anbei eine Geschichte aus dem Nachtdienst. Vielleicht reicht es ja für einen wohligen Schauer zum Herbst. Gewachsen ist er aus dem Wunsch einiger die “Belle dame sans merci” weiter zu spinnen. Das habe ich zwar nicht direkt, aber die Story spielt in der selben Küstenstadt “Cape Mallow”.
Hoffentlich nichts Selbsterlebtes?! Sehr coole, nein, eher heiße Story mit vielen Easter Eggs. Hat Spaß gemacht, sie zu lesen, benötigt aber tatsächlich noch etwas Feinschliff.
Guten Morgen Michel,
ich hoffe, Du hattest einen ruhigen Dienst.
Du schreibst wirklich gut. So gut, dass es mir schwer fällt, mich auf den Text zu konzentrieren. Deine Texte lesen sich für mein Gefühl schon in der Erstfassung wirklich sauber und spannend. Meistens tauche ich zwischendurch in die Geschichte ab und dann fallen mir Kleinigkeiten nicht mehr auf. Grobe Schnitzer sind mir jedenfalls nicht ins Auge gefallen, wirklich gestört hat mich gar nichts.
Die Atmosphäre ist gelungen. Man kann sich das Center und die Notaufnahme gut vorstellen. Etwas in die Jahre gekommen, aber zweckdienlich.
Ann und der Doc sind für mich überzeugend. Ich fühl das und kann mitfiebern. Ich habe da einige Pflegekräfte von Anns Schlag vor meinen Augen, die absolut mit einer Axt, mit einem Defibrillator oder notfalls mit bloßen Händen auf ein Monster losgehen würden, wenn es denn eines wagen sollte, ihre Patienten anzugreifen.
Auch Tyler finde ich glaubhaft als Charakter. Ich habe mich nur gefragt, ob man in den USA mit 28 schon facharztreif ist, sodass er mit 29 dann schon ein Jahr Erfahrung haben kann als Facharzt? Weiß nicht, vielleicht hast Du das ja recherchiert, vielleicht fällt es auch außerhalb der Branche niemandem auf. Ich habe mich das nur gefragt.
Hier die paar Kleinigkeiten, die mir beim Lesen aufgefallen sind:
Anderer Genitiv? „Dank ‚Dutch‘ Kinneys zugedröhntem Sohn …“.
Finde ich bisschen too much hier. Ich würde entweder die Beschreibungen hier kürzen oder zwei Sätze daraus machen. Das liest sich wahrscheinlich besser.
*als dass
Hat die USA die selben ICD Codes wie wir? Das habe ich mich am Ende noch gefragt, denn die Geschichte dürfte in einer fiktiven Stadt in den USA spielen?
Vielen lieben Dank Euch beiden für die netten Worte. Wenn “abtauchen in die Story” funktioniert, ist das ein Riesenlob. Das freut mich wirklich total!
Ja, genau so geht es mir. Auch, dass eine erfahrene eingearbeitete Pflegekraft oft pragmatisch und fachlich nicht in Gold aufzuwiegen ist.
Hab ich tatsächlich. Die kanadischen Ausbildungswege sind komplett anders als bei uns. Auch die Registered Nurses sind anders ausgebildet. Das nur am Rande.
Tatsächlich ein Detailfehler. Deutschland nutzt ICD-10-GM (german modification), Kanada ICD-10-CA. Ob die genannte Ziffer unterschiedlich ist, müsste ich nachrecherchieren.
Danke auch für die grammatikalischen Hinweise! Nehme ich auf.
Schön, dass sie aufgefallen sind! Ich liebe easter eggs, habe es hier aber vielleicht etwas ausgereizt. Aber es wird ja mindestens noch einmal überarbeitet. Vom Erlkönig, über Poes Berenice bis zum House of God hab ich einiges (ganz drogenfrei) durcheinandergewirbelt und eingemischt…
Dass mit den ICD Codes habe ich mich auch gefragt.
Ansonsten sehr unterhaltsam. Ich musste auch herzhaft lachen. Es geht nichts über gute Kollegen. Mit denen kann man alles überstehen. Ich fühle mich für den Arbeitstag gerüstet. Die Schwester können wir auch gut gebrauchen, wenn heute die Tür aufgeht.
Ein wenig müssen die Sätze noch ausgeputzt werden, damit man nicht unnötig abgelenkt wird.
Gefällt mir richtig gut.
Das macht nichts. Charles Dickens habe ich erst gelesen, da war er bereits 150 Jahre tot. Ich hoffe sie gefällt Dir. Bitte keine zu hohe Erwartungshaltung: ich bin leider kein King oder Koontz.
US Boykott. Keine Monster für MAGA. Nein, die kanadische Ostküste ist ein wunderbares Setting. Auch durch den französischen Einfluss und die Nähe zu den USA. Von der Natur gar nicht zu reden.
So ist es! Manchmal hätte man auch gerne das Monster an seiner Seite. Einige Sätze werden noch ausgeputzt und glatt geschliffen.
Sehr unterhaltsam zu lesen, dies, obwohl ich mit Vampiren sonst nichts am Hut, äh Blut, habe. Spannend und gleichzeitig humorvoll. Hat mich mehrfach schmunzeln lassen.
Wie löse ich jetzt nur das Problem, eine Brücke zu finden von “spontane Selbstentzündung” zur Analyse einer Einkommensteuererklärung? Ich versuche es mal mit “spontaner Zahlenblackout”.
Wenn ich Ende des Jahres die ganzen Pamphlete sehe, die mir unser Steuerberater zur Unterschrift vorlegt, kommt mir die pyrokinetische Papierentzündung in den Sinn. Muss ja nicht der berühmte “Bierdeckel” sein, aber ich bekomme quasi den Brockhaus in 12 Bänden…
Pyrokinese in Deutschland … kann man auch eine Story draus basteln. Brandschutzbestimmungen, Zertifizierung, Führerschein, Versicherungsschutz…
Das Finanzamt antwortet mir nur noch über “Elster”, ick hör dir trapsen. Ich habe deshalb alle Anzündungswerkzeuge bereits entsorgt und einen Kurs in DIY Hack bei Claude gebucht.
Hi Michel. Gute Story. Die Krankenschwester erinnert mich an die jahrelange Arbeit auf der Intensivstation oder in der Notaufnahme: Da kann dich nix mehr umhauen, auch kein Vampir auf Droge…Vielleicht noch ein wenig Narcanti? Flumazenil oder Atropin?.
Ein paar Sätze bedürfen noch der Glättung. Ansonsten gut und atmosphärisch wie immer….Ich hätte von dir gerne mal eine Antholgie
Ja, Werwölfe mit Flohbefall. Italienische Vampire mit allergischer Knofi-Reaktion. Zombies, die den Tod nicht aktzeptieren und “endlich mal eine zweite Meinung” wollen.
Und dann der wahre Endgegner: die ultimative Karen - eine hypertrophe Grundschullehrerin mit Doppelnamen, die “Im Internet habe ich aber etwas anderes gelesen” proklamiert.
Bis auf ein paar Minifehler ist mir aufgefallen, dass du Kursivsätze und Wörter unterschiedlich anwendest. Der Klinikname ist kursiv gesetzt – hätte ich auch so gemacht, da englische Sprache. Dann aber bitte auch Registered Nurse, Family Doctor, die Bezeichnung der Polizeibehörde RCMP, aber keine halben Anführungszeichen. Dafür wird einmal kursiv gedacht, wo es nicht notwendig wäre, da im Satz auf das Denken hingewiesen wird und einmal wird es in der wörtlichen Rede verwendet, wo es auch unnötig wäre.
Wirklich gestört hat mich persönlich, und ich gendere nicht und bin auch sonst nicht hypersensibel unterwegs, die viermalige Erwähnung Anns dunkler Hautfarbe (zweimal „… die farbige …“, dann „… schwarze coole Mama …“ und dann noch „kakaofarbene Haut“), wohingegen die Hautfarbe oder andere Details des Doktors unerwähnt bleiben. Da das Detail ohnehin ohne Bedeutung für die Story ist, hätten mir maximal zwei Erwähnungen gereicht, damit keine ungewollten Kritiken heraufbeschworen werden. Womöglich sehe ich das aber auch zu eng.
Hi Michel coole Story, phuuu, so eine Nachtschicht möchte ich nicht erleben ….bei uns gibt es auf Nachtschichten andere, seltsame und auch lustige Sachen….(ich muss endlich mal ein Buch darüber schreiben!) ….ansonsten bin ich bei Heather, ich würde die Sätze auch weglassen mit “Farbig, Kakaofarben usw.”
Ich würde den handelnden Krankenschwestern oder Ärzten immer Namen geben und dann kann man durch dezente Hinweise, z.B. ihre lustigen Dreadlocks…oder ähnliches auf die Hautfarbe schließen…..wenn man das betonen möchte oder wenn es für die Geschichte relevant ist
Die viermalige dunkle Hautfarbe hat mich auch gestört, und den nötigen Feinschliff haben die anderen ja schon erwähnt. Ist aber nichts Gravierendes.
Nachtschichten sind ja immer ein dankbares Thema für Monster aller Art, deine Story gefällt mir sehr gut, man ist so richtig mittendrinne und kann die Charaktere beinahe vor sich sehen.
Aber ein Vampir, der einen Junkie aussaugt und dann selber stoned ist - ich hätte fast meinen Kaffee über die Tastatur geprustet. Und dann doch in dem Zusammenhang dieses trockene “Du bist, was du isst”, das ist echt ein Knaller!
Ich mag Horrorstories, die sich selbst nicht so ganz ernst nehmen!