Die Geschichte steht aktuell bei ca. 576 Seiten
wobei ich auch da immer noch ständig Sachen verwerfe, umschreibe und definitiv noch mehr Ruhephasen einbauen muss.
Ich glaube, ich muss einmal klarer sagen, wo meine Unsicherheit eigentlich herkommt: Das waren beides noch frühere Fassungen. Ich schreibe extrem viel herum und weiß dann oft selbst nicht mehr, ob es gerade besser oder schlimmer wird.
Einiges an der Kritik verstehe ich total und sehe ich auch – gleichzeitig bin ich dadurch gerade eher noch unsicherer geworden und weiß spontan nicht, wie ich das konkret umsetzen soll.
Ich bin leider nicht die sprachgewandteste Person, aber ich hoffe (und arbeite daran), dass das mit der Zeit besser wird.
Ich kann viel über Dialoge machen das fällt mir leicht aber das drumherum. Ist für mich….
Leider kann ich ja kein Buch schreiben rein bestehend aus Dialog.
Misanya saß in einem der hohen, gepolsterten Sessel in der Bibliothek von Havenwacht, sie liebte es in dem weichen Polster einzusinken und die Welt in ihren Büchern zu vergessen. Seit der Abreise ihrer Mutter nach Heliosta der Hauptstadt von Solvendary waren die Tage trist und kühler. Der Schleier um Havenwacht schien zuwachsen und die Sonne brach kaum noch durch die Wolkendecke hindurch. Sie hatte sich eine der dicken Wolldecken schützend über die Beine geworfen. Tagelang hatten bedienstete versucht die losen Gemäuer und deren Löcher mit einer zähen, klebrigen Paste zufüllen. Ein moderiges altes Buch lag vor ihr, das Gewicht der Seiten bohrte sich in ihre Schenkel. Die Seitenränder waren angefressen und vergilbt. „Die Kunst der Magie und ihre Klassen.“
Misanya saß in einem der hohen Sessel in der Bibliothek von Havenwacht. In der Ruhe und zwischen den alten Seiten, fremden Kulturen und weit entfernten Ländern vergaß sie die Welt – eine die ihr kaum noch etwas bot. Zwischen den Zeilen entfalteten sich Reiche aus Glas und Bernstein, Königinnen, die mit den Sternen sprachen und zwischen den Dimensionen reisten. Krieger, deren Schwerter Lieder sangen. „Kreaturen, denen die Himmel gehörten, und Mächten, die nur für wenige bestimmt waren. Welten, in denen selbst das Unmögliche ein Zuhause hatte. Sie ließ sich in die weichen Polster sinken wie eine Feder, die der Wind sanft auf dem Wasser trug, schwerelos, losgelöst von allem, was sie bedrückte. Seitihre Mutter nach Heliosta aufgebrochen war, hatte sich ein Schleier über die Festung gelegt. Dicht, farblos. Der Wind peitschte gegendie Mauern der Festung, und die Sonne hatte ihren Weg durch die Wolken verloren. Sie schnappte sich eine der dicken Wolldecken, warf sie sichschützend über die Beine. Tagelang hatten Bedienstete versucht die Löcher der Gemäuer mit einer zähen, klebrigen Paste zu füllen. Einmodriges Buch lag aufgeschlagen vor ihr, das Gewicht der Seiten bohrte sich in ihre Schenkel, der herbe Geruch erfüllte die Luft.