Klappentext für eine Kurzgeschichtensammlung

Hi,

am 25. November möchte ich gern meine neue Kurzgeschichtensammlung veröffentlichen. Nun weiß ich überhaupt nicht, was ich als Klappentext schreiben soll. Es geht mir dabei nicht um die Formulierung, sondern darum, was überhaupt auf einer Anthologie stehen könnte, die kein spezifisches Thema, ja noch nicht einmal ein bestimmtes Genre, bedient. Es ist einfach eine Sammlung vieler kleiner Geschichten.

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Vielleicht genau das? Eine Sammlung vieler kleiner Geschichten unterschiedlicher Genre.

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Aber macht das wirklich neugierig? Wirkt das nicht eher wie Fahrstuhlmusik?

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Vielleicht:

Manchmal braucht es nur wenige Seiten, um eine ganze Welt zu betreten. Eine Sammlung für alle, die sich nicht auf ein einziges Genre festlegen möchten. Denn jede Geschichte öffnet eine neue Tür. Und man weiß nie, was dahinter wartet..

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Ja, das wäre vielleicht eine Idee. Danke!

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Irgendeine Gemeinsamkeit lässt sich bestimmt finden! Zumeist ist dieser kleinste gemeinsame Nenner schon der Titel der Anthologie. ‚Blas‘ ihn auf, übertreibe, verwende Reiz- oder Schlüsselwörter – keine Verallgemeinerungen, die auf ’zig andere Anthologien gleichermaßen zutreffen.

So habe ich es mit dem letzten (‘Kurzschlüsse’, auch eine sehr bunte Mischung) versucht, und habe schon eine ähnliche Vorlage für die nächste Ausgabe:

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Nein. Eigentlich nicht. Sie sind alle anders. Abgesehen davon, dass sie von mir sind.

von

hell bis dunkel
laut zu leise
sanft zu brutal
naiv zu genial
langsam oder schnell
einsam bis gruppenzwang

alles dabei.

aus der feder

from the one an only

suse k.

Das ganze alles klein geschrieben und zentriert. suse k. in Bold.

Ich fürchte, das ist nicht dein Stil, mir gefällt es.

Dann schreib doch genau das:

Packend, beängstigend, berührend, schockierend, mitfühlend, ironisch, hinterhältig: XY Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

(Attribute natürlich passend zu deinen Storys auswählen. Statt XY die Anzahl einsetzen.)

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Danke für deinen Input, aber das passt nun wirklich überhaupt nicht zu mir.

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Deshalb ist es ja so genial. Komm aus deiner Komfortzone und rocke das Buch.

Ja, ein Mix aus deinem und aus Bommels Vorschlag ist vermutlich ideal.

Hierum wird es übrigens gehen:

  1. Erfahren Sie, was es mit dem eigenartigen Wort „idealerwohnziweise“ auf sich hat.
  2. Eine wunderschöne gelbe Rose blüht, an einem Regentag, ganz kurz. Trost aus dem Jenseits?
  3. Eine lange Zufahrt, ein großes Haus mit Garten, ein gemütliches Zuhause. Und furchtbare Einsamkeit. Zeit, die Koffer zu packen.
  4. Sind auch Sie genervt von Leuten, die Abkürzungen missbrauchen, um erst recht ausführlich zu werden?
  5. Finden Sie heraus, in welchem Zusammenhang eine private Mail, eine Tafel Schokolade und eine Präsentation auf einem Management-Meeting stehen.
  6. Ist es im Heim besser als in den eigenen 4 Wänden?
  7. Zwei Freunde übertreiben es etwas bei der wöchentlichen Spielrunde.
  8. Ängste, festgeklammert an einem Eimerchen.
  9. Ein legaler Mord ganz ohne Blut.
  10. Eine Immobilie fühlt sich gestört.
  11. Hilfsbereitschaft führt zum nervlichen Zusammenbruch.
  12. Der Chef lehnt einen Urlaubsantrag ab. Nicht ohne Folgen.
  13. Ein Wissenschaftler macht eine bahnbrechende Entdeckung.
  14. Was haben eine Ex-Geliebte, eine Haushaltshilfe und ein Duft gemeinsam?
  15. Ein knapp 100-jähriger Mann fasst einen Entschluss.
  16. Außerirdische verstehen die Sammelleidenschaft der Menschen nicht.
  17. Wie wird es sein, wenn wir nur noch smart leben? Richtig bequem und gut! Oder werden wir uns der Macht der Elektronik beugen müssen?
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Echt jetzt? :joy:

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Klar. Der Wurm soll dem Fisch und nicht dem Angler schmecken.

Ich fürchte, selbst Fische würden entweder die Flucht ergreifen oder diesen Wurm wieder hochwürgen. :worm: Erinnert an die Zeit, wo Werbung noch Reklame hieß.

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Die Zeiten waren noch richtige Zeiten.

Wenn wir verkaufen wollen, dann müssen wir uns abheben.
Muss ja nicht so extrem sein, aber einfach Text schreiben?
Ein “sozialer Medien” Post ist nach fünfzehn Sekunden oder 20 Wörtern vorbei und länger hält die Aufmerksamkeit leider nicht mehr.
Hast du in der Zeit nicht überzeugt, machst du es danach auch nicht.

Ich hoffe ihr merkt das Provokante an meiner Idee? Es soll keine 1:1 Übertragung sein, aber nicht der Leser muss sich anpassen, wir haben uns zu ändern.

Vielleicht könnte ich ja mit Frage 17 einsteigen.

Bei etwa 26.000 - 37.000 Autorinnen und Autoren in Deutschland ist Einzigartigkeit kaum zu erzielen, selbst bei nur einem Werk pro Nase. Aber es sind ja mehrere und dann noch die ganzen Übersetzungen … Nur allzu Abgegriffenes und Standardphrasen sollte man versuchen, zu umschippern.

Ein Klappentext ist auch nicht vergleichbar mit einem Social-Media-Post. Jedes Medium hat eigene Eigenschaften.

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Wie wäre es hiermit? Damit würde ich etwas zum Inhalt sagen und gleichzeitig zeigen, dass die Geschichten vollkommen unterschiedlich sind.

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17 Kurzgeschichten. 17 Überraschungen.

Was hat es mit dem rätselhaften Wort „idealerwohnziweise“ auf sich? Kann eine gelbe Rose tatsächlich eine Botschaft aus dem Jenseits sein? Und was geschieht, wenn ein gemütliches Zuhause plötzlich zur schlimmsten Form der Einsamkeit wird?

Tauchen Sie ein in in meine Welt voller Geschichten.
Mal nachdenklich. Mal böse. Mal zum Schmunzeln. Mal skurril.

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