Kleine Angewohnheiten und Eigenheiten

Heyo. Ich wollte nur mal Frageb was für süße oder liebenswerte Angewohnheiten oder Eigenheiten eure Charaktere haben.
Beispiel:
Die Mentorin meiner Protagonistin liebt Süßigkeiten. Sie kann 5 Muffins in 5 Minuten verschlingen und liebt alles Süße.

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Ha, das ist eine nette Frage, die beantworte ich gerne.
Gabi nennt ihr kleinen Zwillingsschwestern, „Monster“, die Jungs sprechen Gabi mit „Königin“ an (wenn sie gut aufgelegt sind) und Kelemen mit „moya devushka“. Karin bindet sich einen Zopf, sobald sie eine Zigarette im Mundwinkel hat und Wotawa versinkt in antiquarischen Büchern.

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Meine Protagonistin liebt ihre Katzen heiß und innig. Das ist für mich ziemlich schwierig, denn ich mag Katzen nicht besonders und kenne mich damit so gar nicht aus. :scream_cat:

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Corinna! Reiß dich zusammen. Frieda und Camilla lesen hier immer mit.

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:scream_cat:

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Es gibt einfach so Menschen, die gehören geteert und gefedert.

/s

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… mit Singvogelfedern? :smirk_cat:

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In meinem Fantasybuch Schwertsünde mag die Protagonistin Edelsteine und alles was glänzt und wertvoll aussieht. Sie ist zwar eine liebenswürdige kleine Dame, aber auch eine Diebin. Sie wird damit auch mal in eine Falle gelockt.

Jetzt hast du mich aber zum Nachdenken gebracht. Was macht einen Protagonisten besonders liebenswert?

Hmm. In Purpurlilie (japanisch historische Fiktion) gibt es eine Szene, wo die Protagonistin einem örtlichen Schmied zuhört, der allerlei Kinder um sich sammelt, weil er immer so tolle Geschichten erzählt. Hier ist es sozusagen der Nebencharakter, der liebenswerte Züge hat.

In Naavorth (Soft Dark Fantasy) ist es vielleicht liebenswert zu beobachten, dass die Protagonistin am Anfang einfach schlecht in allem ist. Es ist ein bisschen das Thema, worum es in diesem Buch auch geht. Ihre Entwicklung in einem nomadischen Stamm, bei dem sie weder gut Jagen, Kochen, Nähen kann, was ihr auch gerne unter die Nase gerieben wird :wink:

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Ich habe mal vor Ewigkeiten einen Anime gesehen, der „supernatural detective neuro“ hieß. Hier verspricht ein gelangweilter Dämon, der gerne Rätsel löst, den Mordfall an dem Vater eines Schuldmädchens zu lösen. Um der Aufgabe näher zu kommen, zwingt er sie eine „Schul-Detektei zu gründen“ und Mordfälle zu lösen.

So abwägig, so gut.
Witzig war. Sie war schmerzhaft naiv dargestellt (japanischer anime halt) aber, der charakterzug, dass sie alles Süße „liebte“ und dafür auch mal wichtige Termine versäumte, weil sie verträumt ein Schokoküchlein aß, hat den Character total sympatisch gemacht.

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So sonderlich viele „süße“ Angewohnheiten konnte ich jetzt nach langem Überlegen bei meinen Charakteren nicht finden :see_no_evil: aber ich versuche, jedem durch ein paar kleinere Eigenheiten etwas Menschliches zu geben

  • Yordan, ein alter und brutaler Haudegen, der zu viel gesehen hat, kümmert sich liebevoll um seine beiden Hunde Biss und Schleicher
  • die junge Daria nennt jeden ihrer Lover Dummerchen
  • der Inquisitor teilt das Bett mit seiner Magd, kümmert sich aber auch um einige Annehmlichkeiten für sie und unterhält sich mit ihr auch über alltägliche Sachen, wie etwa um das Essen
  • Hans, sprachloser Hüne und Folterknecht kümmert sich nach getaner „Arbeit“ um die Spuren, die er an seinen Opfern hinterlassen hat, weil am Ende ist auch er nicht mehr als ein Werkzeug, dem man sich bedient
  • Und, und, und …

Aber es ist ein guter Denkanstoß, da und dort noch die ein oder andere Kleinigkeit einzustreuen.

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Meine Protagonistin und deren große Schwester haben eine Vorliebe für asiatische Instantnudeln. Je bunter die Verpackung, desto besser. :ramen:

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Der Hofmagier von König Karl, der Magus Ferdinandus Magnus ist ehemaliger Seefahrer. Er flucht wie ein solcher, hat ein Drachen-Tatoo, das sich am Körper frei bewegt und badet abends seine Füße in einer Kupferwanne. Er verteilt unsichtbare Ohrfeigen an seinen Schüler und betrachtet Magie wie eine uralte Marionette, deren Fäden er spielt, die sich aber garstig und schreiend wehrt.
Er residiert auf Reisen in einem morgenländischen Zelt, sehr zum Mißfallen des carolus rex. Innerhalb des Heeres führt er ein respektvolle Hass-Liebe zu dem Heerführer Graf von Gryffenschriek, der sich, wenn er sich zu sehr aufregt in einen Greifen verwandelt.

Das ganze Carolus rex Universum ist so konzipiert. Allerdings ein Konzept, das wohl nie den Weg in einen Roman finden wird, da ich Fantasy nicht besonders gut schreiben kann.

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Der Polizist grübelt immer wieder, wie bestimmte Blumen heißen (Cannabis erkennt er immerhin) und dass er sich darüber mal ein bisschen mehr informieren sollte. Macht er aber nie.
Der Pilot hat Höhenangst und betritt seinen Balkon deswegen nicht. Dass er am Ende auf einen Tisch steigt, um zu singen, ist die Grand Gesture.
Der böse Zauberer langweilt sich in seiner gefühlten Überlegenheit so sehr, dass er gute Taten begeht.

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Spannend! Meine Protagonistin isst zu allem und jedem Schlagsahne. Und sie pfeift auf gefährliche Situationen. Was sich im Ernstfall nicht auszahlt. Macht es nächstes Mal wieder.

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Herrlich, der Pilot mit Höhenangst! Find’ ich super. Immerhin sieht man aus dem Cockpit meist nach vorn und nicht nach unten.

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Ich habe in meinen bisherigen Romanen ein paar maßgebliche Protas:

Rick Epple
in den Sechzigern, vergesslich, manchmal recht tolpatschig, sieht mit seinen schulterlangen, schneeweißen Haaren aus wie eine ältere Version des jüngeren Mike Francis Rossi (Status Quo). Rick fährt eine Corvette C3, ist begeisterter Fotograf, er wandert für sein Leben gern. Aluhutfetischist, ist für jede noch so absonderliche (Verschwörungs)-Theorie zu begeistern. Mag schwäbische Kost (am liebsten Rostbraten), dunkles Weizenbier und hin und wieder einen guten Roten.
Annabelle Epple
Ein Jahr jünger als Rick und dessen Angetraute seit über vierzig Jahren, äußerst scharfsinnig, rhetorisch außergewöhnlich begabt, sie lässt Rick auf liebevolle Art in Diskussionen auflaufen. Wenn sie ihn in einer Unterhaltung nur „Epple“ nennt, schmelzen Ricks Argumente in sich zusammen wie Butter in der Sonne. Die Anrede „mein lieber Epple“ siganlisiert ihm, das er jetzt am besten nichts mehr sagen sollte. Aus Ricks Sicht nimmt Annabelle seltsame Speisen zu sich, giftgrüne Smoothies, süß-saures „Glumpp“ aus dem Reich der Mitte. Stellt begeistert immer neue Arten Eistee her.
Ernst Staudinger
Siebzig Jahre alt. Pensionierter Kriminaloberrat. Mimt den vertrottelten Ruheständler. Beobachtet sein Gegenüber und dessen Äußerungen dennoch scharf. Ihm ein alkoholfreies Bier anzubieten betrachtet er als persönliche Beleidigung. Seine Stimme ist unverwechselbar, sie knarzt wie eine alte Säge in einem Stück Metall.
Klemens Maier
Pensionierter Kriminalhauptkommissar. Träge. Weiß nichts mit seiner freien Zeit anzufangen. Ist manchmal schwer von Begriff. Sein Hobby beschränkt sich auf Ausfahrten mit seinem Jaguar XF-RS.
Andrea Wissler
Seit meinem dritten Roman die Lebensgefährtin Maiers. Ähnliche Eigenschaften wie Annabelle. Scharfsinnig, technisch begabt. Sie kann irgendeine beliebige, mechanische Apparatur ansehen und aus dem Stehgreif beschreiben, wie diese funktionieren könnte. Andrea liebt Geheimnisse über alles, man kann sie problemlos von den absurdesten Theorien überzeugen.

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Was für ein illustre Runde. Ich fühle mich sehr angesprochen.

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Witzige Idee für einen Thread. Gefällt mir.

-Sarah ist abergläubisch. Natürlich würde sie das nie zugeben, aber alles, was mit Wahrsagerei zu tun hat, ist ihr sehr unheimlich.

-Einer meiner Charaktere ist Choleriker, immer wenn er sich aufregt, läuft er hochrot an, kurz bevor er sich wieder abregt.

-Ein Nebencharakter ist Feminist und Gewerkschafter, ständig legt er sich deshalb mit den Gentlemen aus seinem Herrenclub an und hält glühende Reden (diese Geschichte spielt 1886).

-Jacob kann nicht stillsitzen. Er ist ungeduldig und immer in Bewegung, er wippt mit dem Fuß, trommelt mit den Fingern, oder steht auf und läuft herum.

-Einer meiner jungen Protas flirtet vorzugsweise mit deutlich älteren Damen, wenn er gute Laune hat. Er findet es niedlich, wenn die Omis dann stolz sind und lustig, wenn sie ärgerlich werden, weil sie sich veräppelt vorkommen.

-Sarahs Bruder kann nicht mit Geld umgehen. Ständig gibt er es für irgendeinen Rotz aus.

-Inez kann sich keine Zahlen und keine Daten merken. Prinzipiell nicht.

Edit: Ooooohhhh. Die Eigenschaften sollten liebenswert sein. Voll am Thema vorbei. Ich lass das jetzt trotzdem stehen.

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Dennis Sardowski hat für alle Probleme eine Standardlösung:

Machen Sie sich keine Gedanken.
Mach dir keine Gedanken.
Macht euch keine Gedanken.

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Einer meiner protas Furz.
Druck man ihn herzlich furzte er und gibt dem anderen die Schuld. Aber von Herzen gut ist er trotzdem

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