Hilfe;...ich benötige dringend Eure Hilfe!

Hallo Zusammen,
ich benötige dringend Eure Hilfe!
Seit gut 4 Jahre versuche ich meinen Autobiographie-Roman (falls es sowas gibt, der Grund hierfür geht aus dem Prolog hervor)!
Mein Problem: Ich kann nichts aus meinem Leben vergessen was ich als negativ empfunden habe.
(siehe ggf. meine Geschichte unter Seitenwind "Essen mit den Nachkriegs-Eltern > von Rolfe) Dies geht weit zurück bis in meine Kindheit.Nun möchte ich mir all dies von der Seele schreiben was mir bisher auf 150 Seiten eigentlich auch gut gelungen ist.
Sobald ich aber meine Bundeswehrzeit und erst recht mein vergangenes Berufsleben (50 Jahre in einem Autohaus) zu Papyrus bringen möchte „Ist der Ofen aus“.
Ich habe während dieser Zeiten soviel gesehen was mit Manipulationen / Kriminelle Handlungen in Verbindung stand, was beruflich gesehen insbesondere meine Abteilung betraf.
Immer wenn ich mir einen Ruck gebe hierüber zu schreiben, habe ich danach einige schlaflose Nächte. obwohl ich seit mitte 2021 im Ruhestand bin.
Vielleicht hat ja einer von Euch eine ähnliche Situation erlebt und ist irgenwie durch diese Missere gekommen.
Ich würde mich freuen von Euch zu hören / zu lesen und bedanke mich für Eure Aufmerksamkeit
mit vielen Grüßen… de Rolfe

Prolog:
Wie kommt ein kleines Licht, wie ich, auf die Idee ein Buch zu schreiben?
Und warum erzähle ich zumindest am Anfang kleine Geschichten aus meiner Kindheit, welche alle negativ behaftet, zum Teil lustig sind!?
Vorab!
Ich halte mich für einen Menschen, der empathisch und sensibel ist. Des Weiteren habe ich ein, für heutige Verhältnisse, hohes Unrechts empfinden. Persönlich bin ich froh darüber, so zu sein, da ich all diese Punkte als positive Charakter Eigenschaften ansehe.
Somit, um mit mir ins Reine zukommen, schreibe ich mir alles, was mich über die Jahre belastet hat, von der Seele. Und da kommt einiges zusammen.
Der berufliche Zweig:
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass es „Menschen“ / Vorgesetzte gibt, die diese meine Verhaltensformen / Eigenschaften sowie meine finanzielle Situation (z.B. private Finanzierungen) bis ins kleinste Detail hemmungslos ausnutzen.
In diesem Zusammenhang habe ich erst kürzlich ein Hörbuch gefunden, was dies alles bestätigte. Man redet hier von „Gaslighting“ was ich in einem Kapitel separat nochmal erklären /darlegen möchte.
Alles dies spiegelt sich in meiner 50-jährigen beruflichen Tätigkeit (1972-2021) für ein und dasselbe Unternehmen wieder. Da ich während dieses Zeitraums nicht nur meinen ursprünglich erlernten Beruf als Kfz. Mechaniker ausgeübt habe, sondern weitere bis zu 13 Jobs / Tätigkeiten (zum Teil 2-3 Jobs parallel) ohne jegliche fachliche Weiterbildung (lt. GFs > wäre das nicht nötig, Learning by doing). Von den GFs wurden im Vorfeld die tollsten Zusagen gemacht, aber diese wurden nie auch nur annähernd / ansatzweise eingehalten.
Im Jahr 9999, wurde meine berufliche Situation unerträglich. Eine Anzahl von Mitarbeiter (u.a. meiner Person) aus allen Betrieben wurde willkürlich zu einem Seminar zwecks Zertifizierung des gesamten Unternehmens angemeldet. Ich für meinen Teil sollte dann in diesem Rahmen als LQS (Leiter - Qualitätssicherung) mich um 3 Betriebe des Unternehmens kümmern & diese zur Zertifizierung führen. Ein umfangreiches unmögliches Unterfangen in einer Unternehmens.- Gruppe, welche aus meiner Sicht etwas wie Organisation und Planung im Vorfeld nie gekannt hat.
Heute bin ich froh das ich die Aussage des Seminarleiters ISO beherzigt habe mir für alles Notizen zu machen, wenn man mit der Situation überfordert würde oder den Anschluss an die anderen LQS (Leiter Qualitätssicherung) verlieren würde. Vorgesehen war im Übrigen, das man während des Zertifizierungzeitraums zu 50% seines derzeitigen Jobs freigestellt werden sollte. Es war vorgesehen, geschehen ist dies bzgl. nichts.
Da ich erlebte negative Situationen nicht vergessen kann, habe ich zusätzlich seit langer Zeit eine Art umfangreiches Protokoll mit dementsprechenden Notizen erstellt. Dies hilft mir, wahrheitsgetreu, diese und andere Situationen darzustellen zu schildern.
Es ist erstaunlich auf wie viele, gelinde gesagt, miese Charaktere & „Gaslighter“ man während seiner „beruflichen Karriere“ und im Leben trifft.
Weit vor der „Corona Pandemie“, existiert ein Virus (welches insbesondere Arbeitgeber befällt). Dieses Virus verursacht absolute Habgier, Selbstherrlichkeit, Skrupellosigkeit und Oberflächlichkeit von Chefs & Gf´s. Zusätzlich ohne jegliches erweitertes Grundwissen und soziales Verhalten.
Original Ton eines Chefs vor versammelter „Mannschaft“ > Für mich hat nur eines Priorität und das ist „Make Money“, „Geld verdienen“. Dies in Kombination mit dumm dämlichen Vorurteilen und Sprüche die jegliche Realität vermissen lassen.
Als Mitarbeiter dieses Unternehmens sind im Übrigen nur absolute Ja Sager & Arschkriecher angesagt. Wer fachlich und menschlich etwas auf sich hält und dementsprechend gerecht entlohnt werden möchte, fängt erst gar nicht in diesem Unternehmen an. Tarifverträge oder Betriebsräte existieren in diesem Unternehmen nicht.
Wo dies „Qualitativ“ hinführt, brauch ich bestimmt nicht zu erwähnen. Aus meiner Sicht, 50 Jahre eine einzige Katastrophe!
Ein Beispiel: Die Abt. Gewährleistung & Kulanzen bestehend aus 5 Mitarbeiter (incl. meiner Person) welche bis zu 20 Betriebe mit bis zu 10 jeweils aufgeteilte Fabrikate (Fabrikate stetig wechselnd, je nach Laune oder Geschäftsleitung bzw. aktuelle Rangliste Verkauf der Hersteller) bearbeiten musste. Dies ist, das kann jeder qualifizierte Betriebsberater bestätigen, der absolute Wahnsinn.
Nun kommt noch hinzu, dass die Kollegen aus der Abt. keineswegs in diesem Job firm waren bzw. sind. Dieser Job ist nun mal kein Lehrberuf. Hier sollten aber zwingend Mitarbeiter mit vorher artverwandten Jobs, wie, Serviceberater, Teiledienstleiter usw. zu Rate gezogen werden. Stattdessen wurde ein Fahrzeug Disponent, ein gelernter Verpacker & 3 gelernte Kfz-Mechaniker hierfür bestimmt. Auf die beiden Ersten gehe ich noch umfangreicher ein.

Ich schäme mich noch heute dafür, dass ich Bekannte z.B. beim Autokauf an dieses Unternehmen (ohne erhalt von Provisionen) verwiesen / vermittelt habe.
Als ich als Leiter der Abteilung Gewährleistung & Kulanzen für die Zentrale Abwicklung ab ca. 2000 auserkoren wurde, stellte sich nach einiger Zeit heraus das ich / wir mit skrupellosen, betrügerischen Manipulationen im kleinen wie aber auch im sehr großen Rahmen zu tun hatten. Dies werde ich in diesem Buch noch sehr umfangreich schildern.

Wenn ich mein „Berufsleben“, im Gesamten, so Revue passieren lasse, kam mir die fast 50 Jahre vor wie in „Haft mit Nachtausgang & Wochenende“.

Glaubt mir, es wird spannend …

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Hallo,
zuerst einmal gibt es diese Art Roman natürlich. Generell, ob die Personen sie selbst schreiben oder andere über sie schreiben spielt dabei erst einmal keine Rolle.
Kann ich dein Problem verstehen? Schwer zu sagen, ich denke nein. Denn ich bin schon immer ein positiv denkender Mensch und ja, ich habe schon unglaublich viel Unrecht gesehen, ich schreibe viele Kurzgeschichten zu den schlimmsten Themen (Suizid, Vergewaltigung, Rache, Rechtsradikalismus, Rassismus, usw.) und nicht immer finde ich ein gutes Ende.
Aber nun zu deinem Buchprojekt. Für mich ist die erste Frage, die du dir stellen solltest, was willst du erreichen? Willst du es dir nur von der Seele schreiben, wie angedeutet? Dann schreib, keiner wird das je lesen. Schreib es nieder, stelle aber sicher, dass es auch wirklich niemand lesen kann, denn es ist persönlich, sehr privat.
Oder willst du es eben nicht nur einfach von der Seele schreiben? Willst du es veröffentlichen? Dann solltest du es auch erstmal einfach Schreiben, oder einen Verlag finden, der dir ggf. unter die Arme greift. Also Exposé schreiben, Verlage anschreiben und warten. Ich würde aber vermuten mit dem Thema wird es schwer. Die Frage die du dir also stellen musst ist: Wer sind meine Leser? Das macht dann auch die Suche nach dem richtigen Verlag leichter.

Und jetzt zu der eigentlichen Frage, wie schreibst du weiter. Schwer zu sagen, wenn du aber, wie du schreibst, schlaflose Nächte hast, dann solltest du dir ernsthaft Gedanken machen. Das ist nicht gut für dich. Meine Idee: Schreib mal ein paar Kurzgeschichten, die so rein gar nichts mit dem zu tun haben. Die weit weg von dem sind was du erlebt hast. Ob die witzig sind, irgendein Genre bedienen, völlig egal. Aber lenk deine Schreibe erstmal auf etwas harmloses. Nach einigen Wochen, Monaten, vielleicht sogar Jahren gehst du zurück zu deinem Buch. Das halte ich für einen Weg.
Aus meiner eigenen Erfahrung. Ich habe zahlreiche Bücher geschrieben und veröffentlicht. Es gibt aber ein Buch, dass ich seit nunmehr über 30 Jahren schreiben will, es ist noch immer nicht fertig. Es ist sehr persönlich, es ist sehr hart und wenig schön. Aber nach dieser Zeit ist nicht nur mein Stil deutlich besser geworden, auch die gesamte Geschichte ist besser. Und ich werde mit dem Buch in zwei Jahren fertig sein. Das bedeutet nicht das du auch so lange brauchst. :slight_smile:

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Lieber Rolfe,

an sich ist es eine gute Sache, sich etwas, was einen sehr belastet, von der Seele zu schreiben. Ist auch längst erwiesen, dass so etwas therapeuthische Wirkung haben kann.
Wenn man aber, wie in deinem Fall, so sehr unter dem Erlebten leidet, dass einem selbst das Aufschreiben schlaflose Nächte bereitet, würde ich vielleicht auch mal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.
Außerdem finde ich die Idee von @MatthiasD hier sehr gut: Schreib etwas völlig Anderes, möglichst Leichtes, was mit der Problematik absolut nichts zu tun hat. Möglicherweise kannst du dich auf diese Weise langsam an dein eigentliches Thema herantasten.
Alles Gute!

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Schreibs doch einfach mal auf. Für dich rein privat. Soll vorerst auch niemand lesen.
Wenn Du das nicht schaffst obwohl Du eigentlich möchtest, dann wird das eh nix mit dem Schreiben. Wenn du das aber nicht kannst weil es dich emotional aus der Bahn wirft, solltest du professionelle Hilfe suchen. Sobald Du das niedergeschrieben hast, kannst Du immer noch entscheiden was du damit machst. Vermutlich wirst Du die Dinge nach der Niederschrift etwas anders sehen und dich dann auch leichter entscheiden können. Einfach mal ins Handeln kommen und nicht nur denken und drehen…
Ich weiss, sorry, ich bin pragmatisch und emotional wenig empathisch. Kann mich nun mal nicht besser ausdrücken. Viel Glück.

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Hallo Rolfe,
erst seit dem Wochenende bin ich hier, und auch nur, weil von Papyrus die Einladung kam. Nun zeige ich mich, habe ja selber die Frage in den Raum gestellt, ob wir an Zufälle glauben. Jetzt stöbere ich durch die Themen - und bleibe bei Dir hängen…
Einen Ratschlag wirst Du von mir nicht bekommen. Ich lasse Dich (und Euch…) einfach mal kurz in meinen Weg schauen. Der Weg mündete in meinem Buch „Der Bronzerücken - eine biografisch-philosophische Reise“. Ob Dir meine Geschichte helfen kann, weiß auch ich nicht. Du musst in Dich hineinfühlen. Die bisherigen Hinweise der anderen Antwortenden verstehe ich durchaus als Zeichen!
Ich bin Jahrgang ´68, in der ehemaligen DDR in einfachen Verhältnissen mit 4 Geschwistern aufgewachsen, habe mehrere Berufsabschlüsse. Zum Schreiben kam ich, nachdem ich etwa ein Jahr lang ziemlich ausgebrannt täglich zur Arbeit ging.
Der Zufall wollte, dass ich von Hermann Hesse „Der Steppenwolf“ las. Nach zehn Seiten bezweifelte ich einen Zufall, nach zwanzig war das Buch nur für mich geschrieben, und nach dreißig Seiten begann ich, meine eigenen Gedanken in die Tastatur zu tippen. Das erste Kapitel hieß und heißt: „Du tanzt wie ein Schwuler!“ Zu dem Zeitpunkt, als mir das ins Gesicht gesagt wurde, wusste ich noch nicht einmal, wie sich Sex anfühlt… Noch heute finde ich Frauen schön.
Irgendwann schickte ich ich einige Leseproben an Vetraute, die promt das Buch „bestellten“. Ich bekam aber auch zu hören, dass mein Leben nicht so interessant sei, um ein Buch zu veröffentlichen. Kein Witz!
Im ursprünglichen Vorwort schrieb ich, dass ich das Buch nur für mich schreiben würde. Und trotzdem schwang der Gedanke mit, die Kosten (bin im Selbstverlag) eventuell wieder reinholen zu können. Ein gefühlter Widerspruch! Der entscheidende Hinweis kam von meiner ehemaligen Deutschlehrerin. Sie fragte mich: „Für wen schreiben Sie dieses Buch?“ Damit war klar, dass ich es eben nicht (nur) für mich schreibe. Im gedruckten Vorwort heißt es nunmehr: „Dieses Buch schreibe ich für unsere Kinder Alexa und Adrean. Ziel dieser Niederschrift ist: Noch in Jahrzehnten sollen Alexa und Adrean sagen können: So war Papa!“…
Rolfe, vielleicht wird Dir das alles nicht helfen. Vielleicht bist Du mit professioneller Hilfe vorerst besser bedient. Ich weiß es nicht! Auch ich habe inzwischen schon die Dienste einer Hypnosetherapeutin in Anspruch genommen. Es war selbstreflektierend und irgendwie (für mich) zwingend notwendig (Ent-wicklung).
Trotz allem - herzlich willkommen!
Gruß, Udo

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Vielen Dank für deine Resonanz MathiasD,
ja man könnte meinen ich sei ein „Weichei“ wenn man mein Schreiben so liest.
Was ich nicht erwähnt habe ist, daß ich mich seit 2007 in Psychologischer Behandlung befinde und dementensprechend Medikamente ( u.a. Antideppresiva ) nehme.
Vielleicht spielt das auch eine Rolle.
Wer mal ganz unten war und ich meine ganz unten, der weiß wovon ich rede.
Ja von der Seele schreiben…die Seele…was kann sie bewirken, z.B. wenn du eigentlich nicht mehr kannst, fix & fertig bist, aber doch weitermachst.
Nun gut!
Nein ich habe mir überhaupt noch keine Gedanken gemacht ob ich dieses Buch nur für mich schreibe oder es gar veröffentlichen möchte.
Ich habe bereits 150 Seiten Kurzgeschichten geschrieben, alle negativ belastet.
Vielleicht sollte ich wirklich auf den richtigen Zeitpunkt warten und mich nicht, wie eigentlich vorgesehen, einen Zeitpunkt der Fertigstellung setzen.
Nochmal Danke sehr für deine Ratschläge… :slightly_smiling_face:

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Auch Dir vielen Dank für deine Resonanz Yoro,
bitte sieh Dir mein Antwortschreiben an Matthias D an…
Danke sehr… :thinking:

Auch Dir vielen Dank für deine Resonanz Udo " Bronzerücken",
bitte sieh Dir mein Antwortschreiben an Matthias D an…
Danke sehr… :thinking:

Auch Dir vielen Dank für deine Resonanz Humanaut,
bitte sieh Dir mein Antwortschreiben an Matthias D an…
Danke sehr… :thinking:
[/quote]

Weichei hatte ich nicht im Sinn :slight_smile:
Wirklich nicht. Im Gegenteil, du hast selbst erkannt du hast da etwas Schwereres zu tragen hast als du tragen kannst. Du hast daraus, so glaube ich, vernünftige Schlüsse gezogen, dir helfen lassen und bist nun auf dem Weg der Verarbeitung, in schreibender Form. Zumindest vermute ich du willst es auf diese Weise verarbeiten. Das würde ich als eher „stark“ bezeichnen, aber ich will nicht hartes Ei schreiben, hört sich komisch an :wink:
Ich hatte gelesen, dass du auch bei anderen Texten ins Negative gleitest. Meine Frage ist, wie negativ sind diese Texte? Sind sie immer mit Bezug zu deiner eigenen Geschichte oder losgelöst von dem? Benutzt du das Wort negativ für „ernste“ Texte? Wenn ja, würde ich die nicht als negativ bezeichnen wollen.

Da du noch keine Entscheidung getroffen hast ob du das Werk hinterher veröffentlichst oder nicht. Schreib es. Denn es liegt dir auf der Seele, es will raus. Kleiner Tipp an der Stelle: Wenn ich bei längeren Texten ins Stocken gerate, weil irgendwas nicht passt oder stimmt, weil ich vielleicht auch selbst nicht weiterkomme, oder Grenzen überschreite, dann gehe ich zurück an den Anfang, bearbeite den Text und habe damit schon mal einen ersten Schritt getan. Ich bleibe bei meinem Text, lese es nochmals, formuliere neu, Schreibe vielleicht auch neue Dinge dazu, schau mir die Dialoge an, …
Speziell bei dir, so lese ich das raus, wäre das auch eine gelungene Sache, wenn du dir deinen Text unter dem Aspekt vornimmst auch etwas aus deiner Sicht Gutes reinzubringen. Witzige Anekdoten, kurze Dinge die dir vielleicht bei längerem nachdenken in den Sinn kommen. Zum einen lockert das deinen Text, vermute ich, auf, zum anderen, und das halte ich für wichtiger, erkennst du auch hier gab es das. Und du lernst auch diese Dinge zu schreiben. Versuchs, es wird klappen. Ich traue dir das zu.

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Einfach mal Schreiben, einfach mal Distanz schaffen, ein Stück Papier zwischen sich und das Erlebte schieben. Ja, das kann ich nachvollziehen. Das mache ich auch gelegentlich, um Erlebtes zu verarbeiten. Dass dich dieser Prozess trotzdem nicht schlafen lässt, ist auch vorstellbar, schließlich manifestiert du damit wieder Bilder des Erlebten in deinem Unterbewusstsein, für das Zeit relativ ist.

Häufig schreiben sich Menschen Erlebnisse und Erkenntnisse ja auf, um sich an sie zu erinnern, oder um diese mit anderen zu teilen. Wem würdest du von deinem Erlebten erzählen wollen und warum? Wie soll sich jemand fühlen und was soll er denken, wenn er dein Geschriebenes liest? Willst du Machenschaften aufdecken wie ein Whistleblower? Willst du Menschen davor bewahren, Dinge zu tun, die du getan oder unterlassen hast?

Mir würde es an deiner Stelle helfen, erst einmal einen roten Faden zu generieren. Nicht nur chronologische Aspekte, sondern auch Ziele für die Abschnitte zu definieren. Zum Beispiel „Bundeswehr - wo ich lernte, dass der Körper keine Grenzen kennt, und die Abgründe der Seele noch viel weniger“. Oder auch „Mein letzter Deal: Schlecht gewartet, besser bezahlt, nie verziehen“. Der Dramaturgie wegen wäre hier wohl statt Autobiographie ein Autounfall eines von dir vermittelten Autos eine Möglichkeit, mehr Spannung hineinzubringen. Gleich fürs erste Kapitel. Ein brennendes Auto, dein bester Freund aus Kindheitstagen im Krankenhaus… Vielleicht wäre es auch therapeutisch, aus all den schlechten und harten Erfahrungen Fiktion zu generieren, Erlebnisse zu verzerren, auseinander zu reißen, unkenntlich zu machen.

Nur ein paar Anregungen von meiner Seite. Allerdings habe ich noch nie ein Buch veröffentlicht, weiß also nicht, ob dir ein guter Ratgeber sein kann.

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Moin Rolfe, ich kann gut verstehen, dass du schlaflose Nächte hast, wenn du über deinen ehemaligen Arbeitgeber und die unguten Verhältnisse dort schreiben willst. Nicht umsonst gibt es Abmahnanwälte und es gibt Verschwiegenheitsklauseln in Arbeitsverträgen und es gibt die Persönlichkeitsrechte und, und … Ich habe in meiner unter Pseudonym geschriebenen 3-bändigen Autobiografie zwar so authentisch wie möglich geschrieben - und auch mein Leben war oft alles andere als leicht. Aber ich habe doch manches bewusst verfremdet (Namen, Berufe, Orte, Familienverhältnisse u. a.), um beschriebene Personen zu schützen. Die Kernaussagen meiner Lebensgeschichte blieben, aber es ging vor allem um mich und meine Entwicklung, nur am Rande um die anderen. Eine Abrechnung sollte mein Buchreihe nie sein (so was mag auch kaum ein Leser lesen). Wo immer möglich blitzt der Humor durch. Und ich behaupte an keiner Stelle: Es wird spannend. So was soll bestenfalls der Leser denken, nicht der Autor sagen. Auf einen durchgängigen(!) Spannungsbogen geachtet habe ich natürlich dennoch.
Es kann sehr guttun, sich sein Leben von der Seele zu schreiben (erst einmal nur für sich), es kann aber auch, das ist meine persönliche Meinung, in gewisser Weise retraumatisieren. Für mich sind meine Hannah-Bücher bei weitem nicht der einzige Weg, um Schmerzliches und Herausforderndes zu bearbeiten und all das Sonenlicht hinter den Wolken zu sehen. Aber es war ein guter Weg.
Dir wünsche ich viel Glück beim Schreiben und ein gutes Händchen fürs Weglassen und Hervorheben, je nachdem. Und, da schließe ich mich den anderen an, such dir Hilfe, wenn es dir allein zu viel wird.
Zum Schluss noch ein ganz praktischer Tipp: Entscheide dich jeweils für einen Begriff, dann werden die Schrägstriche entbehrlich.
Herzlich, Sigrid

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Hi und hallo Sigrid,
vielen Dank für deine Meinung, deine Antwort.
Ich lese gerade in Amazon:

HANNAH : Das Kind will nicht heiraten …! - Autobiografischer Roman

und danach würde ich mich gerne nochmal etwas umfanfreicher bei Dir melden wenn es Dir recht ist!?

:blue_heart: liche Grüße von … de Rolf

Auch Dir vielen Dank für deine Resonanz lieber Briena,
du hast so recht…ich schreibe und mein Unterbewußtsein öffnet Schubladen die ich eigentlich fest verschlossen habe. Habe ich gedacht…Aber nöh, in der kommenden Nacht, meist so gegen 3.00 Uhr fängt das Stundenlange grübeln an.
Lange Zeit sagte mein Doc da müßte ich durch, aber inzwischen ist er der Meinung ich soll es lassen. ( das schreiben ).
Aber das geht nicht, ich weiß nicht wohin „damit“…Also muß ich einen Weg finden weiter zu schreiben.
Eine Idee wäre noch jemanden zu finden dem ich alles erzähle (das dauert), der Person Unterlagen zu übergeben welche dann alles schreibt …ich ergänze das ganze um meine bereits geschriebenen 150 Seiten kleiner ( negativer) Stories aus meiner Kindheit & Jugend…
Mein Gefühl sagt mir das es sich bestimmt bei Fertigstellung um 500-700 Seiten handelt…

Folgende Kapitel habe ich bisher vorgesehen: (mit * bereits geschrieben)

1.0-meine Kinder. - Jugendjahre; *
1.1-der Blinddarm; (gerade nochmal gut gegangen) *
1.3-mein Armbruch… (selber Schuld); *
1.4-mein Cousin… (das große Vorbild); *
1.5-die Pupertät (oder > ich bin ganz schlimm krank) *
1.6-im Eis eingebrochen (jetzt muss ich sterben); *
1.7-auf der Jagd im Wald; (oh mein Gott) *
1.8-die Fanfarenkorps Zeit; (trommeln ist Leidenschaft) *
1.9-die Jungs aus der Nachbarschaft *

2.0-Sport
2.1-Handball … nein danke; *
2.2-Fußball … bloß nicht mehr. *
2.4-Tennis… na ja; *

3.0-die Lehre (Leere) *

4.0-Marihuana … Lustig & Schluss mit lustig *

5.0-Altstadt MG… schöne Zeit.

6.0-der Führerschein (kaum da schon wieder weg)?! *

7.0-die Bundeswehr (Never more in my Live) …geht gar nicht. *
7.1-Bundeswehrzeit / Phimose & OP
7.2-Bundeswehr Feldeinsatzübung
7.3-Bundeswehr-Auffälligkeiten

8.0-die Firma… No Go; (vor der Bundeswehrzeit) *
8.1-Werdegang kurz – Lebenslauf! *
8.2-die Firma … No Go (nach der Bundeswehrzeit) Werdegang lang.*
8.3-der Beruf(e) Jobs… No Go;
8.4-die Kollegen … No Go *
8.5-die Vorgesetzten … lachhaft
8.6-Überstunden… betrug am Mitarbeiter.*
8.7-Versprechungen… eben, welche
8.8-Auszüge / Briefe diverse Anschreiben seitens des Unternehmens *
8.9-Arbeitsrecht-Angelegenheiten *

9.0-die Firma … No Go - Umzüge der Abteilung? *
9.1-ich stelle einen Antrag (Umfang / Aufwand) *
9.2-zusätzlich erschwerte Arbeitsbedingungen im Jahr 2015 /2016 *

10.0-die Mutter…. Maßlose Enttäuschung *
10.1-kleiner Scherz *
10.2-der Euro *
10.3-Abt… EDV (Anweisung gemäß GFs) *

11.0-Beziehungen……

12.0-Gesundheit;
12.1-Krankenkasse KKH; Bundes Agentur für Arbeit; Rentenversicherung *
12.2-die Totalausbeutung des Menschen / hyper Kapitalismus *
12.3-furchtbare Bauchschmerzen

Nochmals Danke sehr für deine Anregungen / Meinungen und Ratschläge
viel Grüße von… de Rolf

Das klingt sehr interessant. Fragst Du aber konkret nach dem Überwinden einer Schreibblockade bei speziellen Themen?
Hier nur vor mir der Hinweis (kennst Du sicher schon), sich viele kleine Schnipsel aufzuschreiben und sie erst später in einen Text zu fassen.
Gibt es in Deinem langen Text einen roten Faden? Also etwas, was sich immer wieder als etwas erweist, dass Dir im Leben half oder nicht half? Was Dir immer wieder passiert ist?
Also von mir eine Mischung aus Antwort und weiteren Fragen zu Deinem Thema :wink:

Das ist vielleicht ein Hinweis darauf, Erlebnisse und Erfahrungen zwischen Privatleben und Berufsleben zunächst einmal getrennt voneinander zu behandeln.

Das Thema Berufserfahrung mit all seinen traumatischen Erlebnissen würde ich in die Hände einer oder mehrerer Personen abgeben. Solche Erlebnisse und Erfahrungen sind zuviel für einen einzelnen Menschen. Zum einen ist da die therapeutische Unterstützung. Zum anderen wäre das in Deinem Anliegen ein Autor oder Journalist, der sich mit dieser Thematik auskennt, beschäftigt und Dich hilfreich beraten oder deine Erfahrung sogar in seine Arbeit mit aufnehmen kann.

Die SZ z.B. beschäftigt einen hervorragenden investigativen Journalisten, der sich seit über 20 Jahren mit den Bereichen Korruption und Wirtschaftskriminalität beschäftigt.
An eine solche Person würde ich mich wenden. Im Gespräch mit solchen Fachleuten hast Du vom ersten Augenblick an das Gefühl, nicht allein mit dieser Erfahrung zu sein. Da sitzt Dir jemand gegenüber, der genau weiß, wovon Du sprichst, worum es geht, was Dich bewegt, was Dich zerwirft, wie es Dir damit geht. Du hast da jemand gegenüber, der aufgrund seiner Erfahrung auch Antworten auf viele Deiner Fragen hat.
Ich kann Dir auf PN gerne ein paar Ansprechpartner nennen.

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Ergänzung:
habe meinen Kindle Paperwhite gefunden &
alle 3 Hannah >>> Bücher bei Amazon erstanden!
Nun wird es doch noch etwas dauern bis ich mich wieder melden möchte ( versprochen ).
Aber ich möchte Dir schon mal die verschiedenen Artikel meines Buches mit einem Vorwort vorstellen:
Ich schreibe und mein Unterbewußtsein öffnet Schubladen die ich eigentlich fest verschlossen habe. Habe ich gedacht…
Aber nöh, in der kommenden Nacht, meist so gegen 3.00 Uhr fängt das Stundenlange grübeln an.
Lange Zeit sagte mein Doc da müßte ich durch, aber inzwischen ist er der Meinung ich soll es lassen. ( das schreiben ).
Aber das geht nicht, ich weiß nicht wohin „damit“…
Somit muß ich einen Weg finden weiter zu schreiben.
Eine Idee wäre noch jemanden zu finden dem ich alles erzähle (das dauert), der Person Unterlagen zu übergeben welche dann alles schreibt …ich ergänze das ganze um meine bereits geschriebenen 150 Seiten kleiner ( negativer) Stories aus meiner Kindheit & Jugend…

Mein Gefühl sagt mir das es sich bestimmt bei Fertigstellung um 500-700 Seiten handelt…

Folgende Kapitel habe ich bisher vorgesehen: (mit * bereits geschrieben)
1.0-meine Kinder. - Jugendjahre; *
1.1-der Blinddarm; (gerade nochmal gut gegangen) *
1.3-mein Armbruch… (selber Schuld); *
1.4-mein Cousin… (das große Vorbild); *
1.5-die Pupertät (oder > ich bin ganz schlimm krank) *
1.6-im Eis eingebrochen (jetzt muss ich sterben); *
1.7-auf der Jagd im Wald; (oh mein Gott) *
1.8-die Fanfarenkorps Zeit; (trommeln ist Leidenschaft) *
1.9-die Jungs aus der Nachbarschaft *

2.0-Sport
2.1-Handball … nein danke; *
2.2-Fußball … bloß nicht mehr. *
2.4-Tennis… na ja; *

3.0-die Lehre (Leere) *

4.0-Marihuana … Lustig & Schluss mit lustig *
5.0-Altstadt MG… schöne Zeit.

6.0-der Führerschein (kaum da schon wieder weg)?! *

7.0-die Bundeswehr (Never more in my Live) …geht gar nicht. *
7.1-Bundeswehrzeit / Phimose & OP
7.2-Bundeswehr Feldeinsatzübung
7.3-Bundeswehr-Auffälligkeiten

8.0-die Firma… No Go; (vor der Bundeswehrzeit) *
8.1-Werdegang kurz – Lebenslauf! *
8.2-die Firma … No Go (nach der Bundeswehrzeit) Werdegang lang.*
8.3-der Beruf(e) Jobs… No Go;
8.4-die Kollegen … No Go *
8.5-die Vorgesetzten … lachhaft
8.6-Überstunden… betrug am Mitarbeiter.*
8.7-Versprechungen… eben, welche
8.8-Auszüge / Briefe diverse Anschreiben seitens des Unternehmens *
8.9-Arbeitsrecht-Angelegenheiten *

9.0-die Firma … No Go - Umzüge der Abteilung? *
9.1-ich stelle einen Antrag (Umfang / Aufwand) *
9.2-zusätzlich erschwerte Arbeitsbedingungen im Jahr 2015 /2016 *

10.0-die Mutter…. Maßlose Enttäuschung *
10.1-kleiner Scherz *
10.2-der Euro *
10.3-Abt… EDV (Anweisung gemäß GFs) *

11.0-Beziehungen……

12.0-Gesundheit;
12.1-Krankenkasse KKH; Bundes Agentur für Arbeit; Rentenversicherung *
12.2-die Totalausbeutung des Menschen / hyper Kapitalismus *
12.3-furchtbare Bauchschmerzen

Nochmals Danke sehr bis hierhin für deine Anregungen / Meinungen und Ratschläge
viel Grüße von… de Rolf

PS. Wenn es Dir zuviel wird dann schreibe es mir bitte, kein Problem!

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Lieber Rolfe, zunächst freue ich mich sehr, dass du gleich alle 3 Hannah-Bände bestellt hast. Viel Spaß beim Lesen!
Dein Inhaltsverzeichnis klingt vielversprechend. Und lass dir das Schreiben nicht ausreden. Ich habe es oft als geradezu lebensrettend, zumindest seelenrettend empfunden. Als mein Erstgeborener kurz nach seinem 14. Geburtstag einen Hirntumor diagnostiziert bekam und ich für 5 Monate mit ihm im Mutter-Kind-Zimmer in der Siegener Kinderklinik verschwand, kaufte ich mir sobald wie möglich eine Kladde und schrieb mir alles von der Seele. Es wurden mehrere Kladden im Laufe der Zeit - ich habe sie heute noch. Nur eine Episode aus dieser Zeit habe ich bisher als Kurzgeschichte verarbeitet (Titel: Die Maske), aber in „Hannah“ kommt mein Sohn vor. Er lebt übrigens heute, 26 Jahre später, immer noch und hat sich zu einer tollen Persönlichkeit entwickelt.
Keine Angst übrigens vor vielen Seiten. Machst du eben einfach auch eine Trilogie daraus. solange du unterhaltsam und nicht generell anklagend schreibst, dürfte das auch für den geneigten Leser kein Problem sein. :slight_smile:

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Hallo Rolfe,

ich habe eine Weile überlegt, ob ich auf Deinen „Hilferuf!“ antworten soll. Denn ich bin mir nicht sicher, ob Dir mein Gedanke nützen kann - oder gar schaden. Den ersten Ansatz dazu habe ich wieder abgebrochen.

Dein Dilemma, könnte ich mir vorstellen, illustrieren diese beiden Zitate aus Deinem Post:

Das heißt doch, dass Du Dich für einen „Ja Sager & Arschkriecher“ hältst, der es 50 Jahre lang nicht geschafft hat, eine Situation zu beenden, die sich wie „Haft mit Nachtausgang & Wochenende“ angefühlt hat, obwohl es das nicht war und Du jederzeit hättest gehen können.

Wie willst Du genau das einem imaginären Leser, den wir Schreiberlinge doch immer vor Augen haben, erklären.

Wird es eine Anklage an Deinen Betrieb, die vermutlich von dem zurückgewiesen würde und darüber hinaus schwer zu beweisen wäre? Das Argument des Betriebes, würde nicht ganz zu Unrecht sein: „Wenn er es 50 Jahre lang mit uns ausgehalten hat, kann es so schlimm nicht gewesen sein!“

Eine solche Anklage sollte man besser an den Betrieb richten und weniger an einen „geneigten Leser“.

Ich denke, Du kannst erst erfolgreich über diese Zeit autobiographisch schreiben, wenn Du für Dich Deine Rolle darin geklärt hast.

Vielleicht würde es Dir helfen, wenn Du zunächst Geschichten oder auch einen Roman schreibst, in dem ein oder mehrere Figuren ähnliches erleben wie Du und was daraus machen: das Dilemma auflösen, sich wehren, sich befreien oder sich rächen.

Dann, würde ich meinen, hatte das Schreiben therapeutische Wirkung.

Mir fällt ein Gedicht von Eugen Roth ein:

Ein Mensch, entschlusslos und verträumt,
hat wiederholt sein Glück versäumt.
Doch ist der Trost ihm einzuräumen,
man kann sein Unglück auch versäumen!

Was hälts Du von einem Roman, der zwei Kollegen in einer Firma wie Deiner schildert, von denen der eine aussteigt, was versucht und grandios scheitert. Der andere ausharrt - ein guter Grund fällt Dir bestimmt ein - aber recht unbeschadet davonkommt und in im Ruhestand noch in der Lage ist seinem Leben Würze zu verleihen, während der Aussteiger bereits tot ist oder im echten Gefängnis sitzt…

Therapeutisches Schreiben :wink:

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So ähnlich habe ich es mit dem Buch über das Bergmannsleben meines Vaters gemacht. Nicht auf dem Hintergrund von psychischen Problemen, was aber für die Herangehensweise keinen Unterschied macht. Er hat erzählt. Ich habe geschrieben. Er hat Material zusammengesucht. Ich habe es verarbeitet. Er hat meine Texte gelesen und gesagt: „Wenn ich richtig darüber nachdenke, war es doch ein wenig anders.“ Dann das ganze Prozedere wieder von vorne. Bis wir irgendwann fertig waren. Gespickt haben wir das Werk zwischendurch mit Recherchen meinerseits.
Fazit: Wir hatten beide Spaß bei der Aufarbeitung der Vergangenheit. Anstelle von Spaß könnte bei dir vielleicht der Effekt der Erleichterung eintreten.

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