Feedback / Lese probe / Fantasy

Das wollte ich damit gar nicht ausdrücken, denn sie hat ja auch ihre Antwort bekommen.
Jedoch spürte ich hinter ein paar Kommentaren, dass sie es mit ‚dem oder dem‘ oder einem ‚so und so‘ schwer haben wird.
Sie hat einen Ausschnitt präsentiert, den man doch zuerst auf das Gute abklopfen sollte, um danach den ein oder anderen Tipp zu geben.
Mein Wunsch war lediglich: etwas mehr Fingerspitzengefühl. Das ist alles.

Dafür lernt man ja…und dafür gibt es ja Tipps… Damit es eben leichter wird.

@Bommel und @a-i-brecht
Das ist auch vollkommen okay. Ich wollte ausdrücklich Kritik zum Sprachlichen, und die nehme ich auch dankend an. Mir ging es nur darum zu erklären, was mein Gedanke dahinter war.

Ich hätte mir gewünscht, dass man mir sagt: „Das kommt so, wie du es schreibst, nicht rüber“ oder „So kann man das missverstehen, das müsste man anders formulieren“, weil ich im Sprachlichen wirklich große Probleme habe oder das ist blöd. so wie mit den metaphern das nehm ich dankend an und lerne drauß das zu vermeiden zu kürzen.

Aber stattdessen kam plötzlich Kritik an meiner Geschichte selbst, an der Art, wie ich sie aufziehen, plotten oder erzählen will — und damit habe ich ein Problem, weil das nicht das war, wonach ich gefragt habe.

Deshalb bereue ich gerade ein bisschen, gefragt zu haben. In dieser Geschichte steckt für mich sehr viel. Es war viel Mut für mich den ausschnitt hier zu posten und zu fragen. Ich mach es nicht nochmal. Sie muss niemand verstehen oder mögen, außer mir. Ich möchte meine Geschichte eigentlich auch nicht weiter rechtfertigen.

Leider kann ich den Post nicht löschen, aber mir ging es wirklich nur um sprachliche Kritik nicht darum, wo oder wie meine Geschichte „reinpassen“ sollte.

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Okay…das habe ich nicht mitbekommen… Deine Geschichte wird gut… Bezüglich Metaphern und Adjektiven hast du etwas gehört…Ansonsten muss deine Geschichte nirgendwo reinpassen…
Schreibe, wie du schreibst…lass ein bisschen Textarbeit einfließen. und fertig, Das wird schon :grinning:
PS: Du kannst den Text löschen oben…und sprachlich finde ich den Text, abgesehen von dem oben Gesagten, sehr gut

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Meine Liebe.
Das hast du nicht. Dieser Gedanke ist nur in deinem Kopf.

Die ist in deinem Fall unnötig, finde ich.

Alle hier im Forum sind außerordentlich wohlwollend und möchten helfen, wo sie können.
Zumal viele schon Bücher verlegt und sogar Ansehen erworben haben.
Nur ist auch jeder anders gepolt, was das Schreiben als solches ausmacht und wie sie damit umgehen. Und deswegen sind die Antworten auch so vielfältig und teilweise konträr.

Das kannst du tun, aber schlaf nochmal drüber.
Wie gesagt: ich mag deine Energie und dein Engagement. Denn nur so wird auch was draus.
Und noch einmal: ich finde auch deinen Stil toll.

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Das wäre schade, ich finde es vielversprechend.
Es ist ja noch lange nicht fertig.

Ich bin kein guter Ratgeber, da mir viele theoretische und handwerkliche Fähigkeiten fehlen aber ich versuche es mal.

Ich würde folgende Sachen ungefähr so ändern.

In der Stille vergaß sie die Welt, zwischen den Seiten ferner Reiche, vergangener Kulturen.
Das klingt als Satz nicht richtig.
In der Stille vergaß sie die Welt. In ihren Büchern, zwischen den Zeilen. Ferne Reiche, vergangene Kulturen

Sie ließ sich in die weichen Polster sinken wie eine Feder, die der Wind sanft auf die Mitte eines Sees trug, schwerelos, losgelöst von allem.

Sie ließ sich tiefer in die weichen Polster sinken, schwerelos, losgelöst von allem.

Steinmetze versuchten seit Wochen, die Löcher der Gemäuer mit einer zähen, klebrigen Paste zu füllen, um der Kälte notdürftig Einhalt zu gebieten.

Handwerker versuchten seit Wochen der kälte Einhalt zu gebieten, indem sie löcher im Gemäuer mit Mörtel verschlossen.

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Stell dein Licht nicht unter den Scheffel… :smiling_face:

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Der massive Wälzer bohrte sich in ihre Schenkel und der herbe Geruch der Seiten erfüllte die Luft. Die Seitenränder waren längst angefressen und vergilbt, sie las es nicht zum ersten Mal.

Der massive Wälzer drückte schwer auf ihren Schenkeln.
Herber Geruch?
Die vergilbten Seitenränder waren längst ausgefranst. Sie las es nicht zum ersten Mal und sie war bei Leibe nicht die erste

Ihr Blick verurteilte die aufgeschlagenen Seiten. „Liest du schon wieder dieses (langweilige) ahnengeprägte Kompendium?“

Mit verurteilendem Blick?

In Havenwacht wussten sie alle voneinander. Alles?

Der Einband schnappt von selbst zu,

Ich war in Deutsch ne Niete, echt🤫

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Ich in Mathe :joy: :joy:

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Ich in beidem :sweat_smile:
Nur bei Gedichten (schreiben), beim ‚Hund der Baskervilles‘, ‚Animal Farm‘, ‚Der Schimmelreiter‘ und ‚Unsere kleine Stadt‘ war ich voll dabei.
Hier die Originale:

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Es hat mir doch vieles keine Ruhe gelassen. Ich hab tatsächlich umgeschrieben und auch gekürzt allerdings bin ich wieder an dem Punkt der verunsicherung denn dann schlag ich Patrick Rothfuss auf - der Name im Wind der Einstieg der ersten Seite.

Es war wieder Abend geworden. Das Wirtshaus zum Wegstein lag in Stille, und es war eine dreistimmige Stille. Der vernehmlichste Teil dieser Stille war dumpf und lastend und verdankte sich dem, was fehlte. Hätte ein Wind geweht, so hätte er in den Bäumen gezeufzt, hätte das Wirtshausschild queitschend zum Schaukeln gebracht und die Stillewie trudelndes Herbstlauf die Straße hinabgeweht. …

Später auf der gleichen Seite

Die dritte Stille war weit weniger vernehmlich. Hätte man eine Stunde lang gelauscht, so hätte man vielleicht begonnen, sie im Dielenboden des Raumes oder in den Holzfässern hinterm Tresen zuerahnen. Sie lag in der steinerden Masse des schwarzen Kamins, der noch die Wärme eines erloschenen Feuers barg. Sie lag im langsamen Hin und Her eines weißen Leinentuchs, das die Maserung des Tresens entlangfuhr <<
Man muss anmerken er schreibt später nicht mehr so, er geht dann in die Person. Bei der Hälfte seiner Sätze im Prolog keine Ahnung was er mir da erzählt. Aber die Bilder und der zog ensteht über die Atmosphäre, das Gefühl finde ich und zieht mich auf eine nicht erklärende weiße ins Buch. Liebe das Buch.
Hab den Abschnitt umgeschrieben bei mir mit allem was weniger. Unschlüssig ob ich glücklich bin jetzt, mit dem nüchternen Einstieg nachm Prolog.
Wollte damit nur anmerken , weiß immer noch nicht wohin mit der Sprache, obs jetzt wirklich besser ist. Vielleicht aber auch wenn ich mir Patrick Rothfuss anschaue muss nicht alles Sinn ergeben. Schwierig. :sweat_smile: Hilft nichts einfach alles übern Haufen werfen oder 30 Versionen schreiben. :joy:

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Eine richtig tolle Einstellung. Erklären ist genau die richtige Bezeichnung. Wer sich erklärt, zeigt seine Intension. Das hast du genau richtig gemacht.

Viele verwechseln eine Erklärung mit Rechtfertigung.

Hello, :wave: kurz mal durchatmen und den Kopf freimachen :hugs:
Kritik ist immer unangenehm, man muss sich aktiv aufrappeln, sie auszuhalten. Da habe ich total Verständnis für dich.

Aber: Ich fand deinen Ausschnitt doch gut. Wenn du irgendwann mal einen Testleser für die gesamte Geschichte suchst, dann bin ich für dich da. :index_pointing_at_the_viewer: :+1:

Liebes Veobloh, ich finde es toll, dass du am Ball bleibst. Das ist ein totaler Lernprozess. Viele große bekannte Schriftsteller haben auf exakt diese Art und Weise ihre eigenen Stile und Schreibformen gefunden. Durch Kritik, Verunsicherung, Selbstreflexion, Motivation und Durchhaltevermögen.
Wenn dir die neue Variante weniger gefällt als die davor, dann änder es zurück, dann hol ein Backup aus der Papyrusschublade und arbeite daran weiter.

Mir ist es wichtig, dass du jetzt nicht aufgibst und dem Forum hier nicht dein Vertrauen entziehst.
Jeder hat das Zeug zum Schreiben. Man muss nur sein Publikum finden :wink:

Gruß Leon

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Sprache ist der Musik nicht unähnlich, finde ich. Es gibt eine beschränkte Anzahl von Noten und bestimmte ‚Regeln‘ für ihre Verwendung. Aber Komposition, Tempo und Taktgefühl machen den Unterschied, ob ein Stück ‚stimmig‘ ist, harmonisch oder disharmonisch klingt und welche Klangfarbe es hat.

Es gibt für Sprache ebenfalls Regeln, auch welche, die man (sparsam) aushebeln darf, wenn etwas bestimmtes damit ausgedrückt werden soll. Deshalb bin ich nicht in jedem Fall der Überzeugung, dass Texte ausschließlich ‚show‘ und nicht ‚tell‘ haben dürfen, oder dass sämtliche Füllwörter gnadenlos gestrichen gehören oder Adjektive generell ‚nur behaupten‘. Ein Text wirkt in seiner Gesamtkomposition und dann am besten, wenn dem Leser nichts unangenehm auffällt und er von ihm, wie auf einem Fluss, durch das Buch getragen wird.

Letztlich unterscheidet sich nicht nur unser Musik-, sondern auch unser Lesegeschmack. (Ich bin auch ein Rothfuss-Fan.) Also, schreib alles erst einmal fertig (ohne Vorbildern oder dergleichen nacheifern zu wollen) – in deinem ganz eigenen Stil. Und dann mach einen Feinschliff und gib den gesamten Text anschließend vertrauenswürdigen Testlesern. Schau die ihre Reaktionen an und entscheide, was du eventuell an Kritik annehmen kann und willst.

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Ich glaube, damit hat Heather es auf den Punkt gebracht: Schreibe, wie du schreibst. Dann wird überarbeitet. Jeder muss seine eigene Sprache finden.
Bezüglich Kritik: Wir wollen alle nur helfen. Ich mache es so: Ich picke mir raus, was für mich stimmig ist, den Rest ignoriere ich. Wenn mehrere Leute dasselbe anmerken…gucke ich nochmal intensiver.

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Hallo Veobloh,
klasse Text! Liest sich fließend und weckt die Neugier auf mehr.

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Absolut. Sehe ich ganz genauso.
Das unterschreibe ich mit Blut und Siegel.

Aber wie das geht, kann man nicht lehren. Dass muss man durch Feedbackschleifen erarbeiten. Es braucht einfach einen unbefangenen Blick von Testlesern, welche die Wellenbrecher im Fließtext ausfindig machen und darauf hinweisen.

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