Schreiben, nur für Euch?

Hallöle,

ich habe nun schon sehr lange mit dem Ziel geschrieben, etwas zu veröffentlichen (meinen Roman, Kurzgeschichten). Sicher seid ihr auch schon in Absagen untergegangen, obwohl alle um Euch herum sagen: Du hast 'nen tollen Schreibstil, Gefühl für Sprache/Figuren, etc. Oder?

Da sind noch zwei Wettbewerbe auf meinen Radar und dann habe ich mir vorgenommen, mal wieder ‚nur für mich‘ zu schreiben, ohne Veröffentlichungsvisionen. Und ja klar, ich weiß, ich hatte ja trotzdem den Spaß am kreativen Prozess dabei … - aber trotzdem schreibt man vielleicht anders, wenn man sich vorstellt, es wird gelesen.

Scheibt ihr für Euch selbst? Ich meine jetzt keine Tagebücher. Was schreibt ihr denn da so?
(Inspiriert mich … :slightly_smiling_face:)

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Habe mich nur einmal beworben, weil mich jemand dazu überredet hatte. Eine Absage habe ich nicht bekommen.

Von Anfang an habe ich im Selfpublishing veröffentlicht, aber immer wieder auch bei Wettbewerben mitgemacht.

Mittlerweile nicht mehr. Bis vor ein paar Jahren habe ich Urlaubsbücher für mich und meinen Mann geschrieben, einmal auch eins für die Tochter einer Freundin. Meine Mutter hat ein solches Buch zu ihrem 80. Geburtstag bekommen.

Ansonsten habe ich noch für andere geschrieben, aber nicht für die Öffentlichkeit:

  • Buch zum 60. Geburtstag eines Chefs von mir
  • Buch zum 60. Geburtstag eines anderen Chefs von mir
  • Buch zum 60. Geburtstag eines Bekannten

Heute schreibe ich immer zum Zweck der Veröffentlichung. Einen Verlag suche ich - wie schon oben erwähnt - nicht. Wenn mich einer finden sollte …

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Hi. Nein, ich schreibe, wie ich schreibe, aber immer mit dem Hintergrund, zu veröffentlichen. Verlage in dem Sinne habe ich nicht gesucht, mich jetzt aber bei pitchmybook angemeldet. Falls mich einer findet, findet mich einer. Ansonsten habe ich meinen ersten Roman über SP veröffentlicht

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Hey,
Bei mir ist es eine Kombination aus beiden Dingen. Ich schreibe Unterhaltung, ganz klar mit dem Ziel, dass Leute hoffentlich gerne die Geschichte lesen.
Gleichzeitig halte ich mich nicht sonderlich an „Vorgaben oder Genregrenzen“ sondern „Schreibe für mich“ indem ich Themen bearbeite, wie sie mir gerade in den Sinn kommen.

Ich schreibe sozusagen Geschichten, wie sie mir selbst gefallen würden.

Ablehnungen habe ich vor 20 Jahren schon kassiert, dass mich damals echt entmutigt hat. Aber als Selfpuplisher kann ich Bücher in den Markt drücken und mit der Zeit baut man auch langsam einen kleinen Leserkreis auf.

Aktuell schreibe ich einen Baltic Noir/Cozy Thriller (Baltic Biker (Projekttitel)) und habe zwei fertige Bücher in der Korrektur (Schwerter der Ordnung → Survival Fantasy), (Zerspaltene Welt (Steampunk & Romantasy)

4 „Gefällt mir“

Ich werde bald das erste Mal ein Buch veröffentlichen und habe mich sehr bewusst für SP entschieden. Früher habe ich mir immer vorgestellt, es auf jeden Fall erst bei einem Verlag zu versuchen. Mittlerweile habe ich eine andere Meinung dazu (auch zum SP).
Der Drang, meine Geschichte in die Welt zu entlassen, ist stärker als die Geduld, die der Verlagsweg verlangen würde (falls dieser überhaupt erfolgreich wäre). Für zukünfigte Projekte bin ich da aber vllt wieder offener.
Ansonsten schreibe ich aber auch immer aus dem Wunsch heraus, zu veröffentlichen.
Wettbewerbe habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Ich weiß auch nicht, ob das etwas für mich ist, da das Schreiben im Wettbewerbszusammenhang ja eine andere Bedeutung hat.

3 „Gefällt mir“

Ich habe früher an Schreibwettbewerben „Anthologien“ teilgenommen und einige Male „mitgewonnen“. Das ist auf jeden Fall gut für das Gewissen - im Sinne - irgendjemand hat es gefallen.

Aber Kurzgeschichten brauchen auch gute Ideen und Zeit, sie niederzuschreiben. Bei mir kollidierte das direkt mit dem Romanschreiben.
Daher fließt alle Zeit in Romane. Einzige Ausnahme:
Seitenwind / Seitenschlüpfer / Advendskalender dieses Forums :wink:

3 „Gefällt mir“

Neben meinem Hauptprojekt schreibe ich so kleine Kurzgeschichten, die auch miteinander zusammenhängen. (Es sind jedesmal verschiedene Dimensionen und Welten.)

Und da schreibe oder besser gesagt traue ich mich auch mal andere Genres zu testen, zu probieren und meine Angst, dass das schlecht klingen würde abzutrainieren.

Zwar sind es bis jetzt noch nicht viele, aber Stück für Stück kommen welche dazu.
Da schreibe ich sehr spontan, wenn mal eine Idee da ist und auch der Flow.

4 „Gefällt mir“

Niemand von uns würde sich, so sehe ich es, ein so geniales, aber doch recht kostspieliges Schreibprogramm zulegen, hätte er oder sie nicht vor, das Geschriebene in der einen oder anderen Form zu teilen. Ob das professionell mit Agentur- oder Verlagssuche, als Selfpublisher, für Wettbewerbe, nur für das Ego oder als reine Übung für das eine oder andere geschieht, hängt von diversen, sehr persönlichen Faktoren ab.

Als ich, recht oder sogar zu spät, begann aus dem Schatten zu treten, träumte ich wie viele davon, bei einem Verlag ‚unterzukommen‘. Ich kassierte einige Absagen, aber um so mehr erntete ich schlichte Ignoranz, weil Höflichkeit eine Einbahnstraße geworden ist, die für Bittsteller gilt, jedoch nicht für Agenturen/Verlage.

Aus ‚Gründen‘ (verlagsungeeignet wg. Alter, Nichtgesundheit :face_with_hand_over_mouth:, Talentmangel) entschied ich mich fürs Selfpublishing und hatte damit etwas gefunden, was einem Hobby nicht unähnlich ist. Eine äußerst vielseitige Beschäftigung, die mir große Freude bereitet, ein Ziel – das fertige Buch in Händen zu halten – verfolgt, aber auch mit (individuell wählbaren) Kosten verbunden ist.

Da Schreiben leider eine recht einsame Tätigkeit ist, ein Hobby aber gerne mit ähnlich Tickenden geteilt wird, schließt dieses Forum hier auf angenehme Weise diese Lücke. Austausch, Lernen, Fragen, ein bisschen prahlen und Eigenwerbung betreiben, ein bisschen rummosern, diskutieren – jeder kommt auf seine Kosten und das in der Regel höflich. Nicht anders machen das vermutlich Briefmarkensammler bei ihren Versammlungen oder Hobbysportler beim Kegeln oder beim Stammtisch.

Edit: Ich vergaß, die Frage nach dem Schreibinhalt zu beantworten. Als Selfpublisher genieße ich die Freiheit, mich in unterschiedlichsten Genres auszuprobieren und muss nicht in eine Schublade passen. Bisher schrieb ich ein Memoir, ein Ki-Ju-Buch, eine kleine Dystopie, eine Kurzgeschichtensammlung, Wettbewerbsgeschichten, bebrüte seit Jahren (!) einen Urban Fantasy Roman, der in diesem Jahr schlüpfen muss (die Lebensuhr tickt immer schneller) und würde mich gerne mal mit einem Psychothriller und einem Bilderbuch ausprobieren.

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Ich habe mit dem Schreiben angefangen, um eine Geschichte aus meinem Kopf zu bekommen. Diese Geschichte hat mich über 20 Jahre begleitet und irgendwann zu viel Platz eingenommen. Der Weg zur „fertigen“ Story war lang und voller Umwege, die ich aber gerne gegangen bin. Zwischenzeitlich habe ich (dank Seitenwind) einige Kurzgeschichten geschrieben, viel gelernt und mich damit auch bei Ausschreibungen beworben. Einmal hatte ich Glück und wurde angenommen. Die Veröffentlichung war mir egal, es war eher der Motivationsschub, den ich gebraucht habe, um weiterzumachen.

Nun steckt so viel Herzblut in meiner Geschichte, dass ich diese auch veröffentlichen möchte. Einen Verlag will ich nicht. Keine Ahnung weshalb, aber seit ich beschlossen habe eine Veröffentlichung anzustreben, ist SP der einzig richtige Weg für mich.

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Angefangen habe ich ungefähr 2020 mit der Transkribierung meiner Tagebücher in lesbare Form, die ich seit etwa 1974 geführt habe. Mit welchem Ziel war mir selbst nicht so ganz klar, ich vermute, das lag am zunehmenden Alter und der Idee, alles was ich erlebt habe, noch einmal nachzulesen (das war nicht wenig, ungefähr 100 DIN A4-Hefte eng beschrieben). Schon bei der Transkribierung hat mich die Idee verfolgt, einen Teil meiner (nicht ganz unbedeutenden) Jugenderinnerungen als Kern für einen Roman zu nehmen. Gedacht, getan. Herausgekommen ist mein Erstling „Vergiftetes Wasser“ mit gut 6.000 Wörtern. Die ersten Kapitel beschreiben das, was ich als Jugendlicher um 1977 erlebt habe, der Rest ist erfunden und ist so eine Art Regionalkrimi.
Voller Enthusiasmus habe ich etliche Verlage angeschrieben und von den meisten nicht mal eine Absage bekommen. Das ist und bleibt schlechter Stil - egal wieviel die Verlage zu tun haben.
Also SP. Es läuft nicht wirklich, aber 3-5 Exemplare meiner inzwischen 8 Bücher gehen fast jeden Monat über den Tisch, dazu die Ebooks, die ich in Eigenregie verticke.

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Schreiben nur zum Spaß? Kann ich für mich nur mit einem klaren Nein beantworten. Wie die meisten unter uns habe ich zu schreiben begonnen, weil ich (noch immer) Spaß daran habe. Aber von Anfang an mit dem Ziel (erfolgreich) zu veröffentlichen. Mein bisheriges Leben, hat mi mir gezeigt, dass für Erfolg drei Voraussetzungen erfüllt sein müssen:
A) Spaß!
B) ein Markt, für meine angebotene LeistungLeistung!!
C) in dem, was ich anbiete, muss ich perfekt sein!!!
Mein Problem war Punkt C. Ich hatte null Ahnung vom Schreiben. Um auch diesen zu erfüllen, habe ich fünf Jahre an meinen Debüt gefeilt und viel Geld für Fachliteratur, Schulungen und Coaching ausgegeben. Viel wertvolle Lebenszeit für 360 Normseiten. Aber genau so lange dauert es, jeden anderen Handwerksberufen halbwegs zu erlernen. Meine Lehrzeit wollte ich erst mit einem Agenturvertrag für beendet erklären. Den habe ich und meine Agentin hat inzwischen meinen Erstling bei einem renommierten Verlag an den Mann gebracht, erscheint aber leider erst Mitte 2027. Egal, ich nutze die Zeit für Bd. 2 (Rohfassung) und Bd. 3 (Plot), beides schon mit fixen Abgabeterminen an den gleichen Verlag verkauft.
Darauf bin ich mächtig stolz, möchte mich aber nicht damit rühmen, weil ich weiß, dass neben einer Menge Schweiß und teilweise auch Tränen, auch mächtig viel Glück und die Empfehlung einer lieben Autorenkollegin dazu geführt haben.
Was ich euch viel mehr damit sagen möchte:
Hört auf zu träumen, versteckt euch nicht dahinter nur zum Spaß zu schreiben, sucht euch einen professionellen Mentor, der euch bei Bedarf den Kopf wäscht, euch in Momenten der Verzweiflung wieder aufrichtet, um Welten besser ist, als ihr selbst, nur so könnt ihr lernen und ein gutes Netzwerk zur Buchbranchen hat. UND KREMPELT DIE ÄRMEL HOCH!
Seit letzter Woche hat meine Agentur eine Produktionsfirma an der Angel, die an den Filmrechten der ersten vier Teile interessiert ist … das ist mein Traum, wäre mega, wenn das klappt.
Also bitte bitte bitte drückt mir die Daumen!!!

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Das ist großartig! Alle Daumen sind gedrückt :slight_smile:

:heart_hands: :heart_hands: Daumen sind gedrückt

@Bommel @Amirapewpew
:+1::+1::+1: Danke!!! Ihr seid spitze!

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