Papyrus ReadOnly

Hallo, ich muss einen Haufen Pap-Text-Dateien weitergeben an einen vermutlich reinen MS-Nutzer. Früher gab es eine Papyrus-Version zum Lesen, nix bearbeiten. So eine Art Demo. Gibt es da noch eine Möglichkeit, dass der Kollege die Pap-Dateien in Word-Dateien ändern kann? Möglichst nicht beschränkt auf 7,5 Tage? Ob ich ihn von Papyrus überzeugen kann…weiß nicht, ist reiner Verwaltungsmensch, darf auf der Arbeit keine Romane schreiben.

Hi,
du selbst kannst die pap-Dateien in doc(x)-Dateien umwandeln, bevor du sie ihm weiterleitest oder meinst du etwas anderes?

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Du kannst auch ein pdf/pap-Hybrid erzeugen, das kann mit einem üblichen pdf-Programm angezeigt werden und Du kannst es in Papyrus weiter bearbeiten:
Menü Datei - Veröffentlichen - PDF

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Also das sind so über 200 Dateien, und ich weiß nicht, welche davon nötig sind. Ich gebe dem Kollegen die ganze Festplatte und er soll die Sachen sich bei Bedarf ANSEHEN und ggf. konvertieren, also nur im Lesemodus und abspeichern ohne Bearbeitungsmöglichkeit. Das muss er dann mit Word oder anderen Prgs seiner Wahl machen.

Du kannst die Dateien automatisch von pap nach pdf oder docx konvertieren lassen. Das geht allerdings nur beim Aufruf über die Kommandozeile bzw. das Terminal. Bist du unter Windows oder macOS unterwegs?

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Hallo Glucose,
kannst du bitte mal genauer beschreiben, wie man Sammelkonversionen von pap-Dateien bspw. zu pdf-Dateien durchführen kann. Über die Kommandozeile?
Das interessiert mich auch.

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Hallo Seneca

Ich glaube genau das versucht Glucose dir mitzuteilen. und dazu benötigt er Angaben von dir.

es spielt eine Rolle mit welchem System du unterwegs bist.

Mit Windows 11.

Und hier ist ein Mac User.

Ich wusste nicht, das Stapelverarbeitung mit Papyprus funktioniert.

Gruß
Klaus

Aus dem Handbuch:
40 Kommandozeilen-Optionen beim Programmstart
Etwas für System-Profis: Papyrus kann (nur unter Windows) auch über eine Kommandozeile mit Start-Parametern versehen werden. Die speziellen Startparameter sind:

• -q (quiet) Papyrus öffnet keine Dokumentfenster und überspringt den Druck-Dialog. Andere Dialoge können allerdings erscheinen. Nach Abschluss der Operation wird Papyrus automatisch wieder beendet.
• -x (exit) Papyrus nach dieser Operation beenden
• -p (print) Dokument auf dem Standarddrucker ausgeben
• -p>PRINTER Druck auf dem angegebenen Drucker ausgeben
Beispiel: Papyrus -q »-p>HP Deskjet 500« Dokument.pap
• -i (import) Importieren; der nächste Parameter enthält den Pfad zur zu importierenden Datei
• -e (export) Exportieren; der nächste Parameter enthält den Exportpfad
Beispiel: Papyrus -q Dokument.pap -e Dokument.rtf
• -s (save) Oberstes Dokument speichern; bei Angabe eines Dateinamens als »save as«, als »Speichern unter« unter eben diesem neuen Dateinamen; die Datei-Extension ergibt den Dateityp (».pap«, ».doc«, »*.rtf«, …).

Ein Beispiel:

Papyrus -q template.pap -i daten.asc -s daten.pap -x

Startet im »Leise«-Modus (also ohne irgendwelche Bildschirm-Aktivitäten) und lädt dabei die Datei »template.pap«, importiert in diese Datei »daten.asc« und speichert das Resultat als »daten.pap« und verlässt das Programm dann wieder.

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Das hat zwar jede(r) von uns sicherlich schon einmal im Handbuch gelesen, aber bisher hat noch keiner das in ein entsprechendes Script für die Stapelverarbeitung umsetzen und hier als Lösungsvorschlag präsentieren können. Ich könnte es aktuell nicht.

Hättest Du vielleicht einen passenden Vorschlag?

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Alles nicht die Lösung für mich: ich will da garnix machen. Der Kollege soll sich BEI BEDARF eine Pap-Datei raussuchen (die Dateinamen sind relativ aussagekräftig) und ohne GEKAUFTE VERSION (er wird das alles sicher nur sehr gelegentlich machen) in eine PDF oder doc konvertieren wollen, damit er den Inhalt lesen kann. Von manchen PAPs habe ich DOCs oder PDFs, aber eben nicht von allen. Und eine PDF-Lawine von wahllosen 200 PDFs irgendwo abzulegen (mit brauchbarem Dateinamen)…ist vielleicht eine Zumutung. Ich meine, dass es von der ATARI-Version eine read-only-Demo gab.

Wenn die Dateinamen aussagekräftig sind, dann schick ihm doch eine Liste mit Dateinamen.
Von den Dateien die er sich anschauen will, sendet er dir die Namen. Du wandelst in sein gewünschtes Format um und sendest ihm die Dateien.
Ich denke das ist ein annehmbarer Workaround.

Gruß aus MG
Klaus

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Hmmmm, irgend jemand muss wohl was machen.

Wenn der Kollege Deinen „Haufen Pap-Text-Dateien“ (für was auch immer) benötigt und ein „vermutlich reiner MS-Nutzer“ derzeit ohne Papyrus ist, muss

  1. Novelty Writing Ltd. parallel zu den laufenden Arbeiten eine (noch dazu kostenfreie) Read-only-Version er- und bereitstellen (wo auch immer Dein Kollege, der „auf der Arbeit keine Romane schreiben“ darf, diese installiert) oder
  2. der Kollege sich eine Lizenz kaufen und so „die Pap-Dateien in Word-Dateien ändern kann“ (dann kann er sie aber auch im Original-Format lesen) oder
  3. er Dir sagen, in welchen Formaten er die Dokumente lesen kann und Du ihm dann alle Dokumente in eines dieser Formate konvertierst.

Ich sehe da außer dem Format keinen Unterschied zu dem eingangs genannten „Haufen Pap-Text-Dateien“.

Wie auch immer – ich kann mir keine Null-Aufwand-Lösung vorstellen.

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Eine Möglichkeit gäbe es noch: du könntest jemanden beauftragen die PAP-Dateien in ein anderes Format zu wandeln. Allerdings wird es vermutlich nicht ohne monitäre Leistung deinerseits gehen.
Ich denke, wie du es auch drehst und wendest, mindestens eine Aktion von deiner Seite ist erforderlich.

Gruß
Klaus

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So könnte man es mit einer Batch-Datei machen, In den gleichen Ordner schreiben geht mit Papyrus nicht!

@echo off
setlocal

set "PAPYRUS=C:\Program Files\Papyrus Autor 11\Papyrus Autor.exe"
set "INPUT_DIR=C:\Users\FDK\Documents\papDateien"
set "OUTPUT_DIR=C:\Users\FDK\Documents\papDateien zu docx konvertiert"

REM Existenz prüfen
if not exist "%INPUT_DIR%" (
    echo Eingabeordner existiert nicht.
    exit /b 1
)

REM Ausgabeordner anlegen
if not exist "%OUTPUT_DIR%" (
    mkdir "%OUTPUT_DIR%"
)

REM Verarbeitung
for %%F in ("%INPUT_DIR%\*.pap") do (
    echo Konvertiere %%~nxF ...
    "%PAPYRUS%" -q "%%F" -s "%OUTPUT_DIR%\%%~nF.docx" -x
)

echo Fertig.
endlocal

Den Code mit einem Editor wie notepad o.ä. erfassen und z.B. als „paptodocx.bat“ speichern. Mit Doppelclick starten. Die Ordnernamen und „Papyrus-Standort“ vorher natürlich anpassen … Fehler könnt ihr behalten, d.h. ich bin dafür nicht verantwortlich.

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Ach cool, die Sache mit dem %~nF zum Löschen der Extension kannte ich noch nicht. Bin aber eh nicht sehr bewandert in Windows-Batchdateien.

Allerdings kann man das Konvertierungsergebnis durchaus im gleichen Ordner erhalten, wenn man statt %OUTPUT_DIR% die System-Variable für das aktuelle Arbeitsverzeichnis verwendet: %CD%.

Ohne Batchdatei, direkt auf der Kommandozeile, sieht das dann z.B. so aus:

set PAP="C:\Program Files\Papyrus Autor 11\Papyrus Autor.exe"
cd C:\Users\myuser\Documents\test
for %f in (*.pap) do %PAP% -q "%f" -s "%CD%\%~nf.rtf" -x

Unter macOS kann man folgendes im Terminal machen:

cd ~/Documents/test
find $PWD -name "*.pap" -exec open -a "Papyrus" --args -q {} -s {}.rtf ';'  

Hier enthält die Variable $PWD immer das aktuelle Arbeitsverzeichnis und sie wird für das Kommando ‚find‘ als Startpunkt der Suche nach .pap-Dateien verwendet. Die Suchergebnisse enthalten dadurch absolute Pfade, wie sie für Papyrus (leider) benötigt werden. Für jede gefundene Datei wird dann Papyrus über das Kommando ‚open -a‘ gestartet. Hier muss man bei älteren Papyrus-Versionen entsprechend „Papyrus Autor“ schreiben. Die geschwungenen Klammern stehen für den jeweiligen Dateinamen. Es entstehen in diesem Fall Dateien mit der Endung .pap.rtf (das geht 1000 mal schneller als docx und produziert weniger Fehler).

@Leon @Hendrik @Ulli
Der Aufruf von Papyrus per Kommadozeile ist sehr unzuverlässig. Es werden manchmal Dateien ausgelassen oder Papyrus 12 zeigt eine Meldung, dass es nicht ordnungsgemäß starten konnte und bietet an, ohne Einstellungen zu starten. Wählt man „normal Starten“ klappt die Konvertierung trotzdem (meistens) – sowohl unter Windows als auch unter macOS.

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Geht auch unter macOS.

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Der Aufruf von Papyrus per Kommadozeile ist sehr unzuverlässig. Es werden manchmal Dateien ausgelassen oder Papyrus 12 zeigt eine Meldung, dass es nicht ordnungsgemäß starten konnte und bietet an, ohne Einstellungen zu starten. Wählt man „normal Starten“ klappt die Konvertierung trotzdem (meistens) – sowohl unter Windows als auch unter macOS.

Das ist der Grund warum ich nicht ins gleiche Verzeichnis geschrieben habe, mit getrennten Input- und Output-Ordnern hat es besser geklappt. Allerdings habe ich nur Papyrus 11.09d. Aber ich glaube am Kern von Papyrus wurde seit dem Ausscheiden von Christian Nieber nichts geändert und das ist vielleicht auch ein möglicher Grund, warum diese uraltes CLI nicht mehr ganz uptodate ist.
Falls ein Dialog erscheint, dass Papyrus nicht richtig starten konnte, dann unbedingt „Normal starten“ wählen, bei den anderen zwei Optionen wird die .ini durch default-ini von Papyrus ersetzt und man muss sie erst wieder aus dem Backup in appData ziehen …
Schön zu wissen, dass es auch unter MacOS eine Möglichkeit gibt!
@glucose: Sind die .pap.rtf Dateien wirklich gleich zu den .DOCX , d.h. auch Kommentare, etc. werden konvertiert?

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Als Batch-/Stapelverarbeitug müsste es mit dem Dienstprogramm „Automator“ zu realisieren sein.
(Nur eine Idee, nicht getestet).

Gruß aus MG
Klaus