Ich bin bearbeite gerade das Lektorat meines eigenen Werkes und bin genau mit diesem Problem konfrontiert: Wie viel Tell und wie viel Show darf es sein: „Vielleicht doch noch eine Scheibe ‚Tell‘ mehr?“
Ich selbst neige leider dazu, mehr zu beschreiben, als über „Show“ zu erzählen. Wenn ich aber dann die Passagen ohne „Tell“ lese, die mir die Lektorin gestrichen hat, merke ich selber, um wie viel prägnanter der Text geworden ist.
Umgekehrt lasse ich Beschreibungen dort stehen, wo sie eine Atmosphäre zu Beginn einer Szene fühlbar machen sollen.
Vielleicht gilt die Regel „So viel Tell wie möglich, und so viel Show wie nötig.“ In diesem Graubereich sollte man entsprechend des eigenen Stils diese beiden Elemente fein austarieren, am besten mit der Apothekerwaage. ![]()