Hallo zusammen ![]()
eine Frage beschäftigt mich immer wieder: Wie schreibt ihr eigentlich?
Habt ihr eine besondere Routine? Hegt ihr kleine Eigenheiten? Was sind eure Utensilien?
Ich persönlich, brauche ein aufgeräumtes und geordnetes Umfeld, meinen Lieblingstee und mein Notizbuch mit einem ganz bestimmten Bleistift (ja, ich schreibe mein Buch tatsächlich per Hand). Ich liebe Orte, an denen ich meinen Blick etwas schweifen lassen kann & viel zu sehen ist.
Wie/Was ist es bei euch? ![]()
Ich schreibe meist im Wohnzimmer und trinke Kaffee dazu…Im Hintergrund läuft Musik oder sogar TV… Mein Hund und meine Katze platzen ständig dazwischen und bringen mich manchmal aus dem Konzept bzw. halten mich bewusst vom Schreiben ab. ![]()
Ich ordne und sortiere über längere Zeit meine Ideen, prokrastiniere dann gern und wenn ich das Gefühl habe ich sehe die Szene, dann setze ich eine große Kanne Kaffee auf, lade die Favoritenplaylist und dann schreibe ich den ganzen Tag durch. Dabei brauche ich jedoch Ruhe. Wenn meine Frau, der Nachbar oder wer auch immer stört, dann breche ich das Schreiben tatsächlich ab.
Ich schreibe im geordneten Chaos meines Arbeistzimmers. Da weiß ich, wo was ist. Und keiner stört mich.
Ich schreibe seltsamerweise am Esstisch im Wohnzimmer statt im Arbeitszimmer. Dabei bin ich alleine, allerdings sind wie bei Bommel immer mein Hund und die beiden Katzen bei mir. Andere Menschen kann ich beim Schreiben nicht ertragen. Dann kann ich mich nicht konzentrieren. Daher höre ich auf zu schreiben, wenn meine Frau von der Arbeit nach Hause kommt.
Auf der Couch - Füße hoch - Musik an oder aus. Je nach Laune.
Ich schreibe in meinem Arbeitszimmer und gelegentlich im Büro, wenn mir etwas in den Kopf kommt, was sofort raus muss.
Mir gehts da in gewisser Weise wie Leonhard. Ich muss die Szene vor Augen haben. Ganz oft sitze ich tatsächlich mit geschlossenen Augen am Schreibtisch und spiele sie in Gedanken durch, bevor ich sie aufschreiben kann.
Musik ja, aber so leise, dass ich den Gesang nicht höre. Sonst singt mein Kopf die Songs mit, statt zu schreiben. ![]()
Ablenkung ungerne. Wenn mein Mann von der Arbeit kommt oder die Tochter aus der Schule, dann kann ich quasi bereits prophylaktisch den Laptop zuklappen oder zumindest pausieren, weil ich genau weiß, dass hier eh gleich jemand im Zimmer steht. „Bitte nicht stören“-Schild hin oder her.
Ich schreibe auch im Wohn/Esszimmer - im Sommer meist draußen. Manchmal brauche ich Ruhe, manchmal nicht. Das ist tatsächlich abhängig davon, was ich gerade mache: Neue Szene schreiben, korrigieren usw.
Ich stelle mir bei meinen Projekten immer eine ganz bestimmte Stimmung/Atmosphäre vor - Jugendliche würden Vibe sagen
Manchmal erstelle ich mir dafür ein Moodboard, was ich mir dann anschaue. Oder es gibt einen Song/ein Album, was zu meinem Projekt passt. Mir hilft das, mich in die Stimmung des Textes reinzufinden. Lustigerweise höre ich die Musik aber nicht während des Schreibens.
Als Beispiel: das hier ist das Mooadboard zu meinem aktuellen Projekt
Das ist wichtig, ja. Ich habe den Vorteil, dass die meisten meiner Bücher in einer Gegend handeln, die ich kenne.
Ich schreibe zurzeit jeden Abend ein bisschen in meinem Schreibzimmer (das ehemalige Kinderzimmer meines Bruders, der ausgezogen ist). Da bin ich ungestört, während meine Mitbewohner (meine Eltern) unten Krimis gucken. Aber ich bin dann lieber in meiner eigenen Welt, denn die Fantasie muss einmal am Tag raus, sonst halte ich es nicht aus! ![]()
Gruß
Super Girl
Ich schreibe im Büro im OG unseres Hauses (auf Insta gern als „Autorenhome“ bezeichnet). Schreibtisch mit Desktop Mac Mini und 49" Monitor. Davor eine (von mehreren) mechanischen Tastaturen (Nerd-Kram). Rundum allerlei Hardware, Notizen, Bücher, Recherche-Krempel. Alles ziemlich chaotisch wirkend auf Außenstehende, aber einer inneren Ordnung folgend (so jedenfalls meine Ausrede). Keine Musikberieselung, keine Ablenkung. Ich schreibe täglich von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr. Und ich tue das als Thriller-Autor (Aufbau Verlage, Berlin).
LG aus dem tauwettrigen Taunus
Orlando aka Roland aka @rm.eisrausch
Ich schreibe meistens abends mit Kopfhörern und Deep-Focus-Musik, weil mein kleines ADHS- Gehirn sonst völlig abschweift. In der Regel habe ich auch noch parallel die Änderungsliste für mein Fantasyroman offen, damit ich mir schnell etwas notieren kann. Alles was mir dann während der Überarbeitung einfällt notiere ich schnell, damit es nicht mit dem nächsten Gedanken im Nirvana verschwindet.
Beim kreativeren schreiben versuche ich mich manchmal mit Musik in einen bestimmten Flow zu bringen. Das klappt aber nicht immer und dann finde ich die Texte danach selber doof ![]()
Meistens am Schreibtisch, weil ich den Platz auf dem Monitor brauche.
Browser zum kurzfristigen Recherchieren, ein Fenster mit dem Grundplott und Papyrus.
Sonst mit dem Laptop auf dem Schoß auf der Couch. Wenn ich alleine bin, klemme ich den Laptop an den Fernseher und habe nur die Tastatur mit einem Touchpad auf der Ablage auf dem Schoß.
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, von 7:00 bis 13:00. Manchmal wenn der Flow passt und die Königin ihre Ländereien besucht, auch länger. Im Wohnzimmer am liebsten (auf der Pinnwand vorm Lappy Bilder von der Königin, der Kunstfraufessor und meiner Mutter). Viel viel Koffein, noch mehr Nikotin (was bin ich dankbar für den Balkon!) und Musik nur, wenn ich mich in eine bestimmte Stimmung bringen will (entweder Barock - Bach, Vivaldi, Purcell - oder harten, schnellen Rock aus den 1960er und -70er Jahren - Rolling Stones, CCR, The Runaways).
Ansprechen? Jo, kannste mal probieren, keine Ahnung ob ich reagiere und wenn wie …
Derzeit räume ich das Wohnzimmer so um, dass mein Schreibtisch am Fenster steht und ich rausgucken kann. Es ist schön ruhig hier. Ansonsten überlege ich (bevor ich das Buch beginne) zu allererst den Plot und die Rollen der Figuren. Sobald ich schreibe, „sprechen“ die Figuren zu mir, morgens, bevor ich richtig wach werde. Manche ihrer Vorschläge überraschen mich. In der Meditation, früh nach dem Aufstehen, konkretisiert sich manchmal etwas, oft auch nicht. Je nach Gusto koche ich mir dann Kaffee oder Tee und setze mich an den Laptop.
Aber hoffentlich 90° zum Fenster, das schont die Augen.
