Stimmen im Kopf beim Lesen

Mal was ganz Anderes: Wie ergeht es euch beim Lesen? Habt ihr eine bestimmte Stimme beim Lesen im Kopf? Wenn ein Charakter im Buch etwa einem Bekannten, einem Freund oder wem auch immer ähnelt, hat dieser dann in eurem Kopf die Stimme desjenigen, den ihr kennt?
Bei mir herrscht beim Lesen meine Stimme im Kopf vor, abhängig von Spannung oder Atmosphäre variiert lediglich die Tonhöhe.

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Das ist ja wirklich mal ein völlig anderes Thema. :star_struck:

Eigentlich nicht. Ich habe das eher mit Namen. Wenn jemand zum Beispiel Stefan heißt, dann habe ich immer einen Mitmenschen aus der Grundschule im Kopf, der leicht gespuckt hat beim Reden und immer total hektisch war.
Es ist dann schwer, das Bild dieses Stefan aus meinem Kopf zu verbannen, obwohl ich ihn seit 50 Jahren nicht mehr gesehen habe.

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Ja, die von Günther Grass. Aber nur bei „Mein Jahrhundert“. Das ist das einzige Hörbuch, das ich habe und der Autor liest es selbst. Sonst eher nicht.
(OMG, ich stell mir grad vor, Günter liest Pippi Langstrumpf oder Tiger und Bär. Oder gar Tanja Elias! :face_with_peeking_eye:)

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:stuck_out_tongue_closed_eyes: :stuck_out_tongue_closed_eyes:

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Wenn ich ein Buch lese, dann höre ich auch nur meine Stimme, jetzt, wo ich drüber nachdenke.

Lese ich hier im Forum, dann ist es zwar auch noch meine Stimme, aber mit gespaltener Persönlichkeit :sweat_smile:. Denn jeder von euch, der hier täglich zu lesen ist, hat einen Abdruck in meinem Kopf hinterlassen. Es hat sich ein Bild geformt. Ob das in Wirklichkeit auch so zutrifft? Es wäre spannend, das herauszufinden.

Wenn ich meine eigene Stimme irgendwo höre…geh mir los.:joy: Aber das kennt wohl jeder.

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Ich höre meine eigene Stimme im Kopf beim Lesen, als würde ich mir selbst laut vorlesen, in unterschiedlichen Tonlagen und Sprecharten. Ich hab auch bis vor ein paar Jahren noch geglaubt, dass das normal wäre :smiley:

Bei schriftlichem Austausch mit Bekannten /Freunden, „höre“ ich quasi deren Stimme. Außer, ich kann jemanden nicht ausstehen oder nehme die Person nicht ernst, dann höre ich eine näselnde Quietschstimme. Was es dann nicht unbedingt einfacher macht :smiley:

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Ja & Nein.
Normaler Weise höre ich „mich“, denke ich.
Bei Filmbüchern, etc (z.B. Timothy Zahns Star Wars Saga) höre ich im Dialog die Filmcharaktere. Schräg, aber wahr. Quasi ein Hörbuch…
Bei Sachartikeln (wenn ich die Autoren persönlich kenne) hab ich schon deren Stimme im Ohr gehabt.
Aber ich hab auch schon meine Frau oder Freunde in Texte hinein projeziert.

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Goldstandard. Schlimmer wäre Klaus Kinski als Vorleser und jeder Absatz endet mit „DU SAU!“

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@michel

Pippi - du SAU!!! :rofl: :rofl: :rofl:

Bin ich froh, dass Kinski die Gelegeneheit nicht mehr bekommt. :sunglasses: :innocent:
Ähm.

Mist - jetzt hab ich Stimmen im Kopf. Argl!

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Vielleicht liest ja Max Giermann mal als Kinski uns etwas vor :joy:

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Darüber habe ich auch oft nachgedacht.

Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn ich mich jedoch beim Lesen auf die Stimmen konzentriere, dann kann ich auch andere Stimmen reproduzieren. Mitmenschen, Schauspieler, Synchronsprecher, Familie. Ist aber eher die Ausnahme.
Grundsätzlich glaube ich auch, dass meine innere Stimme genau so klingt, wie mich andere wahrnehmen. Wenn ich dann jedoch eine Aufzeichnung von mir selbst höre, dann kräuseln sich die Zehnägel hoch. :laughing:

Ich habe einen Zwillingsbruder, der ähnlich wie ich klingt. Hatten uns vor ein paar Jahren gegenseitig ausgelacht, weil wir uns gegenseitig beschreiben wollten, wie wir klingen.
Fazit: ganz normal. Nur selbst nehmen wir es nicht so wahr.

Darüber habe ich ehrlich gesagt noch nicht nachgedacht. Ich glaube, ich höre eine Variation meiner Stimme, als ob ich ein Buch mit Betonung vorlesen würde. Manchmal, wenn ich tief in der Geschichte drinstecke, spiegel ich die Emotionen meiner Protagonisten, indem ich zum Beispiel die Gestik gestikuliere (wenn auch stark abgeschwächt) die ich gerade aufgeschrieben habe. :smiley:

Wäre mir nie aufgefallen, wenn es meine Frau nicht mal erwähnt hätte :stuck_out_tongue:

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Das gelingt mir nur bei vertrauten Dingen.
Film zum Beispiel. Dann klingt der Gandalf beim lesen durch.
Bei Sachen, die mir neu sind funktioniert das leider nicht.
Hier im Forum zum Beispiel gibt es einige, mit denen ich viel Kontakt hatte.
Sie kann ich mir gut vorstellen und da lese ich auch die weibliche Stimme in meinem Kopf zum Beispiel die suse.
Wenn sie mir antwortet, dann ist es schon fast ein Dialog, in meiner Vorstellung.
Das gleiche gilt für Supergirl und Bommel.
Bei männlichen Teilnehmern gelingt mir das eher selten.
Obwohl, gelingen klingt nach bewusst wollen. Das trifft es aber nicht wirklich.

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Unglaublich! Echt? Das ist ja witzig. Ich habe von bestimmten Leuten eher Bilder im Kopf als Stimmen. Siehe mein Beispiel oben mit Stefan. Das ist beim Lesen oft lästig, weil mir eine Figur direkt unsympathisch ist, die ich im echten Leben mit diesem Vornamen kenne. Oder tausend Ausreden für den Bösewicht suche, nur weil ich jemanden super nett finde, der denselben Namen trägt.
Aber egal. Danach hatte PetePower ja nicht gefragt.

Grade sehe ich dein Bild und deine Worte kommen mir vor, als ob du mir gegenüber sitzt😉

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Ich könnte die Stimmen nur selten erkennen, ich lese auch nicht wirklich Wort für Wort, sondern in Sinn-Batzen. Aber manchmal, wenn die Sprachmelodie, der Rhythmus, Wortwahl, wenn alles stimmt, dann „klingt“ der Text in meinem Kopf.

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