Dem Buch eine Stimme geben?

Ich finde 1 am besten … 2 geht auch noch, 3 ist zu langsam, da schlafe ich ein

2 „Gefällt mir“

Mein Sprachmodel lernt noch. Ja mit Mystik und Grusel muss ich noch viel üben.

2 „Gefällt mir“

Die Crux bei Nr. 3 ist nicht allein die Geschwindigkeit, sondern die Sprachmelodie, die wellengleich wie Meeresbrandung hoch und runter geht, aber nicht textbetont liest.

3 „Gefällt mir“

Ja die männliche Stimme lässt sich nicht gut trainieren, das heißt, mir wird dabei auch schnell langweilig :thinking:

2 „Gefällt mir“

Ich mag deinen Ehrgeiz :stuck_out_tongue:

ist schon hörbar, finde ich. Mir gefällt 2 etwas besser als 1. Bei 1. hört man ein einatmen, dass mich total ablenkt und die Stimme wirkt irgendwie „bemüht“.

  1. gefällt mir die Tonlage, aber ja, es ist etwas langsam und nicht so sehr betonend :stuck_out_tongue:
2 „Gefällt mir“
  1. Finde ich auch sehr gut.
    Die anderen beiden sind auch gut gelungen.
1 „Gefällt mir“

Die ist teilweise schon ziemlich gut. Nicht perfekt aber durchaus brauchbar. Mir hilft es total, meine eigenen Texte vorlesen zu lassen. Da bekomme ich Stellen mit, die ich sonst vielleicht überlese, weil ich an meine eigenen Fehler gewöhnt bin. Kennt ihr ja wahrscheinlich. Daher bin ich sehr froh über die neuen Möglichkeiten und nutze sie rege.

Oh doch, das kann es. Siehe Harry P. Hallöchen? Wer taucht da nicht voll ein?
Die Frage ist vielmehr: Hat man überhaupt gelernt zuzuhören? Wenn ja, kann man super intensiv Geschichten hören und dabei nichts anderes tun. Also umgekehrt wird ein Schuh draus. Für mich jedenfalls. Wenn ich eine gute Geschichte höre, konzentriere ich mich voll darauf.

Genau!

Oh! Ähm. Das ist sicher keine Absicht, falls das so ist.

Eben! Yes.

Ich sehe jetzt erst, ist ja schon viel gesagt.

1 „Gefällt mir“

So nun hab ich wiedereinmal etwas neues geschrieben und gleich versucht, es zu vertonen. Das gestaltet sich sehr schwierig. Bei langen Texten verwäscht die Stimme immer mehr und das Erzähltempo zieht an. Wortfehler schleichen sich ein und und und.
Bei kurzen Sequenzen gibt es ein anderes nicht weniger schwieriges Problem. Nimmt man eine unmodulierte Stimme, dann klingt es, wie wir es als Vorleser gewohnt sind.
Moduliert sie, ( Silbenbetonung, Pausen, und so weiter) klingt der Versuch schon richtig gut, doch leider ist es nicht oder nur kaum wiederholbar. Ähnlich wie bei KI Bilder. Man muss schon 30 sek bis zu 10 mal wiederholen damit es einigermaßen passt.

Ein kleines Beispiel hab ich euch mitgebracht.

Ratet mal, aus wieviel stücken hier gepuzzelt wurde.

2 „Gefällt mir“

Ich höre gerne die Hörspielreihe " Die neuen Fälle des Sherlock Holmes. " Die Sprecher sind bereits verstorben, beide innerhalb von 2 Monaten. Aber da viel vorproduziert wurde, hatte ich noch einige Folgen vor mir. Nun bin ich bei Folge 57 angekommen. Die Stimmen sind vertraut, aber irgendwas war seltsam. Nach 5 Minuten waren die Störgeräusche in meinem Kopf so stark, dass ich abbrechen musste. Keine Dynamik, keine Seele, keine Interaktion, kein Witz. Eine kurze Recherche ergab, dass ab Folge 57 mit KI produziert wurde. Ich höre über spotify. Vielleicht hast du die Möglichkeit, Folge 57 mit einer früheren zu vergleichen. Ist vielleicht hilfreich für dein Projekt.

2 „Gefällt mir“

Gefällt mir, aber was die Puzzleteilchen angeht, bin ich vollkommen ahnungslos

Ich generieren nur 2-3 sätze am Stück. Nach einer Zeit von 20-30 Sekunden „denkt" die KI mit und interpretiert den Text, um ihn gefühlvoller zu gestalten. Die KI möchte menschlicher klingen, was sie nur sehr bedingt kann, den Gefühle simulieren ist nicht möglich. Und wirkt oft hölzern, drüber oder halt falsch am Platz.
Ich stoppe vorher.
Der nächste Schnipsel wird genauso produziert.

Aber die Ausgangslage ist nie gleich, die Stimme variiert immer ein wenig.
Da brauche ich ein gutes Ohr, damit es keine großen Unterschiede in der Stimme und der Stummfarbe gibt.

Mein Ziel ist kein perfekt klingendes Hörbuch sondern ein verträglich vorgelesenes Buch, besser als die jetztigen von Google, Microsoft, Kindle und co.

Es wird nie an ein gutes Hörbuch reichen, muss es auch nicht.

Es gibt aber nicht nur professionell eingesprochene Hörbücher.
Auch Werke von grossen Autoren hab ich schon von Menschen gesprochen gehört, da stimmte gar nichts.
Tempo, Witz, Höhepunkte. Nichts.
Da ist mir eine eher monotone aber nicht unangenehme Stimme lieber. Da kann der Text für sich sprechen. Natürlich nur, wenn er auch die Qualität besitzt.

Nur wenige Profis können langweile Texte auch mit leben füllen, eine KI niemals.

Ich glaube, ich habe die richtige Balance für mich gefunden.
So habe ich mir meine Lesestimme vorgestellt.
Ganz klar als KI zu hören, ohne grosse schnörkel und übertreibungen, aber eben nicht so unangenehm wie die Vorleser von Kindle, Microsoft und co.

Wie gesagt, kein Hörbuch, nur eine deutlich bessere vorgelesene Version.

Und ja, der Text ist genau dafür geschrieben.

1 „Gefällt mir“

so und nun hier das vertonte intro für die hörversion

1 „Gefällt mir“

Apropos Stimme geben, wie macht ihr das mit Lesungen? Einer meiner Bekannten lässt seine Frau lesen.
Kommt recht gut an, obwohl es sich für mich wie vorlesen anhört und anfühlt, da sie stur aufs Blatt sieht.
Auf einer Lesung interagiert man mit dem Publikum, macht doch den Reiz aus.

1 „Gefällt mir“

Ich finde das suboptimal. Seltsam, dass es gut ankommt.

2 „Gefällt mir“

Ich bin stimmlich nicht in der Lage vorzulesen oder mein Buch akustisch zu präsentieren
Aber eine Lesung ist nunmal eine Lesung
Nicht jeder ist Alleinunterhalter, Freisprecher oder gar Pantomime.
Natürlich ist immer mehr möglich aber wir sind Schreiberlinge, das ist schon mehr als der Durchschnitt.
Wenn ich eine Vorlesung machen würde, mit Multimedia, Soundeffekte und eine Darbietung wurde es natürlich auch kosten.
Aber wer bezahlt schon nen Sechser für ne Vorlesung?

1 „Gefällt mir“

Du kannst ja jemand anders vorlesen lassen und für Fragen zur Verfügung stehen. Aber stur beim Lesen aufs Buch zu starren, könnte auch als Arroganz interpretiert werden.

1 „Gefällt mir“

Hätte ich Publikum und würde ich Lesungen abhalten, könnte ich das, denke ich, selbst übernehmen. Mir wurde schon öfter (ungefragt) mitgeteilt, dass ich eine sehr angenehme Stimme habe und es Spaß macht, mir beim Lesen zuzuhören. Ich bringe Texte wohl recht gut rüber und habe schon früher Hörspiele eingesprochen (die ich selbstverständlich ganz schrecklich finde). Unentgeltlich und ohne großartige Erfahrung oder gar Expertise. Ein halbwegs talentierter Laie eben, nichts besonderes. Aber nicht besser oder schlechter als andere halbwegs talentierte Laien. Einen Schauspieler zu engagieren könnte ich mir wahrscheinlich sowieso nicht leisten.

Leider bin ich schüchtern und würde vor Publikum wohl auch nur in das Buch starren.

8 „Gefällt mir“

Ich habe schon mehrere Lesungen abgehalten, bei denen ich immer noch etwas zu den Hintergründen des Buches erzähle und auch eigene Erlebnisse einfließen lasse, die ich im Buch verarbeitet habe. Das geht bei einem Thriller wie „Everest-126“ ganz gut, bei einer Cozy Romance wohl eher nicht – es sei denn, man möchte bewusst Privates aus seiner Jugend erzählen …
Eine Lesung ist immer eine Mischung aus Schauspiel, Performance und „Vorlesung“. In Leipzig habe ich gerade erst so etwas mitanhören dürfen. Die Zuhörer haben nachher vor Vergnügen gejohlt. Allerdings war das auch ein satirisch eingefärbter Text.
Ich denke Stimmlage, Einfühlungsvermögen in die eigenen Figuren und entsprechende Gestik und Mimik machen eine Leseung zu einem tollen Ereignis.
Aber ein guter Vorleser muss noch kein guter Hörbuchsprecher sein. Negativbeispiele von Autoren, die ihr eigenes Buch eingelesen haben, gibt es zuhauf.
Ich genieße es, Lesungen abzuhalten, aber als Hörbuchsprecher hätte ich dann doch gerne einen professionellen Schauspieler oder Hörbuchsprecher.

1 „Gefällt mir“

Also ich sehe das Problem (noch) nicht.
Um kleine Fehler zu finden (mit statt mir oder dergleichen) die man gerne überliest und die nicht als Fehler selber markiert werden, lasse ich mir die Bücher zur Endkorrektur auch noch einmal vorlesen.
Z.B. mit PDF Reader, Balabolka oder Natural Reader.

Spätestens dann, wenn ein Wort (wegen zu lang oder so) getrennt wird, kommen die seltsamsten Dinge dabei raus, daher lese ich parallel immer mit.
Oder Namen werden seltsam ausgesprochen ect. Klingt schrecklich. Auf Dauer würde ich das nicht wollen als Endkonsument. So als Arbeitsmaterial ist das okay.

1 „Gefällt mir“