Leseprobe, Das süße Geheimnis

Guten Morgen liebe Community,
wie bei meiner Vorstellung angekündigt und versprochen, anbei eine kleine Leseprobe (noch nicht lektoriert und final überarbeitet) für Euch.
Bestehend aus Prolog. Zu diesem folgender Hintergrund:

  1. Generell bin ich mir nicht sicher, ob Prologe/Epiloge sinnvoll und gerne gelesen sind. Gerne hierzu eure Meinung.
  2. Das Setting: Rotlichtmilieu - Domina-Studio: Sexuelle Handlungen und das naturgemäß gegebene Macht Gefüge zwischen einer Domina und ihrem Gast, habe ich soweit entschärft, dass ich glaube, ohne Trigger Warnung auszukommen. Dieses Milieu ist auch Ermittlungsumfeld meiner Protagonisten. Der zukünftige Klappentext wird darauf hinweisen. Wer das nicht lesen will, braucht das Buch auch nicht zu kaufen. Wie denkt ihr darüber? Trigger Warnung Ja/Nein? Hinweis: In diese Richtung wird es weiteren Verlauf nicht „schärfer“ als im Prolog.
  3. Recherche: Dazu habe ich für 250 € eine Stunde Quatschen bei einer echten Domina gebucht. By the Way, daraus wurden drei Stunden, eine Menge Spaß und am Schluss hat sie mir die 250 € zurück gegeben. Voraussetzung: Erwähnung in der Danksagung und ein handsigniertes Exemplar vom fertigen Buch.
  4. Ziel und Hintergrund des Prologs: Die Domina und ihr Gast werden in Kapitel zwei ermordet in einem Hotelzimmer am Tegernsee aufgefunden … das habt ihr schon geahnt, oder?
    Ziel ist es den Leser zu catchen. Ist mir das gelungen? Bitte eure Meinungen!
    Dem Prolog folgt Kapitel eins/Szene eins: die Einführung der Protagonistin. Sie bekommt ihren „Rucksack“ mit auf den Weg, der als Grundlage der weiteren Figurenentwicklung dienen soll. In dieser Szene sind zwei kleine Saatkörner versteckt, aus denen später zwei Nebenstränge keimen … wisst ihr schon welche? Zu durchsichtig?
    So liebe Community, jetzt befeuert mich aus allen Rohren mit Eurer Kritik! Vorab schonmal herzlichen Dank hierfür!
    Liebe Grüße, Heidi
    Leseprobe_Papyrus_Community.pdf (278,3 KB)
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Ich habe mir den Text gerade auf meinen Reader geschoben, ich lese ihn nachher und antworte Dir dann heute Abend.

Bin gespannt.

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Hab wieder neue :heart:

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Hallo Heidi, vielen Dank fürs Teilen deiner Leseprobe. Erstmal ganz allgemein: Ich finde deinen Schreibstil total gut. Er erzeugt sofort Bilder in meinem Kopf und beschreibt die Szene so unbehaglich, dass sie sofort glaubhaft wirkt.
Zu deinen Punkten:
1: Darüber streiten sich wohl die Geister. Ich persönlich mag Prologe/Epiloge und setze sie auch ein. Sie müssen natürlich eine Funktion erfüllen und das ist in deinem Fall ja gegeben.
2: Eine Triggerwarnung finde ich in diesem Fall dann überflüssig.
3: Das klingt wirklich spannend!
4: Mich hast du auf jeden Fall gecatcht. Ich bekomme durch die Leseprobe Lust auf dein Buch und würde es lesen wollen.

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Die Leseprobe gefällt mir sehr gut und macht neugierig auf mehr. Vielen Dank dafür.

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Generell bin ich Prologen nicht abgeneigt, sofern sie einen bestimmten, nicht anders zu erzielenden, Zweck dienen. Sie sind (für mich) wie der Käse oder der Speck in der Mausefalle. Sie locken Leser unwiderstehlich an und die „Erstes-Kapitel-Falle“ schnappt zu. Nun gilt es, mit diesem ersten Kapitel den Leser auch dauerhaft zu fesseln (sehr passend in diesem Fall).

Diesem Prolog fehlt mir jedoch der Faktor Neugier (vllt. weil ich eine Frau bin?) oder ein vorweggenommener, kleiner Spannungshöhepunkt. Die Stoffart des Kimonos interessiert mich bspw. als Leser hier ebenso wenig wie andere zu ausführliche Details, weil sie keine Aussagekraft besitzen. Bei der Betrachtung des Klingelschildes dachte ich, der Typ wäre das erste Mal dort, was sich aber im weiteren Verlauf als falsch erwies.

Ich fand die Reaktion auf die Tatsache, dass seine Domina vertreten wurde, zu ‚unbeteiligt‘. Ist nicht gerade dieses Verhältnis einem Kunden besonders wichtig? Wie stoisch er auch auf den von ihr gewünschten anschließenden Blümchensex reagierte, hat mich irritiert. Vielleicht in Ermangelung besseren Wissens. Eine Triggerwarnung ist absolut unnötig – das ist Leben! Aber heute warnt man ja schon, wenn ein Schnitzel gegessen oder Kuhmilch getrunken wird. :face_with_hand_over_mouth: (Ich kann Triggerwarnungen nicht ausstehen, denn Leser sind intelligent genug schon beim Klappentext für sie mögliche schwierige Themen zu filtern. Man kann unmöglich sämtliche in Frage kommenden sensiblen Minengebiete abstecken. Wer Thriller liest, weiß, dass darin keine Hobbits, Pumuckel oder Karlsson vom Dach vorkommen.)

Einen Höhepunkt gab es also nur für die beiden Protagonisten – leider noch nicht für den Leser.

Vielleicht ist das erste Kapitel auch noch nicht fertig, aber auch hier gab es für mich schon viele Informationen, die später, nach und nach an dramatischen Stellen eingeflochten (das Motiv zur Berufswahl), eine größere Wirkung entfalten könnten. Übrigens wurde aus Moni kurz Heidi (oh, oh). Ich bin eine disziplinierte Leserin und hätte auf jeden Fall weitergelesen, aber es gibt andere, die nach Prolog und erstem Kapitel (sofern es das ganze war) kein Interesse mehr hätten. Das wäre schade, denn deinen Schreibstil finde ich insgesamt sehr angenehm.

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Danke!

Auch vielen Dank!

Das ist toll! Super nett.

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Ich habs gerade gelesen, hat schon Vorteile, wenn der Büro PC ein Update einspielen mag.

Zu deinen Fragen:

  1. Habe ich auch versucht, in gleicher Form, wie Du es gemacht hast. Leider ist es von allen Testlesern zerrissen worden, weil es so überhaupt nicht zu dem dann folgenden Text passte. Verstehen tut das der Leser erst im Verlauf der Geschichte. Ich habe den Prolog dann in den Haupttext an passender Stelle eingearbeitet.
  2. Der Prolog braucht keine Triggerwarnung. Wenn es nicht mehr wird, dann lass es laufen. Da kommt im TV manchmal schon mehr. Rotlicht und Krimis gibt es jede Menge, wie hebst Du deinen Plott von den anderen ab?
  3. Witziger Weise habe ich eine ähnliche Recherche, ja wirklich nur Recherche, gemacht. Es sollte realer im Buch klingen und für die echte Erfahrungen das zu erleben, was meinen Protagonisten passiert, bin ich zu Weichei. Ich habe meine Euros nicht zurückbekommen. :disappointed_relieved:
    Gelohnt hat es sich allemal, weil ich mir vieles vollkommen falsch vorgestellt hatte.
  4. Hatte ich nicht geahnt, bin aber auch kein Krimityp. Ich mag Columbo, da weiß der Zuschauer ja wer der Mörder ist und fragt sich nur: Wie wird der Täter überführt. Bei mir hätte der Prolog das Gegenteil bewirkt: Ich habe es nur für Dich weitergelesen, beim Kauf wäre das Buch nicht über die Leseprobe hinausgekommen. Dabei mag ich solches Setting, in meinen Texten geht es auch mal schmerzlich zu.

So richtig hilfreich bin ich Dir da wohl nicht, oder?

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Graviert in eine polierte Messingplatte, verriet der geschwungene Schriftzug nichts darüber, was genau sich hinter dem süßen Geheimnis verbarg. Er drückte den Klingelknopf. Sofort vernahm er das Kribbeln in seiner Magengegend. Wie durch einen hochprozentigen Cocktail aus Angst und Neugierde, der seine Wirkung zur vollen Entfaltung brachte, als das nahende Klackern hoher Absätze ankündigte, dass sie ihn gleich in Empfang nahm.

Leider hast du mich mit der Leseprobe abgeschreckt. Das erste Komma ist falsch. Im zweiten Satz fänden ich und andere Stilberater im Magen viel schöner als in seiner Magengegend. Und der dritte Satz ist kein echter Satz, es fehlen für mich Subjekt und Prädikat. Ich lese gerne Krimis, aber hier hast du mich nach drei Sätzen verloren. Klar, dein Lektorat kommt erst noch, versteh ich. Trotzdem reichen Stil und Inhalt nicht, um mich umzustimmen. Wenn du so willst, dann habe ich mit den Füßen abgestimmt.
Gerade im ersten Satz, im ersten Absatz, auf der ersten Seite dürfen solche Dinge nicht passieren. Natürlich sind Fehler nie schön, aber am Anfang sind sie tödlich. Leser sind keine wohlwollenden Geschöpfe, sie haben nur ihr eigenes Wohl im Kopf. Die wenigen Leser, die es noch gibt, verzeihen dir eine Handvoll Fehler im Manuskript, aber keine Handvoll in jedem Kapitel. Kann man auf AMAZON gerne nachlesen. Schlechte Kritiken sind voll von Beschwerden über mangelnde Grammatik und Rechtschreibung.

Jede Kurve ihres Körpers war Teil einer Anziehungskraft, die ihn sofort, wie der Sog eines Strudels erfasste.

Du verschachtelst gerne, kann man so machen, ist aber seit Mann und Konsorten etwas aus der Mode. Zumindest in Belletristik und Krimi. Sie sind auch ein beständiger Quell von Fehlern, also davon gerne weniger. Nach Strudels muss auch eins hin. Besser wäre es, das sofort zu streichen, dann brauchst du das Komma nicht und der Satz erfährt keine unschöne Unterbrechung.

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Zuerst auch Danke liebe Hether,

Danke, gerade Sichtweisen aus unserer fraulichen Perspektive sind mir wichtig! Weil ich sie bei der Zielgruppe in der Mehrzahl sehe.
Als Spannungselement/Höhepunkt war der Schluss gedacht, quasi eine Art Cliffhanger, nimmt er das Angebot an, oder nicht. Aber du hast absolut Recht! Der Prolog ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, in der der Spannungsbogen zu flach bleibt. Daran werde ich noch feilen.

Ja, verstehe ich. Seine Aufregung bezieht sich auch eher als erregt Vorfreude auf die Befriedigung seiner sexuellen Begierden. Da sollte ich versuchen noch männlicher zu beschreiben und vor allem meine Scheu ablegen, die Dinge beim Namen zu nennen.

Dito, da sind wir gleicher Meinung!

Ja, ich habe für die Leseprobe nur die erste Szene von insgesamt dreien verwendet.
Das Motiv zur Berufswahl wird in der Tat noch zum Thema…
Tatsächlich wollte ich ursprünglich unter einem Pseudonym veröffentlichen und dafür wenigstens der Protagonisten meinen Vornamen geben … Inzwischen habe ich mich aber dazu entschlossen, mit Klarnamen zu dem zu stehen, was ich schreibe… jetzt wäre es aber doof, wenn Protagonistin und Autorin den gleichen Namen haben.
Und Danke nochmal für deine Tipps!

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Danke liebes Klonschaf,
entsprechende Korrekturen erfolgen natürlich, sobald der Gesamtentwurf steht.

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Danke!!!
Punkt 1.) Ja, genau deshalb steht das Thema Prolog noch zu meiner inneren Debatte…
Punkt 2.) Klar, Setting und Thema klingt nach MeTo. Dennoch glaube ich Alleinstellungsmerkmal bieten zu können, die ich aber vor Veröffentlichen nicht preisgebe.
Punkt 3.) Ja, das Meeting mit der Domina war ein Heidenspaß. Wir haben beide viel gelacht. Mir ging es primär um die Atmosphäre der Räumlichkeiten, wobei ich da mein persönliches Empfinden nicht im Buch 1:1 einfließen lasse. Mich hat es einfach nur geekelt. Aus selben Grund verzichte ich auf detailliertere Beschreibungen des ganzen Equipments, soweit für die Handlung nicht von Belang. Jedenfalls hat sie aus ihrem Nähkästchen vieles offenbart, was ich als wertvolles Hintergrundwissen werte, ab ebenfalls nicht direkt abbilden werde. Rein menschlich und intellektuell
hat sie mir so ziemlich alle Vorurteile genommen, mit denen ich bei ihr aufgekreuzt bin.

Zu guter Letzt, Columbo? Ich mag nur sein Auto und den Hund.
Und doch, natürlich ist deine Einschätzung hilfreich für mich!

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Interessant. Was hat dich gestört?

Vielleicht hilft mir das bei der Fortsetzung der Abenteuer meiner Miriam, meine Protagonistin aus der dunklen Ecke.

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Es ist ja nicht wirklich ein Cliffhanger, denn der Satz suggeriert die Annahme des Angebots:
„Diese Frau verkörperte genau das, was er sich darunter vorstellte. Wie solle (sic) er da widerstehen?“

Ein Schlusssatz ähnlich wie ‚Er hätte ablehnen sollen.‘ (nur ein Beispiel) würde u.U. die Aufmerksamkeit steigern und unterschwellige Spannung erzeugen. Zudem ist der Prolog so deutlich abgeschlossen.

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Primär die Gerüche… und mein eigenes Kopfkino… ich hab natürlich nachgefragt und die Erklärungen haben mein Kopfkino noch übertroffen… das Klischeehafte Andreaskreuz, ok. Aber …
Du hast‘s ja vermutlich selbst vieles erklärt bekommen, was du (hoffentlich) so genau nicht wissen wolltest.
Okay, selbst schuld, hab mir das Setting so eingebildet. Aber da gäbe es Details, die Braucht mein Story jedenfalls nicht.

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Mein Urgedanke :slight_smile: zwickte sich aber dann mit der Perspektive.
Woher hätte „er“ als Erzähler zu diesem Zeitpunkt wissen sollen, das es besser gewesen wäre, abzulehnen?

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Ich habe es als auktoriale, nicht personale Sicht verstanden. Denn wenn ‚er‘ in Kapitel zwei schon über die Klinge springt, ist´s ohnehin vorbei mit seiner Perspektive. Zudem hielte ich einen Prolog auch für so selbstständig, dass er eine eigene, eine andere Sicht haben dürfte.

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Bravo! Sehr empathisch geschrieben, obwohl der Prolog jetzt nicht wirkich wirklich thrillt, was aber auch nicht sein muss. Im ersten Kapitel hingegen merkt man dann schon die dunklen Wolken, die sich über Moni/Heidi zusammenbrauen, und - ehrlich - ich bin schon sehr neugierig, was mit der Frau Kommissarin abgeht, wenn ihre Vergangenheit, der Konkurrent in ihrem Job und der heikle Fall aufeinanderprallen. Als Leser hast du mich auf jeden Fall.
Triggerwarnung: nein, ist hier nicht notwendig. Prolog & Epilog: ja klar, warum nicht!

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