Witzig: Ich habe gestern deine Isabella als Amazon Lesetipp bekommen und heute @Ho.Ro Fisch im Stein
Cool. Amazon hat gleich zwei tolle Empfehlungen gegeben.
Isabella wird gerade etwas rot, die ist schüchtern.
Den Fisch habe ich schon 1/2 durch.
Meine Zeit ist sehr früh, so ab 4°° Uhr oder abends/Nacht ab 22°° Uhr. Es muss absolute Ruhe sein. Nebengeräusche wie das brummen des Kühlschranks ignoriere ich. Und da bin ich in der Örtlichkeit. Die meisten kennen es unter Besenkammer oder Vorratsraum. Ein zweieinhalb mal drei Meter großer Raum. Kleines Fenster zur Straße. Aktenschrank, Kühlschrank, Gefrierschrank, normaler Schreibtisch und im Eck zwei Bildschirme. Drucker mit Laminiergerät und Gewürzregal. Jeder freie Fleck an den Wänden ist mit Zetteln oder Coverabbildungen zugeklebt. Der teure Bürostuhl passt gerade so in die Mitte. Ungemach zieht in unregelmäßigen Abständen von der Hausdame über mich. Weil sie den Raum nicht so nutzen darf, wie es ihr gefällt. Nach einer Lösung wird gesucht.
Da schreibe ich dagegen richtig komfortabel - Zimmer mit zwei Fenstern - ungefähr 4 x 3 m - an allen Wänden Regale für Hunderte von Büchern. Passt.
Ich habe ein eigenes Zimmer. Mein Mann hat auch eins für sich.
Wir leben nur in einer 2.5 Raum Wohnung, wobei 0.5 Raum eine Mischung aus Lager und mein Home Office Arbeitsplatz ist. Also schreibe ich mit der Kiste (im wahrsten Sinne des Wortes) im Wohnzimmer. Bei besserem Wetter und Laune auf dem Balkon.
Ooooooch. Wenn du mal in unserer Ecke unterwegs ist, leihe ich dir mein Zimmer und schreibe im Wohnzimmer auf der Couch, was ich sowieso häufig mache.
Dann ist es mit dem Arbeitsplatz recht eng.
Wie brauchen schon ein Zimmer als Toberaum für die Katzen. Ich darf schreiben, wo die Mietzen gerade nicht sein wollen, wenn es nach unserer Angstkatze geht, dann im Keller, aber leise und ohne zu Atmen.
Dann schreibe doch einfach harmlosere Geschichten. Das wird dem Tier gut tun.
Wo auch immer: Bei mir müssen die Füße oben sein. Einfach so am Schreibtisch sitzen finde ich unbequem.
Chaos pur. Ich habe eine grobe Übersicht, wie die Geschichte aufgebaut ist und eine FigurenDB.
Aber damit hört die Ordnung auch schon auf. Ich schreiben auf meinem Notebook und wo ich gerade bin und gerade Zeit habe. Manchmal fetze ich Ideen und Gedankenblitze auf Notizzettel oder Rückseiten von nicht mehr gebrauchten Dokumenten. Oft genug verschwinden diese fliegenden Blätter auch spurlos.
Dann sitze ich vor einer weißen Seite und habe Null Plan, wie ich anfangen soll. In meinem Kopf flirrt es von Gedanken und Ideen. Ich ziehe dann einen Gedanken, eine Idee heraus und schreibe dazu alles nieder und komme so in einen Schreibfluss. Nicht immer das Kapitel, dass ich schreiben, oder an dem ich weiterschreiben wollte, aber es geht voran. Meine Texte sind wie ein Puzzle: Ich habe das Gesamtbild vor Augen und fertige die einzelnen Teile an, die ich dann zusammensetze. Und was nicht passt, wird passend gemacht. Im wahrsten Sinn des Wortes. Das ist weder strukturiert, noch effizient, aber für mich funktioniert es.
Witzig, das geht mir genauso. Selbst auf meinem Schreibtisch-Swopper habe ich immer mindestens ein Bein untergeschlagen.
Ich bin immer sehr konzentriert bei der Sache und äußerst schwer ablenk… Oh wow. Sind das gerade die Nachrichten, die mein Nachbar so laut im Autoradio hört? Da läuft ja wirklich eine Katze durch meinen Garten! Oh, ist die sü… Wo war ich? Achso ja, wenn ich im Flow bin, kann man mich quasi nicht ablen… Rieche ich da Pizza? Ja warte, mein Text. Ich… Ohh. Was? ist jetzt völlig verwirrt
Bis 14.00 Uhr keine Sonne. Dann Faltrollos, die schiebe dahin, wo die Sonne reinscheint. Ich gucke in den Balkon und darüberhinaus in die Bäume. Westseite.
Ich schreibe gerne Abends bis in die Nacht rein, wenn alle anderen schlafen. Da vergesse ich nur zu gerne die Zeit. Unter der Woche ist dann 0:00 Uhr Schicht im Schacht. Am Wochenende/ wenn ich Urlaub habe vergesse ich zu gerne die Zeit, und da komme ich auch mal nur zu knappen 2 Stunden Schlaf. Am nächsten „Morgen“ nach dem Powenapping bin ich dann wieder Fit und schreibe weiter.
Sonst prokrastiniere ich viel. Ich überlege die nächsten Kapitel, überarbeite die bisherigen, nur um meine Charaktere nicht weiter ins Unheil zu stürzen. Doch irgendwie komme ich dann doch mit dem nächsten Kapitel weiter.
Ich schreibe in meinem XXL Sessel in meinem Hobbyzimmer oder im Wohnzimmer.
Immer Decke über den Beinen, Laptop drauf und Katze dazwischen, die vor sich hin schnarcht. (Oder auch zwei)
Meistens Abends.
Manchmal läuft Fernseher im Hintergrund, oder Relaxmusik oder sowas. Oder halt gar nix. Hab kleines Buch neben mir für Notizen und fertig.
Ich brauchte in den ersten Jahren eine weiße Wand vor mir und absolute Ruhe. Jau, das war so.
Inzwischen schreibe ich am Schreibtisch, am Küchentisch und im Bett. Ruhe brauche ich immernoch. ![]()