Ich brauche etwas mehr Tiefe

Ein alter Mann, wie ich hat vieles tief, tief vergraben.
Holger trägt ja nicht umsonst meinen Namen.
Das größte »Problem«, was ich beim Schreiben (und auch im Leben) habe ist, meine Gefühle wirklich zu zeigen.
Das Oberflächliche, Ersichtliche … Kein Problem.
Das was tief in mir vergraben wurde, da tue ich mich sehr schwer.
Vielleicht ist es auch nicht der richtige Weg, irgendetwas zu wollen.
Am besten bin ich, wenn ich so schreibe, wie ich denke, träume oder durch meine Welten wandere.
Meist weiß ich am Anfang nicht, wohin die Reise geht.

5 „Gefällt mir“

Was gut funktioniert: das Setting und die Atmosphäre. Würde ich sofort lesen, weil in D. Und du mich gleich in die Szene ziehst

Für mich tun sich aber einige Probleme auf.
Sprachlich:
Fast jeder Satz fängt mit dem Subjekt an. Das gibt einen monotonen Textklang. Dazu die vielen Hilfsverben, hier „war“, die man möglichst nur zur Bildung einer Zeitform verwendet, sonst lieber Vollverben nimmt.

Holger bräuchte tatsächlich Tiefe, er sollte wenigstens etwas wirklich fühlen, statt es zu erzählen. Das würde ihn nahbarer machen und ihm Tiefe verleihen.

Ein paar Formulierengen sind sehr lyrisch, in Prosa klingt „Draußen war die Stile weit“ eher pathetisch.

4 „Gefällt mir“

Ich leihe mir mal @Ho.Ros Beitrag hier aus, um zu fragen, was Ihr macht, wenn Ihr etwas nicht schreiben könnt. Meine Frage geht ja zumindest in die gleiche Richtung.
Sagen wir also, Euch liegt Romantik nicht. Eigentlich nicht schlimm, deshalb schreibt ihr ja einen Horrorroman. Im Nebenstrang muss sich Euer Prota jetzt aber irgendwie in die holde Maid verlieben, um die Handlung glaubhaft zu gestalten. Wie geht Ihr dann vor?

2 „Gefällt mir“

Ich lese Bücher in dem Genre und gucke mir an, wie die Szenen aufgebaut sind.

4 „Gefällt mir“

Liebe @Bommel, danke für Deine Antwort. Das war nicht, was ich hören wollte.

1 „Gefällt mir“

Was wolltest du hören? Habe ich deine Frage falsch verstanden?

Nein nein, Dein Rat ist super. Ich hab nur keine Lust, Romance zu lesen.

3 „Gefällt mir“

Ich habe deswegen sogar schon Mal Rosamunde Pilcher durchgeackert.

4 „Gefällt mir“

Ich auch nicht…Ich schreibe zwar in etwa Romantasy, aber eben nicht wirklich, weil ich Liebeszenen usw. schlecht kann. :sweat_smile:

1 „Gefällt mir“

Och nö. Das ist aber Hardcore

2 „Gefällt mir“

Ich habe es überflogen und mir einige Stellen näher angesehen. Ein paar Seiten intensiv gelesen und dann wieder geblättert. Und wieder Szenen intensiver gelesen.

2 „Gefällt mir“

Mir fallen echt nur düstere, tragische Geschichten ein, mit ungesunden Beziehungsdynamiken. Mindestens einer wird in die Psychiatrie eingewiesen. Oder stirbt. Oder alle sterben.

Vielleicht wird Corinnas Buch bald fertig, das möchte ich gern lesen. Die lustige, leichte Liebesgeschichte.

1 „Gefällt mir“

Über Extremsituationen. Diese schaffen Nähe (wirklich). Angst führt zu Sicherheitsbedürfnis. Dieses zu körperlicher Nähe. Dieses zu emotionaler Verbindung.
Oder umgekehrte Reihenfolge.

Alternativ: eine singende Krabbe im Schilf (Schallalallala, nun küss sie doch…)

4 „Gefällt mir“

Alternativ einen Weihnachtsfilm gucken :blush: (z.b a california christmas)

Er soll sich in sie verlieben? Das ist eigentlich nicht so schwierig. Sie interessiert sich bzw. akzeptiert sein verrücktes Hobby. (oder zieht ihn damit neckisch auf). Sie hat etwas an sich, was er gut leiden kann. Ein schönes, herzliches Lachen. Ein liebevoller Hang zu Tieren (selbst wenn sie einen garstigen Raben aufpäppelt). Sie hat ein Geheimnis, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht verrät. (z,b könnte sie adoptiert sein, will aber nicht über die Kindheit reden)

3 „Gefällt mir“

[quote=„Tapio, post:34, topic:38472“]m
verlieben? Das ist eigentlich nicht so schwierig.
[/quote]
Das stimmt eigentlich.
Streng genommen braucht man ja keinen besonderen Grund dazu. Ich würde es vermutlich über die Strategie machen, dass ich bei einem Protagonisten immer einfließen lasse, wie ihm/ihr Dinge bei der anderen Person auffallen, die er liebenswert findet. Dann ein Kapitel später irgend eine Handlung, die er bewundert oder positiv bewertet. Dann die Erkenntnis, dass sie in seinen Augen unglaublich anziehend ist. Usw.
Ggf bei wechselnder Perspektive die dosierten Gegenstückchen.

(PS Es ist schon auffällig, wie sehr ich mich darum drücke meine Geschichte zu kürzen)

4 „Gefällt mir“

Worum geht es denn genau?
Pauschale fragen führen zu pauschalen Antworten.
Möchtest du die Entwicklungen beschreiben?
Da wie und warum. Schmonzette oder Zärtlichkeiten?

1 „Gefällt mir“

Du willst deine Geschichte nicht zestückeln … tief in uns wissen wir doch alle … kill your darlings ist eine Lüge. :smile:

1 „Gefällt mir“

Ja richtig. Die beiden sollen nach und nach Gefühle füreinander entwickeln. Sie müssen weder Zärtlichkeiten austauschen, noch sich sonst irgendwie näher kommen. Theoretisch müssen sie nichtmal selbst wissen, dass sie auf bestem Weg sind, sich zu verlieben. Aber der Leser, der sollte es verstehen.

2 „Gefällt mir“

Dann würde ich, wie oben beschrieben, auf dem langen Weg anfangen Brotkrumen zu verteilen.

1 „Gefällt mir“

Wichtig finde ich da Sinneseindrücke.
Die Farbe der Augen, die an Jugendliebe erinnern.
Ausstrahlung, das umwerfende, offene lächeln.
Der bekannte oder verfüherische Duft eines Parfums.
Der angenehme Klang der Stimme.
Wenn die das zu Rosamunde Pilcher ist dann eher über Gemeinsamkeiten. Die gleiche Sicht auf Dinge.

2 „Gefällt mir“