Dark Romance: Warum die Kritik an „Unterschichtenliteratur“ mehr über die Kritiker verrät als über das Genre

Ich würde 7 davon gerne lesen (ich lese genau so einen Kram gerne und sowohl James als auch See der Schöpfung wurden mir schon von Freunden empfohlen - aber die Zeit fehlt gerade) - dafür kann ich z.B. mit Eschbach nichts anfangen und mein Mann findet den genial - so unterschiedlich sind die Leute :joy:
Nachtrag: und nein, diese Freunde waren nicht @Orlando

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Genau das!!!
Wenn Dark Romance anfängt, (noch junge und unerfahrene) Leserinnen dahingehend zu beeinflussen, dass Gewalt eine stark romantische Facette enthält, hörts auf! Das beste Beispiel dafür ist ‚Alchemised‘, aber das wird sicher auch früher oder später von etwas noch Üblerem getoppt.

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Habe mir heute wieder einen neuen besorgt, obwohl ich gestern erst mit einem anderen von ihm angefangen habe.

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Wie gesagt, mein Mann mag den auch total! (Und ich finds gut, dass es so viele verschiedene Richtungen gibt und jeder Jeck anders is - wäre doch sonst langweilig).

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Geht das? Ich habe die Leseprobe nach wenigen Seiten beendet.

Da lese dich lieber nicht mehr, als so einen Müll.

Und ich bin bekennender Fan von Dark Romance.

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Das geht . Ich verfolge das auf Social Media und es wird immer schlimmer, immer absurder. Und die besonders heftigen Bücher sind genau deshalb ja immer so gehyped.

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Hab ich nicht. :partying_face:

Weia. Das ist ja dann Splatter.

Ich den Friedhofstexte-Thread hier habe ich von meinem dunklen Seiten gesprochen, aber so düster bin ich nicht.
Ich spielte da mal etwas mit dem Stockholm-Syndrom. In einem anderen Text ist eine Figur, freiwillig mit sich und dem Schmerz alleine und genießt es. Schreibübungen, die sorgsam verschlossen bleiben.

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Die gedruckte Version von „Alchemised“ ist ein aktiver Beitrag zum Waldsterben (Abholzung für Papier), die E-Book-Version trägt beim Herunterladen durch Energieverbrauch zum Klimawandel bei. Ich habe unter großen Schmerzen die Leseprobe geschafft, das war’s dann aber auch. (Zu einer auch nur annähernd inhaltlichen Kritik kann und will ich mich nicht durchringen. )
Gewalt gegen Frauen ist NICHT ROMANTISCH. Das sage ich als Mann und Vater einer Tochter.
Um es mit einem der „größten“ Philosophen des 20. Jahrhunderts zu kommentieren:
Was soll das?“ (K. Kinski)

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Da stimme ich dir vollkommen zu. Ich mag Dark Romance, wenn es gut umgesetzt ist. Und dazu gehört, dass deutlich klar gemacht wird, dass es nicht romantisch ist. Es muss klar werden, dass toxisches Verhalten nicht toll und schön und hübsch ist, im Gegenteil. Und das geht leider viel zu sehr verloren bei denen, die als Marketing immer schlimmer werden wollen. Es geht durchaus schlimmer als Alchemised, definitiv.

Das ist auch die lauteste (und ernstzunehmende) Kritik an dem Genre, wenn man sich ein bisschen tiefer in die Gefilde begibt. Der Workshop, den ich am Wochenende mitgemacht habe, hatte ja genau das zum Thema. Dunkel, gefährlich gern - aber bittedanke erstens mit Consent (entweder auf der Ebene Autor/Leser oder auf der Ebene der Figuren) und zweitens keine Verherrlichung und Romantisierung von Gewalt.

Interessant und beinahe lächerlich finde ich, wenn ich Blogger jetzt höre, die diese Gewaltromantisierung total super finden. Die gleichen Blogger, die, als 50 Shades rauskam, am lautesten geschrien haben, dass das ja gar nicht geht. Dabei gab es da Consent.

Aber die Kritiker, die Romance generell abwerten, egal ob mit oder ohne Dark, wird es immer geben. Genauso wie die, die Thriller abwerten, weil die zu Mord und Totschlag auffordern.

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Eine der großen Fragen die ich mir gestellt habe, als ich mich das erste Mal mit dem Thema beschäftigt habe. Woher kommt diese Sehnsucht (bei manchen) nach diesen grenzüberschreitenden Themen. Als Mann wundere ich mich da vielleicht noch mehr, denn alles was in manchen der Romane geschildert wird ist, würde es ein Mann schreiben, definitiv frauenfeindlich.

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Gibt es denn keine männlichen Dark Romance Autoren? Ich kenne mich da überhaupt nicht aus, kann mir aber nicht vorstellen, dass nur Frauen solche Bücher schreiben und damit erfolgreich sind.

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Der größte Teil der Bücher wird von Frauen, oder zumindest weiblichen Pseudonym, geschrieben. Es gibt wohl ein paar Männer in diesem Genre, aber aufgrund der geschilderten Thematik ist für die das dünne Eis noch dünner.

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Dazu fällt mir ein: Kacke muss gut schmecken. Millionen Fliegen können nicht irren. :wink:

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Dark Romance kann man schlecht finden - ich z B find‘s halt zu oft zu falsch gemacht - , aber warum LeserInnen mit Fliegen gleichsetzen?
Gerade dass es so viel imA schlecht geschriebene Romance und DR gibt, spricht dafür, dass es schwierig zu schreibende Genres sind.
Dass es einer Vielzahl von Menschen trotzdem gefällt oder zu gefallen scheint, ist mE auch dem geschuldet, was Verlage auf den Markt rotzen. Und PV kontrollieren nun einmal das grob sichtbare Angebot. Die Leute kaufen es, weil SP kaum im Alltag zugänglich ist und einen schlechten Ruf hat :melting_face:. Ich kauf den PV-Müll auch immer wieder, weil ich die Hoffnung nicht aufgebe … :crazy_face: nein ich muss auf die Herdplatte fass-zisch

Ich verstehe es auch nicht. Ich finde es abstoßend. Da werden Dinge romantisiert, die einen eindeutigen Strafbestand haben. Von Frauenfeindlichkeit mal abgesehen.

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Nun ja…Das kann ich so nicht sagen… Es gibt sicherlich Dark Romance die gut geschrieben ist…

Darum geht es doch gar nicht. Vielmehr will ich damit sagen, dass Mehrheiten nicht unbedingt ein Zeichen für Qualität sind. :sunglasses:

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Volle Zustimmung.
Du darfst deinen Protagonisten Mord und Totschlag begehen lassen, das ist nicht strafbar, manchmal wäre es jedoch nicht schlecht, wenn es das wäre. Leider fällt so ein Geschreibe unter Meinungsfreiheit.

Was mich bei DR am meisten stört: Es sind fast nur Frauen Opfer und Männer die dazugehörigen Täter.
Warum dreht da keiner mal den Spieß um? Warum tummeln sich die Autorinnen (habe ich in dem Thread gelernt) nicht auf der anderen Seite des Buffets?

Ist die Käufergruppe von DR doch eher „Männer ab Midlifecrisis, die es im Leben zu nichts gebracht haben“ und sich zumindest gedanklich austoben? Der Mann, der sich im spießigem Haus mit Garten und Gattin, Kinder schon lange weg, zu Tode langweilt? Dessen Higlights im Leben der Tatort und das Lästern über Politik oder Nachbarn sind? Heimlich auf Arbeit, natürlich auf Arbeit, daheim traut er sich nicht, das Buch aus der Schublade holen, um in der erzählten Geschichte seinem verpassten Leben nachzutrauern?

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Hmmm. Ganz so einfach ist es nicht.
Pauschale Abstriche zu machen ist nicht zielführend.
Es gibt mit Sicherheit großartige Dark. Rom.
Geheimnisvoll, verführerisch, mit dem Hauch des mystisch- verbotenen.
Ein guter Schreibstil und Idee kann in jedem Genre verzaubern.
Der Trend, das es immer heftiger und kaum zu ertragen ist, ist aber nur eine extrem gepushte Randerscheinung.
Ich bin mir sicher es gibt sie da draußen, die Bücher, die Einen oder in dieser Richtung eher Eine zum Träumen bringt.

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Ich habe mal gelesen, die Faszination liegt, genau wie bei Horror, darin, diese Dinge zu „erleben“, aber in einem sicheren Rahmen.

Ich finde, jeder soll, wie er mag. Aber wenn es um unerfahrene Teenager(mädchen) geht, ist das aus mehreren Gründen schlicht ungeeignet.

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