Testleser gesucht - Epic Fantasy (2. Leserunde)

Moin und Hallo in die Runde!

Am Wochenende habe ich mein erstes Buch abgeschlossen. Oder so etwas in der Art. Fertig ist man ja nie.

Es gab schon im letzten Jahr eine Runde mit Testlesern. Nach einer Pause von 8 Monaten habe ich mich am 01.01. wieder dran gesetzt und nun eine überarbeitete Version abgeschlossen, die hoffentlich gewachsen ist.
Jetzt suche ich Testleser, die mir weder familiär noch freundschaftlich verbunden sind (OK, unfreundlich müssen sie auch nicht zwingend sein :slightly_smiling_face: ).

Ein halbes Exposé schiebe ich gleich unter diese Zeilen. Bei Interesse bitte persönlich bei mir melden (PN). Ich habe hier schon gesehen, dass gelegentlich Kopien in Papier verteilt werden, aber davon würde ich gerne absehen. Den Text stelle ich zum Download bereit. Eine gute Handvoll Kandidaten wäre schon schön, aber ich nehm’ auch einen! :grinning_face:

Es geht mir nicht um Korrektur, sondern um Einschätzung und Beurteilung. „Würde jemand das lesen wollen?“ ist die Frage.

Das Buch ist der Auftakt einer Reihe aus 3 Triologien (9 Bände also). Jedes der 9 Bände ist eine in sich geschlossene Geschichte, die vollendet und abgeschlossen wird. Eine rahmenhandlung im Hintergrund hält sie zsuammen, aber der Teil hält sich anfangs noch zurück. Der Plot steht bereits fest für alle Bände (und ist seit Jahren geprüft, erprobt).

Es geht bei der Reihe nicht um einen alleinigen Helden, sondern eine Gruppe. Und deren Entwicklung. Ebenso geht es (natürlich) auch um die Rettung der Welt, um Gut und Böse, das Verhältnis von Göttern und Menschen zueinander … doch nicht alles davon gleich im ersten Band. Helden fangen nicht allmächtig an!

Würd mich freuen!

Haldack Lazare


EXPOSÉ

Die Fakten:
• Projekt: Reihenauftakt (Band 1 von 9, jeder Band funktioniert ›für sich‹)
• Serientitel: ›Die Herren von Katargelion‹
• Titel Band 1: ›Treibgut‹
• Autor: Haldack Lazare (Klarname: … )
• Genre: High Fantasy (mit Kriminal- und Mystery-Elementen)
• Umfang: 686 Normseiten (ca. 1.091.00 Zeichen inklusive Leerzeichen, 178.650 Wörter)
• Anhänge: 12 Seiten (10 Seiten Kartenmaterial, 2 Seiten Dramatis Personae)
• Zielgruppe: All-Age / High Fantasy ab 14–16 Jahren

Der Klappentext:

In den düsteren Gassen der Metropole Katargelion zählt für den jungen Dieb Varsalon nur das nackte Überleben. Als seine Gilde durch eine mörderische Intrige ausgelöscht wird, steht er vor dem Nichts. In seinem Überlebenskampf formt er eine Allianz mit ausgestoßenen Verbündeten, die das Schicksal in der Stadt zusammengespült hat. Er trifft auf eine Hexe des Nordens und eine Priesterin der Juno mit einem dunklen Geheimnis. Ein aus Helios geflohener Barde begleitet sie. Eine gewissenlose Magierin mit ihrem stummen Leibwächter und ein wandernder Kopfgeldjäger aus den Steppen Parthenions stoßen dazu. Umgeben von korrupten Fraktionen, die erbittert um die Herrschaft der Metropole kämpfen, müssen die Außenseiter zu einer Einheit werden. Doch zwischen einem skrupellosen Richter und der schwarzen Magie in einem Grab im Untergrund lauern Gefahren, die weit über das Schicksal der Straßen hinausgehen. Das fragile Gleichgewicht, das die Stadt über vier Jahrtausende hat überstehen lassen, ist in Gefahr. Werden sie einander vertrauen, bevor Katargelion im Chaos versinkt?

3 „Gefällt mir“

690 Normseiten … ui! Über eine Million Anschläge … doppel-ui!

Epic trifft da wohl schon vom Umfang. Das letzte Buch, welches so viele Seiten hatte, habe ich immer noch nicht ausgelesen.

Das Genre würde mich schon reizen, aber für die Menge fehlt mir aktuell die Zeit.
Isabella 2 hat eine Deadline, die sie einhalten muss, und der dritte Teil soll Ostern ‘27 zu ordern sein und hat erst 30 Normseiten.

Leider zu einem ungünstigen Zeitpunkt …

1 „Gefällt mir“

Stell hier doch bitte eine kleine Leseprobe ein (2 Seiten reichen völlig), damit man einen Eindruck von deinem Stil bekommt.

Ah ja, sorry. Gerne!


[…] Dieser Reiter aus dem Südosten sog hörbar die Luft durch seine Hakennase ein. Er drehte sich zurück und sah Antonella kritisch an.

»Ist sie eine von denen? Du hast von Hilfe gesprochen, Antonella. Draufgänger mit Können, das uns nützlich ist! Was kann sie? Putzen oder kochen? Einen Choral singen?«

Varsalon hielt den Atem an. Der Kerl war ein Berg von Muskeln, der sogar Ylvaria an Länge übertraf. Neben ihm erschien Lisbeth wie ein Kind.

Zu seiner Verblüffung trat sie aber an den Krieger heran und schaute ihm tief in die Augen.

»Ich hätte zu helfen gewusst, als man dich hier und hier hat bluten lassen.« Sie deutete auf zwei breite Narben an seinen Unterarmen. Mit ihren ganzen fünf Fuß und drei Zoll forderte sie ihn heraus. »Wenn das Leben verrinnt, entdeckt jeder seine Liebe zu den Göttern. Bettelt um Heilung.«

In Teriapoli war dieser Dienst ein Vorrecht der Brüder im Orden. Doch sie hatte die Schreie gehört. Der Klang war nicht anders als bei den Verstümmelungen durch Unfälle. Bei den Müttern unter der Geburt.

Igor erhob sich. Er schob Lisbeth auffordernd einen Schemel zu, aber ibn al-Hammid ließ noch nicht locker.

»Nimm es nicht persönlich, Mädchen. Antonella hat mich wohl getäuscht. Sie sprach von vier Abenteurern, die uns helfen könnten. Ich suche eine Gruppe von Haudegen. Was ich sehe, ist eine hilflose Priesterin allein in einer Schenke. Schmächtig und zerbrechlich. Du hast nichts beizutragen, wirst nur den Gewinn schmälern. Geh zurück zu deinen Schriften im Tempel!«

Die Magierin stöhnte frustriert auf. Sie hob zu einer Erklärung an, da trat Ylvaria neben den Tisch.

»Sie ist gewiss eine Hilfe. Das ist wahr. Ich bezeuge es.«

Sie überragte Lisbeth um mehr als einen ganzen Fuß und stand dort wie ein Turm hinter ihr.

»Sie ist auch nicht allein«, sagte Varsalon, der sich im Gedränge der Wirtsstube bis in den Rücken von ibn al-Hammid hatte treiben lassen. »Wenn nötig, hättest du jetzt schon eine Klinge unter den Rippen!«

Aufbrausend und in einer fremden Sprache fluchend sprang der Hammer auf. Er wendete sich dem schlanken Burschen zu, aber Igor drängte sich zwischen die beiden und hielt sie auf Abstand.

»Genug!«, rief Antonella donnernd und hieb mit den Handflächen auf die Tischplatte. Wer zu ihr sah, der bemerkte die sprühenden Funken, wo sie das Holz traf. Wie Stahl, der auf Stein trifft. Die Wirkung war beträchtlich, denn mit einem Schlag kehrte Ruhe ein. Nicht nur an diesem Tisch. Auch die Gäste in Sichtweite verstummten, rückten jedoch etwas ab und gaben dem Spektakel mehr Raum. Alle Blicke waren nun auf das Geschehen gerichtet.

Varsalon wusste nur zu gut um die Hoffnungen und Wünsche der Zuschauer. Sie gierten nach einer Darbietung von Streit, von Exzess und Gewalt. Im besten Falle kam es zum Einsatz von Magie, die sich hier gerade andeutete. Doch mit jedem Atemzug sank aber seine Lust, das Spiel der Messer zu spielen. Er hielt es für klüger, dem Südling die Genugtuung einer Fehde zu verweigern. Also steckte er seine Waffen weg, trat einen Schritt zurück und ließ seine Augen in die Runde schweifen. Mit einem Lächeln bemerkte er, dass die Gydja von Domholt leise eine Melodie vor sich hin summte. Es war die, mit der sie das Gezänk unter den Kindern im Haus Marconi schlichtete. Heute erkannte er einmal mehr den Nutzen von Ylvarias ›Gunst‹, wie sie ihre Zauberei nannte. […]

… und noch’n Stück:


[…] Die Helfer knieten neben dem nicht mehr ansprechbaren ibn al-Hammid. Mit größter Vorsicht lösten sie die Kiefer der Schlange von seinem Handgelenk. Den reglosen Körper der Kobra schoben sie fort. Er hinterließ eine Spur aus Sand. Aus den von den Fangzähnen geschlagenen Wunden quoll nur eine winzige Menge Blut. Doch an den Rändern wuchs eine schwarze Verfärbung. Das Bild ließ Varsalons Herz erneut stocken.

»Sack und Asche, bleibt einem auch nichts erspart? Erst giftige Skorpione. Jetzt eine Natternbrut aus der Unterwelt? Plutos Pisse!«

Er drückte seine Lippen auf die Einstiche und sog mit aller Kraft das vergiftete Blut heraus, um es zur Seite auszuspucken.

Fünf Male wiederholte er die Prozedur, um sich dann eine schlanke, faustgroße Amphore aus seinem Rucksack zu angeln. Drei Blitze zierten das vergilbte Etikett. Hastig spülte er sich damit den Mund aus. Die Reste spuckte er auf den Boden. Einen weiteren Schluck goss er über die Wunde. Der scharfe Geruch von Alkohol stach Antonella in Nase. Eine dritte Portion genehmigte er sich selbst.

»Was in Hades Namen war das jetzt?«, fragte sie den merklich zitternden Varsalon. Sie schaute in erstaunt an.

Der zuckte resigniert mit den Schultern. »Dreifach gebrannter Zauberbeeren-Extrakt. Das ist Schnaps. Der Beste. Der bringt alles um: deine Sorgen, deinen Verstand, deine Zukunft … vielleicht auch diesen fürchterlichen Geschmack von Fäulnis in meinem Mund. Hoffe ich mal.«

»Ich meine das vorher.«

»Oh. Ja. Das Gift muss raus, so gut es noch geht. Falls es zu spät ist, bleibt nur die echt winzige Hoffnung, den Arm abzuschneiden. Hin und wieder überlebt das mal einer.«

»Woher willst du das wissen?« Ihr Argwohn rang mit dem Erstaunen über den jungen Burschen vor ihr.

»Ja, was glaubst du denn? In irgendeiner Schrift werde ich das wohl nicht gelesen haben, richtig? Das ist nicht die erste vergiftete Schramme, die ich sehe! Im Poseidon-Tempel schneiden die Priester öfter mal Beine ab. Oder Arme. Wenn der Brand in einer Wunde steckt, nachdem auf der Werft ein Fuß zerdrückt wurde. Sie geben dir vorher die letzten Riten. Erklären es für ein Wunder der Götter, falls man noch lebt.«

Er trank einen weiteren Schluck und sah sie direkt an.

»Ja, ich kenne die Überlebenschancen bei so was. Und ich bin im Bilde, wie man bei Schwertgift vorgeht. Solche Sachen gehören ins Blut, in eine Wunde, um dich umzubringen. Ein Gift im Wein oder so, das ist eine andere Nummer. Das musst du herunterschlucken, damit es anschlägt. Richtig fiese Substanzen wirken bei bloßem Kontakt. Das kann schon im Mund losgehen. Auf der Haut.«

»Du bist dir ganz sicher, dass dieser Schlangen-Apparatus hier in der Weise funktioniert wie eine vergiftete Klinge?«

»Teilweise. Und wenn nicht? Dann sehe ich in Kürze genauso hinfällig aus wie unser stolzer Krieger hier. Falls ich lebe, aber die Vergiftung bei Hamilcar schlimmer wird?« Varsalon schloss seine fatalistische Betrachtung ab, indem er mit den Achseln zuckte. »Wir warten es ab.«

Antonella schaute auf den Straßenjungen von siebzehn Jahren, der vor ihr auf dem Boden kniete. In ihrem Blick mischte sich Respekt mit Erstaunen. Sein Mut und die Hilfe für den Gefährten verdienten ihre Hochachtung. Doch es blieb auch eine milde Verwunderung zurück. Sie gründete sich auf seine versierte Kenntnis in den Kategorien Gewalt, Gift, Verstümmelung und Tod. […]

Lieber Katargelion,

anhand deines Schreibstils lässt sich erahnen, dass du nicht zum ersten Mal schreibst. Deine Sätze sind übersichtlich, wohl formuliert und kurz gehalten. Das ist ein großer Pluspunkt. Anhand deiner Leseprobe möchte ich dir dennoch einen wichtigen Ratschlag vorab geben:

Die Perspektive.

Du wechselst mitten in den Szenen die Perspektiven der Charaktere, aus deren Sicht gerade das Geschehen erzählt wird. Das sollte nicht passieren, weil es eine subtile Verwirrung beim Leser hervorruft, die man zwar auf Anhieb nicht sofort benennen kann, aber doch merkt, dass etwas nicht stimmig ist. Da es sich bei der von dir geposteten Probe nicht um die ersten beiden Seiten deines Buches handeln wird, gehe ich davon aus, dass sich dieser Fehler durch dein gesamtes Manuskript zieht. Falls dem nicht so ist und du nur zufällig die beiden einzigen Seiten erwischt hast, wo dir das passiert, hast du zumindest sehr viel weniger Korrekturarbeit zu leisten :slight_smile:

Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg

PoetrySnail :snail:

1 „Gefällt mir“

Der Wechsel der Perspektive ist nicht automatisch ein Fehler. Das kann auch bewusst so gewollt sein. Das muss man sich aber gut überlegen, da es offensichtlich manche Leser irritiert. Mir selber ist das nicht negativ aufgefallen.

Liebe Grüße

2 „Gefällt mir“

Hm, ja, das ist eine grundsätzliche Sache bei mir. Ich sehe die Nachteile, habe mich aber bewusst dafür entscheiden und das “Problem” bisher als das kleinere Übel hingenommen.

Tatsächlich muss ich nocheinmal drüber nachdenken. Im Moment kann ich mir vorstellen, die Menge der Wechsel kritisch zu betrachten, zu reduzieren, besser “zu begleiten”. Eine Art “betreutes Lesen" eben. Da kann ich bestimmt etwas machen.
Ob ich ganz auf die perspektivechsel verzichte? Das scheint mir im Moment etwas streng. Weniger geht es aber auf jeden Fall.

Danke jedenfalls für das Feedback, auch für den ermunternden Teil! :slight_smile:

Ich bin ein Freund von Perspektivwechseln, werde jedoch auch dafür kritisiert. Schade eigentlich, wo es doch immer heißt, man müsse dem Leser etwas zutrauen. Wenn man dem Leser dann etwas abverlangt, ist es auch wieder falsch.
Anders ausgedrückt: Man sollte schon erkennen, dass der Autor weiß, was er da macht.

2 „Gefällt mir“

Ich sehe in solchen Perspektivenwechseln an sich kein Problem, es sollte nur

  • klar und übersichtlich gekennzeichnet sein, dass da jetzt ein Wechsel des POV stattfindet und
  • nicht alle paar Zeilen passieren.

So wie hier finde ich es auch etwas zu unübersichtlich.

1 „Gefällt mir“

Perspektivwechsel mitten in der Szene ohne klare Abgrenzung (z.B. über einen neuen Absatz) sind sehr wohl ein Fehler im Lesefluss, und das wird einem auch kein ernstzunehmende(r) Verlag/Agentur verzeihen, gerade als Newcomer mit mehr als 400 Normseiten :slight_smile:

@Katargelion Dass du komplett auf Perspektivwechsel verzichten sollst habe ich damit gar nicht ausdrücken wollen. Viele Leute machen das, ich natürlich auch. Worauf ich hinaus wollte, war lediglich die Umsetzung, die eben besser geht :slight_smile:

Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg

PoetrySnail :snail:

2 „Gefällt mir“

Ich habe heute von einem Testleser die Kritik auch bekommen. Ich mag Perspektivwechsel und bleibe dabei, schreibe in Zukunft bei völlig krassen Wechseln, wo der Leser zu lange brauchen würde es zu erkennen, ein “Hint” dazu.

1 „Gefällt mir“

Zwei Perspektiven in nur zwei Absätzen, ts … ts … ts :head_shaking_horizontally: :sweat_smile:

Wie denn? In welcher Form?

Da ich überwiegend in der Ich-Form schreibe, lasse die andere Person etwas sagen oder denken, das den Wechsel eindeutig macht.

Oder ich beschreibe erst den neuen Handlungsort, der nur einen Schluss zulässt: Es muss eine andere Person berichten.

Ach so. Aber das funktioniert dann ja wirklich am besten mit einem Ich-Erzähler.

1 „Gefällt mir“

Nochmal vielen Dank an alle. Ich denke da schon die letzten Tage intensiv über die Perspektivwechsel nach.

Bei mir drängt sich jetzt diese Frage an die versammelten Literaturkritiker auf:
Waren für Euch die beiden Textstellen derart schwer lesbar, dass eine weitere Beschäftigung zur Probe kaum angeraten oder zumutbar ist?

Ich hatte vor der (unvermeidlichen! :woozy_face: ) Überarbeitung auf etwas mehr Feedback zu anderen, weiteren Themen gehofft. Figuren, Plot, etc.
Die Überarbeitung würde sich dann gleich auch den anderen (bestimmt noch vorhandenen) Problemen ebenso widmen können. Das scheint mir effizienter zu sein als eine komplette Überarbeitung mit nur einem einzigen Problemfeld, bevor man dann das nächste Thema angeht.

Wenn sich nun kein Testleser mehr da heranwagen mag, dann gehe ich ersteinmal wieder zurück ins stille Kämerlein und pack das Werkzeug wieder aus. :hammer_and_wrench:

Auch gut. :slight_smile:

Ich würde das nicht als „kaum zumutbar“ lesen. Eher als: Da ist ein Punkt aufgefallen, der bei einigen sofort den Lesefluss stört – und deshalb viel Raum in der Diskussion eingenommen hat. Das heißt aber nicht automatisch, dass Figuren, Plot oder Stil nicht funktionieren oder niemand weiterlesen würde.

Für eine Testleserunde finde ich deinen Ansatz sinnvoll: erst breiteres Feedback sammeln, dann gezielt überarbeiten. Vielleicht könntest du den Testlesern ein paar Leitfragen mitgeben, z.B. zu Figuren, Spannung, Orientierung, Weltenbau und eben Perspektive. Dann bekommst du nicht nur Kommentare zu dem einen auffälligen Thema, sondern ein runderes Bild. Ich würde also nicht gleich wieder komplett ins stille Kämmerlein verschwinden.

2 „Gefällt mir“

Danke, und zum Fragebogen: Klar, guter und wichtiger Punkt.

Allerdings ist der schon umgesetzt. Für potentielle Testleser hätte ein Download-Link bzw. QR-Code zu einem Verzeichnis mit den relevanten Dateien (Manuscript in verschienenen Formaten) geführt. Ich habe ein PDF-Formular erstellt (und vorangestellt), in dem man genau diese (und andere) Kategorien mit 1 bis 10 Punkten bewerten kann. Dazu noch einige Freitextfelder. Der Bewertungsbogen sollte das Feedback erleichtern.

Allerdings verteile ich Fragebogen und vollständiges Buch nur per PN (die ich wohl nicht selbst eröffnen kann mangels Vertrauensstufe, aber ich kann einem Interessenten antworten). Eine komplett anonyme Veröffentlichung “an alle” halte ich für keine gute Idee. In meinem beruflichen Umfeld wäre es gängige Praxis, vor dem Austausch von Daten zuerst ein NDA bzw. eine Verschwiegenheitserklärung zu unterzeichnen. Wäre hier in der Commiunity dann wohl doch eine Spur übertrieben :slight_smile:, aber immerhin weiß ich bei Weitergabe von Link und Download-Passwort per PN , wer das Manuskript liest. Der Bewertungsbogen enthält immerhin die freunldiche Bitte, den Text nicht weiterzugeben oder auf Cloudservern herumlungern zu lassen.

Vielen Dank jedenfalls. Jetzt ist eh erstmal Urlaub! :denmark:

1 „Gefällt mir“