Spontan. Unerfahren. Fantasy Dark Romance

Hello an alle :smiling_face:

Ich bin neu hier und völlig nervös.
Seit über 1 Jahr habe ich für mich Dark Romance Bücher entdeckt. Seitdem fesseln mich die Geschichten.
An sich hatte ich schon immer eine kleine kreative Ader. Malen, Klavier, Arbeit mit Holz usw.

Nun hat sich eine Idee, bzw. eine ganze Geschichte in meinen Kopf gefressen.
Vorsichtig begann ich die ersten Zeilen zuschreiben und lies es direkt wieder bleiben. Die Zweifel waren zu.
Aber nun bin ich hier. Mit neu erfassten Mut wollte ich es wagen und schrieb mein 1. Kapitel.

Völlig aus dem Kontext gerissen. Quasi ein Kapitel welches womöglich erst an 8 oder 9 Stelle kommen würde. Das Bild war aber da und ich schrieb es einfach nieder.

Bekanntlich soll man nicht aufhören bevor man angefangen hat aber dennoch würde ich gerne um ein Feedback bitten.
Der Stil ist individuell aber ist es auch lesenswert ?

Falls jemand das selbe Genre mag oder auch ohne es zu mögen sich bereit erklären würde, mein kleines Kapitel durchzulesen, um mir eine Einschätzung zu geben, wäre ich sehr dankbar.

Wenn ja, wie ? :sweat_smile:

Besten Dank im Voraus, liebe Grüße :blush:

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Dark Romance Fantasy… klingt interessant.
Da schwirren ein paar nicht so jugendfreie Setups durch meine Gedanken…

Bin dabei… PDF oder PAP, bitte.

Und: Willkommen bei uns…

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Herzlich willkommen. Brauchst nicht nervös zu sein. Du bekommst hier ehrliche Aussagen, die sehr hilfreich sind. Wie lang ist denn das Kapitel?
PS: Als PDF über PN-Private Nachricht wäre es am besten

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Wie würde es per PN gehen :sweat_smile:

Ich habe schon einen kleinen Übergang zum nächsten Kapitel geschrieben - mit diesen Sätzen bin ich ca bei 2360 Wörter (etwa 8 Seiten).

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PN geht…

Und knapp 2400 Wörter sind überschaubar.
Bin gespannt.

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Klicke auf unsere Bilder…dann siehst du schon den Button private Nachricht
Da kannst du es hochladen…der Pfeil mit dem Balken

Ich habe gerade nachgelesen, dass man wohl einen gewissen „Trust Level“ benötigt um eine PN zu verfassen. Dann eben hier :smiling_face: muss es aber noch als PDF speichern. Ich rühre mich gleich.

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Jetzt darf ich laut System nichts hochladen :rofl: peinlich. Und nun ?

Einfach den Text hier in einen Post kopieren.
Trau Dich ruhig, wir haben alle mal angefangen, fangen jedes Mal wieder an … :wink:

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Ich habe dir eine PN geschrieben

Für Tippfehler hafte ich noch nicht :rofl::rofl:

Und ja, bin so nervös :grimacing:

Kapitel XX.0

Serina

Ich liege wach in meinem übergroßen Bett und versuche die Gedanken im Kopf zum Schweigen zu bringen. Alles an diesem Ort wirkt so alt und mysteriös. Die hohen Decken, der Stuck an jeder Wand. Emporragende Fensterscheibe mit schweren dunkelroten Vorhängen an den Seiten. Ich drehe den Kopf und schaue aus dem Fenster. Die Nacht ist klar, der Mond ist zunehmend, aber sein Licht durchflutet den Raum und legt ihn in eine düstere Atmosphäre. Es ist still. Es ist mein Herzschlag, der diese Ruhe unterbricht. Ich drehe und wende mich unter der Decke. Greif nach einem der vielen Kissen und kuschle mich hinein. Nein, an Schlaf ist nicht zu denken. Etwas an diesem Ort ist so sonderbar. Wieso haben 3 Männer so ein altes Herrenhaus? Ich meine Brix ist zwar ein hoch angesehner Chefarzt, dafür ein gigantisches Arschloch, Céd und Alex sind ebenfalls erfolgreiche Ärzte, aber ebendieses Haus schreit nach Adams Family. Der Butler war nett und höflich. Na ja, wer weiß, was sie ihm zahlen, damit er so zuvorkommend wirkt. Seine Worte kreisen in meinen Gedanken.

Denken Sie daran Miss Martelli, dass der rechte Flügel im 2. Stockwerk für Besucher strengsten verboten ist. Sir Moral hat mir aufgetragen, Sie darüber ausdrücklich zu unterrichten.

Hat man denen nicht beigebracht, dass solche Verbote zu verlockend sind?

Hm … Was verbirgt sich im rechten Flügel? Vermutlich führen die drei dort Experimente durch. Würde erklären, warum sie in ihrem Alter so unfassbar erfolgreich sind. Somit würde sich wenigstens etwas Medizinisches in dieser Gruft widerspiegeln. Aber wenn es so wäre, wieso darf ich nicht hinein. Die experimentieren doch nicht an Menschen, oder? Bei dem Gedanken wird mir kalt. Brix würde ich das sogar zutrauen und Cédric, der hat einen Hang zum Makaberen. Er ist Pathologe, diese Person liebt den Tod. Er singt klassische Oper-Stücke beim Obduzieren. Fehlt nur, dass er mit einer Leiche durch den Kühlraum tanzt.

Mein Finger tippt auf das Handy, liegend auf dem Nachttisch. 01:05 Uhr … und ich bin wach. Ich muss wissen, was sich da oben verbirgt, eher finde diese Serina keinen Schlaf.

Ich stehe vom Bett auf und laufe rüber zu dem großen Holzschrank, dessen Scharniere mal etwas Öl vertragen. Ich ziehe mir meine Kapuzenjacke über und schlüpfe in meine Chucks. Langsam öffne ich die schwere Tür und schiebe vorsichtig den Kopf durch den Spalt. Auf dem Gang ist nichts zu sehen, nichts zu hören. Hoffentlich knacksen nicht die Holzdielen. Mit dieser Hoffnung schleiche ich durch den langen Flur. Vorbei an den Schlafzimmern der Männer. Vorbei an den ganzen weiteren Türen, die zu weiteren großen Zimmern führen. Wie viele Räume benötigen 3 Junggesellen? An der breiten steinerne Treppe angekommen versichere ich mich, ob mir keiner folgt. Leise steige ich die Treppe hinauf in den 2. Stock, laufe nach rechts in den verbotenen Flügel. Ich traue meinen Augen nicht. Sackgasse. Fuck! Wieso machen sie so ein Geheimnis darauf? Hier ist nichts! Seufzend lass ich mich auf einen der 2 Sessel am Fenster nieder und blicke auf eine große leere Wand. Auf dem Tisch neben mir steht ein ausgestopfter Rabe. Dessen Körper wirkt unfassbar lebhaft. Ungeduldig und grübelnd tippe ich mit meinen Fingern auf die Tischplatte. Sehe dem Vogel tiefer in die Augen. Funkelndes rot. In mir kraucht ein unheimliches Gefühl die Kehle lang hoch. Ein Tier, welches mich in seinen Bann zieht. Wie suchend nach Nähe zu diesem Wesen. Kalter Schauer rennt über meine Haut. Finger kribbeln. Gebannt von der Gefahr und fasziniert drehe ich den Vogel zu mir. Plötzlich, ein leiser Klicklaut. Erschrocken zucke ich zusammen. Unnatürlich glänzt sein Gefieder. Unsere Blicke kreuzen sich. Seine Gestalt friert mich ein. Gänsehaut überströmt sehe ich den Raben. Die Kreatur versinkt im Tisch. Klick! Erstarrt wende ich den Kopf zur Wand. Da - ein Spalt. Groß genug, dass ein Mensch hindurch passt.

Na klar, was für ein Klischee. Zu einem gruseligen alten Herrenhaus gehört auch eine Geheimtür. Wo haben die nur so einen Architekten aufgegabelt? Doch in Wirklichkeit zieht sich mein Magen zusammen, als hätte ich Gift geschluckt. Spottend und zitternd gehe ich durch die Öffnung. Mit einem dumpfen Knall schließt sie. Stille!

Mein Atem stockt. Das Pochen in der Brust verstummt.

Ein bekannter, brennender Geruch liegt in der Luft. Grasig gepaart mit Vanille, teils säuerlich. Vollkommene Dunkelheit. Irritiert vom Duft, drehe ich mich um. Suche einen Lichtschalter. Fahre die Flächen ab. Verdammt, nie sah ich so wenig. Da ist es wieder, mein Herz. Hämmernd gegen Rippen, als wolle es ausbrechen. Entspann dich Serina, atme!

Meine Finger ertasten etwas Weiches. Ein geflochtenes Seil aus Seide. Oh Gott, was mach ich hier?

Ich greife mit beiden Händen danach. Zupfe ein wenig daran. Ein deutlicher Widerstand. Meine Gedanken rasen, soll ich, soll ich nicht? Nein, kein Zurück. Ich muss wissen, was sie vor mir verbergen, ich kann sonst keine weitere Nacht hierbleiben! Ich hole tief Luft, presse die Lippen aufeinander, kneife meine Augen zu. Mit einem Ruck ziehe ich an dem Seil. Ein lautes, schwer schlagendes Geräusch durchdringt den Raum. Verkrampft öffne ich langsam die Augen. Blinzelnd drehe ich mich um, gewöhne mich nur langsam an die Helligkeit. Zögernd durchblicke in den Raum. Suchend nach der Quelle des Lichts, führt mein Blick zur Decke. Am Ende des Raumes, ein gigantisches, rundes Fenster, befreit von schweren Vorhängen. Wie durch Zauberei flammt an den Wänden Licht auf – warm, fast friedlich. Zu friedlich. Ich gehe weiter, den Kopf wachsam nach vorne gerichtet. Auf die Gefahr wartend, die hier lauert. Doch etwas stimmt nicht. Die Stille schreit mir direkt ins Ohr. Fassungslos versuche ich, meine Gedanken zu ordnen.

Der Butler verbietet mir ausdrücklich, im Auftrag der Morals, den rechten Flügel des Hauses zu betreten. Ein langer dunkler Gang, verfluchtes Federvieh, rote brennende Augen, klischeehafte Geheimtür, erdrückender Raum. Das große runde Fenster wie aus der Kathedrale von Notre Dame und das alles führt … hierher?

In eine Bibliothek?!

Ungläubig starre ich auf die meterhohen Regale, die bis an die Decke reichen und ein Meer aus alten Büchern bergen. Zugegeben – so eine gewaltige Sammlung habe ich noch nie gesehen. Doch wieso zum Teufel sollten sie mir ausgerechnet das verheimlichen? Bücher sind doch harmlos …, oder? Ist das wieder eine ihrer perfiden Scharaden? Steckt hinter diesen Werken etwas Gefährliches? Gefährlicher als es den Anschein hat?

Angespannt wandern meine Augen durch die Reihen. Manche Bände wirken uralt, das Leder abgenutzt und eingerissen. Andere wirken makellos, wie frisch gebunden. Meine Finger tanzen über die Titel. In welchen Sprachen sind diese Bücher? Den Kopf verrenkt, um die Buchstaben und sonderbaren Zeichen zu deuten.

Ich lehne mich näher an, um besser zu sehen – ein leises Knistern durchströmt mich, als ob die Seiten selbst atmen.

„Verboten!“ hauche ich, als ob das Wort die unheilvolle Atmosphäre erklärt. Doch nichts wirkt wie ein Zufall.

Ein erschauderndes Geräusch. Etwas ist hier. Jemands ist hier.
Gefahr schwebt in der Luft. Mein Herz stolpert, als ich ein Schatten von den Regalen löst. Blinzelnd versuche ich die Umrisse zu erkennen – doch ehe ich begreife, was um mich geschieht, erstarrt mein Körper.

Diese Präsenz. Packend. Fixierend … Tötend. Hitze. Hitze? – wie ein Raubtier auf Beutezug. Mein Atmen stockt, mein Nacken prickelt. Zu spät bemerke ich, wie dicht er sich an mich heranschlich. Nur der Geruch, metallisch, vermischt mit einem Hauch von teurem Rauch und kalter Eleganz schärft meine Sinne.

Lippen, so nah an meinem Ohr. Atem, der mich erfrieren lässt. Brummendes Flüstern – tief, glatt, durchdringend.

Cédric. „Neugierde, kann tödlicher sein als Unwissen, kleine Serina!“ Das ist kein Hinweis, sondern eine verdammte Drohung. Nein, ein Versprechen.

Ein gefährliches Lachen schwingt in seiner Stimme, das meine Knie darunter erweichen. Schauer jagt mir über die Haut. Alles in mir schreit – Lauf. Aber wie soll ich mich aus diesen Fängen befreien, wenn ich mich freiwillig hineinbegebe? Meine Finger, die noch immer fest ein Buchrücken umklammern. Das verräterische Herz in mir unterliegt nicht länger meiner Kontrolle. Ertappt. Wie ein Kind, das im Schrank die verbotenen Süßigkeiten sucht und erwischt wird. Nur ist das hier kein Kinderspiel. Es ist die reine Jagd, und die Süße ist meine Neugier. Verhängnisvoll. Naiv. Erregend. Erregend?

Räuspernd öffne ich meine Lippen, aber es kommt nur ein matt gepresstes: „Ich … ich wollte nur …“ Heraus. Die Wörter bleiben stecken. Das Ding in meiner Brust – es dröhnt. Laut. Durchdringend. Mir Sicherheit das er es hört.

Noch immer starre ich auf das Buch vor mir.
Er lächelt. Ich spüre es, ohne ihn anzusehen. Dieses kalte gefährliche lächeln, das mir ständig den Atem raubt und gleichzeitig etwas Dunkles in mir wachruft, wie bei allen Morals. Aufsteigende Hitze. Fehl am Platz und unaufhaltsam. Verängstigt und erregt zu gleich. Meine Haut glüht, ich hasse mich dafür. So verräterisch.

Adrenalin durchschießt meine Adern. Hole tief Luft, nimm den Mut, drehe mich um, will erneut zum Sprechen ansetzen.

Ein Ruck – packend am Hals, knallt er mich gegen das Bücherregal. Schmerzhaft entweicht mir die Luft, gepresst, hilflos. Er beugt sich vor. So dicht, dass sich unsere Nasen fast berühren. Zähne fletschend zischt er.
„Was. Tust. Du. HIER. ?“Jedes Wort ein Schnitt, jede Silbe eine Warnung.
„Solltest du nicht längst im Land der Träume sein, statt in meiner Bibliothek herumzuschleichen und Dinge herauszukramen, deren Gewicht dein kleiner Verstand niemals tragen könnte?“

Seine Augen funkeln – wild, unheilvoll. Verräterisches Herz, ein lautes Donnern, so das es wehtut. Gleichzeitig brennt mein Hals unter seinem festen Griff. Selbst mein Körper müsste in Flammen aufgehen unter der brennenden Glut, die von ihm ausgeht.

Mit zitternder Stimme will ich mich wehren, meinen Stolz retten. Getrieben von Trotz und Panik schaue ich ihm in seine Augen. In seine tiefblauen Augen. Wild und unbezwingbar wie das Meer. „Wäre ich intellektuell so vermindert,“ presse ich hervor, versuche das Zittern in meiner Stimme zu unterbinden, „wäre ich doch nie Ärztin geworden.“

Cédric Moral lacht, lautstark, ungehalten. „Schwach Serina, verdammt schwach.“ steigt es grollend seiner Kehle hinauf. „Du solltest lernen, dich besser zu verteidigen. Dann würde das Ganze hier noch mehr Spaß machen.“ Spaß? Ich bin doch keine Spielfigur!
„Oh, du kleines wehrloses Ding,“ knurrt er, „so zart und zerbrechlich. So töricht zu glauben, Intelligenz sei Voraussetzung für Medizin.“

Seine Lippen, verzogen zu einem scharfen Grinsen. „Man braucht keine Klugheit, nur die Fähigkeit zu gehorchen. So wie es sich für deinesgleichen gehört.“
Wie, meinesgleichen? Wovon redet er da?

Ach ich kann nicht mehr klar denken. Röte steigt mir ins Gesicht – aus Wut und seiner dominanten Nähe. Gott Serina, er ist gefährlich. Was stimmt nicht mit dir? Aber sein Duft, sein Atem, dieser stählerne Körper, die Muskeln, die unter dem Hemd zu leben scheinen. Mein ganzer Körper schmilzt unter ihm. Schweiß bricht mir aus. Gedanken taumeln zwischen Panik und einem Verlangen, das ich nicht verstehen will. Verdammt, reiß dich zusammen Serina. Du musst dich irgendwie herauswinden.
„Ich … em … ich -“

Sein Griff wird enger. Mein Satz bricht ab. Cédrics Finger pressen fester an meinen Hals. Kleine dunkle Sterne schweben vor meinen inneren Augen. Sein Gesicht, gezeichnet von Wut. Aber… nicht nur Wut. Etwas anderes spiegelt sich darin. Es wirkt fast wie… Verzweiflung?

Abrupt, wie kalt erwischt lässt er los. Die Härte verschwindet. Schnappe nach fehlender Luft. Hustend und Haltsuchend komme ich dem Boden nah. Cédric wendet sich ignorant ab. Geht mit langen gelangweilten Schritten zur Sessel-Loung, inmitten der Bibliothek. Zwei dunkelbraune Sofas und dazu die passende zwei Ohrensessel. Glänzend im gedimmten Licht. Mittig ein Couchtisch, so antik wirkend das er eins einem König gehören musste. Lässig sinkt er auf die Couch. Passend zum Tisch hebt er, wie ein König, herablassend, Macht demonstrierend seine Hand. Deutet mit einer belanglosen Gestik an, mich zu ihm zu setzen. Ungeduldig, nervenstrapaziert, augenrollend.

Verwirrt und völlig durcheinander gehorche ich. Meine Knie zittern noch immer, mein Kopf rauscht, und doch folge ich der stummen Anweisung wie gebannt. Ich lasse mich in den Sessel neben ihm nieder. Zu meiner Überraschung ist dieser unheimlich bequem. Fast kehrt ein wohliges Gefühl in mir zurück.

Stillschweigend und unsicher sehe ich Cédric an. Seine Augen mustern mich, als wäre ich ihm ein Rätsel. Dann senkt er seine Stimme. Ruhig. Beginnt zu sprechen. Zu ruhig für das, was eben war.
„Mal sehen, wie schlau du wirklich bist kleines naives Ding.“ Da ist es, das dunkle verführerische Lächeln. „Also, Serina,“ - er spricht meinen Namen, als koste er jeden Laut aus - „du willst wissen, wieso dieser Teil des Hauses verboten ist! Nun, sichtlich hast du unseren Befehl missachtet. Sünden werden bekanntlich bestraft.“ Seine Stimme ist samtig, gefährlich, mit einer Spur Belustigung, die meine Nackenhaare aufstellt. Ich nicke, eingeschüchtert, doch er schüttelt kaum merklich den Kopf. „Das war keine Frage! Ich weiß längst, warum du in Wirklichkeit hier bist. Du suchst Antworten. Aber Antworten, …“- er beugt sich zu mir, so nah, dass seine Lippen fast meine Schläfen streifen - „Antworten sind seltener süß, wie man glaubt. Manchmal sind sie bitter. Bei falschen Fragen sind sie tödlich.“ Schon wieder, ein Schauer nach dem anderen sucht mich heim und doch hänge ich an seinen Worten.

Cédric lehnt sich zurück, die Arme frei über die Lehne ausgebreitet, als wolle er den ganzen Raum einspannen. „Ich werde mit dir ein kleines Spiel spielen. Du hörst von mir eine Geschichte. Nicht weil du sie verdient hast …“ – ein höhnisches Zucken huscht über seine Wangen – „sondern weil ich Lust darauf habe, dein Gesicht zu sehen, wenn meine Worte beginnen, in deinen kleinen, hübschen Kopf Wurzeln zu schlagen. Wissen hat ihren Preis. Für deine Erleuchtung und deinem unbefugten Zutritt wirst du machen, was ich dir sage. Du bekommst von mir das, was du suchst, und ich bekomme das, was ich mir sonst ungefragt nehme.“

Kapitel XX.1

Cédric

Ich liebe es, Macht auszuüben. Tief verborgenes Verlangen zu erwecken, jener die meinen Weg kreuzen. Schau dich an. Serina Martelli. Schüchtern. Neugierig. Hübsch. So naiv. Wie ein junges Reh springst du vor die geladene Waffe. Denkst, kannst den Jäger zum Gejagten machen. Ein König, der seine Spielfiguren nicht kennt? Sei nicht töricht. In diesem Reich bist du der Bauer. Verhältst dich wie der Turm, den wir mit Leichtigkeit zertrümmern. Du willst Königin sein? Dann beweise deine Fähigkeit, gleich drei Könige zu stürzen. Versuch ruhig, uns in die Knie zu zwingen, am Fuße deines Throns zu kratzen. Es gibt nur einen Sieger, Serina. Und Könige sterben zuletzt.

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Die Gedanken in meinem Kopf…

Der Stuck an den Wänden…

Bodentiefe Fenster

Kannst du streichen…man merkt im nächsten Satz das du aus dem Fenster guckst

Den Satz würde ich komplett umschreiben… z. B., Die silbrige Strahlen des zunehmenden Mondes geben dem Raum eine düstere Atmosphäre

Ich schicke dir das schon mal, sonst wird es zu lang

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Nur mein Herzschlag unterbricht die Stille
Du musst gucken das Du keine Doppelungen am Satzanfang hast…Es und Es bzw. so wenig wie möglich

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Ich weiß nicht, ob du hier etwas vorwegnimmst?

Zunächst einmal: Herzlich willkommen in unserer Runde & Respekt für den Mut gleich eine Leseprobe zu posten! :smiley:

Erster Eindruck von mir: ein wenig Dracula Feeling (Schloss mit verbotenem Teil als Symbol der verdrängten Teile (Lust /Verlangen) unserer Psyche) meets Frankenstein (Experimente?). Viel Poe, Ravenloft, Gothic Setting (Herrenhaus, schwere Vorhänge, Rabe).
Drei Junggesellen im Herrenhaus ist fast ein wenig die literarische Anlehnung an die drei Bräute Draculas oder die drei Hexen von Macbeth.

Und - sehr cool etwas Humor (Adams family, bewusst werden der Klischeehaftigkeit). Davon könnte für meinen Geschmack noch mehr rein.

Insgesamt ist es mir aber ein wenig zu „dick geschminkt“. Also zu sehr atmosphärisches Klischee alter Filme. Der opernsingenden Pathologe ist mir persönlich dann zu gewollt.

Aber flüssig erzählend und mit einer klassischen Erwartungshaltung des Lesers einhergehend. Wobei allerdings nichts überraschendes passiert. Aber das kann ja Teil des Spiels sein. Also dem Leser geben, was er erwartet…

Bester Satz! :joy::star_struck:

Also, obwohl ich Dark Romance als Genre nicht so kenne, liest es sich gut. Also ich würde auf jeden Fall weiter schreiben.
Und irgendwie machen mich die drei schrägen Ärzte neugierig, was ich mit Reihenendhaus und verwittertem Tomatengarten verpasse… :vampire:vs :tomato:

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Ich schließe mich deinen Vergleichen an…und muss eine Lanze für die Pathologen brechen. Die lieben den Tod nicht…die haben keine Lust auf Patientengespräche :wink:
Kacey: Sprachlich/ Stilistisch musst du noch ein wenig feilen. Für mich liest es sich nicht flüssig, weil ich über viele Satzbauten stolpere. Mit Überarbeitung könnte es aber durchaus interessant werden. Wobei ich im Moment noch keine Ahnung habe, in welche Richtung es geht. Sind es Vampire? Das wäre zu einfach… Organhandel? Mafia? Hexer?

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Oh danke für das ganze Feedback und den Verbesserungsvorschlägen. :hugs::relieved:

Vampire sind durchaus zu einfach, ich habe mir etwas überlegt wobei Blut eine Rolle spielt aber unterschiedlicher Art.

Ich komme selber aus dem medizinisches Bereich, und ich dachte mir, ich nehme etwas mit auf was mir leichter fallen könnte - ergo habe ich 4 Ärzte … 4 Rätsel, 3 Wesen, den Neumond (keine Wölfe) die Protagonistin als Schlüssel zu Leben oder Leid. Sie weiß nur noch nichts von ihrem Glück.
Chirurg, Kinderarzt und Pathologe: ich wollte dem jeweiligen Charakter direkt eine Eigenschaft verpassen mit bestimmten Vorurteilen (wie zB. der Pathologe müsste doch den Tod lieben - aber ja, er könnte genau so keine Menschen mögen :joy:)

Als ich meine Geschichte im Kopf hatte, kamen mir sehr oft die Fragen : gibt es das schon? Wäre es zu klischeehaft? Geschichte über Vampire gibt so viele…, kann ich selber ein fiktives Wesen erschaffen? kann ich eigenes Wissen einbauen? Wie viele Figuren kann man mit hineinnehmen ? Wie viel ist zu viel oder zu wenig…

Und dann die Suche nach den passenden Satzanfängen :smiling_face_with_tear:

Seit gestern sitze ich an dem Bucheinstieg und ich saß gefühlt 1h vor dem Bildschirm. Inhaltlich habe ich bis Kapitel 7 einen konkreten Plan, aber der Beginn von einer komplett neuen Geschichte, na ja… der gefällt mir selber nicht so. :disguised_face:

Habt ihr einen Rat wie ich dazulernen kann, oder wie habt ihr angefangen?

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Hier sind einige aus der Medizin. Mich eingeschlossen und Michel auch :smiley:Du lernst nur durch Schreiben und Korrekturen. Es gibt auch Kurse: kreatives Schreiben usw. Und viel Lesen ist auch eine gute Sache. Wie viele Protagonisten? Nicht zu viele, sonst könntest du den Leser überfordern, oder dich selbst verzetteln. Gerade am Anfang. Eine genaue Anzahl gibt es dazu nicht. Wichtig ist das die Charaktere gut ausgearbeitet sind, auch die Nebenfiguren.
Du solltest erst einmal schreiben…und dann überarbeiten, überarbeiten und überarbeiten… :smirk: Einen ganzen Roman zu schreiben ist nicht so einfach und viel Arbeit… Grammatik/Stil/Ausdruck etc und natürlich wieder überarbeiten :smiley:
Setz dich nicht unter Druck. Fang an. Gib es jemandem zu lesen, der kritisch genug ist. Am besten nicht die Familie oder Freunde. Du kannst hier jederzeit fragen, ob es jemand lesen würde. Oder auch, wenn du Hilfe brauchst. So, jetzt, gehe ich schlafen. Gutes Nacht

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Willkommen @KacyStorm. Schön dass du dich jetzt auch in der Anstalt aufnehmen lassen hast. Hier sind alle sehr kompetent und hilfsbereit. Und keiner kontrolliert ob man seine Medis nimmt…
Deinen Text halte ich für iÜ sehr witzig.

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Gestern, da ich mich zur nächtlichen Ruhe begab, nahm ich Dein Werk zur Hand und verweilte, im Lager ruhend, bei dessen Betrachtung.

Die Sprache, von gewichtiger Art und nicht für den ermüdeten Sinn geschaffen, will mit wachem Geiste ergriffen sein; dem Schlummernden wird sie sich nimmermehr erschließen.

Der Eingang dünkt mich wohlgeraten, obschon an mancher Stelle noch ein zarter Schliff vonnöten sein mag, wie Du selbst wohl vernommen hast.

So setze Dein Werk mit Fleiß und Beharrlichkeit fort und laß mich alsbald wissen, zu welcher Zeit und an welchem Orte ich das vollendete Buch zu erwerben vermag. Ich harre desselben mit freudiger Erwartung.

:grinning:

Nicht lachen, ich versuche gerade, die Sprechweise des neunzehnten Jahrhunderts zu erlernen. Meine Meriamun ist aus Sakkara und Djoser zurück, jetzt versucht sie die Rätsel Serenissimas als Mademoiselle Myriana zu lösen.
Ich verstehe gar nicht, warum wir von dieser Art zu Sprechen abgerückt sind, es klingt alles viel besser und flüssiger.

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