Eine neue Kriminelle...

…stellt sich vor: Tag zusammen :slight_smile:
Ich schreibe seit 1989 hauptberuflich Journalistisches und dachte unlängst, es war um 2018, dass ein Roman mit so viel Erfahrung ein Kinderspiel sein müsste.

Die Hybris erwies sich schnell, denn der Unterschied zwischen literarischem Schreiben und journalistischem Schreiben plagte mich kräftig. Ich lernte also im Lauf der Zeit, die Blätter im Wind rauschen zu lassen, Mimik lebendig darzustellen und überhaupt mehr als 100 Seiten für eine ziemlich verzwickte Geschichte zu benötigen. Literarische Weite statt journalistischer Zeilenbegrenzung.

Nun ist ein Krimi in der 5. oder 6. Überarbeitung (Wenn ich nicht demnächst einfach einen Punkt setze gilt: „Und wenn sie nicht gestorben ist, überarbeitet sie noch immer …“)
Der zweite Krimi der Reihe ist ebenfalls fertig und wartet auf die erste Überarbeitung, wenn der erste Krimi endlich…
Ergo: Papyrus wurde gekauft, um die übriggebliebenen Stilschwächen im Erstling zu finden und auszumerzen. Mein Problem ist derzeit nicht mehr Hybris sondern überbordende Selbstkritik.

Da ich schon mehrfach live gespielte Krimifestspiele (www.kriminala.de) mit von mir geschriebenen Fällen organisiert habe, sollen auch die Bücher interaktive Elemente besitzen, durch QR-Codes an den Kapitelenden abruf- und erlebbar. Ein Verdächtiger spricht der Protagonistin etwas auf die Mailbox? Kann man anhören. Die Protagonistin sitzt an ihrem Lieblingsplatz? Link zum Foto - und ein Geocache vor Ort, um den Platz zu entdecken… Wer an die Mailadressen der Verdächtigen, die im Buch vorkommen, schreibt, bekommt sogar Antwort …

Völlig offen ist die Frage, ob ich für solche Projekte einen experimentierfreudigen passenden Verlag finde oder letztlich doch selbst publiziere.

Hier freue ich mich über den Austausch mit Kolleg/innen und lese erst einmal kreuz und quer in den Foren herum.
Es grüßt Euch: Bettina

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Moin Bettina,

willkommen.

Bei Deinem Vorstrafenregister bist Du hier gut aufgehoben.
Viel Spaß beim Hofgang.

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Hurra! Kein Fantasy.

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Hi Bettina,

so lange es am Ende nicht der Gärtner war - moment … eigentlich wünschte ich mir schon, dass es endlich mal der Gärtner wäre, weil man den ja sowieso von Anfang an verdächtigt und deshalb ausschließt.

Von dem Kriminala Projekt hatte ich tatsächlich schon einmal etwas gelesen, konnte mir bis jetzt aber nur wage etwas vorstellen - so wie eine moderne Schnitzeljagd.

Sei also willkommen hier im Forum der Schreibwütigen.

Viele Grüße aus der Pfalz
Matthias

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Tatsächlich erinnere ich mich an keinen von mir gelesenen Fall, in dem der Gärtner der Täter war… eine Marktlücke? grübelt

Danke Euch für die lieben Begrüßungen :slight_smile:
…und jetzt werd ich noch ne Stunde überarbeiten…

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Willkommen im Club ^^. Und vor allen Dingen viel Erfolg.

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Liebe Bettina,

willkommen im Forum!

Die Idee mit den interaktiven Elementen im Krimi finde ich klasse!
Ich hatte mal ein Buch mit Kurz-URLs am Ende der Kapitel (ein Beziehungsratgeber hust), die auf Videos verlinkt haben. Lag jetzt vielleicht auch am Thema des Buches doppelhust, aber ich hab mir jedes davon angesehen.
Wenn das in einem Roman auch funktioniert, wäre das toll!
Ich glaube, es gibt schon Leser, die beim Lesen nicht “nur” konsumieren wollen… Könnte eine Marktlücke sein! Und für die, die keine QR-Codes mögen, ist das Buch dann eben einfach ein Buch. Spannend!

Ich wünsch dir viel Erfolg mit deinem Projekt und würde mich freuen, wenn du ab und zu mal berichtest!

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Wenn ich ein Buch lesen will, lese ich ein Buch. Wenn ich ins Internet will, setze ich mich vor den Computer. Zwischen Buch und Computer / Smartphone hin und her zuspringen, mag ich nicht. Zudem habe ich gar kein Smartphone.

Die QR-Codes würden mich stören.

@SchreiberinB Andere werden das toll finden. Mach dein Buch so.

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Vielleicht ohne die QRCodes als Hardcover und eine weitere Version als Softcover.

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Hallo Bettina,
be warmly welcome!
Vielleicht hast du Lust, uns mal eine Leseprobe deines Krimi-Erstlings vorzustellen, so irgendwas von mittendrin, zwei drei Seiten …

LG, Manuela :slight_smile:

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Danke für das Interesse! Ich werde mal den Prolog reinstellen - nach der endgültigen Überarbeitung schwitz. :slight_smile: Ich plane, in der kommenden Woche wirklich den Schlusspunkt zu setzen.

@Milar und @Suse : Das ist ja immer Abwägungssache… Verprelle ich mir mehr potentielle Leser/innen oder macht der etwas andere Ansatz Verlage und Lesepublikum neugierig?
Der Krimi funktioniert auch ohne die zusätzlichen Elemente. Mein „eigenes Publikum“, das an den Krimifestspielen teilgenommen hat, (vor Ort und virtuell) wird es lieben, Zusatzmöglichkeiten zu haben. Das sind schonmal einige hundert Leute - alle potentielle Buchkäufer.

Spannende Phase des Projektes gerade. :slight_smile: Bin heute Nachmittag durch Zufall beim Cachen fremden Leuten begegnet, denen die Geocachereihen am Ort des Krimigeschehens gehören. Die beiden haben gleich mal große Lust bekundet, passende Projektcaches zu verlegen. Wenn das kein Zeichen ist :slight_smile:

Das Buch ist übrigens in der Lesbarkeitsanalyse fast durchgehend hellgrün. Damit bin ich zufrieden.
Und ich lerne gerade, dass die Stilanalyse kein Tool ist, dass zufriedengestellt werden muss. Bei der Hälfte der Elemente bin ich in der Stilstatistik ohnehin „unauffällig“. Heute Abend wird weiter überarbeitet.

Doch vor der Textarbeit kommt die warme Mahlzeit mit ortstypischem Gemüse.
Mitten aus dem Spargelland Niedersachsen grüßt:
Bettina

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Na das hört sich doch gut an.

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Dem kann ich nur zustimmen, liebe Suse!
Krimi gehört zwar zu den Topsellern in Deutschland, aber viele Kriminelle finde ich hier nicht.
Das klingt ja nach dem klassischen Whodunnit (Wer hats getan) a la Agatha Christie und Konsorten. Spannend! Ich freue mich auf eine Kostprobe Deiner Kunst.
Für den Rest: Welcome auch von mir von ganz, ganz oben; rein geographisch gesehen!

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Yep, der Erstling ist ein Whodunnit. Der zweite, auch schon geschriebene, Fall eher ein „What has happened?. Teil 3, bisher nur geplotted ein verstörtes „What the hell???“ :slight_smile:
Aber ob das Kunst ist oder weg kann wird sich erst noch zeigen.
Mein literarisches Selbstbewusstsein steht im diametralen Gegensatz zum journalistischen.

Danke für die nette Begrüßung sagt:
Bettina

…der gerade auffiel, dass sie eine ganze Gruppe von Jägern erdacht hat und nicht einen einzigen Jagdhund erwähnt. Kurzfristig werden den Kerlen jetzt also noch die Münsterländerin Clea und der mürrische Weimaraner Isegrim zu Füßen gelegt. Die Jägercommunity meiner Verwandtschaft würde mir den „Aller-Wolf“ sonst um die Ohren hauen.

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Was auch tatsächlich zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Verhält sich wie Rennrad zu Mountainbike. Beides ist Radfahren, aber … :wink:

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So! Der letzte Punkt ist gesetzt.
Stilanalyse und Lesbarkeitsanalyse haben mich zuerst ein, zwei Tage, nervös gemacht und sich schließlich als segensreich erwiesen.
Wenn der Ulli mich freigeschaltet hat, werdet Ihr meinen Prolog im geheimen Schreibproben-Thread finden.

Und jetzt geht es wieder zwei Wochen lang an die schnöde Brot-Schreiberei - wobei die gar nicht öde ist. Musste heute recherchieren, wie Erdgas entsteht und bin schlauer geworden.

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Moin Bettina,

herzlich willkommen. Ich bin ganz schön gespannt auf Deinen Krimi! Die Idee mit den QR-Codes und das anhören von Szenen ist eine geniale Idee. Als ich es las, hörte ich in meinem Kopf: „Richtig, richtig cool!!!“

Herzlichen Glückwunsch auch dazu, dass Du den „letzten Punkt“ setzen konntest.

Lieben Gruß,
Marie

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Jetzt schreib ich einfach mal wieder in meinen Thread hier, denn ich suche ein wenig pushende Aufmunterung.
Der Krimi-Erstling „Aller-Wolf“ ist nun tatsächlich fertig überarbeitet.
Das Exposé steht, die Leseprobe ist ausgewählt und ich habe mir auch ausgeguckt, in wessen Verlagsprogramme die Regionakrimi-Reihe passen würde, um im Anschreiben passende Akzente zu setzen.

Klingt doch alles prima…
Der Haken: Ich drücke mich um die Aussendung an die entsprechenden Verlage und der einfache Grund ist die Angst vor Ablehnung.
Die kenne ich aus meinem bisherigen schreiberischen Leben nämlich nicht.
Das ist Luxus, klar. :slight_smile: Aber Gebrauchsschreiberei, wie ich sie beruflich betreibe, ist natürlich nicht so schwierig zu publizieren oder in Medien unterzubringen wie eine Romanreihe.

Gibt mir bitte jemand einen Tritt in den Hintern?
Von der eigenen Hasenfüßigkeit angenervte Grüße :slight_smile:

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Auf Ablehnung zu stoßen, wirst du nicht verhindern können. Na und? Ganz sicher wird niemand an deiner Haustür klingeln und fragen: “Guten Tag, hätten Sie vielleicht eine Romanreihe, die unser Verlag ins Programm aufnehmen könnte?”
Star Wars wollte (zunächst) kein Filmstudio der Welt umsetzen, die Toten Hosen sind abgelehnt worden weil sich “Ihre Musik derzeit nicht verkaufen kann”. - Ich nehme an, dass derjenige Sony Music (?) umgehend verlassen musste aufgrund seiner groben Fehlentscheidung.
Also, Schühchen an, losmarschieren, quengeln, nicht aufgeben. Vielleicht hast du Glück, vielleicht aber auch nicht. Enttäuschungen wird es geben, doch davon geht die Welt nicht unter. Immer weiter machen. Immer geradeaus, nicht beirren lassen, aber auch Kritik annehmen.

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Eine zukünftige Schlagzeile alá „SchreiberinBs Krimi wird Welterfolg. Übersetzungen in 30 Sprachen geplant. Kinofilmrechte bereits an Paramount vergeben; Netflix und HBO liefern sich Bieterschlacht für Serienrechte.“ ist zwar unwahrscheinlich – aber dennoch ist sie viel wahrscheinlicher als die Schlagzeile „Breaking News: SchreiberinB erhält Absage von Verlag. Dreist hatte die Autorin ein Manusskript eingereicht, ohne bereits Bestellsellerautorin zu sein. Pfui! Jauch verlängert Jahresrückblick um der Tragödie Sendezeit widmen zu können.“

Mach einfach. Du überlebst es.

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