Schreibstile

Ich liebe Smetana, besonders die „Verkaufte Braut“ - mehr Spaß und „Evergreens“ auf einer Opernbühne gibt es kaum - Smetana hat natürlich viele Volksweisen benutzt und veredelt, auch in seinem Zyklus „Mein Vaterland“ (Ma Vlast), zu dem die Moldau gehört. Es gibt nebenbei noch eine weitere großartige musikalische „Flußbeschreibung“; die schöne blaue Donald von Johann Strauß - Augen schließen und zuhören, wie aus ein paar Regentropfen, einer Quelle, ein gewaltiger, lebendiger Strom wird - wunderbar. Bloß: „Blau“ ist die Donau, meines Wissens, nirgends :slight_smile:

1 „Gefällt mir“

Sollte ich zu persönlich geworden sein, dann entschuldige ich mich natürlich. Aber das Problem bleibt. Jede Geschichte braucht seine Stimme. Und die versteht jeder anders.
Antje 6 hat ihren Text hier als Beispiel gepostet.
Deine Kritik mag deine Meinung wiederspiegeln.
Muss aber nicht mit der allgemeinen konform sein.
Ich kann sehr wohl auch kritisch sein. Muss es aber nicht auf jeden und alles.

2 „Gefällt mir“

@Phlox, @Ho.Ro,
bitte entzweit euch nicht über meinen Text. Wie ich schon sagte, ist es eine Rohfassung. Ich habe schon nachgearbeitet. Egal, was IHR ALLE angemerkt habt, ich habe es gelesen, reflektiert und schon Einiges geändert. Ich wollte Bilder erzeugen von Pracht, Reichtum, Macht, Fülle. Das ist mir zum Teil gelungen und zum Teil eben nicht. Doch ich kann damit arbeiten und es war auch nicht das eigentliche Thema dieses Threads.
Also Lieben Dank für die Diskussion und eure Meinungen. Ich schätze sie alle !

2 „Gefällt mir“

Was ich oben geschrieben habe, waren keine „Meinungsäußerungen“, sondern sachlich begründete Kritik an falsch geratenen Formulierungen (die Du vermutlich ähnlich auch von einem Lektor oder Korrektor an dieser Stelle hören würdest). Das hat mit der „Stimme“ der Geschichte nichts zu tun.
Auch beim Komponieren musst Du mit Noten und Harmonielehre umgehen können, wenn Du ein überzeugendes Ergebnis erreichen willst. Der uralte Spruch „Kunst kommt von Können“ gilt auch heute noch (auch wenn an den Berliner Gymnasien jetzt Klassiker in Einfacher Sprache unterrichtet werden).

4 „Gefällt mir“

Über falsche Formulierungen könnte man streiten,.
Der Ozean ist nicht gut gewählt, da wäre ein Fluss besser.
Das schwappen empfinde ich als gelungen, eine sanfte Welle die über Hindernisse dem Heiligtum entgegenfließt.

@Antje6

och … hier entzweit sich doch nix … ein bisserl Dissonanz (weil wir gerade ins Musikalische diffundieren) darf doch ruhig mal sein? Wenn sich die Wolken dann wieder verziehen, sieht man manches klarer! Es ist doch oft so, dass die Eingangs-Posts Gedanken anstoßen und zu einem Meinungsaustausch über noch ganz andere Punkte führen, ich finde das durchaus ok und lebendig.

Ich habe übrigens völlig verstanden, was Du mit Deinem Text für eine Stimmung erzeugen willst, das gelingt Dir auch sehr gut - und sicher wird der Text noch stimmiger und runder, wenn Du die kleinen Holprigkeiten geglättet hast - das ist das, was ganz normale Textarbeit ausmacht. Es ist übrigens sehr lehrreich (und unterhaltsam), wenn man sich unlektorierte Manuskripte selbst der erfolgreichsten Schriftsteller ansieht. Danach sieht die Welt gleich ganz anders aus! (Eine Ausnahme ist meiner Erinnerung nach Karl May. Der hat, glaube ich, kaum ein Wort geändert, sein Winnetou ist ihm in Schönschrift aus der Feder geflossen. Wenn ich doch nur ein Promille dieses Talents hätte :frowning: )

3 „Gefällt mir“

Und das ist das grundsätzliche Problem:
Nämlich, wie wir die Dinge wahrnehmen und visualisieren. Unser geistiges Auge ist da ganz eigen.
Dem einen reicht eine kurz umreißende Beschreibung, der andere genießt das volle Programm an Verschriftlichung.
Und bei jedem ist das anders.
Viel wichtiger ist für mich als Autor ist, wie ich mich selbst beim Schreiben fühle. Stehe ich zu meinem Stil und führe ihn mit meiner ganz eigenen Intensität zu meinem Ergebnis.
Oder will ich permanent jemand anders zufriedenstellen?
So wie man als Kind doch immer wieder bemüht ist, den Eltern zu gefallen? Sei es bei der Berufswahl oder dem zukünftigen Partner?
Das Schreiben von Texten hat für mich, wie die Liebe, etwas von einer Seelenöffnung.

1 „Gefällt mir“

Oh! Oh! Oh! Wäre ich darum bemüht gewesen, meinen Eltern zu gefallen, wäre ich jetzt nicht mit meinem Mann zusammen. Wir sind seit 1984 ein Paar. Meine Eltern fanden ihn zuerst ganz furchtbar! Sowohl ihn als auch seine Eltern.

3 „Gefällt mir“

Vielleicht ist auch hier die Mitte der beste Weg.
Denn zwischen Anpassung und Selbstbehauptung gibt es genug Raum zur Veränderung, ohne sich im Mainstream aufzulösen.

1 „Gefällt mir“

Das ist ja oft so :blush:
Und trotzdem gab es eine Zeit, als der Satz „Mama (Papa) habe ich das nicht schön gemalt?“ nicht nur ein Satz war, sondern wichtig. Und wehe, es gefiel nicht. Dann war man entweder zu Tode betrübt oder angestachelt, es besser zu machen.

1 „Gefällt mir“

Das ist der Weg …

1 „Gefällt mir“

Mir gefällt es, weil es eine Welt eröffnet. Wenn es in dem Tempo weiterginge, würde mir Handlung fehlen, aber um im Kopfkino ein paar Anhaltspunkte zu haben - schön.
Nein, ist für mich in dem Ausschnitt und unter der Annahme, dass es gleich „weitergeht“, nicht zu viel.

2 „Gefällt mir“