[Erfahrungsbericht] Selfpublishing

Seid ihr Hobbyautoren, habt gerade erst mit eurem Manuskript begonnen oder steht euer Debüt vielleicht schon kurz vor der Fertigstellung? Dann ist euch sicher auch schon einmal die Frage untergekommen: Selfpublishing oder Verlag/Literaturagentur?

Meines Erachtens ist das die falsche Frage. Das wäre so, als würde man einen Laiendarsteller fragen, ob er lieber eine gut bezahlte Sprechrolle in einem Hollywoodfilm annehmen oder gegen eine Aufwandsentschädigung das örtliche Open-Air-Theater unterstützen würde.

Niemand, der nicht wenigstens ein paar Bücher erfolgreich verlegt - oder wahnsinnig gute Kontakte - hat, entscheidet sich aktiv für einen Verlag. Mit ganz viel Glück entscheidet sich der Verlag unter tausenden Einsendungen für genau Dein Erstlingswerk. Dafür muss aber der Praktikant, der den Posteingang sichtet einen verdammt guten Tag haben oder aus Versehen auf die „Weiterleiten“-Taste gekommen sein. Wenn man sein eigenes Werk zu Lebzeiten veröffentlicht sehen möchte, dann hat die Wette auf einen Verlagsvertrag die denkbar ungünstigsten Quoten. Große Verlage bekommen bis zu 6.000 Manuskripte pro Jahr und nehmen häufig nur 1-2 neue Autoren ins Programm auf. Die Chance für ein Debüt liegt also im 0,irgendwas Prozentbereich. Und das hat erstmal gaaar nichts mit der Qualität des Manuskripts zu tun. Rein rechnerisch müssen sehr viele Leute täglich sehr viele Manuskripte durchackern, um alles zu lesen, was reinkommt. Da bleibt nicht viel Zeit für eine ausführliche Analyse und Bewertung. Bei Literaturagenturen sind es wohl nicht ganz so viele Einreichungen, aber die Quote ist nicht viel besser. Und der erzwungene Leerlauf in den letzten Jahren hat die Situation auf dem Buchmarkt nicht verbessert.

Die eigentliche Frage lautet also nicht: „Verlag oder Selfpublishing?“ Das suggeriert nämlich, dass man da als Autor ein Wörtchen mitzureden hätte.

Bei vielen Auflistungen der Vor- und Nachteile von Verlagen vs. Selfpublishing wird ein Aspekt häufig gar nicht oder kaum erwähnt: Zeit. Die Zeit, die man investiert, während man um die Aufmerksamkeit eines Verlages buhlt, könnte man also auch nutzen, um das erste Buch selbst unter die Leute zu bringen. [FONT=-apple-system]Daher ist die eigentliche Frage, wenn es um die Wahl des Vertriebswegs geht: „Wie wichtig ist mir die Veröffentlichung?“

Bin ich bereit, im Zweifelsfall noch Jahre zu warten, bis irgendjemand außer meiner besten Freundin, das zu Lesen bekommt, was ich mit viel Blut, Schweiß und Tränen in zahllosen Nachtschichten zu Papier gebracht habe? Schreibe ich wirklich „nur für mich“ und kann damit leben, die nächsten Jahre auf eine Rückmeldung von einem Verlag zu warten oder möchte ich möglichst bald Feedback von echten Lesern bekommen (die mich nicht kennen) und bin bereit, dafür ein bisschen mehr zu tun, als „nur“ zu schreiben?

Als ich gefragt wurde, warum ich mich fürs Selfpublishing entschieden habe, musste ich eine Weile überlegen. Ich kannte ja die Argumente dafür: mehr Freiheit, alle Rechte liegen bei mir, keiner redet mir rein, Flexibilität, höhere prozentuale Tantiemen, usw. Aber das traf auf mich alles nicht zu. Ich gehe nicht davon aus, dass ich genau weiß, welche Geschichte mein Cover braucht, ob die Höhepunkte an der richtigen Stelle gesetzt sind und wie man die beste Zielgruppe für meine Geschichte findet. Ich hätte jede Hilfe in dieser Hinsicht dankend angenommen - auch und gerade durch einen Verlag, dessen täglich Brot es ist, gute Geschichten zu veröffentlichen. Das einzige Argument, weshalb ich letztendlich den Weg übers Selfpublishing gegangen bin, war daher: Mangel an Geduld!

Ich habe ein Manuskript geschrieben und ich wollte, dass es gelesen wird… von 200 Menschen, die ich nicht persönlich kenne. Mit einem Verlag im Rücken wäre die Chance sicher recht gut gewesen, aber auch da ist es als Newcomer mit der Einreichung des Manuskripts nicht getan. Auch als Verlagsautor muss man sich mit dem Thema Marketing beschäftigen, wenn man nicht schon 1-2 Bestseller geliefert hat. Insofern habe ich mich entschieden, selbst mein Schicksal (und ein bisschen Geld) in die Hand zu nehmen, und mich auf den steinigen aber sehr lehrreichen Weg des Selfpublishings begeben.

Ich weiß, ich bin bei weitem nicht der einzige hier im Forum der sein Buch im Selbstverlag herausgebracht hat. Andere haben sehr viel mehr Erfahrung als ich. Es gibt hier zahlreiche Wiederholungstäter, die ihr Wissen seit Jahren immer freigiebig teilen. Ich habe viel davon profitiert und mir deshalb vorgenommen, ein bisschen darüber zu berichten, was ich im letzten Jahr gelernt habe. Es ist sicher nicht so, dass wir alle 1-zu-1 das gleiche erlebt haben und vielleicht können meine Erkenntnisse den großartigen Wissensschatz zum Thema Selfpublishing hier im Forum ein wenig ergänzen. Spannende Themen gibt es genug: Print-on-Demand, Lektorat, Covergestaltung, Verbände, Bookstagram, Marketing, Leserunden, Tantiemen, Impressum usw.

Ich werde das nicht alles auf einmal runterschreiben, aber immer mal ein bisschen. Gerne nach Bedarf. Also wenn es etwas gibt, was euch besonders interessiert, sagt einfach bescheid. Sharing is caring :cool:

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Captain, mein Captain …

Sehr schöner Beitrag. Mein Weg war ähnlich wie deiner. Mangel an Geduld, ich wollte es wissen, ob es irgendwen außer mir und drei Freunden interessiert. Aber das Schöne dabei ist, dass man auch zusätzlich einiges lernt lernen muss, will ich nicht sagen, aber lernen kann, um vielleicht besser wahrgenommen zu werden. Ich bin gespannt auf weitere Berichte.

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Diese Argumente trafen auf mich zu, wobei zusätzlich ausschlaggebend war: Meinen ersten Roman habe ich für meinen Mann zum Geburtstag geschrieben, den ich dann auch noch meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt habe. Also brauchte ich ein professionelles Druckwerk und da meinem Mann der Roman gefiel, dachte ich mir, ich könnte ihn ja auch gleich veröffentlichen.
Für alle folgenden Werke galten die Argumente, die unser Captain oben mit “usw.” benannt hat.

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Vielen Dank für diesen ersten Erfahrungsbericht. Ich bin gespannt auf die weiteren. Ich habe vor Kurzem zum ersten Mal im Self-Publishing publiziert und mache auch gerade so meine Erfahrungen.

Ja, wenn man weiß, wie viel bei den Verlagen und Agenturen so eingereicht wird, dann sind die vielen Absagen leichter zu ertragen. Ich habe tatsächlich erstmal ein Dreivierteljahr versucht, eine Agentur zu finden. Einige schicken überhaupt keine Antwort, viele eine freundliche, aber unpersönliche Absage und nur zwei sind tatsächlich auf mein Manuskript eingegangen, haben explizit gesagt oder durchblicken lassen, dass sie den Schreibstil mochten, aber gerade keinen Roman dieser Art suchen. Hätte ich nicht vorher schon in Schreibratgebern und im Internet gelesen, wie schwer es ist, als Neuling einen Verlag oder eine Agentur zu finden, hätte mich das frustriert. So aber war Self-Publishing als Alternative immer eine realistische und nicht unwahrscheinliche Option für mich. Und mit meinem Werk bin ich trotzdem zufrieden. Und das ist ja vielleicht auch die Hauptsache.

Ich habe für meinen Roman so lange gebraucht, dass es auf dieses Dreivierteljahr am Ende auch nicht mehr ankam. Und ich persönlich hätte mich, wenn ich es nicht versucht hätte, immer gefragt, ob es nicht vielleicht doch mit einem Verlag oder einer Agentur geklappt hätte. Und es war auch schon eine ganz gute Erfahrung. Über die zwei positiven Äußerungen zu meinem Schreibstil habe ich mich am Ende dann doch gefreut.

Tränen sind bei mir zum Glück nicht geflossen. :wink:

Einen Vorteil, den ich darin sehe, dass mein Buch am Ende dann doch im Self-Publishing erschienen ist, ist, dass der Text nun genauso ist, wie er mir gefällt. Eine Agentur oder ein Verlag hätten sicherlich Änderungswünsche gehabt, aber ich fand meinen Roman, auch nach dem Feeback zahlreicher Testleserinnen und -leser, gut so, wie er ist, und wollte gar nichts mehr ändern. Außerdem wollte ich mich endlich konkret mit meinem nächsten Schreibprojekt befassen, dass mir gedanklich schon lange durch den Kopf ging.

Das war mir so gar nicht bewusst bisher. Ich dachte, wenn ein Verlag dich nimmt, dann sorgen die schon dafür, dass dein Buch überall in den Buchhandlungen rumliegt und in Prospekten etc. beworben wird. Gut, kommt vielleicht auch auf den Verlag und dessen Größe an. Aber bei den großen Publikumsverlagen ins Programm zu kommen, ist ja nochmal eine Ecke schwerer.

Da bin ich sehr gespannt. Ich habe noch nicht so viel Erfahrungen, frage mich aber jetzt schon, ob ich mit allem die richtigen Entscheidungen getroffen habe. Aber ich will mich auch nicht so unter Druck setzen jetzt. Erfahrungen muss man erstmal machen. Und Entscheidungen kann man korrigieren. Ich gehe es gelassen an, freue mich über jede Leserin und jeden Leser, muss aber nicht eine bestimmte Zahl an verkauften Exemplaren erreichen, um zufrieden zu sein.

:thumbsup:

Ich bin gespannt und gebe an passender Stelle gerne auch meinen Senf dazu, wenn ich etwas Hilfreiches oder Interessantes beizutragen habe.

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Rund eine Million Manuskripte werden jedes Jahr an deutsche Verlage verschickt. Und das sind alte Zahlen. Ich habe da auch so meine Erfahrungen gemacht. Und ich sehe weniger den Mangel an Geduld, als den Genuss der Freiheit. Klar, wenn ein Verlag auf mich zutritt, wäre ich sicherlich der Letzte, der das ablehnt. Ich würde mir sicherlich einen Vertrag shr genau durchlesen. Aber die Freiheit, die man als SP genießt, ist schon geil. Mein letzter Roman war dermaßen experimentell, dass mich ein Verlag hundertpro mit der Dachlatte vom Hof gejagt hätte. Und es gibt keine Vorgaben. “Mach mal was auf nem Gutshof, mit Pferden, und vielleicht was mit Polen! Das wollen die Leute gerade lesen!”
Ein Freund, der sich in diesen Dingen ganz gut auskennt, erzählte mir, dass Geschichten in den Häusern reicher Menschen totaaaal hip sind. Das wollen die Leute lesen. Aber ich schreibe nicht im Auftrag. Und das wird auch nie geschehen
Und mal so gefragt: Was tut denn ein Verlag für den Jung-Autor? Lesungen veranstalten? Bei der Buchmesse werden deine Werke ganz vorne auf den Grabbeltisch gelegt, Werbekampagnen mit Plakaten, eine Homestory über den Autor, Klinkenputzen bei diversen Buchhändlern? Ich glaube nicht. Man muss so oder so selbst tätig werden. Und da gibt es eine Reihe von Möglichkeiten.
Ganz sich werde ich dieses Thema aufmerksam betrachten. Danke, Cäptn!

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Ein renommierter Verlag braucht nach der Veröffentlichung eigentlich nichts mehr für die Werbung tun: der Verlag ist einfach das Gütesiegel.
Wenn ich ein nettes Jugendbuch lesen will, dann fange ich nicht an, mich auf einer Selfpublishing-Plattform durch 5000 von Jugendlichen selbst publizierte Werke zu klicken, bis ich dort ein gutes finde, sondern ich schaue, was der dtv-Jugendbuchverlag so hat.

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Naja, oft ist die Werbung des Verlages diese paar Seiten am Ende eines Buches mit mehr Büchern vom Autor und dem Verlag :slight_smile:

Ich hatte mal einen solchen Anhang, der war 10% des Buches :slight_smile:

Passiert…

Aber ja, ein Verlag ist oft schon Werbung genug, insbesondere da die Buchhandlungen sicherlich erstmal bei einem Verlag schauen ob was neues geführt wird, ein paar Exemplare dann halt doch auf die Buchmesse mitgenommen werden und so weiter.

Zudem wissen Verlage wie man Titelbilder und Klappentexte gestaltet. Und das Titelbild, verbunden mit dem Klappentext ist, zumindest für mich, immer noch sehr ausschlaggebend.

Und am Ende sieht alles generell noch professionell aus, was man ja lieber kauft…

Aber hier ein weiterer Vorteil des Selfpublishing: Wenn du dich nur als veröffentlichter Autor bezeichnen möchtest, und nicht unbedingt Geld damit verdienen möchtest, ist das wahrscheinlich die einfachere und billigere Variante (insbesondere vom Zeitaufwand her). Programme wie KDP, welche ja eine Form von Selfpublishing sind sind hier die beste Option meiner Meinung nach :slight_smile: (Dies ist mein Plan. Wenn ich ein bisschen Geld verdiene, Juhu, aber die Investitionen in Tastatur, Software und Zeit werde ich nicht zurückgekommen, da bin ich mir sicher.)

Weswegen ich dies wählen werde, wenn ich mich endlich dazu durchringen die gröbsten Rechtschreib- und Grammatikfehler in meinem Werk zu beseitigen… Mit viel Glück noch vor Ende dieses Jahres. Hab ich mir zwar schon letztes Jahr eingeredet, aber vielleicht klappt’s diesmal :slight_smile:

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Ich habe heuer im März mein erstes Buch veröffentlicht, natürlich mittels Selfpublishing (SP), anders ist es als Neuautor so gut wie unmöglich, was bereits ausführlich erläutert wurde. Ich kann SP mehr positives, als negatives abgewinnen. Alleine, dass man ‘Frau der Lage‘ ist, ist geil. Die Freiheit die man genießt ist unbezahlbar. Ich gebe zu, es ist harte Arbeit aber es ist dann auch wirklich das eigene Baby. Und ich machte alles selbst, auch das Cover. Bin künstlerische vorbelastet - ich male, auch digital - da kann man mit Grafikprogrammen umgehen und das ist Voraussetzung.
Was man sich nicht erspart, oder ersparen soll, ist ein Lektorat. Meiner Meinung nach ist ein Lektorat unverzichtbar, das kostet, aber es bringt auch was.
Die Werbetrommel habe ich selbst gerührt. Habe selbst Lesezeichen fabriziert, Plakate gefertigt. Inzwischen stand ein Bericht in der lokalen Presse über mich. Die örtliche Buchhandlung hat Bücher geordert, bin auf allen gängigen Plattformen zu kaufen, Herz was willst du mehr? Das ich nicht wie J. K. Rowling Millionen Exemplare verkaufe ist wohl klar - aber Rowling ist eine Ausnahme, kann man mit einem Lottogewinn vergleichen. … Und die wenigsten Autoren können vom Schreiben leben! Der Verkauf plätschert so dahin, es fließt immer wieder Geld herein und die Kosten fürs Lektorat habe ich bereits hereinbekommen.
Man muss am Teppich bleiben, bei sich. Klein anfangen im nahen Umfeld: Im Kaffeehaus mit den Leuten plaudern, auf Urlaub ein paar Bücher mitnehmen, beim Heurigen ein Plakat aufhängen lassen, beim Friseur die Lesezeichen auslegen, etc.
Und was das Schöne bei der ganzen Sache ist: Man lernt viel, über die Buchbranche, über die Menschen, übers Schreiben, übers Lesen, über sich selbst.
An alle: Schreibt!:):cool:

Dad Langbein
www.beatrixradfux.at
info@beatrixradfux.at

PS: Das Rohmanuskript des zweiten Buches ist bereits fertig!

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Gratulation zur Veröffentlichung. Ja, ich finde es auch toll, dass man wirklich alles selber in der Hand hat. Dein Buch klingt sehr spannend und auch deine Bilder mag ich.
Liebe Grüße aus Hamburg.

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Jein, dafür werden einfach zu viele Bücher veröffentlicht, um keine Werbung zu machen. Ist halt auch eine Frage, ob der Verlag sich das leisten kann, wenn Ketten wie Thalia nicht eben wenig Geld dafür verlangen, ein Buch auf den Tisch zu legen oder gar am Eingang in einem Pappregal zu präsentieren.

Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass die Veröffentlichung im Verlag durchaus einen Vorteil bringt, auch wenn der keine Werbung macht. Mein zweiter Verlag, mit dem ich zusammengearbeitet habe, gibt nur digitale Bücher und für ausgesuchte Romane PoD und Audio heraus und verfolgt dabei dieselbe Strategie wie erfolgreiche SP: günstiger Einstiegspreis, 3-6 Monate KDPselect, Rezensionsexemplare an Blogger.
Als mein historischer Krimi dort angekündigt und zur Vorbestellung freigegeben wurde, waren die Zahlen höher als bei meinen selbstverlegten Romanen - da kamen eben meine Leserinnen mit den treuen Leserinnen des Verlags zusammen, was uns beiden Vorteile brachte. Meine Leserinnen entdeckten neue Serien ihrer liebsten Genres, deren Kundinnen entdeckten meine anderen Bücher. Und das funktionierte ohne eine einzige Werbemaßnahme (was mich etwas frustrierte, weil ich mir gerne abgeschaut hätte, wie die Damen des Verlags dabei vorgegangen wären.

Beim dritten Verlagsausflug war es von Anfang an als Test gedacht, weil die Verlegerin ein neues Genre lancieren wollte, von dem aber Thalia nichts hielt. Das ist das Problem für kleine und mittlere Verlage: Sie sind bei der Kette nicht gerne gesehen, weil sie nicht genug Geld in die Werbung vor Ort stecken können. Für mich bedeutete das, dass dieser Roman nur in unabhängigen Buchläden zu finden war und dass wir, anstatt es weiter in diesem Genre zu versuchen, das liefern, was Thalia möchte. Ich schreibe dann für Frühjahr 24 die nächste Krimiserie :smiley:

Entschuldigt, bin etwas abgerutscht. SP ist bislang noch das, was mir das tägliche Brot beschert, für die Butter reicht es noch nicht. Wie es sich aber auch von Verlagsseite aus weiterentwickelt, auf das Indieverlegen würde ich niemals verzichten, weil die schnellere Umsetzung und der direktere Kontakt zur Leserin sehr angenehm ist und mir ein gewisses Einkommen sichert. Dazu fördert das Veröffentlichen in Eigenregie die Schceibdisziplin, weshalb viele Verlage mittlerweile gerne mit Indies arbeiten - du weißt einfach, dass vereinbarte Zeiten eingehalten werden. Deshalb kann ich nur raten, dass, wer doch von einem Leben als reiner Verlagsautor träumt, sich hier ausprobiert und die Sache ernst nimmt, das könnte helfen.

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Vielen Dank für eure spannenden Ergänzungen. Ich könnte mir vorstellen, dass da auch für einige stille Mitleser etwas Spannendes dabei war. Ich hatte ja gesagt, dass ich immer mal häppchenweise ein paar Erfahrungen teile. Heute wollte ich mal auf das Thema Lektorat.

Ich vermute, dass alle hier in zumindest in der Theorie ungefähr wissen, was ein Lektorat ist. Kurz zusammengefasst: man bezahlt jemanden, der sich sehr viel Zeit nimmt, um dir schonungslos all die Fehler an deinem Manuskript aufzuzeigen, die dir deine Mama nach dem Testlesen nicht zumuten wollte.

Ich habe für mein Buch insgesamt vier Überarbeitungsrunden gebraucht. Das erste Manuskript ging erstaunlich schnell. Ich habe pro Woche etwa 4.000 Wörter geschrieben und war nach gut vier Monaten durch. Dann habe ich das Manuskript ungefähr zehn Testlesern geschickt. Es kam sehr positives aber eben auch sehr allgemeines Feedback: “Wirklich spannend!”, “Hat mir gut gefallen.”, “Ich hätte gerne viel mehr erfahren, was noch passiert.”, “Diese Karen ist ganz schön unsympathisch.”

Ich habe mich drüber grundsätzlich sehr gefreut. Und hier und da gab es auch ein paar konkretere Hinweise. Aber natürlich haben sich die Testleser nicht im Detail angeschaut, wo es Probleme im Handlungsaufbau gibt oder an welcher Stellen sich die Charaktere inkonsistent verhalten. Das war in der Phase aber auch gar nicht so schlimm. Es kam genug Feedback, um die Handlung noch einmal kräftig zu überarbeiten. Nach langem hin und her fiel auch die Entscheidung, einen Mehrteiler aus der Geschichte zu machen. Zweite Überarbeitung.

Etwa ein halbes Jahr später hatte ich das vorerst fertige Manuskript zu Band 1: “Tabula Rasa - Alles auf Null” in den Händen. Nun investierte ich ein paar Monate in die erfolglose Agentursuche und entschied mich dann für das Selfpublishing. An der Stelle musste ich mir die Frage stellen: wie ernst ist es mir mit der Veröffentlichung. Wenn ich bei einer Agentur gelandet wäre, hätten die für mich entschieden, wie ernst es mir ist und wieviel Zeit und Geld in das Finetuning fließen sollte. Aber so blieb diese Entscheidung an mir hängen.

Wollte ich “nur” ein Buch in den Händen halten, was mir und meinen Freunden gefällt oder wollte ich etwas veröffentlichen, was zumindest auf den ersten Blick nicht sofort von einem Verlagsbuch zu unterscheiden ist? Ich habe mich mit einigen Leuten darüber unterhalten und mich entscheiden, zweiteres zumindest zu versuchen. In dem Wissen, dass das im Vergleich mit erheblichen Mehrkosten verbunden sein wird. Mehrkosten die ich mit hoher Sicherheit nicht zurückbekomme. Der Austausch hier im Forum und eine schnelle Recherche haben mir sehr schnell verdeutlicht, was an Einnahmen für einen selbstverlegenden Erstlingsautor zu erwarten war. Spoiler: wenn es richtig gut laufen würde, vielleicht ein paar hundert Euro.

Nun liegen die Kosten für ein vernünftiges Lektorat - je nach Anforderung und ohne Freundesrabatt - bei 4-8 Euro pro Normseite. Bei etwa 500 Normseiten musste ich allein dafür 3.000 Euro netto kalkulieren. Das war der Punkt, an dem ich das Projekt “Buchveröffentlichung” in Gedanken noch einmal neu bewerten musste. Zu den 3.000 Euro kamen ja noch andere Kosten dazu (darauf gehe ich später nochmal ein). Es war also klar, wenn ich dieses Projekt allein aus Business-Sicht betrachte, wäre das ein absolutes Verlustgeschäft mit der einzig möglichen Entscheidung: lass es! Also habe ich für mich entschieden, die Veröffentlichung meines Buches als Hobby zu betrachten. Und ähnlich wie bei anderen Hobbies, habe ich mir Ziele gesetzt, die nichts mit dem wirtschaftlichen Erfolg zu tun haben. Ein Golfer investiert tausende Euro, nur um sein Handycap zu verbessern. Pferdeliebhaber versorgen ihre Tiere nicht, um Preisgelder einzusammeln. Und Zocker, die hunderte Euro im Monat für virtuelle Schwerte bei World of Warcraft ausgeben, wissen, dass sie das Geld nicht wiedersehen.

Also habe ich überlegt, wieviel Geld ich monatlich in mein Hobby investieren würde und dass dann auf einen Zeitraum von zwei Jahren hochgerechnet. Und dann habe ich die Kosten fürs Lektorat budgetiert. Im nächsten Schritt habe ich nach möglichen Kandidaten gesucht. Beim Selfpublisherverband gibt es eine Liste aber es schwirren auch andere im Netz rum. Die sind nicht schwer zu finden. Aufwendig war für mich dann der Auswahlprozess. Ich habe mir viele Internetauftritte angesehen, die Beispiellektorate geprüft und versucht einen Eindruck davon zu bekommen, ob mir die Person hinter der Seite sympathisch war. Mir war klar, dass ich jemandem (für meine Verhältnisse) sehr viel Geld dafür zahlen würde, dafür dass er mich gnadenlos kritisiert. Ich hatte ja schon ein bisschen hier im Forum geübt. Aber beim Lektorat geht es um das ganze Buch, hunderte Stunden von Arbeit. Ich war mir nicht sicher, wie gelassen ich damit umgehen würde, wenn jemand das alles auseinander nimmt. Deswegen wollte ich unbedingt, dass es persönlich passt. Letztendlich habe ich drei verschiedene Lektorinnen angeschrieben. Eine musste absagen, dass sie bereits ausgebucht war und mit den beiden anderen habe ich ein zweiseitiges Probelektorat vereinbart. Das war sehr hilfreich. Man bekommt gleich ein Gefühl, ob man etwas mit den Anmerkungen anfangen kann und ob die eher motivieren oder schlechte Laune auslösen. Das hat bei beiden ganz gut gepasst. Aber ich hatte eine Favoritin. ich habe mit ihr dann noch ein Gespräch verabredet und wir haben uns ein bisschen darüber ausgetauscht, wo ich selbst die Schwierigkeiten in meinem Manuskript sehe und worauf sie beim Lektorat besonders achten soll. Kurz darauf habe ich mich für sie entschieden (meine Empfehlung an der Stelle: die Texpertin, Ellen Rennen) und wir haben den Zeitplan ausgemacht. Sie hat für das gesamte Manuskript sechs Wochen veranlagt. Ich kann nicht sagen, ob das ein üblicher Zeitraum für 500 Normseiten ist, aber mir kam es sehr schnell vor.

Ich habe ihr also das Manuskript geschickt und dann erstmal nichts von ihr gehört. Da sitzt man nun wochenlang und wartet auf die erste wirklich unabhängige, professionelle Meinung. Das war zwischendurch ein ganz schönes Zittern. Was wenn ich am Ende mein Manuskript zurückkriege und da nix zusammenpasst. Nach einem Monat habe ich es nicht länger ausgehalten und mal vorsichtig nachgefragt, ob sie gut vorankommt. Ich habe ein sehr optimistisches kurzes Feedback bekommen und konnte dann erstmal wieder beruhigt schlafen.

Pünktlich nach sechs Wochen habe ich mein fertig lektoriertes Manuskript zurückbekommen. Und es war für mich jeden Cent wert. Ellen hat mir ine einer ausführlichen Mail Feedback zu meinen Protagonisten gegeben. The good, the bad and the ugly. Was ist gelungen? Was ist schwierig? Wo müsste man ergänzen bzw. nacharbeiten. Welche Handlungsstränge sind nicht rund? Wo sind lose Enden? Dabei hat sie mir auch vereinzelt Ideen mitgeliefert, wie man die Ideen auflösen könnte. Aber immer als Inspiration und nicht als Vorgabe: so musst du das machen. Das habe ich als extrem angenehm und hilfreich empfunden. Darüber hinaus hat sie das Manuskript Seite für Seite durchgearbeitet. Sowohl stilistisch (Wortwiederholungen, langweilige Passagen, Inkonsistenzen, etc.) als auch inhaltlich (“In Kapitel 37 zündet sich Martin eine Zigarette an, aber in Kapitel drei hat er aufgehört zu rauchen, ist das beabsichtigt?”). Sie hat sich sehr akribisch jeden einzelnen Aspekt der Geschichte vorgenommen und mir sehr viele Hausaufgaben mitgegeben. Sie hat auch offensichtliche Rechtschreibfehler korrigiert, aber das Korrektorat war ganz klar nicht Teil ihrer Aufgabe. Also bitte nicht verwechseln. Ein Lektorat ersetzt kein Korrektorat.

Ellen hat mir auch angeboten, noch einmal ausführlich über ihre Anmerkungen zu sprechen. Ich habe das gar nicht in Anspruch genommen, sondern nur noch 1-2 per Mail nachgefragt. Aber ich bin mir sicher, dass auch das persönliche Gespräch sehr wertschätzend und konstruktiv gewesen wäre. Ich habe dann noch einmal drei Monate gebraucht, um die ganzen Anmerkungen einzuarbeiten. Zwei neue Artikel habe ich Ellen zum kurzen Gegenchecken geschickt. Das war eigentlich gar nicht mehr Teil ihrer Aufgabe, aber sie hat mir dankenswerter Weise trotzdem noch ein kurzes Feedback gegeben.

Ich bin zu 100% überzeugt, dass sich die Investition ins Lektorat gelohnt hat. Die Geschichte ist immer noch nicht perfekt und es gäbe immer noch viel zu verbessern, aber sie ist zumindest handwerklich auf einem Niveau, dass sich nicht vor Verlagsgeschichten zu verstecken braucht. Das ist in dem Fall nicht mal nur meine subjektive Meinung, sondern quasi verifiziert durch zwei Longlist-Nominierungen. Ohne Lektorat wäre das ganz sicher nicht passiert. Insofern würde ich jedem, der nicht nur für sich, sondern für ein breiteres Publikum mit gewissen Erwartungshaltungen schreiben möchte, ans Herz legen, das Geld - wenn es finanziell tragbar ist - in ein professionelles Lektorat zu investieren. Es gibt da gegebenenfalls auch abgespecktere Varianten, wo zum Beispiel nur ein Teil des Buches lektoriert wird oder wo es nur eine inhaltliche Analyse gibt ohne die stilistischen Anpassungen.

So viel zum Lektorat. Gibt es hier ähnliche positive Erfahrungen? Oder vielleicht ganz andere? Würde jemand vielleicht sogar eher abraten? Ergänzt bitte gerne.

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Und die deine Maman vielleicht auch gar nicht gefunden hätte oder so nicht hätte artikulieren können, falls sie nicht selbst Schriftstellerin ist, und diese Dinge in Worte fassen kann.

Ich mache das schon früher, bei der Planung. Mein “Coach” bekommt einen Szenenplan, in dem ich in jeder Szene aufgeführt habe, was passieren soll und wie der Spannungsbogen aussieht. Dann sucht mein Coach nach Logikfehlern, nach “Würde-die-Figur-wirklich-so-handeln” und nach allen anderen Dingen, die ihr so auffallen. Mein Coach hebt auch gelungene Ideen hervor!
Der Vorteil für mich ist, dass ich noch nicht alles ausformuliert habe und solche Kritikpunkte besser einarbeiten kann, weil nicht mühsam formulierte Textpassagen komplett neu schreiben muss.

Ich sehe das finanziell auch als Investition in ein Hobby. Und vielleicht auch als einen Meilenstein auf dem Weg zur Meisterschaft, für den man ja bekanntlich mindestens 10.000 Stunden investieren muss. Aber wenn ich nur Zeit investiere, ohne eine Rückmeldung zu erhalten, kann ich mich ja nicht verbessern. Also investiere ich auch Geld. Mein Ziel ist nämlich, meinen Lesern das Beste vorzusetzen, das ich zu schreiben imstande bin.

Für kleinere Probleme während der Erstellung eines Szenenplans habe ich meine “Mädels”, zwei befreundete Hobbyschrifstellerinnen, an die ich mich wenden kann. In dem Fall wird Leistung mit Leistung bezahlt. Sobald die beiden ein Problem haben, sagen sie ebenfalls Bescheid und wir kümmern uns gegenseitig darum. Dadurch, dass sie selbst auch schreiben, können sie bessere Hilfestellung leisten als “normale” Testleser. Einfach deshalb, weil sie bestimmte Dinge besser in Worte fassen können, dadurch, dass sie das Handwerk kennen. So ist das ein Geben und Nehmen und mein Coach (und mein Portemonnaie) werden entlastet.

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Ich bekomme auf FB auch ständig Angebote von Lektoren. So lange die Fehler auf ihrer Webseite haben, kann ich mir die Dienstleistung getrost schenken. Denn so viel Aufmerksamkeit muss sein. Dann gibt es Lektoren, die selbst schreiben. Ich lese ein oder zwei Kapitel und wenn ich dann noch falsche Zeiten, nicht erklärte Fremdwörter, Floskeln, Adjektive im Dutzend billiger; Pleonasmen und schiefe Bilder finde, muss ich mir keine Sekunde überlegen, ob ich vierstellig investiere oder nicht. Ich würde sagen, es kommt darauf an, wie gut man glaubt, zu sein.

Es heißt zwar immer, Lektoren wären keine Korrektoren aber einen guten Eindruck machen Fehler nicht. Ich versuche, Fehler zu vermeiden und recherchiere auch in den Fällen, wo ich mir sicher bin.

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Das ist die richtige Haltung und sie zeigt, dass du es ernst meinst mit dem Schreiben.

Da ich (auch) Kindergeschichten schreibe, lege ich großen Wert auf eine Lektorin, die sich in diesem Metier auskennt. Dazu vereinbare ich je Projekt ein Pauschalhonorar für Lektorat und Korrektur, wobei auch eine Mischkalkulation eine Rolle spielt. Bei dem einen Manuskript zahle ich gerne auch mal etwas mehr, wenn bei anderen der Etat knapp gehalten werden muss. Ich denke, das klappt ganz gut.

Manche Änderungsvorschläge übernehme ich auf der Stelle, bei anderen hadere ich wieder und neige dazu meine Fassung beizubehalten. Ich habe aber festgestellt, dass ich mit lektorierten Texten zunächst etwas “fremdele” und ein paar Tage brauche, um die Vorschläge unbefangen beurteilen zu können. Bei kritischen Passagen kommt es meist zu einem Kompromiss.

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So konkret kann ich das nicht formulieren, weil ich selbst nur ein einziges Mal ein Lektorat in Anspruch genommen habe und das war grottenschlecht. Dennoch möchte ich der Vollständigkeit halber hier auch ganz kurz negative Lektoratsarbeit erwähnen.
Ich kenne zwei Beispiele, bei denen das Lektorat rausgeschmissenes Geld war, da die Endprodukte viele Fehler enthalten, sowohl in der Rechtschreibung als auch von der logischen Seite her betrachtet und m. E. grobe stilistische Mängel aufweisen.

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Die gibt es natürlich auch. Ich würde auch deswegen immer vorher ein Probelektorat von einigen Seiten oder auch dem ersten Kapitel vereinbaren.

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Ich habe vor einiger Zeit bei einem Lektor ein Probelektorat in Anspruch genommen. Die Zusammenarbeit war konstruktiv und sehr nett.
Ich habe daraufhin mein Manuskript zum Teil noch einmal gründlich lektoriert. Das letzte Drittel stand noch zur Überarbeitung aus.
Ich habe im letzten Jahr an einem Schreibwettbewerb teilgenommen und eine Buchveröffentlichung bei BoD gewonnen. Lektorat nebst Korrektorat und Covergestaltung.
Ich, aus über 300 Einsendungen! Ich war vollkommen geflashed!
Die Zusammenarbeit mit BoD war sehr gut und nett. Ich bekam ein sehr ausführliches und positives Feedback zu meiner Geschichte.
Die meisten Empfehlungen habe ich übernommen. Auch Cover und Titel. Ein paar Dinge habe ich aber gelassen. Im Nachhinein hätte doch noch verschiedenes geändert. Aber jetzt ist es wie es ist.
Wie die Geschichte bei den Lesern ankommt wird sich zeigen. Mit den Verkäufen bin ich bisher sehr zufrieden.
Schreiben ist für mich ein Hobby. Wenn was rumkommt ist es schön, wenn nicht, ist es auch okay.

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Du schreibst zweimal ›nett‹. Das ist jetzt nicht die primäre Zuschreibung, die man sich wünscht, wenn man als unerfahrener Autor ein Lektorat bekommt. Es war vielleicht zu nett. Du musst den Lektor hassen, erst hassen und später achten. Nett ist der kleine Bruder von Scheiße. Ein Lektorat, welches dich nicht rot werden lässt, vor Scham oder Zorn, ist sein Geld nicht wert.

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Oh, es ist nicht so, dass die nicht die Finger in die Wunden gelegt haben. Im Gegenteil.
Mit nett meinte ich ein freundliches Miteinander.

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Form follows function, ein freundliches Miteinander ist schön und gut, letztlich dauert es mitunter Jahre, bis man vor lauter Hin- und Hergeschicke dann ein Buch fertig überarbeitet hat. Samthandschuhe bringen nichts, gar nichts.