Ereignisse im Zeitstrahl einfügen

Hallo zusammen,

ich benutze Papyrus jetzt zum ersten Mal für mein erstes Buchprojekt. Ich bin gerade dabei, die Geschichte und Handlungsstränge zeitlich zu sortieren und bin auf der Suche nach einer Funktion um Ereignisse unabhängig von Kapiteln oder Szenen in meinem Zeitstrahl zu platzieren. Ich würde zum Beispiel gerne die Geburtsdaten meiner Figuren hier mit aufnehmen oder schon den zeitlichen Rahmen für Rückblicke der Nebenhandlung stecken. Leider finde ich nicht so richtig, wonach ich suche. Könnt ihr mir vielleicht helfen?

Danke!

Da eine Geburt einer wichtigen Figur eher ungewöhnlich wäre, wenn diese nicht irgendwo im Text Erwähnung findet, sprich, dieser Wunsch doch eher theoretisch und selten ist, haben wir das bisher nicht als eigene Funktion eingebaut.

Ein wunderbarer Workaround ist aber Geistertext, der für alle Infos gedacht ist, die man im Buch notiert haben will, die aber nicht für den Leser im Haupttext auftauchen sollen.

Sprich: Einfach “Geburt von Mimi” als Text in den Haupttext schreiben. Das markieren und bspw. mittels dem Geister-Symbol in Geistertext verwandeln.
Je nachdem, ob’s ein Bereich oder ein Zeitpunkt sein soll, jetzt “Geburt von Mimi” als Szene (Bereich im Zeitstrahl) oder als Ereignis (Zeitpunkt) definieren (wie so vieles in Papyrus - im Kontextmenü, erreichbar über die rechte Maustaste).
Und so erscheint dann der Geistertext im Zeitstrahl.

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Danke für die schnelle Antwort. Ich probiere das mal aus, aber vielleicht ist es ja eine Überlegung wert die Timelinefunktion weiter auszubauen oder zum Beispiel eine Integration von Aeon Timeline (wie bei Scrivener) zu ermöglichen.

Viele Grüße,
Ben

Aeon ergibt durch die mangelnde Koppelung Text <-> Zeitstrahl keinen Sinn. Und wie oben schon geschrieben - ob ein Ausbau hier sinnhaft ist, um dauerhaft nicht im Text repräsentierte Elemente darstellen zu können, erschließt sich mir bisher nicht.
Da bräuchte es mal einige sehr konkrete Beispiele, damit wir das anfassen.
Denn wie gesagt, anlegen muss man so ein Ding ja allemal - und warum dann nicht als Geistertext.

Oder anders: Geht doch alles. :slight_smile:

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Ich glaube, man muss hier zwischen Planung und Überprüfung unterscheiden und ich glaube, dass es nicht hilfreich wäre, diese zwei völlig unterschiedlichen Vorgänge in einem Tool zusammenzuschmeißen.

Die Timeline und der Organizer in Papyrus dienen den Zweck die geschriebene Geschichte auf Logikfehler überprüfen zu können und erkannte Probleme zu lösen. D.h. der Fokus beider Tools liegt auf dem Editier-Vorgang nach dem eigentlichen Schreiben (oder manchmal auch schon währenddessen), aber so gut wie nicht davor.

Zum Planen der Geschichte gibt es in Papyrus das Denkbrett und die Figuren-DB. Das Denkbrett beinhaltet jedoch keine Zeitlinie, sondern hat eben den Denkbrett-Ansatz, der aber sehr unterschiedlich interpretiert werden kann.

Ulli hat auch gerade den großen Unterschied angesprochen, der zwischen Planung und Überarbeitung liegt:
Beim Überarbeiten braucht man zwingend einen Textbezug und die Papyrus-Timeline (mit ihrem Fokus auf den Überarbeitungs-Prozess) hat daher eine zwingende Verbindung zum Text.
Bei der Planung ist der Textbezug natürlich eher hinderlich, denn es gibt ja noch keinen Text.

Als Alternative für dich könnte ich mir vorstellen, ein zweites Dokument anzulegen, in dem du über den Zeitstrahl deine Planung der Geschichte vornimmst. Du hast dann zwar auch eine entsprechend Textdarstellung, aber die muss dich ja nicht interessieren. Sieh das Textdokument deiner Timeline einfach als “Seitenquelltext”.
Diese Planung nimmst du dann als Basis für das eigentliche Schreibdokument, dessen Zeitstrahl dann nicht den der Planung repräsentiert, sondern den der tatsächlichen Geschichte. Der wird sehr wahrscheinlich von deiner Planung abweichen. Passiert bei der Entwicklung einer Geschichte ja beinahe zwingend, aber dadurch dass du sowohl eine geplanten Zeitstrahl als auch einen echten Zeitstrahl hast, kannst du natürlich auch sehr viel besser vergleichen.

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Tjo … Muss nicht sein. Ich kann ja Elemente im Zeitstrahl “erfinden”, die dann aber eben auch im Text angelegt werden.

Ist halt eine Frage der Arbeitsweise. Ein starker Wunsch war vor V.9, dass in der Timeline auch Kapitel, Szenen und Ereignisse eingefügt werden können, was wir ja umgesetzt haben.
Es steht somit dem eigentlich nix entgegen, dass man den Zeitstrahl auch zum Plotten benutzt.

Klar ist “frei malen dürfen” netter, weil eben - freier. Der Punkt ist nur der, dass das ja letztlich nix bringt, denn: Ich muss es ja doch irgendwann in Text überführen, oder es war sinnleer.
Dadurch mag der textgebundene Zeitstrahl ein bisschen als “anstrengend” und “Zwang” empfunden werden, letztlich aber “treibt” er einen mehr hin zum echten Text - und ist somit weniger Spielerei.

Andererseits verstehe ich schon, dass auch Herumspielen durchaus kreativ sein kann, insbesondere bei der Ideen-Findung.

Wir können das hier gern noch weiterdiskutieren und schauen, ob da noch Ideen von Euch kommen, die wir sinnvoll umsetzen können.
Die Suche nach dem perfekten Planungstool ist sicher so alt wie Papier und Bleistift (oder “Papyrus und Pinsel” ;-)).

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Ja, das meinte ich. Man könnte das “Gefühl bekommen”, dass das einem schon die Reihenfolge der Szenen vorgibt (auch wenn man sie danach rumschieben kann).
Manche planen einfach gerne, ohne dass das schon Auswirkungen auf den eigentlichen Text hat.
Manche stört es einfach, wenn sie im Text selbst nur geisterhafte Notizen sehen, die nichts mit dem eigentlichen Text zu tun haben, sondern (nur) zur Planung gehören.

Deswegen ja auch mein Vorschlag mit dem Planungs-Dokument, in dem man seine Planung machen kann, ohne dass der dort geplante Ablauf Auswirkungen auf das Schreib-Dokument hat.

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Bei mir hat die Zeitplanung der Story nicht unbedingt einen Bezug zum Text. Nicht in der Art, das Ereignisse immer Szenen beinhalten. Dehalb ist sie aber trotzdem wichtig.
Ich brauche Daten, die vor Beginn der Story liegen wie Geburtstage, Hochzeiten Todestage um das Alter der Personen bei verschiedenen Ereignissen und in Relation zu einander festzulegen. In Stammbäumen ist das Alter der Protas am Tag X ja nicht erstichtlich. Außerdem muss ich die ganze Story in zeitlichen Zusammenhang zur tatsächlichen Geschichte (historischer Roman: Kriegsbeginn, Schlacht bei …, Friedensvertrag von …) bringen.
Ich nutze dazu ein Excelsheet in dem die Figuren, die hist. Geschichte und die Ereignisse im Roman je eine Spalte haben. Da kann man auch alles hin und her schieben, um es anzupassen. Ich bin nämlich nicht der große Plotkönig. Bei mir passieren die Dinge eher spontan und dann kommen plötzlich Fragen auf. (Wenn die Schwester 10 Jahre älter ist, war die Mutter der Beiden bei der Geburt … äh … 13 . UPPS)
Ich habe auch versucht, das mit dem Zeitstrahl zu basteln, aber die Geistertextsache wurde mir schnell zu unübersichtlich.

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Klar. Das kann sogar gut sein, indem einem klar wird, dass man sich auch über die Struktur klar werden muss, oder nerven. Da ist dann Dein extra Dokument, wo man den Text missachtet, die Lösung.

Klar. Aber genau dafür kann man ja Geister-Textstellen haben. Wobei wir halt auch die Dinger schlicht verstecken könnten. Technisch muss ja aber die Info “irgendwo hin” - bisher offensichtlich, könnte man verstecken. Wir denken mal darüber nach.
Gekoppelt mit einem Feld in der Figuren-Datenbank “Geburtstag”, das dann mit den anderen Zeitangaben verlinkt.

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Ich denke eine Verbindung zwischen Figuren-Datenbank “Geburtstag” und der Timeline wäre schonmal sehr hilfreich. Vielen Dank für den offenen und konstruktiven Austausch.

Hi Ben,

mir ist noch nicht ganz klar, was Du erreichen willst.
Meine Sichtweise ist von Papyrus 8, ich denke aber, dass Version 9 nicht so viel anders ist.

Ich gebe meinen Charakteren ein Alter. In der Figurendatenbank werden zunächst alle Figuren aufgelistet, inklusive der des Alters. Das steht schön in einer Spalte übereinander. Einfach Zeilen zwischen 2 Charakteren ausblenden, ein wenig Kopfrechnen und das UPPS bleibt Dir erspart.

Gehst Du aber ein Stück weiter und willst wirklich Rückblenden einbauen, wird es in der Timeline schnell unübersichtlich.
Ich habe ein Problem, dass dem Deinen ein wenig ähnelt.
Wann erfährt welcher Charakter was aus Haupt- oder Nebenhandlung?
Mir half da nur der Ansatz von NinaW. Neues Dokument und hier mit Timeline und Denkbrett die logischen Fehler ausbügeln.
Geht vielleicht auch anders, ist denke ich, eine Frage der Arbeitsweise.

Das mag hilfreich sein. Doch werden bald mehr Anfragen kommen, dass User weitere Formularfelder verknüpft haben wollen. Vielleicht auch zu den anderen Datenbanken wie Dinge oder Orte. So etwas macht die Software schnell unübersichtlich und vor allem langsam.
Du kannst diese zusätzlichen Dokumente ja innerhalb Deines Projekts mit dem eigentlichen Buch verknüpfen. Dann hältst Du die Datensätze klein sowie übersichtlich.
Die persönliche Meinung eines Softwareverkäufers.

Gruß
Matthias

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Guten Tag,

vor kurzem habe ich angefangen, mich in Papyrus einzuarbeiten und war beim Spielen mit dem Zeitstrahl enttäuscht, daß ich dort nicht frei Ereignisse eintragen kann. Ich hatte mich gefreut, ein Werkzeug zu haben, das für die Planung und “Überwachung” der Timeline praktischer ist als die Tabellenmethode oder wilde Notizen.
Um mal ein Beispiel zu bringen: Ich hätte gern z.B. einen “Handlungsstrang” auf dem ich Ereignisse verorten kann, die im Hintergrund ablaufen, um auf einen Blick zu erfassen, ob sich meine Textszenen richtig darum gruppieren. Das können z.B. echte historische Ereignisse sein, vor denen sich die Handlung abspielt, oder Hinweise, wann welche Figur welche Informationen bekommt. Kurz: Ereignisse, die nicht direkt im Buch auftauchen (z.B. weil die Figur, der man folgt, dabei nicht anwesend ist), die sich aber auf die Handlung oder das Verhalten von Charakteren auswirken. Dinge, die der Leser nur indirekt mitbekommt, die man aber beim Schreiben im Blick haben muß, um keine Logikfehler einzubauen.

Ich habe schon gelesen, daß man auch das Denkbrett für die Zeitplanung benutzen kann (damit habe ich noch nicht gespielt), aber das hat, soweit ich das mitbekommen habe, keine Rückkopplung zum Text und man müßte die Grundstruktur / das Lineal erst anlegen. Das ist doch etwas umständlich. Muß ich wirklich zwei getrennte Tools parallel pflegen und dazwischen hin- und herschalten? Dann ist die alte per-Hand-Methode wahrscheinlich doch praktischer. Wäre schade.

Das hat vielleicht auch mit meiner Arbeitsweise zu tun. Aber ich bin mit Sicherheit nicht die einzige Person, die sich erstmal nur Wegmarken setzt und “unterwegs” die Kapitelstruktur entwickelt.

Gibt es eine praktikable Möglichkeit, Hintergrundplanung und den tatsächlichen Ablauf gemeinsam zu entwickeln und zu verfolgen, oder ist das schlicht nicht vorgesehen?

Hallo, @Coventina,

soweit ich das richtig verstanden habe, sind Ereignisse an Szenen gekoppelt. Man kann ein Ereignis also nur einer Szene zuordnen.
Aber wenn Du im Hintergrund Handlungen „laufen lassen“ willst, warum definierst Du nicht einfach Geisterszenen?
Ich nutze die Ereignis-Funktion eigentlich nur selten. Meistens markiere ich damit nur Wendepunkte, wie z.B. die 25%-Marke oder den Mittelpunkt etc. Und die sind ja immer an eine Szene gekoppelt.
Ich habe mal ein Beispiel für Schneewittchen gemacht. Es gibt drei Handlungsstränge: den Schneewittchens, den der Bösen Stiefmutter und einen, der nicht zugeordnet ist. Auf den letzten Strang lege ich alle Ereignisse bzw. Szenen, die im Hintergrund laufen sollen. So habe ich mir überlegt, dass die 7 Zwerge ja auch schon agieren, während Schneewittchen noch allein durch den Wald läuft und auch schon vorher.
Vielleicht sind sie bei der Arbeit im Bergwerk. Vielleicht verletzt sich ein Zwerg dabei, aber das wird nicht gezeigt, doch später, als Schneewittchen die Zwerge kennen lernt, sieht sie, dass einer den Arm in einer Schlinge trägt.
Das könnte dann so aussehen:


Der rote Handlungsstrang ist für Schneewittchen, der blaue für die Stiefmutter und der graue für Geisterszenen.
Ich erstelle also eine Szene mit dem Titel Zwerge im Bergwerk, mache eine Geisterszene daraus und schiebe sie auf den Handlungsstrang „Nicht zugeordnet“. Die Szene findet statt, kurz bevor der Jäger Schneewittchen im Wald aussetzen soll. Ich kann auch noch ein Ereignis hinzufügen, das ich „Ein Unfall im Bergwerk“ nenne. Und so kannst Du beliebig viele (Geister-)Szenen bzw. Ereignisse auf die „Nicht zugeordnet“-Schiene legen, die dann Deine Hintergrundhandlung anzeigen.

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen. Ansonsten frag ruhig nach.

LG
Pamina

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Danke. Ich habe noch nicht mit Geistertext gearbeitet und fürchte, daß mich diese Zusatzinfos im eigentlichen Text stören könnten, werde das aber mal testen. Es muß ja am Ende nur insgesamt besser zu handhaben sein als die Extra-Tabelle :slight_smile:

Du kannst den Geistertext im Haupttext ausblenden, wenn er Dich stört. Gehe dazu auf “Ansicht” → “Alle Geistertexte ausblenden”. Genauso kannst Du sie auch wieder einblenden.

LG
Pamina

Hallo Conventina,
in diesem Fall könntest Du den Geistertext auch ausblenden. Das geht sowohl im Haupttext als auch im Zeitstrahl. Im Haupttext kannst Du dir die Geistertexte als Kommentarbox an der Seite anzeigen lassen oder komplett ausblenden. Dann siehst du an der entsprechenden Stelle nur noch das Geistertext-Icon (Geist mit einem “G”).

Viele Grüße
Carolin

Prima, danke. Auf zum testen.

Jein - letztlich an den Text. Es wäre auch ein Text ohne Kapitel und Szenen denkbar, der aber Ereignisse = wichtige Zeitpunkte in der Geschichte definiert hat.
Wichtig ist uns beim Zeitstrahl immer, dass er nicht nur ein Spielzeug ist und man den Text an sich nicht aus den Augen verliert, daher diese strenge Bindung derart, dass die Elemente des Zeitstrahls auch immer im Text sein müssen.
Bei Ereignissen können wir mal darüber nachdenken, dass diese auch anders rerpräsentiert werden könnten - mal sehen.
Aber unsere Carolin hat ja schon die “so geht es auf alle Fälle erst einmal” Lösung mit dem Geistertext genannt.

Hallo @Coventina,

Papyrus bietet, explizit als Tool, noch nichts derartiges. Was aber @Pamina22 vorgeschlagen hat, ist eine gute, praktikable Lösung mit den Mitteln, die Papyrus zur Zeit bietet.

Ich habe es bei mir so gelöst, dass ich ein Kapitel vor dem eigentlichen Romantext angelegt habe. Hier stört es mich am wenigsten. Das Kapitel nenne ich ‚Handlungsstruktur‘. Dieses habe ich mit den Zeiten besetzt, über die meine ganze Geschichte verlaufen soll. Dann habe ich dem Kapitel im Zeitstrahl einen eigenen Handlungsstrang zugeordnet. Übrigens: Das Kapitel zu Geistertext machen, bringt nichts, da dann im Zeitstrahl nichts mehr zu sehen ist.
Danach habe ich all die Ereignisse in diesem Kapitel eingetragen, die ich gerne vorbesetzt hätte.
Die zeitliche Zuordnung habe ich, weil mir das leichter von der Hand geht, in der Zeitstrahlanzeige per Maus an ungefähr die Position geschoben, wo ich glaube, dass sie sein sollten.
So habe ich vorerst mal eine ganz grobe Struktur über die ganze Geschichte hinweg. Ich setze da bei meiner arbeitsweise eher etwas spartanisch. Andere möchten dies vielleicht schon vorneweg detaillierter haben. Jeder nach seinem Geschmack.
Und so sieht es dann bei mir aus, wenn ich zB. als Basisstruktur die 7-Punkte Methode von Dan Wells anwende.


Das ist dann also mein ganz grobes Gerippe.

Nun Schreibe ich meinen Text und setze (meistens) an den Stellen, wo etwas für den Geschichtsverlauf Bedeutendes geschieht, ein Ereignis.
So richtig zum Nutzen wird es dann bei mir erst bei der Überarbeitung.
Nach dem ‚liegenlassen‘ lese ich dann meinen Text neugierig und setze eventuelle weitere Ereignisse.
Dann geht es zur Zeitstrahlansicht und nun kann ich erkennen, ob ich mit meinen Ereignissen im Text in etwa der gewünschten Struktur folge, oder ich Verschiebungen/Anpassungen/Ergänzungen machen muss.
Die zeitliche Strukturvorgabe ist allerdings kein Muss, auch wenn dies manche exakt setzen wollen. Wichtig scheint mir, dass das Grundskelett der Geschichte in etwa eingehalten ist.
Für mich ist es damit ein gutes, hilfreiches Mittel, einen stimmigen Geschichtsverlauf zu erreichen.

Sorry, wenn ich jetzt zum Schluss nach dem langen Gelabber sage, dass diese Methode mit den zur Zeit verfügbaren Mittel von Papyrus für sowas nicht wirklich dicht ist.
Der Grund ist, dass die Ereignisse auf die Zeit in der Geschichte gelegt sind. Sauber zum tragen kommt es erst, wenn diese Ereignisse einer Textposition zugeordnet werden können. Also zB: Das Hauptproblem erkennt man ab Wortposition 2400, ein Spannungsanstieg erfolgt wegen des Antagonisten ab Wortposition 6700, usw. Die Struktur soll sich im Textverlauf und nicht im zeitlichen Verlauf der Geschichte manifestieren.

Aber so, wie es jetzt möglich ist, geht es auch einigermassen. Ich bin fast sicher, dass die Boys und Mädels von Papyrus irgendwann in Zukunft etwas in dieser Richtung bauen werden. Vielleicht im Zeitstrahl ein besonderer ‚Handlungsstrang‘ der sich nicht an der Zeit der Geschichte, sondern an der Wortmenge orientiert. Wenn man zu Beginn angeben könnte, ich will eine Geschichte von zB. ca. 320 Seiten schreiben, trägt man eine Wortanzahl von ca. 80000 ein. So bekäme man eine realistische grafische Darstellung zum Strukturverlauf.

So Schluss, jetzt habe ich genug fantasiert, aber ich meine, sowas könnte zu einem weiteren guten Tool für uns Romanschreiber werden.

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Also ich versuche gerade Ereignisse einzufügen. Das erste hab ich auf dem Zeitstrahl ins erste Kapitel gesetzt, das zweite ins zweite. Beide landeten im Text vor der Überschrift des zweiten Kapitels. Sah sehr unschön aus. Beim zweiten Versuch hat das eingefügte Ereignis auch noch die Schriftart meines Haupttextes mittendrin geändert. Soll ich die Ereignisse vielleicht besser im Haupttext einfügen statt im Zeitstrahl?

Ansonsten muss ich sagen, dass der Zeitstrahl seit dem letzten Update besser funktioniert. Auch die Zielsetzung scheint nun richtig zu funktionieren.