Ein Experiment mit KI: Mein Kurzroman in 12 Stunden

Hi,
die KI muss halt auch lernen. Wie ausnahmslos alle hier.
Nehmen wir mal den Beginn der Geschichte. Der Anfang ist mitunter das Schwerste. Der muss sitzen.
In dem Beispiel hier habe ich Schwierigkeiten mit dem Bild. Was geht hier vor? Es dauert mir schon zu lange, das zu Begreifen. Gleich zu Beginn sollte man nicht Nebelkerzen zünden. Hier passierts aber. Ein Signal. Aha. Zitternde Finger? Wellenform? Und dann so ein Satz: Ihr Herz pochte, während sie die Frequenz überprüfte.
Lass dir das mal auf der Zunge zergehen. Was, wenn das Herz nicht pochte?

Insgesamt steckt der Text (für mich) in einem frühen Entwicklungsstand. Ob das jetzt die Schreibtechnik betrifft, die mich erst spät in den Bann zieht (aus dem mich dann wieder unglückliche Formulierungen raushauen) oder das Stadium der Überarbeitung, die noch den ein oder anderen Durchgang nötig hätte (und die ich für mich erst noch optimieren würde, bis ich doppelt sehe, ehe sie auf die Welt loslasse).
Alleine dieses „zitternde Hände“ Ding. Was ist das für ein Profi, die bei einem Signal, egal welches, zitternde Hände bekommt? Es gibt so viel mehr als dieses Zittern. Zittern ist ausgelutscht. Nicht für eine noch untrainierte KI wie’s aussieht.
Dann diese zwei Sätze:
Sie startete die nächste Analyse, ihre Finger bewegten sich fast mechanisch über die Tastatur. Es würde Stunden dauern, die Daten vollständig zu entschlüsseln.
Das passt (für mich) nicht zusammen. Entweder oder oder. Einer von beiden gehört da nicht rein und macht den anderen überflüssig. Oder dieser Konjunktiv, der so gut wie immer ungünstig ist, wird gegen ein besseres Bild ausgetauscht (in Richtung show, don’t tell und so).

Insgesamt halte ich diesen KI-Versuch für eine interessante Erfahrung. Es gibt ein altes Prinzip: Garbage in - Garbage out. Alles eine Frage der Lernfähigkeit. Es gibt krassere Beispiele in diesem Forum, die zeigen, wie ausgereift sogar das Plotten werden kann wir-sind-verloren-ein-abend-mit-chatgpt.
Wenn ich mit Schreiben mein Geld verdienen müsste, würde ich KI, chatgpt et al. hemmungslos nutzen. Allerdings darf ich mir den Luxus leisten, alles „händisch“ zu erledigen. Selbst wenn das Produkt nicht toll ist. Es ist meine Kunst.
Was das Recherchieren betrifft: Ja, kann man bot-unterstützt erledigen, wenn man darauf keinen Bock hat. Für mich bedeutet Recherche ein Eintauchen in die (unmittelbare) Umgebung der Handlung. Ich finde, dadurch hat man die Chance auf eine bestimmte Präsenz der über die Zeit variierenden Summe der Kleinigkeiten :nerd_face: die unser Leben ausmacht.
Wie auch immer, einen angenehmen ersten Advent.

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