Mein Schriftstellerwunsch - Wie wirklich "dranbleiben"?

Hallo Viviane,

mit großem Interesse habe ich Deinen Text gelesen und möchte gern auch meinen Senf dazugeben. Ich bin zwar Sachbuchautor, aber ich habe auch eine Idee und soooo einen Berg Arbeit vor mir bis zum fertigen Werk! Ich schreibe Bücher für Verlage und im Selfpublishing.

Das ist m.E. genau der richtige Ansatz. Früher habe ich ein Buch nicht geschrieben, wenn es der Verlag ablehnte. Das hat sich geändert. Heute habe ich eine Buchidee an die ich entweder glaube oder die ich aus irgendwelchen persönlichen Gründen umsetzen will. Dann wird das umgesetzt, egal wie Verlage darüber denken. Das frustet mich auch nicht wenn die absagen. Manche Buchprojekte biete ich Verlagen auch gar nicht an und bin dann freier, die Texte dann auch anderweitig zu verwenden und zu vermarkten (z.B. Merkblätter für Produkte, die im Sachbuch vorkommen).

Du bist wer Du bist. Das ist authentisch. Alles was nicht authentisch ist, ist gequetscht, macht keinen Spass. Da hab ich auch keinen Bock drauf. Bei Kunst (Deinem Buch) kommt es erst einmal nur darauf an, dass DIR das Buch gefällt. Wenn es sich noch dazu verkauft dann ist es gut, wenn nicht ist es auch gut. Man schreibt das für sich. Das andere (hier Deine Werbetexterei) ist Kunsthandwerk. Man hat Fähigkeiten und erfüllt damit Ideen anderer für Geld. Braucht es auch, ist aber nicht so befriedigend.

Na dann verstehst Du schon mal das Handwerk und das kann für Dein Projekt nur förderlich sein.

Ich weiss nicht, ob man Romane anders schreibt. Ich kann es nur aus Sicht eines Sachbuches (meines aktuellen Sachbuches) beschreiben. Das Thema heißt Schreibblockade und ich selbst kann es mir gerade nicht leisten, eine Schreibblockade zu haben.

Das ist auch mein Ansatz, eigentlich weiß ich mal grob, mal feiner was ich im Buch besprechen will. Hab also das Buch gegliedert und einfach in Stichpunkten meine „Handlung“ in den Text gebracht. Kein Mensch sagt, dass Du von vorne schreiben musst. Ich hab mit Kapitel 7 angefangen, das das am kompliziertesten war. Wenn es dann an einer Stelle blockiert, nehme ich mir eine andere Stelle im Buch wo ich Ideen zu habe und formuliere das aus. Im aktuellen Schreiben entstehen auch die Gedanken, was ich eigentlich noch für Aspekte ins Buch bringen müsste und die schreibe ich auch gleich als Stichpunkte oder Textfragmente rein.

Eine weitere Hilfe ist es für mich auch, wenn ich Inhalt und sprachlich saubere Ausformulierung trenne. Manchmal ist nicht der Tag wo man schön schreibt. Dann schreibe ich einfach den Inhalt so nieder, auch wenn in jedem Satz „machen“ vorkommt. Den Text später zu überarbeiten fällt dann leichter. Manchmal frage ich dann auch hier in der Community. Die Kommentare hier haben mir wirklich sehr geholfen. Nicht nur für diese Textstelle: Populäre Sprache für ein Sachbuch

Und genau das mache ich, wenn gar nichts mehr geht. Recherchieren, Bilder erstellen, Bildredaktion, Verlagssachen wie Ankündigungstexte und Homepage und und und

Eigentlich hat man immer was zu tun :-).

Dir viel Erfolg bei Deinem Roman!

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