Klappentext-Idee

Hallo in die Runde.

Ich habe meinen neuen Klappentext im Visier und würde Euch gern bitten, den ersten Versuch anzuschauen:

  1. Welches Genre würdet Ihr dem Text zuordnen?
  2. Wie ansprechend findet Ihr den Text?
  3. Findet Ihr ihn spannend?
  4. Verleitet der Text zum „Will ich lesen?“
  5. Was könnte Euch sonst noch pos./verbesserungswürdig auffallen?

Hier also der Text.

Jeder kennt Switchtown als einen Ort, in dem das Wort „Kriminalität“ fast schon ein Fremdwort ist, bis junge Mädchen spurlos verschwinden.
Hat es mit dem zwielichtigen Anderson zu tun, der nach dem mysteriösen Autounfall des alten Bürgermeisters an die Macht kam?
Officer James Shower hat Anderson schon lange im Visier seiner Ermittlungen. Doch der Officer kämpft mit seiner jungen Kollegin Amely auf verlorenem Posten, bis James undurchsichtige Hilfe bekommt.
Als Amely Opfer eines brutalen Überfalls wird, ebenfalls spurlos verschwindet und James wegen Mordes gejagt wird, riskiert er alles…

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Hi, zunächst eine Frage. Was ist ein undurchsichtige Hilfe?

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Genau das sollten sich die Leser auch fragen.
Ich weiß, das Wort *undurchsichtig *stört, weil es eben so ??? ist. Aber genau das soll es ja ausdrücken. Warum dort nur dieses Wort passt, kommt in der Handlung heraus…

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In Switchtown verschwinden junge Mädchen. Officer Shower hat Anderson, einen … (hier würde ich etwas einfügen, das ihn besser charakterisiert als zwielichtig; hat er einen Beruf? Ist er obdachlos? Irgenwas Neutrales.) im Verdacht. (Den Bürgermeister kann ich hier nicht einordnen, dafür ist mir das zu schwammig.)
Woher weiß man, dass Amely Opfer eines Überfalls wurde, wenn sie verschwindet und nichts darüber sagen kann, wie es dazu gekommen ist? Würde Shower aus seiner Sicht nicht einfach nur merken, dass sie weg ist? Und wird er wegen Mordes an Amely gejagt? Aber sie ist doch verschwunden? Dann gibt es doch gar keine Leiche, oder? Wie kann man ihm dann einen Mord anhängen?

So richtig klar ist mir die Sache noch nicht …

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Aber um das herauszufinden, müsste man so neugierig sein, um den Roman auch zu kaufen und zu lesen. Mir ist der Klappentext noch zu verwirrend. Ich würde eher eine deutlichere Sprache sprechen, um Menschen vom Kauf zu überzeugen.

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Also mich stört es irgendwie.
Abgesehen davon spricht mich dein Text (noch) nicht sonderlich an.
Ein verschlafener Ort, in dem plötzlich nichts mehr ist wie es mal war, ein zwielichtiger Typ, einer, der mich an Dr. Kimbel erinnert … Alles nichts Neues.

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verliert TJung1968 das Interesse, weil ihm das doch schon ein zu großer Spoiler ist.

(Ja, ich weiß, ist nicht unbedingt ungewöhnlich, aber da rege ich mich ja auch jedes Mal drüber auf…)

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Nichts für ungut, ich springe nicht auf den Text an. Zu wirr, zu viele Namen. Mir fehlt der rote Faden …
Ok, da ist ein beschaulicher Ort. Der dann seine Unschuld verliert, weil (mehrere?) junge Mädchen verschwinden.
Ein Ermittler wird beauftragt, steht im dunklen, erhält zwielichtige Unterstützung.
Nun noch ein, zwei Sätze über die Verdächtigen …

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Recht unwahrscheinlich, dass ein *Police Officer *in den USA in einem Serienmord ermittelt ( dt. Äquivalent ist der Wachtmeister / der Schutzmann). Ich würde James Shower zum Detective machen … oder zum Sheriff, falls das Örtchen etwas abgelegen liegt.

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Da geht noch was, @RunaMania.
Der Fall darf undurchsichtig sein, die Story nicht. Im Grunde hast du sie schon recht gut skizziert, versuchst aber gleichzeitig, alles Erahnbare zu vernebeln. Der Klappentext ist ein wichtiger Köder für deine Leserschaft. Gib ruhig Butter bei die Fische und fokussier dich mehr auf den/oder einen Konflikt: Eigensinniger Ordnungshüter verbeißt sich in einen dämonischen Täter und bringt damit seine Kollegin in Lebensgefahr. Du kennst deine Geschichte und findest sicher einen passenderen Aufhänger dafür.

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1. Welches Genre würdet Ihr dem Text zuordnen? *
Krimi oder Thriller. Und das ist dann auch schon mein erster Nicht-Kauf-Grund. Ich will vor dem Kauf das Genre kennen und wissen, ob ich mich auf gepflegtes Rätselraten oder auf Schocker und blutige “brutale Überfälle” gefasst machen muss.

2. Wie ansprechend findet Ihr den Text?*
Ich bin jetzt mal ganz böse und fies und gemein und schreibe es hier hin, dass ich dabei an Loriots “Was bisher geschah” dachte. Nur ohne die englischen Zungenbrecher. Zitat Loriot: “Zunächst eine kurze Übersicht über den Handlungsablauf der bisher gesendeten sieben Folgen.” Für mich sind im Klappentext zu viele verschiedene Personen und es ist schon zu viel von der Handlung erwähnt. *
3. Findet Ihr ihn spannend?*
Die Spannung wird durch zu viel Information, schon fast im Telegrammstil, für mich eher zerstört als aufgebaut.*
4. Verleitet der Text zum „Will ich lesen?“*
Hm, wenn ich den letzten Satz gelesen habe, denke ich, dass ich nun schon so viel von der Handlung weiß, dass ich das Buch jetzt gar nicht mehr zu lesen brauche.*
5. Was könnte Euch sonst noch pos./verbesserungswürdig auffallen?*
Nimm mich in die Stimmung und Atmosphäre hinein, die ich im Buch erwarten kann.
Vielleicht so in der Art:
Im idyllischen Switchtown mussten der behäbige Officer James Shower und seine unerfahrene junge Kollegin Amely bisher nur Falschparker ermahnen und Streitigkeiten unter Nachbarn schlichten. Doch dann erschüttern brutale Überfälle die Dorfgemeinschaft. Als auch Amely zum Opfer wird, muss James alles riskieren…

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Ich finds gar nicht so schlecht, es sollen ja wenige Sätze sein, die die Story nur grob umreißen.
Ob der Held jetzt zweimal geschieden ist oder ihm ständig die Nase blutet, tut hier nichts zur Sache, wenn es für die Story nicht relevant ist.
Aber Regeln, völlig überschätzt. Nach Lehrbuch (HA!) würde das dann ungefähr so aussehen:
“Mann trifft Frau, Mann verliebt sich, Frau nicht.”
Reicht das? Ich glaube nicht, was hier u. a. fehlt, sind Reizworte.
Klappentext liest sich bei Dir wie Krimi/Thriller; der Zusatz

ändert das natürlich. Ist es vielleicht eher ein Fantasy? Oder eine Art Crossover? Wie ich schon einmal schrieb, man muss es vielleicht nicht einordnen können.
Die Frage ist, was will der geneigte Leser? Sollten Tomaten drin sein, wenn Tomaten draufsteht? Ich habe gerade ein Buch zur Hand, dass ich für ein Roadmovie gehalten habe. Es ist jedoch eher ein moderner Liebesroman. Ich lese es totzdem, aber Fakt ist, einen Liebesroman hätte ich nicht gekauft. Bei meinen Roman steht unter dem Titel immer “Ein Kriminalroman”. Ob das so sein muss - keine Ahnung, ich spreche nur von mir. Vielleicht öffnet mir die Liebesstory ja meine Augen für Anderes? Glaube ich jedoch eher nicht. Als wichtig empfinde ich, dass der Klappentext in der gleichen “Schreibe” verfasst wird, in der der ganze Roman geschrieben ist. Eine blosse, technische Angabe reicht meines Erachtens nicht, der potentielle Leser soll gleich mitbekommen, wie der Duktus von Allem so anmutet. Wenn ich eine Satire schreibe, und der Klappentext ergießt sich in einer schiffszwiebacktrockenen Beschreibung, passt das nicht.

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1. Welches Genre würdet Ihr dem Text zuordnen?
[INDENT]Krimi/Thriller, ggf. Horror. Die Begründung für Krimi ist offensichtlich, aber vielleicht Horror nicht: Das hängt zum einen an den verwendeten Adjektiven (spurlos, zwielichtig, mysteriös, undurchsichtig), zum Anderen an dem Namen der jungen Kollegin Amely, der ein Anagramm für Lamye = Lamia, der griechischen Variante des Vampirs ist (Ja, ich weiß, etwas gaga, aber nach „Angel Heart“ damals, wo ich auf „Louis Cyphre“ voll reingefallen bin, habe ich mir geschworen, dass mir das nie wieder passiert und klopfe Figurennamen automatisch in alle Richtungen ab). Auch die Opfergruppe - junge Mädchen - könnte dazu passen, denn sämtliche Vertreter der Hölle scheinen immer nur an solchen interessiert zu sein. Als mittelalter Herr mit einem Onepack scheint man vor teuflischen Versuchungen relativ sicher zu sein.
[/INDENT]
2. Wie ansprechend findet Ihr den Text?
[INDENT]Wenig bis gar nicht. Er wirkt krude zusammengestellt, als hätte man einfach immer den siebten Satz jedes Kapitels herausgepickt und zusammengestellt, bspw. Übergang vom ersten zum zweiten Satz. Was haben die verschwundenen Mädchen mit dem Unfall des Bürgermeisters zu tun? Und wenn der Bürgermeister um die Ecke gebracht wurde, scheint es ja doch Kriminalität in der Stadt zu geben, was gegen die Aussage im ersten Satz spricht.
Die verwendeten Adjektive bleuen dem Leser mit Gewalt ein, was er denken soll (zwielichtiger Kerl, mysteriöser Autounfall = Hinweis für Doofe: Der Unfall war nicht koscher) bzw. wirken gezwungen geheimnisvoll. Ein anderer Punkt ist die fehlende Eindeutigkeit bei Aussagen:
*Officer James Shower hat Anderson schon lange im Visier seiner Ermittlungen (Nebelkerze Stufe 1: Warum und weswegen ermittelt er?). Doch der Officer kämpft mit seiner jungen Kollegin Amely auf verlorenem Posten (Nebelkerze Stufe 2: In welcher Form? Blockieren übergeordnete Behörden? Verschwinden Beweise? Verbietet es Mutti?), bis James undurchsichtige ***(Nebelkerze Stufe 3) **Hilfe bekommt.
Das in nur zwei Sätzen hintereinander, summiert sich zu einem „Nebel des Grauens“ für den Leser. Da und dort mal 'ne Andeutung ist ok, aber das ist mir zu konzentriert und gewollt. Davon ab: Die Figuren dürfen vermuten, glauben, annehmen, falsch verstehen usw., aber Aussagen und Wertungen des Autors im Buch sind die Wahrheit. Er darf die Leser gern geschickt zu falschen Schlüssen verleiten, die sie selbst ziehen, aber m. E. weder lügen noch sich als „El Nebuloso“ gerieren.
[/INDENT]
3. Findet Ihr ihn spannend?
[INDENT]Eher verwirrend, siehe oben.
[/INDENT]
4. Verleitet der Text zum „Will ich lesen?“
[INDENT]Nein, weil das Teufelchen auf meiner linken Schulter mir zuflüstert: „Wenn der Klappentext schon so aussieht, was wird das erst im Roman?“
Klappentext=Visitenkarte, nur eine Chance für einen ersten Eindruck, yadda, yadda, ich denke, du verstehst, was ich hier sagen will.
[/INDENT]
5. Was könnte Euch sonst noch pos./verbesserungswürdig auffallen?
[INDENT]Ich würde ggf. die Namen noch einmal überdenken. „Switchtown“, Wechselstadt bzw. „Switch“ als Ausdruck für jemanden, der im Bereich BDSM sowohl die dominante als auch submissive Rolle einnimmt - weiß nicht, ob du diese Assoziationen hervorrufen willst. Und Officer James Shower, also Wachtmeister Jakob Dusche - na, ansprechend ist anders.
[/INDENT]
Zusammengefasst: Das war nichts, da musst du nochmal ran, aber ich denke, das schaffst du auch.
[INDENT][/INDENT]

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Du könntest da eine Marktnische entdeckt haben… :rofl:

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@RalfG , im Großen und Ganzen kann ich deiner Kritik zustimmen, allerdings:

Hier bist du m.E. ein bisschen zu streng. Ob der Klappentext-Leser unter all den möglichen Bedeutungen des Wortes »switch« ausgerechnet an diese denkt, halte ich doch für sehr fraglich. Und selbst, wenn – na ja, in der Realität existieren seltsamere Ortsnamen, bspw. Shitterton in England oder Fucking in Österreich (welches sich kürzlich in Fugging umbenannt hat, weil sie die Witze leid hatten).

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Ha, das denkst du … :smiley:

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Oh ja. Neulich in einem Ort names Poppenhausen zu Abend gegessen.

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Ich habe irgendwie Zweifel, dass es das Thema in den Mainstream schafft. :smiley:

Das mag gut sein. Aber die Kombination von „Switch“ und (golden) Shower ließen meine Gedanken in eine FSK 18-Richtung abdriften.

Bisher war noch kein Herr mit einem Huf Größe 45 oder einem ausgeprägten Gebiss bei mir gewesen. Aber jetzt, wo du es sagst… Letztens habe ich einen jungen Mann mit viel wirrem Haarwuchs gesehen, das könnte ein Werwolf gewesen sein, der mitten in der Verwandlung steckengeblieben ist.

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Erst einmal ein großes Dankeschön an euch alle und für euere vielen Hinweise und Ideen.
Es ist ein Thriller. Ich wollte wissen, ob die Richtung erkennbar ist.
Klappentext soll ja für Autoren das Schwerste am Buch sein, deshalb habe ich euch um Hilfe geben. Danke, noch mal.

Ich gehe mit den vielen Gedanken von euch mal schwanger und schaue, was dabei herauskommt.

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Das ist interessant! Den Film “Angel Heart” hab ich ewig nicht mehr gesehen. Wie hängt “Louis Cyphre” damit zusammen? Das ist meines Wissens eine Metal-Band …

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