Ich trete mal behutsam in das Forum ein

Die Bolen gaben endlich dem Druck nach. Erst splitterten einzelne, kleine Balken. Dann versagten auch die Spannten, einer nach dem anderen den Dienst unter der Wucht des Aufpralls. Splitter flogen durch die Luft und folgten dem Türblatt, dessen Reste krachend zu Boden fielen… „Seid gegrüßt Ihr Helden des geschriebenen Wortes,“

Ich bin Ralf. Ich bin 51 aber fühle mich zu oft wie 61+.

Ich hoffe auf Eure Hilfe in diesem Forum. Ich habe eine Tochter, die mehrmals psyank wurde und der Plot wollte es, dass es jedesmal schlimmer wurde. Zur Zeit haben wir es gut im Griff, nehmen jeden Morgen fleißig unsere Medikamente. Sie gegen Psychose ich gegen Magengeschwüre und wir leben. Ich habe ein Studium für sie gefunden, dass funktioniert. Fernstudium ohne Druck und ohne lange Reisen in Zügen, in denen die Männer in den schwarzen Anzügen lauern.

Aber das kostet alles unglaublich Geld. Ich war einst der vollkommen irrigen Annahme, dass man durch normale Arbeit genug Geld verdienen kann, um über die Runden zu kommen. Ja ich weiß, jugendlicher Leichtsinn ist auch mit Anfang 50 immer noch relevant.

Ich habe eine unglaubliche Motivation… ich muss meinem Kind die Möglichkeit bieten, ganz normal einen anständigen Beruf zu erlernen. Ich habe einen Antagonisten, der sich Leben nennt und sich die tollsten Sachen ausdenkt um mich am Erreichen meines Ziels zu hindern. Ich habe einen äußeren Konflikt der es mir nicht erlaubt alleine mit meinem sexy Körper etwas dazu zu verdienen . Ich habe ihn Übergewicht Männlich genannt. Und ich habe einen unentdeckten Drang der Veränderung. Ich weiß im Moment noch nicht dass ich ihn habe, aber werde ihn noch im ersten Akt entdecken.

Kurz und gut, ich brauche zum Einen eine zusätzliche Einnahmequelle und zum anderen einen sanitären Ausgleich für mein Hirn. Also schreibe ich.

Und jetzt kommt Ihr ins Spiel. Ich brauche Euch, weil ich niemanden habe, der mir bei meinem Projekt helfen könnte. Ich würde mich freuen wenn unter Euch ein paar leidensfähige, gute Seelen zu finden wären, die mir helfen das Projekt voranzubringen.

Ich bin kein Autor, aber man sagt mir nach, ich könne schreiben. Ich habe eine Idee, die natürlich weltbewegend gut ist (welche nicht?). Ich habe außer ein paar Artikeln in Fachmedien noch nie etwas veröffentlicht. Also eigentlich chancenlos… aber ich kann eben nicht sehr viel und ich will es wenigstens probieren. Ich bin kein Idiot und ich weiß, dass es fast unmöglich ist einen Agentenvertrag zu bekommen um etwas zu veröffentlichen… aber der Protagonist versucht doch immer das Unmögliche, oder?

Ich brauche nur Austausch… aber fundiert und ehrlich… jemand bereit?

Danke für Eure Aufmerksamkeit und das Lesen. Es ist niemals selbstverständlich.

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Sei gegrüßt Baerchen,
du kannst dich bei Fragen zum Handlungsaufbau und Stil gern mit mir in Verbindung setzen. Ich versuche dann zu helfen.
LG
Leah

Du bist ein Schatz :kissing_heart:

Und darf ich gleich die erste Frage raushauen? Bist du für Prolog oder nicht? Das beschäftigt mich ungemein im Moment … viele gute Filme haben einen… ich liebe einen Einstieg nicht zu heftig aber doch zeigend um was es geht…

Lieber Baerchen,
deine Frage pauschal zu beantworten, wäre ein schlechter Rat. Bei meinem jetzigen Projekt mit 3 wundervollen Mitstreitern (jeder hat seine eigene Aufgabe und alle spinnen mit) bot sich einfach ein Prolog an und ein Epilog wird den Kreis schließen.
Im Prolog wird der Ich-Erzähler von einer personifizierten Idee heimgesucht. Die Idee verlangt, dass der Einsteiger-Autor aus einem Thema, das bereits unzählige Mal auf dem Markt erschien, etwas Besonderes macht.
Dann beginnt die gesellschaftskritische Satire aus der Gottes-Perspektive, will meinen: kein Ich-Erzähler (ausgenommen beim inneren Monolog = erlebte Rede). Ein Journalist, kurz vor der Rente, wird er aus seinem Wirtschaftsbereich rausgelöst / weggelobt. Er soll einen Ratgeber schreiben, WIE man einen verdammt guten Erziehungsratgeber schreibt. Er mag keine Kinder und er weiß, dass er verarscht wird, will sich das aber nicht anmerken lassen, sondern zum Gegenschlag ausholen.
Hier ist der Prolog gut.
Aber in meinem Projekt, das ich allein schreibe, wäre es grundverkehrt: Eine 5-Jährige der Nachkriegszeit (Kriegs-ENKEL-Generation) ist die Protagonistin. Die Eingangsszene zeigt, dass sie sich jeden Abend, wenn sie im Bett ist, eine Fee herbeiwünscht, die sie verzaubern soll, damit die Mutter sie liebt. Das ist ein Einstieg mit dem Vorschlaghammer. Hier würde ein Prolog den Hammerschlag abmildern.
Ich habe so etwa bei der Hälfte mit Prologen gearbeitet.
Mit welcher Szenerie willst du in dein 1. Kapitel schreiben?

Hab eine stressfreie Nacht
LG Leah

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Welches Genre willst du denn nutzen?
Du scheinst mit Satire gut klarzukommen. Sie hilft beim Schreiben als Bibliotherapie dir selbst und verkauft sich besser als eine düstere Darstellung der Depression / der Weltmelancholie.
Dann kommt es darauf an, ob du „nur“ bibliotherapeutisch arbeiten willst oder der Gesellschaft den Spiegel vorhalten oder auf die neue Volkskrankheit Depression hinweisen willst.
Bei Ersterem macht sich ein Briefroman / Brieferzählung gut.
Eine Novelle mit einer „unerhörten Gelegenheit“ kannst du nicht schreiben. Du bist ein ganz typischer Kriegsenkel mit Traumata seit deiner frühen Kindheit (Entwicklungstrauma) und sog. „transgenerationalen Angstübertragung“ bis in die 4… Generation der Nachkriegszeit.
Das äußert sich zuweilen für Nichteingeweihte dieser Problematik in merkwürdigen, auch komischen Situationen (Drang nach Veränderung).
Dein Leserkreis wird etwa ab 40-45 Jahren liegen, der noch nicht verstanden hat, den die Thematik nicht interessiert, und ab 55-60 könnte man dir quasi an den Lippen hängen, weil die Leute aus dem Verdrängungsmodus raus wollen. Ab 70 wird an der Verdrängung in der Regel wieder festgehalten.
Also böte sich eine Erzählung an, die satirisch geschrieben wird, ein Tagebuch, ein Briefroman, ein Drama.
Just wie ich hier so mit dir plausche, hätte ich eine Einstiegsidee für ein 1. Kapitel: Kriegsenkel ziehen im Erwachsenenleben bis zu 25 x um. Und wenn sie in einem eigenen Haus leben, räumen sie alle Nase lang die Möbel um. Beruflich bevorzugen sie in aller Regel Stabilität. bzw. das gewohnte Umfeld.
Wie wäre eine Einstiegssituation / Kapitel 1 mit einer Umzugs- bzw. Umräumaktion mit kleinen komischen Elementen? Du musst auf keinen Fall autobiographisch sein.
Bis dann
LG
Leah

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Guten Morgen, lieber Baerchen,
ich schicke dir mal den Anfang von Kapitel 2 von uns rüber, damit du siehst, dass unser Prolog den roten Faden für die Geschichte vorbereitete.

Er weiß seit Ewigkeiten, dass dieser Raum um die fünf Meter breit ist. Hier wurde er geboren. Dennoch misst er längs der Fensterfront die Breite wieder und wieder ab. Vier Einmeterschritte hin, vier zurück, plus Platz für die Kehrtwendung und das deckenhohe Bücherregal. Er spricht die Zahlen laut aus, um seine Gedanken zu übertönen und zur Kapitulation zu zwingen. Kater Luzifer, ganz in Schwarz, unsportlich, fett, kastriert und immer noch erbost darüber, momentaner Aktenwärmer auf dem Schreibtisch, scheint zu grinsen.
Eins, zwei, drei, vier. Eins – mein Gott, warum macht denn niemand die plärrende Göre da draußen aus! Das ist doch nicht schwer! Zack, eins anständig hinter die Löffel, drei, vier, dann ist Ruhe im Karton. Eins, das ist das Jahrtausende alte Gesetz, drei, vier. Steht in der Bibel. Drei, vier. Wer sein Kind liebt, züchtigt es, drei, vier. Franziskus, dieser weichgespülte Papst, drei, vier, will Schläge in Würde für die Blagen, drei, vier. Nicht ins Gesicht, drei vier. Blödsinn, drei, vier. Ich hätte als Kind lieber mehr Prügel gehabt, als die Psychofolter von der Mutter. Links, zwei, drei, vier.
Kater Luzifer bäumt sich auf und ist mit einem Satz aus dem Zimmer verschwunden.
Links, zwei, drei, vier.
Karl hält inne. Mitten in seiner Laufschneide baut sich der cholerische Vater der Idee auf: der unüberlegte Einfall.
„Peptine? Ja, Karl Frouwe hier. Ich muss mit dir reden.“

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Ich habe glaube ich was falsch gemacht. Ich habe auf die Mail geantwortet, die ich über Papyrus bekam. Hast Du das von mir bekommen?

Schöner Anfang :slight_smile: bin gespannt, wie es weiter geht.

Also das war meine Mail

Liebe Leah,

Ich bin vollkommen beeindruckt!

  1. Wusste ich nicht einmal dass es so etwas wie Kriegsenkel als Diagnose gibt
  2. Trifft es den Nagel so gut auf den Kopf, dass er nur ganz leicht schräg in der Wand steckt.

Machst Du nur Ferndiagnosen oder auch Therapiestunden? :slight_smile:

Die Idee für ein Buch über diese unerkannten Nomaden werde ich vielleicht aufgreifen… mal sehen.

Momentan arbeite ich allerdings an einem Psychothriller mit ein wenig Action. Das Thema hat es nach meiner Recherche zumindest im deutschen, englischen und französischen Sprachraum noch nicht gegeben.

Ich kann auf Grund meines bisherigen Plots den Antagonisten nicht im 1. Kapitel einführen. Außerdem möchte ich das Kapitel auch nutzen um meine Heldin und ihre Situation so beim Leser einzuführen, dass er eine Bindung zu ihr aufbauen kann, die so eng wie möglich ist. Sie ist es Wert . Ein sehr komplexes Mädchen. Schön und unglaublich empathisch. Aber eben auch von ihren Lebensumständen schwer gebeutelt.

Die Mutter hatte vor 4 Jahren einen schweren Autounfall verschuldet bei dem sie verstarb. Das Dumme meine Heldin saß mit im Auto was ihr auch ein paar Schramnen einbrachte, die unter anderem auch eine kleine Narbe in das ansonsten makellose Gesicht zauberten.

Dem nicht genug war auch ihr jüngerer Halbbruder mit im Auto. Den hat es noch schlimmer erwischt. Ihm brach es die Wirbelsäule so dass er jetzt im Rollstuhl sitzt. Da die Väter der beiden unbekannt sind (ja Mama war ein echtes Früchtchen) und auch sonst keine Verwandten offiziell existieren, durfte meine Heldin Vormund ihres minderjährigen Bruders werden. Der Traum einer jeden jungen Frau.
:wink: somit hat sie jetzt eine riesen Verantwortung, nen Haufen Schulden und das Selbstvertrauen einer sehr kleinen Küchenschabe.

Und ich Schwein werde sie jetzt mit Hilfe modernster Technik auch noch quälen.

Natürlich könnte ich damit anfangen… aber so 8 von 10 Mal beginnt eine Story, die mir persönlich gut gefallen hat, mit einem Prolog.
Benchley lässt auch erstmal einen Statisten zum Snack für seinen Fisch werden, bevor er seinen Held auftreten lässt :slight_smile:

Bei King verschwindet zuerst ein Arm im Gulli bevor die Spielkarten in Silvers Speichen rattern.

In der Matrix zeigt die KI, was sie drauf hat, bevor der vermeintliche Loser am PC aufwacht.

Das gefällt mir persönlich sehr gut. Aber gefällt das auch einem potentiellen Agenten?

Du hast mir mit Deiner Antwort bereits geholfen… ich werde die Entscheidung wahrscheinlich ganz zum Schluss treffen. Vielleicht kann man dann ja sogar abstimmen :slight_smile:

Ich sitze noch am Plot und habe bisher die Hauptarbeit in 3 Charaktere gesteckt, in den „Bau“ und Funktionsweise meiner Technik und ein paar Szenen, die mir wichtig erscheinen.

Es ist also noch alles offen.

LG
Ralf

Hi Baerchen-Ralf,
du bist ja schon viel weiter, als du in der Community hast gucken lassen.
Psychothriller also. Klasse!
(Am Ende ist es der Bruder, der seine Schwester verrückt machen und in den Suizid treiben will, damit er sich endlich umbringen kann, wovon sie ihn bisher immer abhielt? :rofl:)
Ja, hier macht sich ein Prolog gut.
Ja, den Gegenspieler nicht in das erste Kapitel vordergründig mit reinnehmen, wenn dann nur angedeutet.
Lass nicht zu viel Blut fließen, sonst bist du beim Horror. Psychothriller sind sehr viel filigraner und hinterhältiger, weil nicht deine Figuren die Hauptrolle spielen, sondern der Verstand des Lesers.
Man, ich bin ja vielleicht gespannt. Leg los! :nerd_face:
Hab einen sonnigen Tag
Leah.

Das ist tatsächlich so, dass der Leser das ein paar Seiten lang glauben darf, dass es so sein könnte… aber dann …

Ich bin mir in einer Sache sehr unsicher…

Mein „Mentor“ ist ein ziemlich erfolgreicher Fachanwalt für Steuerrecht… (ja das Gähn ist gewollt… weil er ein witziger humorvoller und sarkastischer Typ ist braucht er nen richtigen Langeweiler Job)

Er war übrigens mal die Hauptfigur wurde dann aber degradiert und umgebaut… er ist in meinem wirren Hirn sehr, sehr weit gediehen und als Anwalt und erfolgreich doch schon etwas älter… so Anfang mitte vierzig… dürfen die zwei ein Verhältnis beginnen? Er wäre halt der Vatertyp, den die Heldin nie hatte… oder ist das verwerflich für den Leser wenn eine 22 jährige was mit ihm anfängt?

LG
Baerchen Ralf

Nö, 20 Jahre auseinander ist okay.

Na prächtig… dankeschön

Hallo @Baerchen ,
ich werde mal ein leises „Tach auch!“ als Willkommensgruss in den Raum werfen. Jungebliebene 61+ und in Würde ergraute 51…

Prolog oder nicht, das ist eine Frage - @Leah hat es schön erklärt.
Eine Geschichte muss funktionieren. Eine feste Regel gibt es nicht. Ob ein Plot einen Prolog oder Epilog verträgt, lässt sich nicht pauschal sagen. Manchmal ist es gut, mal ist es notwendig, oft überflüssig, … Du siehst schon ich tendiere schon in eine Ecke. Wenn ich es vermeiden kann, lass ich den Prolog weg. Oft kann man auch mit anderen Mitteln die Szene erschaffen, ohne sie in Form eines Prologs anzugeben. Ein Prolog baut im Stil einer Kulisse etwas auf, was sonst entwickelt wird. Also ist ein Prolog brauchbar, wenn du eine eingegrenzte Geschichte schreibst und nicht eine ganze Welt aufbaust :wink:

Liebe Grüsse
LonesomeWriter

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Wie wahr, wie wahr, und das schreibt dir mein lieber Arbeitsehemann @LonesomeWriter . Nur nutzen wir bei unserem jetzigen Projekt den Prolog nicht als mildernde Einleitung, sondern um die Gesamtproblematik (Menschsein / Verantwortung / Selbstfindung u. u. u. ) aus der Weltall-Perspektive darzustellen. Deshalb auch der wichtige Perspektivwechsel, wi ich dir schon schrieb,) Bei uns geht es u. a. um die „Anfängerproblematik“ eines Kreativen, der in die Jahre gekommen ist und aufgrund einer bekloppten Aufgabe strategisch sein richtiges Leben findet.
Richtig Schatz? - Na, komm du mir erst mal nach Hause! Dann nimmst du aber den PC. Ich behalte den Laptop!
Sorry, Baerchen, dass du zwischen die Fronten geraten bist. Aber es ist bei uns in Wirklichkeit nicht ein einziges Mal ein Frontenkrieg eingetreten. Wir sind gute Teamarbeiter.
So, Ausflug in den fremden Garten beendet. Komm Schatz, der Abwasch muss noch gemacht werden

:wink: wie immer geh ich jetzt brav nach Haus und mach den Abwasch und bring den Müll raus…
Wie gesagt, es gibt keine Regel. Dafür aber so manche Ausnahme davon :scream:
@Leah beschreibt es sehr gut, wie wir den Prolog einsetzen. Du hast wie immer die schöneren Worte gefunden, als ich.

Liebe Grüsse
LonesomeWriter

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Ein Flüstern, kaum noch hörbar für den Kameraden direkt neben ihm „vergib uns unsere Schuld“. Die zahllosen Stimmen zu einem grauen Raunen gedrungen. Der Helm wog viel zu schwer auf dem kleinen Kopf. Die Ohren fanden kaum den nötigen Platz.„wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Nebel nicht wirklich vom Gas der Granaten zu unterscheiden. Kaum 300 Meter maß dieses Stück schlammigen Grunds zwischen den tiefen Gräben, die unzählige Männer vor langer Zeit zu graben begonnen hatten. „Denn Dein ist die Macht und die Herrlichkeit“. Das dumpfe Bellen der schweren Geschütze in der Ferne warf seinen Schatten über alles Menschliche. Begrub Wünsche, Gedanken und sogar die Gier nach Liebe unter sich. Das war die Realität eines glorreichen Feldzugs von Sieg zu Sieg. Der Sturm einer Jugend obsiegend über die Jugend des Feindes. Ein feiner Sturm war das. In Schlamm und Gebeinen auf einem Stück stinkenden, fetten Lehms zum Erliegen gebracht. „In Ewigkeit“ die schrillen Pfeifen, das Geschrei der Offiziere, „für den Roman, für die Muttersprache!“ Würde es jemals ein Ende geben? Sein einst flauschiges Fell, verkrustet von Dreck und Blut, wirkte jetzt borstig und traurig.

So lag es da das Baerchen und träumte in den grauen Himmel von dem Bett in dem es einst lag. Bald wird es vorbei sein, überstanden die Kälte, Nässe und die Zeit in Vergessenheit. Die Gefangenschaft zwischen zwei willkürlich gegrabenen Linien aus Holz und Erde. Die Erlösung von dem Leid, welches sich Menschen ohne einen Funken Gnade antaten.

Hätte es seine Knopfaugen schließen können, so wäre der rechte Zeitpunkt jetzt gekommen. Und endlich schien es zu beginnen, das Warten fand ein Ende. Jetzt kommt es wieder zu einer der zahllosen Entscheidungsschlachten im Ringen einer Ehe. Baerchen konnte die schwarzen Umrisse der Granate ausmachen. Sie schnitt sich ihren vorbestimmten Weg durch den grauen Novemberhimmel und zerbarst plötzlich in einer gewaltigen Detonation. Und tausende Blumen regneten auf die wenigen Meter zerfurchten Landes.

Es war kein Krieg. Gott sei Dank es war nur ein kleines Manöver der Ehe. „Amen“ war sein Gedanke bevor der kleine Teddybär in einen wohligen Schlaf verfiel.

(Danke an Remarque für seine Worte, die einen auch noch nach 35 Jahren zu so einem Scheiß inspirieren können)

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Und Danke Euch Zweien für die freundliche Aufnahme hier :kissing_heart:

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Und über Prolog oder nicht wären wir jetzt schon zu Dritt um abzustimmen… ich habe bisher zwei Szenen, die als Prolog taugen… ich finde es spannend dann am Ende zu sehen, was daraus wird…

Ich bin weder Schriftsteller noch Autor oder Künstler mit Anspruch. Wenn überhaupt habe ich nur den Anspruch so
" Mainstream" wie möglich zu sein. Ich tauge zu keinem Grass oder King. Ich maße mir nichtmal an einen Grisham auch nur annähernd kopieren zu können. Aber ich kann gute Texte von schlechten unterscheiden und versuche einfach nur gute zu imitieren… mit mehr oder minder großem Erfolg

Ich wil nur ein Werk bei einem Agenten abliefern, das so unglaublich unterhaltsam ist, dass ich wenigstens ein paar Euros damit verdienen kann. Deswegen Mainstream so viel wie nur irgendwie geht.

Wärt Ihr auch bereit als Testleser zu fungieren?

LG
Baerchen Ralf

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Ein bisschen grammatikalische Umarbeit - und Tor!

Aber gerne doch, lieber Baerchen-Ralf. Mit @LonesomeWriter hast du einen wirklich klugen, offenäugigen Schreiberling an deiner Seite. - Ha, ist ja auch mein Arbeitsehemann, mein Fels in der Brandung, den man lieben muss für seine konstruktiven Kritiken. Er hat mich gut erzogen. Ich bin nunmehr zufriedener und schneller im Entwickeln des Handlungsablaufs und lese nicht mehr zig Mal nach, ob es etwas zu verbessern gäbe. Ich bin indes innerhalb noch nicht einmal einer Hand voll Wochen bei Kapitel 9 mit unserem Projekt. Wie inspirierend so eine Autoren-Freundschaft sein kann!
Nun bin ich auch wieder bei dir, wenn du möchtest. Ich hatte einen kleinen zeitlichen Aussetzer zu dir, wegen einer blöden gesundheitlichen Geschichte.
Wie geht es nun weiter? Was brauchst du an Ideen und Tipps?
Hab einen schönen kreativen Sonntag
Leah