Ich habe soeben die erste Reihe meines neuen Werkes fertig bekommen.
Glättung, Korrekturhören, feinjustieren, Bilder, Weltkarte…
Knapp 1800 Seiten. 3 Bände. Das alles in 4 Monaten.
Dieses Gefühl… endlich fertig und… ne Mischung aus Juhu! und… schade?
Auf der einen Seite Erleichterung, Freude, Euphorie, aber auch ein klein wenig Trauer?
Ich meine, es ist ja kein Abschied für immer. Aber… naja. Schwer zu beschreiben.
Ja, das kenne ich. Ich schreibe gerade den dritten Band meiner Paladinsöldner Reihe und möchte die Reihe damit abschließen. Aber irgendwie hätte ich Lust auf Band vier, Einfach weil ich Land und Leute mag. aber … Nein, es muss enden.
Aber verrate mir, wie du 1800 Seiten in 4 Monaten schreibst.
Ich halte mich schon für schnell, aber das ist episch.
/Edit/ Ok, das wären etwa 4100 Wörter am Tag. Jeden Tag. Möglich, aber episch
Ja, kenn ich, ging mir bei jedem Buch bisher so. Und wird sicher auch beim nächsten wieder so.
Je nachdem wie schnell man schreiben kann (sowohl körperlich möglich als auch von den Ideen getrieben), kommt das schon hin. Und wenn man mehr Freizeit hat (aus welchem Grund auch immer), kann man mehr schreiben.
Mach ich im nächsten Urlaub auch wieder so. Ich habe fünf Tage rein zum Schreiben. Die Chancen, zwei offene Projekte abzuschließen, stehen da gut.
Haha nein, die Glättung und Korrektur von allem hat 4 Monate gedauert.
Ich hab ja noch nen Vollzeitjob nebenbei.^^
Wobei, wenn ich einen guten Tag habe, schaffe ich schon so um die 20 - 30 Seiten, wenn ich frei habe. Oder an einem Abend so 10 in 5 Stunden.
Kommt halt immer darauf an, wie gut es läuft und ob sich die Story von selbst trägt.
Klar sind dann Schreibfehler drin, aber wie gesagt, Korrektur kommt später.
Das einzige, was ich überhaupt nicht mag, ist dieses Vorgeplänkel.
Danksagungen, Widmungen ect. Ich weiß gar nicht, wem ich alles danken oder widmen soll. So viele Leute kenne ich nicht mal.
Über mich selbst will ich da aber auch nix schreiben. Dazu bin ich nicht interessant genug.
Und Buchrückentexte sind echt schwer.
Mein Herz gehts nun auch besser
Mir fällt Überarbeiten seltsamerweise viel schwerer als Rohschrift schreiben. Ich muss auch immer abwägen „500 Wörter schreiben, oder 2 Seiten sichten“. Das steht irgendwie in keinem Verhältnis.
Ich danke immer meinen Testlesern. Und häufig einem Familienmitglied.
Ich finde das sehr gut. Ich danke denen, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass mein Buch fertig geworden ist und die mich auf dem Weg dorthin tatkräftig unterstützt haben.
Ist es ja auch. Beim Schreiben lässt man es fließen.
Beim Überarbeiten muss man sich konzentrieren und jeden Faden im Kopf haben. Gucken ob Verknüpfungen korrekt sind, Schnitzer drin sind ect. Das ist wesentlich mehr Aufwand für den Kopf, wegen der Komplexität. Dazu noch Rechtschreibfehler aufspüren. Konzentration pur.
Wenn du Unterstützung bekommst ist das auch schön.
Ich habe genau 2 Probeleser. Eine Cover Designerin und eine Illustratorin.
Alles andere mache ich komplett alleine.
Die einzige Unterstützung, die ich von meinem Mann erhalte ist: mach du mal…
Immerhin lässt er mich in ruhe schreiben wenn ich will.
Wenn du gar keine Widmung schreiben willst, musst du es nicht. Oder du sagst etwas Witziges.
„Dieses Buch ist für euch, meine lieben Leser. Kuschelt euch in eine warme Decke und nehmt euch einen Kakao*. Außerdem danke ich meiner Tastatur der Marke *** , weil sie so tapfer durchgehalten hat.“
Aber ich meine auch schon Bücher ohne Widmung gelesen zu haben, die einfach anfingen.
Da tickt wohl jeder Jeck anders. Ich überarbeite einen 350-Seiten-Thriller in zwei Durchgängen. Logikfehler und Plotholes werden dabe ausgemerzt (sofern sie überhaupt vorkommen). Dauer jeweils ein bis zwei Tage. Rechtschreibkorrektur während des lauten Vorlesens. Da ich eh kaum zu Grammatik- oder Rechtschreibfehlern neige und meinen Verlagskorrektor damit fast arbeitslos mache, geht das schnell, in etwa einem halben Tag.
Ein Nachwort ist in meinem Genre wichtig, weil ich darin festhalte, was Fiktion ist und was harte, verifizierbare Fakten sind. Teilweise lege ich meine Quellen offen.
Danksagung ist für mich als Verlagsautor Pflicht. Allein schon um Freunde, Helfer, meinen Agenten, meine Lektorin zu betütteln. Mehr noch, um jene auswärtigen Informanten und Zuträger zu würdigen, ohne deren Hilfe ich das jeweilige Thema nicht hätte angehen können.