schon? Wann spielt die Geschichte? Hab ich das überlesen?

Seit wann genau es Stollen gibt, weiß ich nicht.
Ich habe meine Fahrprüfung nach dem Achenbach´schen Fahrsystem abgelegt. Achenbach hat ein Fahrsystem erdacht, das pferdefreundlicher ist und Gefahren minimiert.