Der Preis für ein Buch

Ich bin jetzt endlich fertig.
Beim schreiben bin ich über das Ziel hinaus geschossen.
Nun kann ich meinen Wunschpreis nicht mehr einhalten, da die Druckkosten auch höher geworden sind.
Ein sinnvoller Preis wäre jetzt so um die 19.00 Euro.
Find ich jetzt doch etwas viel für ein Erstling.
Wenn ich nur 16 Euro aufrufe, bin ich bei null Gewinn.
Eigentlich wollte ich schon ein paar Taler verdienen.
Wie geht ihr da vor?
Zum Buch an sich 460 Seiten als Taschenbuch.
Historischer Roman mit über 30 Illustrationen von Hand gemacht.
Die Geschichte lässt sich auch nur schlecht teilen.

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Ich nehme den Preis, den mir epubli vorschlägt. Das können bei einem TB mit mehr als 500 Seiten schon mal 19 Euro sein. Ich muss keine Reichtümer verdienen, aber ein bisschen was sollte schon hängenbleiben.

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Ein normales Taschenbuch (Softcover) um die 300 Seiten sollte um die 9,99€ kosten. Ob das jetzt noch gillt, sei dahin gestellt → Ein Paperback oder Hardcover können sofort über 16€ kosten. Siehe Bernhard Hennen - Elfenmond mit 448 Seiten - 18.00€ (Paperback)

Und da dein Buch Illustrationen und ebenso viele Seiten enthält, kannst du einen passenden Preis wählen.

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Ich hasse diese „x,99-Preise“. Wie auch @nolimit richte ich mich an den bei BoD vorgeschlagenen Preisen und runde auf x,00, x,20, x,50 und x,80 auf (oder ab), Preise, die vor Jahren mal im Buchhandel üblich waren.
Ohnehin wird es sowieso kommen, wenn die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden.

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Schwierig. Ich versteh Dein Dilemma. Wird es ein Taschenbuch oder ein Gebundenes? Im Fall Hardcover oder Paperback finde ich 19€ gerechtfertigt, besonders, wo Du auch die schönen Bilder alle gemalt hast.

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Die meiner Ansicht nach unbezahlbar sind.

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Eigendlich wollte ich es für 15 Euro verkaufen aber damit verdiene ich nix.
Aber ich möchte ja wenigstens die Kosten decken und noch ein paar bücher verschenken oder stiften. Na mal sehen, ob ich noch optimieren kann. ( Schriftart, Größe, Zeilenabstand, kürzen und so weiter)

Welche Kosten hast du denn?

Also ein Buch würde mich 14,15 kosten.
Nebenkosten ist für ein Hobby ja unerheblich.

Komisch. Wenn ich veröffentliche, habe ich überhaupt keine Kosten.
Oder lässt du „nur“ drucken ohne Veröffentlichung?

@Ho.Ro meint wahrscheinlich die Druckkosten, die der Anbieter ja aufruft, und man kann sein Buch nicht unter diesen Druckkosten bepreisen. Von der Differenz zwischen Druckkosten und Ladenpreis bekommt der Autor dann ein bisschen ab, siehe Beispiel von tolino:
image

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Ja, genau.
Deshalb ja schon schwarz-weiß Bilder
Bei Farbe noch teurer.
Wenn ich jetzt 10 Bücher verschenken möchte muss ich schon über 100 verkaufen um bei null zu landen.

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Oh je. Das wird schwierig. Ich wünsche dir viel Glück!

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Optimiert ist das Buch nur dann, wenn es nach der Überarbeitung besser ist als vorher (schönes Schriftbild, keine Rechtschreib- und Grammatikfehler, inhaltlich keine langatmigen Stellen oder unnötigen Wiederholungen, …), nicht, wenn es lediglich weniger Seiten hat, damit die Druckkosten sinken.

Die auf Ästhetik wertlegende Zielgruppe, die das Buch wegen der künstlerischen Zeichnungen kauft, könnte sich möglicherweise schon nach einem kurzen Blick auf die erste Seite mit Schaudern abwenden, wenn das Layout wegen zu enger Zeilenabstände gedrängt und unausgewogen wirkt. :wink:

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Um wie viele Seiten bist du über das Ziel hinausgeschossen?
Vielleicht gibt es die Möglichkeit sinnvolle Kürzungen vorzunehmen oder überflüssige Wörter (Stichwort: Füllwörter) zu streichen. Es ist nur ein Gedanke.

Wenn ich an Wettbewerben und Ausschreibungen teilnehme ist meine erste Version der Geschichte meist deutlich über die maximale Zeichenanzahl hinaus. Mehrmaliges Lesen verkürzt nicht nur den Text, sondern macht die Geschichte für den Leser spannender und interessanter.

Gruß aus MG
Klaus

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Ich möchte hier einmal eine Lanze brechen für Viel-Wörter-Schreiber, zu denen ich selbst allerdings nicht unbedingt zähle. Zugegeben, wir leben in einer, selbstgemacht hektischen Zeit, wo Informationen und Geschichten ‚bähm, bähm‘ , ohne Umschweife rausgehauen werden müssen, damit aufmerksamkeitsgestörte Eichhörnchen-Leser schnell das nächste Erlebnis ansteuern können. Wir kennen alle das Argument: „Meine Zeit ist zu kostbar, um sie mit dem Buch XY zu verschwenden.“ Ich denke, für diese Leser gibt es genug passende Bücher, die dem Verhalten entgegenkommen.

Ich lese einfach gerne ein gute Geschichte, und dazu gehört eine passende Rahmenhandlung, ein gut ausgearbeitetes Setting und nachfühlbare Charaktere (Kurzgeschichten folgen anderen Prämissen). Da reicht es mir nicht, einen Typ mit ‚roh‘ oder ‚brutal‘ vorgestellt zu bekommen, sondern ich möchte anhand seiner Handlungen sein Wesen selbst erkennen. Ich will nicht wissen, wie in Lichtgeschwindigkeit die Sonne über dem Meer hochploppt, ich will die Stimmung kurz vor, während und nach ihrem Aufgang nachempfinden, will das Meer riechen etc… Ich will abgeholt werden von einer Story und will ‚als leeres Gefäß’ eine Reise mitgehen.

Hier wird oft von und über Anforderungen an Autoren geschrieben. Ich stelle auch Anforderungen an Leser! Sie müssen offen sein, auch mal ihre Komfortzone verlassen, sich auf vielleicht sogar Neues einlassen wollen, für kurze Zeit ihre gewohnten Ansprüche an einen Roman vergessen, denn Fakt ist: Nicht jeder gute Roman beginnt mit dem sagenumwobenen tollen ersten Supersatz! Und so, wie nicht jedes dicke Buch per se langweilig sein muss, ist ein kurzes nicht zwangsläufig mitreißend oder gut! Wer einem Buch nicht bereit ist, mehr als ein Kapitel Zeit zur Entwicklung zu schenken, ist auch nicht wirklich ein guter Leser! Für Schreibende stellt sich daher nur die Frage, für wen man schreiben will oder muss.

So, nun könnt ihr mich zerreißen! :face_with_hand_over_mouth:

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Nö, ich möchte dich dafür in den Arm nehmen und dir danken :slightly_smiling_face:

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:hugs:!

Ich habe hier zum Teil einen anderen Weg gewählt, um hin und wieder ein paar Taler in die Kasse zu spülen.
Da ich meine Ebooks ja auch direkt vertreiben darf, habe ich an verschiedenen Stellen (u. a. innerhalb meines Heimatorts, ein SOS-Kinderdorf in der Nähe) Aktionen angeleiert und dort Flyer verteilt. Jeder der mit einem festgelegten Stichwort per Mail eines meiner Ebooks direkt bei mir bestellt, bekommt zehn Prozent Rabatt.
Im Fall des Kinderdorfes habe ich sogar 30% Rabatt ausgelobt. Die Differenz zum offiziellen VK bekommt das Kinderdorf als Spende. Trotzdem bleiben mir hier mehr, als wenn ein Ebook via Amazon o. ä. vertrieben wird.

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Dem was Du schreibst, schließt sinnvolle Kürzungen und die Suche nach Füllwörtern nicht aus.
Es müssen nicht immer kurze, knackige Sätze sein. Es dürfen auch Schachtelsätze sein und Kapitel die in die Geschichte einführen.
Nehmen wir „Vom Winde verweht“ oder „Die Buddenbrooks“. Beide Romane hätten heute vermutlich keine Chance mehr, da sie Aufmerksamkeit vom Leser verlangen. Leider ist die Aufmerksamkeitspanne bei vielen Lesern auf die Länge eines Beitrags bei „X“ gesunken.
Aber weder in „vom WInde verweht“ noch in „die Buddenbrooks“ und anderen Werke ist ein Wort zuviel, ist ein Szene, eine Beschreibung überflüssig.
Das meinte ich mit der Suche nach Füllwörtern und sinnvollen Kürzungen.

Gruß aus MG
Klaus

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