Vermutlich hast du damit recht. Ich bin gespannt, ob Bommel überhaupt eine Antwort bekommt.
Es war bei mir sogar ein verifizierter Kauf und nicht eine gefälschte Bewertung. Und bei den anderen aus dem Forum genauso wenig.
Also wenn ich Amazon wäre und müsste jetzt aus dem Stand heraus Kriterien entwickeln, nach denen irgendeine Routine Punkte für möglicherweise gefakte Bewertungen vergibt - dann wäre sicher eine der ersten Ideen, die ich hätte: Ob zwei Autoren sich gegenseitig bewerten - unabhängig davon, ob es sich um verifizierte Käufe handelt.
So grob geht Amazon aber nicht vor. Ich bin aber relativ sicher, dass es dort eine Art Kriterienliste gibt und sobald eine Bewertung eine gewisse Punktzahl erreicht, fliegt sie raus. Anders kannst du es automatisiert kaum machen.
Bei mir war es jemand, der noch nichts veröffentlicht hat. Den ich also gar nicht bewerten konnte.
Es gab lange Zeit einen Dienst reviewmeta.com. Der ist leider down. Dort wurde ein solches Punktesystem angewandt. Mal einige Kriterien - weil ich die nicht mehr zusammenkriege, hab ich mal Claude gefragt:
Reviewer-bezogene Tests
- One-Hit Wonders – Rezensenten, die nur dieses eine Produkt je bewertet haben (klassisches Fake-Signal)
- Brand Repeaters – Nutzer, die überdurchschnittlich viele Produkte derselben Marke bewertet haben
- Reviewer Ease – wie einfach/schnell jemand Bewertungen abgibt (Masse in kurzer Zeit = verdächtig)
Bewertungstext-bezogene Tests
- Phrase Repetition – wiederkehrende Formulierungen quer über mehrere Rezensionen (deutet auf Copy-Paste-Kampagnen hin)
- Word Count Comparison – auffällige Häufung von Bewertungen mit sehr ähnlicher Textlänge im Vergleich zur Kategorie-Norm
Kaufstatus-bezogene Tests
- Unverified Purchases – Bewertungen ohne verifizierten Kauf bei Amazon
- Incentivized Reviews – Sprache, die auf eine Gegenleistung für die Bewertung hindeutet (seit Okt. 2016 bei Amazon verboten, aber alte Einträge noch im Datensatz)
Plattformverhalten
- Deleted Reviews – Bewertungen, die zwischen zwei Erhebungszeitpunkten verschwunden sind (ReviewMeta konnte nur erkennen, was es einmal gecrawlt hatte)
Die haben das alles sauber untereinander aufgeführt und zum Schluss einen Gesamtscore ermittelt und die gesagt: Von den 97 Bewertungen sind ihrer Ansicht nach 73 Fakes. Der korrigierte Wert lautet 3,2 Sterne. Nur so als Beispiel.
Reviewmeta gab es bestimmt 10 Jahre lang. Ich hab da immer wieder mal nachgesehen. Wenn die sowas gemacht haben, warum sollte Amazon das nicht machen.
Weil es keine Fake-Bewertungen waren. Keiner der oben genannten Punkte trifft darauf zu. Also, wie kommt Amazon darauf? Dann sollen sie doch bitte da suchen, wo es stattfindet, und nicht bei 4 kleinen Splern. Finde ich reichlich seltsam.
Na, dazu müsste jemand ja schon mächtig krank in der Birne sein. Wie gering könnte ein Ego ausgebildet sein, um so tief zu sinken?
Ja, da hast du recht. Aber du siehst ja, was Sebastian geschrieben hat. Hier lesen ja auch ganz viele Leute mit.
Aber wie viele davon haben so kleine Eier, dass sie daraus Lustgewinn erzielen? ![]()
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Ich gehe mal davon aus, dass wir nicht über mehrere Rezensionen reden, die bei einem einzigen Autor auf dubiosem Weg verschwinden. Eine sehr einfache Erklärung wäre die Kontenkündigung des betreffenden Kunden oder die Selbstlöschung. Das habe ich vor ca. 10 Jahren selbst schon gemacht, nachdem ich meinen Bücher-Rezensionsblog aufgegeben hatte. Und natürlich ist es möglich, dass es Einzelfälle geben kann, wo eine Rezension gemeldet wird und nach Überprüfung durch ‚A‘ gelöscht. Das aber sicherlich nicht im großen Stil!
Heute habe ich extra mal mit meinen erhaltenen Rezensionen den ‚Meldetest‘ gemacht, weil ich wissen wollte, ob das leicht zu bewerkstelligen ist. Nach dem Button ‚melden‘ erscheint dieses Auswahlmenü, das ich verständlicherweise nicht weiter verfolgt habe.
Leider, und das finde ich extrem bedauerlich, können anonyme Rezensionen (in meinem Fall Einsterner ohne Kommentar und Absender) nicht gemeldet werden. Wie sie zustande kommen kann ich nur vermuten, da ich jemanden kenne, der eine Vierstern-Bewertung mit einem Kindle abgegeben hat, bei der anschließend nicht nach einem Kommentar gefragt wurde. Schöne Hintertür für Rachebewertungen.
Es gibt also viele Möglichkeiten, von denen, wie ich es sehe, keine dabei ist, die es lohnt, ein Fass aufzumachen. Miesepeter gibt es bedauerlicherweise überall und Everybodys Darling kann, werde und will ich nicht sein. Das Verschwinden gleicht sich aus mit den Bewertungen, bei denen ein Auge oder zwei zugedrückt wurden.
Der Fairness halber wollen wir doch aber auch sehen, dass ‚A‘ immer noch DER Rezensionskompass ist, denn weder BoD noch Thalia etc. werden in vergleichbarem Maßstab genutzt.
Grund genug, endlich zu einer Änderung beizutragen. Selbst wenn das in Summe nichts bringt: Mir persönlich gibt es ein besseres Gefühl, wenn ich meine Rezensionen woanders poste.
Ich stimme dir zu…auch wenn man bei Amazon viele Bücher verkaufen kann, sollte man vielleicht seine Beziehung zu Amazon überdenken, oder mit einer Ist-mir-wurscht-Einstellung daran gehen.
‚A‘ macht es doch vor: „Was juckt´s die Eiche, wenn eine Wildsau sich an ihr kratzt?“ Das ist deren Grundsatz-Motto, auch wenn man (erfolglos) den Support bemüht. Für mich stellt sich dann, ähnlich wie bei meinen gecancelten Social Media Accounts, die Frage: Unterstütze ich diese Politik und mache mit, oder suche ich andere Spielwiesen? Mir fehlt noch die Alternative.
Hier haben wir genau den Punkt getroffen.
Erstmal @Bommel, dein Einsatz ist prima und ich bin gespannt, was da herauskommt.
Nun kommt mein großes ABER:
Ich habe den Eindruck, wenn wir Autoren mosern, passiert gar nichts, wird nicht besser.
So wir unsere „Fans“ dazu bekämen, sich darüber zu beschweren, also auf ihre Rezis zu bestehen, wäre das sehr wahrscheinlich effektiver. Viel!!! Denn Kunden möchte ja niemand verlieren …
Problem?
Wer hat schon Bock sich mehrfach damit zu beschäftigen? Es ist also ein kleines Wunder, wenn manche wenigstens sagen: „Ja, das mache ich!“
Aber vielleicht klappt es ja auch.
Ich wühle mich mal hier durch. Hab ziemlich schnell reagiert.
Dennoch: Der Kunde ist König!
Würde ich mittragen. Problem? Sie sind nicht auf uns angewiesen. Aber: Sie wollen keine Kunden verlieren, siehe oben.
Echt? ![]()
Wenn mehrere die Vorgänge dokumentieren würden, oder es getan haben, wäre ein Brief vom Anwalt gar nicht so schlecht. Besser als „nur Genöle“; leere Drohgebärden.
Ist mir schon vorher passiert.
Ich habe schon das Gefühl, dass sich A… auf die Kleinen stürzt.
Ich hab wegen genau so einer Sache bei A … angerufen. Und mit einem echten Menschen gesprochen. Ergebnis blieb negativ. Er wollte sich nochmal melden. Ha ha. Dennoch: Wir sollten nicht so mit uns umspringen lassen. Unabhängig davon, ob wir einzeln oder im Kollektiv leiden.
Seit wann darf ich keine Bücher von Kolleginnen lesen und bewerten? Wo sind wir denn da?
Im übrigen geht das auch nach Postleitzahlen und IP - Adressen, Namen, und was weiß ich was alles. Sie finden einen Grund, gute Bewertungen verschwinden zu lassen. Das ist geschäftsschädigend. Nix Aluhut. Blanke Realität; beruhend auf Erfahrung. Hier trifft man sich eben und unterhält sich darüber.
Ja, ich. Ist mir schon passiert, bevor ich hier unterwegs war.
Ich lese jetzt nicht den ganzen Thread …
Mein Fazit: Grenzenlose Enttäuschung von A …
Das Problem, was ich hier sehe:
Es ist eine KI, die Rezzesionen prüft.
Alles Vollautomatisch.
Und wie tief diese im Web rumschwirrt und sucht, dass weiß keiner.
Amazon pfeifft auf den einzelnen Händler ( uns zu Beispiel).
Der gute Ruf der Firma ist wichtiger, wie die kleinen Händler.
Nun ja der Ruf der Amazon Bewertungen hat bei mir sehr gelitten im KDP Bereich. Ich kann viele 5 * Bewertungen einfach nicht nachvollziehen. Für mich ist das einfach Kundentäuschung. Wenn’s weniger als 500 Bewertungen gibt mache ich mir keine Mühe mehr da positive Berwertungen zu lesen um zu sehen ob das Buch meinen Geschmack trifft. Unter 500 Bewertungen schlägt da zu sehr die Fanbase zu
Wenn du selbst mal etwas veröffentlicht hast, wirst du merken, wie schwer es ist, schon 10 Rezensionen zu bekommen.
Zumal ich denke, dass ü 500 eher Bubble und fanbase ist als ein paar Dutzend.
Mal ehrlich, wer schreibt ne Bewertung, wenn es schon 1354 gibt?
Wenn ich ein Buch zuende gelesen habe, dann hat es seinen Job gemacht und mich unterhalten.
Habe meinen Teller aufgegessen. Es hat mir gemundet.
Warum sollte ich da nur 3 Sterne rausknausern?
Ich glaube, diese mittelmässigen Bewertungen sind dem zu hohen Anspruch anzulasten.
Wir nörgeln zu viel.
Ja, und vor allem versteckt unter dem Deckmäntelchen der Anonymität.
