Immer wenn ich Amazon Ads schalte, verkaufe ich auch Bücher. Allerdings sind die Einnahmen niedriger als die Ausgaben. Jetzt kann man das als Invest in Marketing betrachten. Aber sobald ich die Schaltungen wegnehme oder den Betrag reduziere, verschwinde ich wieder in der Versenkung. Wie macht ihr das?
Ich nutze seit drei Jahren Amazon Ads. Seit Mitte 2025 ist aber das Ergebnis der Anzeigen immer schlechter geworden. Inzwischen lohnt es sich meiner Ansicht nach nicht mehr. Das ist ein weltweites Phänomen, auch in amerikanischen Autoren-Foren nehmen die Klagen darüber zu.
Im Moment bin ich dabei, mich in die Werbemöglichkeiten von Facebook/Instagram einzuarbeiten.
Icvh nutze Amazon überhaupt nicht mehr. Auch nicht mehr für Käufe, nachdem ich beinahe 1.600 Euro Miese gemacht hätte - wenn ich nicht aufgepasst hätte. A wollte nicht helfen, erst die Anzeige bei der Polizei hat etwas in Bewegung gebracht.
Was ist passiert?
Ich habe auch aufgehört, Amazon-Ads zu schalten…lohnt sich nicht. Zurzeit mache ich gar keine Werbung.
Vor ein paar Wochen hat es angefangen. Angebliche Bestellungen meinerseits beim A - Fernseher, SmartWatches und anderes - zur Lieferung an eine Packstation in Berlin (das sind 700 km von mir zuhause) Gesamt für rund 1.600 Euro, die bereits abgebucht waren. Zum Glück konnte ich das Geld zurückholen. Anzeige der Polizei, Amazon-Account gekündigt - erledigt.
Ach du scheiße…Konntest du das denn in deinen Bestellungen sehen?
Ja, klar, aber zuerst habe ich es für einen Fehler gehalten und nicht reagiert, weshalb sollte ich etwas nach Berlin bestellen? Erst als Kohle vom Konto abgebucht wurde, habe ich Schritte unternommen - erfolgreich.
Ah okay
Ich möchte Amazon nicht in Schutz nehmen, aber das Problem lag wohl an einem gehackten Account. Das kann dir leider überall passieren.
Zurück zum Thema:
Ich habe eine Zeit lang Ads geschaltet, aber fett draufgezahlt. Die Anzeige der Kampagne sieht zunächst ganz gut aus:
Ausgaben: 344,25 Euro
Einnahmen: 418,24 Euro
Allerdings wird die Einnahme über den Buchpreis berechnet. In dieser Zeit habe ich 31 Bücher verkauft. Hört sich toll an. Allerdings liegen meine tatsächlichen Einnahmen bei 37,20 Euro (1,20 Euro/je Buch). Verdient hat mit meinen Ausgaben für Ads hauptsächlich epubli und Amazon selbst.
Das ist mir schon klar, dennoch - für alles hat der große A irgendwelche Algorithmen, nur hier nicht?
Ich meine, ich war seit gut 20 Jahren Kunde und meine Bestellungen sind ohne Ausnahme an dieselbe Adresse gegangen un jetzt plötzlich nach Berlin? Egal - kein Schaden, kein Amazon mehr. Punkt
Letztes Jahr habe ich Ads bezahlt und eigentlich nur Miese gemacht mit kaum verkauften Büchern. Hier hatte ich Keywords selbst gewählt, aber nicht den Zeitgeist getroffen ![]()
Dieses Jahr lasse ich eine automatische Kampagne laufen (aber nur die Paladinsöldner), dass mir so 25-40 verkaufte Bücher je Monat (davon 90% unlimited leser) bringt. Aber wie bei den anderen zahle ich drauf. Ich sehe es gerade wie eine Fitnessclubgebühr. Da ich zwei Bücher bewerbe, aber 6 veröffentlicht habe, gibt es „ganz leichte“ Sickereffekte. Also Leute, die auch meine anderen Bücher lesen. (beziehungsweise die Reihe zu Ende) . Zufrieden bin ich damit nicht, mache es gerade hauptsächlich wegen Rezensionen. Aber sag mal @Koebes
du hast 130 Rezensionen. Läuft bei dir der Verkauf auch ohne Werbung?
Jep, komplett ohne Werbung. Alle paar Wochen haue ich mal einen Instagram-Beitrag raus, aber das hat bei mir mit knapp über 100 Followern keinen Einfluss.
Ich hatte wahrscheinlich einfach Glück, dass meine Gratisaktion über 740 Downloads gebracht hatte. Daraus folgten Bewertungen, was wiederum neue Leser neugierig machte. Einmal in dieser Spirale drin lief es fast von alleine.
Die wichtigste Entscheidung für mich war, mit meinem E-Book zum A zu ziehen und dort Kindle Unlimited zu aktivieren. Mit aktuell 36.000 gelesenen Seiten diesen Monat kommen die Rezensionen fast automatisch.
Ich freue mich das die Paladinsöldner gut ankommen
![]()
Ich lese still mit, weil ich latent daran dachte Ads zu schalten. Aber jetzt? Scheint ja nicht der Bringer zu sein. Hm … ![]()
Dazu bin ich viel zu sehr Schwabe. Bei allem (außer bei Autos) stelle ich zuerst Invest und mögl. Gewinn gegenüber. Als Normalo ist das Resultat meist eindeutig - also Finger weg.
Mir hat vor über dreißig Jahren auf einem Mittelalterfest eine Wahrsagerin ein teures Hobby im Alter vorhergesagt. Ich habe mich die ganze Zeit aufs Golfen, die Yacht und den Pilotenschein gefreut.
Umsonst.
Das teure Hobby ist Homo Selfpublisher. Und damit sind wir bei den Amazon Ads:
Ja, die Schaltung von Ads zusammen mit den richtigen Keywords, einem gutem Untertitel und den (kostlosen) Aplus-Inhalten bringt sehr schnell etwas an Verkäufen.
Nachdem ich letztes Jahr im März, zwei Monate nach Veröffentlichung, mit der Schaltung begonnen hatte, erreichte das Buch innerhalb von zwei Wochen Bestsellerstatus in den Kategorien „Klettern“ und „Chemie, was zum Thema des Buches gut passt. Was sich jetzt aber als toller Erfolg anhört, ist ökonomischer Selbstmord. Ich habe zu keinem einzigen Zeitpunkt (!) mit den Ads einen Gewinn erzielt.
Ich werde aber auch Ads für das zweite Buch schalten, um hier für Aufmerksamkeit und natürlich Käufe zu sorgen. Ich hoffe, dass ich mit dem langsamen Aufbau einer Reihe mit weiteren Büchern langsam die schwarze Null erreiche. Das Finanzamt wird es mir danken.
Ansonsten betrachte ich die Ads als Mittel zur Befriedigung meines schriftstellerischen Narzissmus, der eben was kostet. Golfen und die Yacht wären ja auch nicht umsonst. ![]()
Außerdem, Leute, seien wir doch mal ehrlich: Wie hätte Jeff Bezos seine bescheidene Hochzeit in Venedig finanzieren sollen, ohne uns SPler?
Eben.
Fazit:
Die Schaltung von A*-Ads gehört eigentlich zum Formenkreis neuropsychiatrischer Erkrankungen. Wer ist schon so verrückt, mehr Geld auszugeben, als einzunehmen? (außer mir).
Aber es gibt Hoffnung: Auswandern ins „Ländle“ zu @nolimit justiert das kaufmännische Verständnis neu und führt zur abrupten Beendigung der A*-Adsitis chronica.
Ich wohne übrigens in der Nähe von Berlin, 700 km weit weg vom Ländle und habe keinerlei Krankheitseinsicht – noch nicht.
Nun ja, propehzeit hat mir das niemand, Golfen habe ich dennoch angefangen und nach ein paar Jahren wieder aufgegeben.
Nein, das nicht, aber beim Golfen bist du wenigstens ein paar Stunden in der frischen Luft
Das ist kein laufmännisches Verständnis, das ist einfach nur urschwäbisch.
Denn merke er auf: Der Schwabe lebt nicht von seinen Einnahmen, er lebt vom nicht Ausgeben derselben.
Wir haben ihn wohl verstanden, aber Uns dünkt es, dass er diese Lebensweisheit von den Hanseaten entliehen hat, die da lautet: „Wir haben es nicht vom Ausgeben, sondern vom Behalten“. ![]()
Da habt Ihr Euch wohl gar herbe verhöret, edler Herr!
Die Schwaben sind der wahre Spiegel aller Kargheit und Sparsamkeit. Ob solch Tugend auch den Hamburgern eigen ist, entziehet sich meiner Kunde. Schauet man indes die stolzen Burgen an der Elbchaussee an, so mag man es kaum glauben!