Frage Autoren - Hilfe bei der Facharbeit - Wie schreibt ihr?

Ja. Das sage ich nun zum dritten Mal. Siehe hier: „Damit bin ich raus.“

Aber es ist deine Arbeit und somit deine Entscheidung.

Ich glaube, du solltest dir erst mal für dich klären und ein Konzept erarbeiten, worauf du letztlich hinarbeiten willst. Den Begriff ‚Facharbeit‘ setzt du selbst schon in Gänsefüßchen, der Titel, auf den du anfangs noch stolz warst, ist jetzt auch in Frage gestellt. Was jetzt KI mit dem Zustand eines Autors zu tun hat, der eine Kurzgeschichte schreibt, offenbart sich mir auch nicht. Können KIs jetzt schon Alkohol trinken? Ein stilistischen Vergleich, also Variationen einer (Ultra-) Kurzgeschichte in unterschiedlichen Erzählweisen, Tempi etc. könnte ich mir noch vorstellen, aber alles andere (der Zustand, die Rahmenbedingungen) ist mir ehrlich gesagt zu schwammig und auch inhaltlich zu belanglos. Eine gute Story schreibt sich bei Tag und bei Nacht, bei Kerzenschein und bei Flutlicht. Zum physischen oder psychischen Zustand des Autors gäbe es sicher unterschiedliche Ansichten, aber was hat das mit KI und dem Buchmarkt zu tun? Rätsel über Rätsel …

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Ebenso!
Treffender kann man es meiner Ansicht nach nicht formulieren:

Der renommierte Journalist, Buchautor und Stillehrer Wolf Schneider hat sich gegen das Gendern in der deutschen Sprache gewandt. Zuletzt hatte die Debatte um Gender-Wortschöpfungen wieder Fahrt aufgenommen, weil diese vielfach von Moderatoren in ARD und ZDF verwendet werden.
Sprachexperte Schneider sagte der Bild-Zeitung: „Die ganze Gender-Debatte ist eine Wichtigtuerei von Leuten, die von Sprache keine Ahnung haben. Zwischen dem natürlichen und dem grammatischen Geschlecht besteht nicht der geringste Zusammenhang. Wie könnte es sonst das Weib heißen? Der Löwe, die Schlange, das Pferd. Obwohl sie alle dieselben zwei Geschlechter haben.“ Die Führungskraft, im grammatischen Geschlecht weiblich, sei heute überwiegend ein Mann – und keiner habe sich je beschwert, so Schneider. „Die Liebe ist weiblich, dabei soll es bleiben.“

Quelle: Wolf Schneider

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Am besten schreibe ich, wenn ich wach bin. Im Halbschlaf kommt nur Kauderwelsch heraus, den ich selbst nicht mehr verstehe und im Schlaf gehe ich zwar mit dem Hund raus und betreibe Onlineshopping, schreibe aber nicht. Nichtmal Expartnern.

Hilft dir vermutlich nicht weiter für deine „Facharbeit“, auf deren Titel du stolz bist und ihn dann trotzdem ändern würdest. Mach ich nie (das ändern), wenn ich stolz auf den Titel bin.

Aber das hilft vermutlich auch nicht.

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Und das mit allem Recht. Gendern ist und war nie ein Teil der deutschen Sprache.

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Um da mal etwas Druck rauszunehmen. Bei einer Facharbeit werden die sprachlichen Anforderungen mitunter „gesetzt“. D.h. wer an der Uni/Schule eine Facharbeit/ Doktorarbeit/ Forschungsarbeit einreichen möchte, muss sich den formellen Regeln beugen. Alternativlos.
Ob das hier der Fall ist, mag ich nicht beurteilen.

Aber zurück zum Thema:
Es wäre ratsam einen konkreten Fragenkatalog zu erstellen. Die Fragestellung „Wie schreibt Ihr?“ ist zu weit gegriffen. Meine Antwort wäre darauf: ein Wort nach dem anderen. Das hilft Dir nicht.

Wie schreibt ihr? (Rotwein und Kerzenschein?): Ja. Und nein. Sowohl, als auch.
Wann schreibt ihr? (Nachts?): Ja. Und nein. Manchmal.
Bereitet ihr euch auf das Schreiben explizit vor? Falls ja; Wie?: Ich schließe meine Tür. Wenn vorhanden.

Du musst konkreter fragen, wenn Du konkrete Antworten willst. Und diese brauchst Du, um eine Umfrage quantifizierbar zu machen. Das ist wissenschaftliches Schreiben.
Die Erstellung von Umfragen ist ebenfalls bei Bachelor/Master-Arbeiten mit Einreichung des Fragenkatalogs obligiert.

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Willkommen im Forum Cyrran :slight_smile:

Wenn ich es richtig verstanden habe, möchtest du Bedingungen wissen, unter denen wir Schreiben und wahrscheinlich eine Art Selbstversuch starten (deine Kurzgeschichte).
Im Anschluss bewertest dann den Prozess ?

Also ich schreibe morgens vor der Arbeit im Zeitfenster von 6:00 bis 9:00.
Sofern ich Homeoffice habe schreibe ich zusätzlich von 12-13 Uhr.

Abends ist meine Familie zu Hause und ich komme kaum dazu mich abzusetzen, morgens liebe ich die Stille und Ruhe, da die Welt noch nicht recht wach geworden ist.

Ich schreibe meist 4x 10 Minuten hintereinander und tracke die Wörter in diesen Abschnitt. Ich bereite mich etwa 5 bis 10 Minuten auf diese 40 Minuten vor, indem ich Stichpunkte zur Szene notiere, die ich dann im Anschluss beschreibe.
(Mikroplotting).
(Morgens mache ich also 2 solche Abläufe, sofern ich dazu komme)

Mir ist Ruhe wichtig. Manchmal höre ich Wellenrauschen oder Umgebungsgeräusche per Streaming. Mein Gerät muss lautlos und mobil arbeiten und eine gute, mechanische Tastatur besitzen. Ich arbeite entweder von zu Hause, oder vom Urlaubsort. Im Sommer schreibe ich auf dem Balkon. Ich habe auch schon mit nem Fahrrad und ner Picknickdecke im Park gearbeitet.

Ich unterscheide Knallhart zwischen Rohschrift und Korrektur. Das sind bei mir verschiedene Prozesse, bei dem ich andere Computer einsetze.
Rohschrift darf gern minimalistisch erzeugt sein (Google mal nach „Alphasmart Dana“ ein Gerät, dass ich Jahrelang eingesetzt habe). Mein Zustand ist dabei ausgeruht, mit Schwarztee intus :wink: )

Mein Schreibplatz ist zu Hause immer vorbereitet. Eine Art Miniholztisch. :smiley: Ich kann mich jederzeit dran setzen. Manchmal hacke ich auch nur 100 Wörter irgendwann am Nachmittag rein. Inzwischen kann ich mich jederzeit „sofort“ in einen Schreibzustand versetzen, selbst wenn es nur für 10 Minuten ist.

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Kreativ schreibe ich NUR morgens, gern vor der Arbeit. Ich brauche absolute Ruhe, um einzusteigen. Bin ich erstmal drin, könnte man mich aus dem Haus tragen…
Wenn ich die Zeit habe (Urlaub, Wochenende), tauche ich für Stunden ein.
Ich lese mich kurz ins Thema ein und lege los.
Wenn es schwierig wird, ich nicht voran komme, nutze ich Bewegung (Spaziergänge/ joggen)

Nachmittags fehlen mir Ruhe und Ideen. Dann überarbeite ich meine Texte.

Ich schreibe im Wintergarten, im Sommer auch im Garten.

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Ihr seid aber auch gemein heute. :face_with_hand_over_mouth:
War doch nur ne einfache Frage. Was dann mit der Facharbeit passiert und ob sie überhaupt geschrieben wird… Nun ja.

Also @Cyyran Ich kann dir gerne sagen, wann wie und wo ich schreibe. Aber namentlich zitiert werden möchte ich nur, wenn ich vorher lesen darf, was du daraus gemacht hast. :wink:
Es gibt bei mir nicht das eine Zeitfenster, den einen Schreibort oder das eine Getränk oder was auch immer, was ich zum Schreiben brauche oder nicht gebrauchen kann.
Ich schreibe, wenn ich die richtige Stimmung dazu habe. Das kann z.B. dann sein, wenn ich mir vorher eine Staffel Maxton Hall reingezogen habe und der Antagonist plötzlich etwas tut, was meiner auch tun soll.
Thema Musik ist auch so etwas. Bei meinem letzten Roman brauchte ich die unbedingt, um mich „in Stimmung“ zu bringen. Als ich die RomCom geschrieben habe, die nur so von Musik wimmelte, hat’s mich genervt und abgelenkt, dabei Musik zu hören.
Manchmal finde ich es gut, wenn meine Tochter dauernd bei mir reinplatzt, weil ich ihre Störungen für die Entwicklung von Figuren gebrauchen kann und manchmal nervt es mich schon, wenn der Hund bellt, weil es an der Tür klingelt.
Ich schreibe in meinem Arbeitszimmer zu Hause, auf dem Bett liegend, im Sommer im Garten und manchmal sogar im Büro, wenn mich gerade keine Mandanten nerven, ich aber eine Szene im Kopf habe, die unbedingt raus muss.
Alkohol macht mich müde und meine Protas besoffen, zu schwermütig und meist auch zu rührselig oder schwafelig.

Was ich damit sagen will, ist…
Es gibt nicht den einen Weg. Und nur, weil Tapio und Antje z.B. morgens schreiben und ich eher nachmittags oder abends, heißt das nicht, dass du oder jemand anderes nicht nachts um 3 am kreativsten ist. Da muss schon jeder seinen eigenen Weg finden.
Eine Kurzgeschichte oder ein Roman oder was auch immer, ist nicht besser oder schlechter oder von anderer Qualität, weil du sie einmal morgens, einmal nachts, einmal mit und ohne Alkohol, mit oder ohne Musik oder in der Küche, in der Badewanne oder in der S-Bahn schreibst.

Von daher verstehe ich das Thema dieser Facharbeit tatsächlich auch nicht wirklich. Was soll dabei herauskommen? Was willst du damit beweisen? Du hast in deinem Eingangsbeitrag etwas von KI geschrieben, wenn ich mich richtig erinnere.

Was viel interessanter wäre - zumindest sehe ich das so - wäre z.B. eher die Frage danach, wie man überhaupt auf Geschichten kommt. Das verstehe ich unter Quelle. Wie und wo und wodurch kommt man überhaupt erst auf die Idee einer Geschichte, die ja nun mal jeder Geschichte vorausgeht. Und ist es nur ein Gedanke, eine Situation, die man beobachtet hat. Ein Gespräch, das man mitgehört hat oder eine Fantasie, die man hat. Vielleicht ein Traum, der dich nicht loslässt oder eine unerfüllte Sehnsucht.
Das wäre für meine Begriffe ein viel interessanteres Thema.

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Dankeschön!

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Hallo, Cyyran,

ich finde dein Projekt interessant. Zumal ich lange Zeit selbst Facharbeiten in der Oberstufe stellen und bewerten musste.

Ein langer Titel ist das einzig Richtige! Nur so kannst du dein Thema sinnvoll eingrenzen. Ein zu weites Thema ist ein großes Problem, gerade bei Facharbeiten, Seminararbeiten an der Uni etc. Denn wenn man das Thema nicht eingrenzt, kann einem später vorgeworfen werden, dass es unvollständig bearbeitet wurde.
Es gibt ein hilfreiches Kapitel zu diesem Thema in Umberto Ecos „Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt“. Vielleicht findest du das Buch in einer Bibliothek …

Allerdings ist mir der Titel inhaltlich nicht so ganz klar.
„Eine Abhandlung über den Einfluss von Literatur und Buchmarkt …“
Worauf?
Das sagst du gar nicht. Irgendetwas hat immer Einfluss auf etwas.
Und hier finde ich deinen Titel trotz der Länge immer noch viel zu weit gefasst. Das kannst du im Rahmen einer Facharbeit gar nicht abhandeln. Zumindest nicht so, dass es auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereiten würde. Und das ist ja der Sinn einer Facharbeit: das wissenschaftliche Arbeiten, das Gliedern eines Textes, das korrekte Zitieren, das Literaturverzeichnis erstellen etc.

„… und Buchmarkt durch menschliche und künstliche Intelligenz …“
Auch hier fehlt „Einfluss worauf?“ Ich finde es gerade schwierig, den Schwerpunkt deines Themas herauszuarbeiten. Was genau willst du untersuchen?

" - im literarisches Selbstversuch mit Tipps und Tricks"

Das halte ich für eine Facharbeit nicht für angemessen. Weil es nicht wissenschaftlich ist. Momentan klingt das wie ein Schreibratgeber mit einem eigenen Beispiel. Aber auf welche Autoritäten willst du dich dabei berufen? Wen oder was willst du zitieren? Eine Facharbeit bzw. eine Abhandlung untersucht einen bestimmten Aspekt und folgt dabei einer wissenschaftlichen Argumentation. Dabei beruft sie sich auf wissenschaftliche Autoritäten, indem sie sie entsprechend zitiert. Oder du untersuchst z.B. einen literarischen Text auf bestimmte Kriterien hin, wie man es in der Literatur- oder Sprachwissenschaft gerne tut.
In diesem Fall setzt man seine Interpretationen in einen wissenschaftlichen und u.U. zeitgenössischen Kontext. Wenn du z.B. einen Text von Jane Austen interpretierst, tust du das im Kontext des frühen 19. Jahrhunderts und der damaligen gesellschaftlichen Konventionen. Und für diese suchst du auch wieder wissenschaftliche Belege.

Und dann sagst du noch: „Wie dem Thema zu entnehmen schreibe ich einerseits über KI und den Einfluss in die Literatur, aber andererseits auch über die Literartur an sich.“
Einerseits und andererseits zeigen mir schon, dass du dein Thema noch gar nicht klar eingegrenzt hast. Das wird unweigerlich dazu führen, dass du dich verzettelst.

Ich habe schon eine Menge wissenschaftlicher Arbeiten geschrieben, im Studium, fürs Staatsexamen etc. Ich habe auch Studenten dabei geholfen, z.B. bei Bachelorarbeiten. Und natürlich habe ich Facharbeiten in der gymnasialen Oberstufe gestellt und bewertet.

Ich finde das Thema - als Facharbeit und Abhandlung - äußerst schwierig für eine Schülerin. Ich hätte es wahrscheinlich abgelehnt, wenn eine Schülerin damit zu mir gekommen wäre.
Weil es keinem wissenschaftlichen Anspruch gerecht werden kann - zumindest nicht mit dem Wissen, das Schüler in der Oberstufe haben.

Ich habe spaßeshalber mal KI gefragt, was für Themen sie vorschlagen würde. Ich habe alle abgelehnt, weil sie mir nicht machbar erschienen.

Hier sind die Vorschläge und meine Gedanken dazu:

  1. Was bedeutet „Autorsein“, wenn KI mitschreibt?
    Schon die Frage finde ich unwissenschaftlich. Was bedeutet „Autorsein“? Das ist sehr subjektiv und wissenschaftlich nicht verifizierbar.
    Und wie sollte eine Schülerin das bewältigen? Soll sie mehrere Autoren interviewen? Die würden doch gar nicht zugeben, dass und wie viel KI sie beim Schreiben verwenden.

  2. Verändert KI literarischen Stil?
    Das finde ich auch sehr schwer überprüfbar und für eine Schülerin, die kaum Kenntnisse der Sprachwissenschaft hat, kaum zu bewältigen.
    Wie soll man in einer Facharbeit, die vielleicht 20 Seiten umfasst, mehrere Stile untersuchen? Das ist völlig abwegig!
    Und dann kommt noch die Schwierigkeit hinzu, „Stil“ zu definieren.
    Mit diesem Thema wäre eine Schülerin definitiv überfordert.

  3. Wie verändert KI den Weg zum Text?
    Gleiches Problem wie bei Thema 1.
    Welcher Autor würde sich so genau in die Karten schauen lassen? Wen sollte eine Schülerin interviewen, um an Fakten zu kommen? Könnte man den Aussagen der Interviewpartner trauen?

  4. Welche Folgen hat KI für den Literaturmarkt?
    Das finde ich schon etwas besser. Das ist dann aber kein Sprach- oder literaturwissenschaftliches Thema mehr, sondern eher ein ethisches und evtl. sogar juristisches - je nachdem, wie man den Schwerpunkt setzt.
    Aber hier könnte man vielleicht zitierwürdige Quellen finden.
    Man könnte auch die Diskussion darüber, ob KI-generierte Texte gekennzeichnet werden sollten und ob das realistisch umsetzbar ist, hineinbringen.

  5. Macht es einen Unterschied, wer den Text geschrieben hat - KI oder ein Mensch?
    Finde ich für eine Schülerin auch zu groß. Wie will man Akzeptanz messen? Wie will man das überhaupt korrekt bewerten und einordnen, wo heutzutage immer weniger Menschen überhaupt noch lesen? Der Vergleich mit früher wäre ja von vornherein verfälscht.

Von den 5 Themen würde sich m.E. nur eines eventuell eignen. Aber das heißt nicht, dass man nicht noch andere Themen rund um KI und Literatur finden könnte. Man müsste halt ein bisschen suchen.

Selbst eine Kurzgeschichte zu schreiben, ist eigentlich kein geeignetes Thema für eine Facharbeit. Und es wäre ja auch keine Abhandlung, sondern ein literarisches Werk.
Ich weiß nicht, wie eure Lehrer das heute bewerten. Möglicherweise lassen sie alles Mögliche in einer Facharbeit gelten. Ich habe auch mitbekommen, dass die Grenzen immer stärker verwischt werden. Dazu kann ich nichts sagen.
Aber ursprünglich diente eine Facharbeit dazu, das wissenschaftliche Arbeiten als Vorbereitung auf ein Studium einzuüben.

Ich habe bei meinen wissenschaftlichen Arbeiten immer mit dem Lesen angefangen. Habe zuerst Quellen gesucht, auf ihr wissenschaftliches Niveau geprüft (nicht jeder Text ist in einer wissenschaftlichen Arbeit zitierfähig) und sortiert. Ob sie zu meinem Thema passen und ob es lohnt, sie zu lesen, oder ob nur einzelne Kapitel etc. relevant sind.
Sämtliche Zitate habe ich dann mit kompletter Quellenangabe und Seitenzahlen notiert, um später darauf zurückgreifen zu können.
Dann habe ich eine Gliederung erstellt und angefangen, den 1. Entwurf zu schreiben.

Wo ein Schriftsteller schreibt, ob in der U-Bahn oder in seinem Zimmer, ist für dein Thema eigentlich völlig irrelevant.
Ich fürchte auch, dass du solche Antworten nicht finden wirst, es sei denn, du interviewst Autoren selbst. Und auch dann ist nicht sichergestellt, dass sie dir ehrlich antworten werden. Das ist ja der Hauptgrund, warum ich die meisten der oben erwähnten Themen ablehnen würde.

Wenn du uns fragst, ist das zwar nett, aber nicht wissenschaftlich relevant, weil es nicht überprüfbar ist.
Meiner Meinung nach gerätst du hier in eine gefährliche Situation der pseudowissenschaftlichen Arbeit, die dich nicht weiterbringen wird.

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So sollte es heute noch sein. Und dazu muss die abgelieferte Arbeit nicht allumfassend sein, aber die Züge wissenschaftlicher Methodik und wissenschaftlichen Denkens abbilden.
@Cyyran deswegen beherzige die Ratschläge insbesondere von Michel und Pamina22, sonst verlierst Du Dich in nicht-wissenschaftlichen Aspekten, die weder überprüfbar noch reproduzierbar sind - oder widme einen größeren Teil Deiner Arbeit der Diskussion ihrer Schwächen.
Natürlich kannst Du hier 15 AutorInnen (ich hab nichts gegen geruhsames Gendern) fragen, das ist eine wissenschaftliche Methode, klar, aber signifikant ist das Ergebnis nicht. Kannst Du machen, musst Du kritisch bewerten. Auf keinen Fall kannst Du für Dein Forschungsergebnis Allgemeingültigkeit ableiten. Kannst (und sollst) Du als Schüler wahrscheinlich auch nicht mal eben so auf 20-30 Seiten erreichen.
Am Ende eine Kurzgeschichte zu schreiben, ist mE ebenfalls keine wissenschaftliche Leistung (vor allem nicht, wenn Du „Wie man einen ROMAN schreibt“ zitierst).
Wie Du dann auch noch ChatGPT einbringen willst … Ich denke, mit dem Hinweis auf die Tatsache, dass manche AutorInnen die Verwendung von KI niemals zugäben, hättest Du auch da einen kritischen Diskussionspunkt.
Inhaltlich bleibst Du mit egal welchen Ergebnissen in der Methodenkritik stecken und könntest keine validen Schlüsse ziehen, kannst aber kritisches Denken beweisen. Ist es das, was Deinem Tutor vorschwebt?
Mit einem konkreten Fragenkatalog würde ich durchaus mitmachen. Vergiss das Anonymisieren nicht (Datenschutz) und erfass auch statistische Grunddaten (Alter, Geschlecht). Statistik ist auch WIssenschaft, bei niedrigen Fallzahlen halt nur ein Achselzucken wert.
PS: Es ist einfacher, wenn Du Dein Thema als Hypothese, die Du beweisen oder widerlegen möchtest, formulierst. Nicht offen wie ein Scheunentor.

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:rofl:

Ja, ich weiß schon, warum ich sehr wahrscheinlich im Lehrerberuf nicht überleben werde …
Es ist leider vieles nicht mehr so, wie es sein sollte in der Schule. Mich macht das krank.
Ich weiß, dass es Kollegen gibt, die das nicht mehr so „eng“ sehen. Frei nach dem Motto: „Hauptsache, der Schüler hat sich überhaupt mal hingesetzt und einen Text produziert, der länger ist als eine WhatsApp-Nachricht“.
Inhalt? Vernachlässigbar …

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*die Optimismuspumpe hervorkram *
Es gibt auch heute noch gute Lehrer - ich seh’s an der Schule meiner Teenies. Da gibt es auch Dödel, aber auch HeldInnen.

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Das kommt auch sehr auf die Schulleitung an.

Ich bin vorübergehend raus aus der Schule. Man könnte sagen, „rausgemobbt“.
Weil man Beamte ja nicht kündigen kann.

Mir wurde jahrelang immer nur vorgebetet, ich solle bessere Noten geben …
Wie ich das hasse!

„If I fail, it’s your fault“.

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Leute, ich finds ehrlich gesagt richtig anmaßend, wie hier von oben herab inhaltlich an der Facharbeit Kritik geübt wird, obwohl nirgends danach gefragt wurde.
Inhalt und Gliederung sind mit dem Lehrer augenscheinlich abgesprochen und bewilligt worden, ob ihr das jetzt richtig oder falsch, gut oder schlecht findet, ist an diesem Punkt - so hart es klingt - ziemlich irrelevant.
Zumal es euch auch nicht interessieren braucht, was im Endeffekt aus der Facharbeit wird. Ihr wurdet doch nur !freundlich! zu euren Schreibgewohnheiten befragt… meine Güte. ^^°

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Zum Thema Schreibgewohnheiten.
Selbst ich, als nur Hobbyautor nehme die schriftstellerische Arbeit sehr ernst. So wie fast jeder hier.
Bei Kerzenlicht und Rotwein wird da schonmal nix.
Viele schreiben mit Plan und regelmäßig.
Andere wiederum, wie es passt.
Wenn du da 10 Leute fragst, bekommst du 10 verschiedene Antworten.
Eines wird aber ein gemeinsamer Nenner sein.
Zum kreativen Schreiben benötigt man Ruhe, Fantasie und das richtige Handwerkszeug.

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Die Whatsapp-Bemerkung bezog sich auf (manche) Lehrer und wie die ihre Schüler behandeln.
Ich fände es schade, jemanden kommentarlos mit Schwung in ein Messer laufen zu lassen. Natürlich kann man die Schultern zucken. Ich lese auch nirgends Abwertung ggü Cyyran. Im Gegenteil. Seine/ihre Begeisterung für das Thema an sich kann eine tolle Arbeit ergeben und nach Erfolg Lust auf mehr machen. Wenn die Arbeit fokussiert ist. Und da scheint der Tutor eher auf Prisma gesetzt zu haben.
Kritik trifft den Tutor, und ja, das kann uns egal sein. Das fände ich aber traurig. Wir helfen doch auch bei anderer Textarbeit, wenn wir meinen, dass sie optimiert werden könnte.

Abe schonmal für alle Fälle: meine Schreibgewohnheiten:
Ich schreibe, wenn es passt. Ich bin dabei frei von Drogen außer Kaffee und höre keine Musik. Ich sitze mit Laptop am Schreibtisch. Ich bespreche alle Probleme, die mit dem Projekt auftauchen, mit anderen Schreibenden und/oder ChatGPT, der manchmal das richtige Stichwort liefert oder Unsinn zusammenfantasiert.

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Ich vermute mal, dass der Titel korrekterweise lauten soll: „Eine Abhandlung über den Einfluss von menschlicher und künstlicher Intelligenz auf Literatur und Buchmarkt – verifiziert im literarischen Selbstversuch“

Das ergäbe nach meinem Verständnis durchaus Sinn.