Ich habe diese Krabbe geliebt
Moin@Arletta,
generell bei „ungeliebten Themen“ versuche ich zu analysieren, was genau dazu gehört, diese bestimmte Situation zu beschreiben und warum ich das schwierig finde. (Ich persönlich hatte mit der ersten Sexszene Schwierigkeiten.) Ich fand das hilfreich und nach paar Anläufen hats auch geklappt
Im Bezug auf die Entwicklung einer romantischen Beziehung, da habe ich schon im Moment der 1. Begegnung bei einem von Beiden ein sehr starkes „Gefühl eingebaut“. Keine Liebe, aber etwas Unerwartetes, das den Prota innehalten lässt. [Bei mir (Fantasy) Mitgefühl mit der „Beute“.] Auch eine „untypische“ Änderung der Persönlichkeit wäre ein Mittel. (Der Egoist wird wenigstens im Bezug auf sie selbstlos) Oder eine Änderung im Bezug auf Werte, wie zB. Tradition wäre denkbar.
Dann habe ich immer wieder kleine Krumen gestreut, an sie zu denken, über sie nachzudenken, den Wunsch, von ihr beachtet/ respektiert/ gemocht zu werden, ihre Nähe zu suchen- bis es schließlich jemandem auffällt, der es ausspricht: „Du liebst sie!“ (bester Freund, Schwester…) und die Erkenntnis, dass es wahr ist.
Wir kennen ja dein Setting ist nicht - Kleine Gesten, die für sich betrachtet arglos sind, aber er sich gemerkt hat. Sie erwähnte, sie pflegt manchmal Eichhörnchen für eine Auffangstation: er hat Futter mitgebracht.
Sie erwähnt, als Kind habe die gerne Fruchtzwerge gegessen - er bringt ne Packung mit.
Auch umgekehrt - er fährt immer mit dem Rad und friert, sie schenkt ihm einen Schlauchschal.
Sie neigen dazu, miteinander herumzualbern z.b eine dritte Person im Kartenspiel zu betrügen, indem sie sich gegenseitig Karten zu mogeln.
Wichtig ist (du sagtest, du schreibst gern über ungesunde Beziehungsmuster) dass es hier nicht so ist. Also keine zwei Schiefe Türme, die nur stehen, weil sie einander haben. Sondern beide Protagonisten sind selbstständig und brauchen sich nicht. Sie wollen aus dem Inneren motiviert, den anderen wiedersehen.
Das Bild ist schön gewählt. Ich musste allerdings sofort an alte Hollywood Filme denken, in denen das funktioniert.
Z. B. African Queen. Gegensätze ziehen sich mitunter an. Die haben solche Erzählmuster.
Das hast Du schön gesagt. Aber tatsächlich habe ich noch nie über irgendein romantisches Beziehungsmuster geschrieben. Ich habe nur überlegt, ob es nicht einen Liebesroman gibt, den ich mag, und den ich nochmal lesen könnte um zu sehen, wie der Autor die Entwicklung der romantischen Gefühle beschrieben hat. Leider fällt mir gar kein Liebesroman ein, den ich gelesen hätte. Alle Bücher, die ich kenne, und die irgendwie von „Liebe“, wenn man das in den Fällen so nennen kann, handeln, sind düster, traurig und tragisch oder irgendwie ungesund. Spannungsliteratur eben.
P.s. Ach doch. Bisschen was von Jane Austen habe ich gelesen. Leider kann ich mir das schlecht zum Vorbild nehmen.
@Annabell s Frag-mich-Reihe ist witzig, voller Konflikte, mit vielen Tränen, Missverständnissen, teilweise überraschend. Am Ende wird alles gut. Selbst meinem Mann hat das gefallen.
Vielleicht guckst du mal bei Jojo Moyes. Ich habe ein ganzes halbes Jahr von ihr gelesen. Das Ende ist traurig, aber sonst ist es auch witzig, romantisch usw… Zu dem Buch gibt es auch den passenden Film
Nun ja, dann komme ich schnell an die Stelle, wo ich pausiere und mir einen anderen Fortgang der Geschichte ausdenke. Geht nicht anders - ich kann keine Romance schreiben.
Jojo Moyes hat aber viel mit Tragik, ich weiß nicht, ob das dann in die Anforderungen passt.
Wenn Rosamunde zu schnulzig ist, mag ich Petra Hülsmann in den Raum werfen. Welches Buch ist fast egal, das sind alle locker-flockige Romanzen, allerdings gibt es dazwischen auch ein bisschen Drama.
Catherine Bybee schreibt auch gut, ohne viel Drama. Und zumindest die früheren komme ohne viel Geschnacksel aus.
Liegt das Augenmerk auf Romanze mit Geschnacksel, hätte ich auch zwei bis zwanzig Namen, die ich in den Raum werfen kann. Louise Bay, Penelope Ward, Marie Force, und und und.
Höre auf Annabel. Sie ist die Fachfrau ![]()
Vielen Dank für die Blumen ![]()