Bin ich unsensibel, oder alt? Oder beides?

WORD

Ich glaube, sie meinte das Genre. Wenn die Leser Fantasy erwarten, rechnen sie eher nicht mit Erotik als Haupt- oder Nebenthema. Wahrscheinlich hätte sie Angst, einen Roman zu kaufen, für den sie nicht zur richtigen Zielgruppe gehört.
Wenn aber auf dem Cover “erotischer Fantasyroman” steht, ist alles in Ordnung, denke ich.
Ich weiß nur nicht, wie groß die Zielgruppe dafür ist. Ich würde wohl nicht dazugehören.

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Ich muss gestehen, ich bin erstaunt, wie teilweise aggressiv und abwertend gegen Triggerwarnungen hier geschossen wird. Ich dachte immer, das sei hier ein tolerantes Völkchen.

Niemand verlangt doch (gut, Spinner gibt es überall), dass jeder Autor sein Buch jetzt erstmal weichspülen muss, nur um ja niemandem auf den Schlips zu treten. Darum geht es auch in Triggerwarnungen nicht.
Wenn eine Figur ein Nazi ist, dann muss er sich auch so ausdrücken. Das spiegelt nicht zwingend die Meinung des Autors wieder, und in aller Regel wird diese Nazifigur in der Geschichte ja auch nicht verherrlicht, das wäre wieder etwas anderes. Stephen King hat in der Hinsicht wohl auch einiges einstecken müssen, aber er sagt auch, er ist nicht die Figur.
Aber ich denke, ihr wisst alle auch sehr gut, dass oftmals Gewalt und Vulgärsprache nur des Schockereffektes wegen verwendet werden. Wenn beides organisch in die Handlung, vor allem aber zur ausführenden Figur passt, dann ist das so. Wenn es aber nur verwendet wird, damit andere vor Schreck aus ihrer Hose fallen, darf man sich über Gegenwind auch nicht wundern.

Den Kommentar zu Triggerwarnungen und dem Umgang im täglichen Leben, wo man keine Triggerwarnungen bekommt, finde ich auch ehrlich gesagt ziemlich daneben.
Ich lese ein Buch, weil ich mich für eine Weile (von der Realität) ablenken lassen, mich in eine andere Welt entführen lassen will. Cover, Titel, Klappentext, all das soll mir zeigen, ob in den Seiten das steckt, was ich dafür brauche.
In einem Thriller rechnet man nunmal mit Leichen und auch Gewalt. In einer Romanze eher weniger. Ich kann mir hier im Real Life nicht aussuchen, was mir begegnet, was alte Wunden aufreißt. Aber bei meinem Büchern schon. Dafür sind die Triggerwarnungen gedacht.
Es geht nicht darum, jede noch so kleine Kleinigkeit darin zu erwähnen. Aber jeder mit ein bisschen Empathie kommt wohl auch von alleine dahinter, dass es eben **nett **wäre, den Leser vorzuwarnen.

Ich schreibe Liebesromane mit Triggerwarnung. Weil man in einem Liebesroman weniger mit expliziter Darstellung häuslicher Gewalt rechnen, mit einem Selbstmordversuch, einem Mord, etc. Meine Romanzen spielen allesamt in einem psychisch belastenden Kontext, was den einen mehr, den anderen weniger hart treffen mag. Trotzdem finde ich es wichtig, meine potentiellen Leser darauf hinzuweisen. Und das mache ich auch sehr sorgfältig. Im Zweifel kann mich auch jeder Leser kontaktieren und fragen. Ich will, dass meine Leser zufrieden sind, und auch meine nächsten Bücher kaufen. Das schaffe ich wohl kaum, wenn ich sie vor den Kopf stoße, oder ins offene Messer laufen lasse. Ich breche mir keinen Zacken aus der Krone, wenn ich sie vorwarne.

Im Gegenzug hätte ich mir bei einer bestimmten Romanze eine solche Warnung gewünscht, denn dann hätte ich sie nicht gelesen. Weil der Love Interest, mit dem ich mich bis 75% des Buches angefreundet habe, den ich liebgewonnen und ein Happy End mit dem Protagonisten gewünscht hätte, plötzlich vom Auto zerquetscht wird. In einem Liebesroman.
Es ist nicht der Tod an sich oder der Unfall, der mich da so getroffen hat. Sondern einfach die Tatsache, dass in einem Liebesroman weder der Prota noch die Hauptfigur, in die er sich verliebt, am Ende tot sein sollte. Wenn ich sowas lesen will, dann kauf ich mir ein Drama. Deshalb lese ich auch hauptsächlich seichte Romanzen, weil ich die Hoffnung hege, dass die Wahrscheinlichkeit, hier auf den Sterbeprozess eines Krebskranken zu treffen, eher gering ist. Weil ich diese Erinnerungen nicht auch noch in der kurzen Zeit haben will, die ich am Tag fürs Lesen erübrigen kann.

Natürlich kann man nicht auf jede mögliche Problematik eingehen. Aber so das “gängige” eben wie Selbstverletzendes Verhalten, Selbstmord(versuch), explizite Gewaltdarstellung, ich finde, das sollte man durchaus erwähnen, wenn man vom Genre nicht darauf schließen kann. Eben wie bei Thriller, teils auch noch beim Krimi.
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, dazu ein wenig Empathie und ein bisschen Verantwortungsgefühl den Lesern gegenüber, ich finde, das ist nicht zuviel verlangt.

Davon ab: Niemand zwingt euch dazu, CN anzugeben. Ich sehe also keinen Grund, sich derart darüber zu echauffieren. Dadurch fühlt sich ein Mensch, der solche CN dankbar annimmt auch nicht besser. Manch einer hat da ohnehin schon das Gefühl, sich dafür schämen zu müssen, dass ihn bestimmte Themen härter angehen als andere. Also schweigt man, und hofft, dass man das richtige Buch erwischt hat.
Ich will damit niemanden angreifen oder anprangern. Aber oftmals kann es hilfreich sein, zu versuchen, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen. Als Schriftsteller sollte das wohl eine eher leichte Übung sein, sollte man meinen.

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Stimmt. Aber in viele Millionen, die mglw. mein Buch lesen könnten, kann ich mich nicht hineinversetzen. Dazu gibt es viel zu viele unterschiedliche Charaktere. Wenn nur einer mein Buch liest, weiß ich immer noch nicht, welche Art Mensch das ist, also welche von x möglichen Erwartungshaltungen?
Und doch: Heutzutage verlangen viele eine Weichspülung ALLER Themen. Zumindest ist das meine Wahrnehmung.

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Und deswegen sollte man es gar nicht erst versuchen?
Wie gesagt, man kann es natürlich nicht allen recht machen, und auch nicht jedes noch so kleine Bisschen abdecken. Aber ganz, ganz viele Menschen sind schon dankbar und zufrieden, wenn sie sehen, dass der Autor es wenigstens versucht hat. Dass er sich darüber und über seine Leser Gedanken gemacht hat.
Btw. kann man durchaus einiges aus seiner Zielgruppendefinition schließen. Aber wer macht die heute schon noch?

Sobald ich anfange, auch nur einen Buchstaben hinzuschreiben, mache ich mir Gedanken. Das sollten potenzielle Leser ohnehin wissen.

Wieso denn nicht? Es kann doch dennoch eine wunderbare Romanze sein. Die Liebe des Lebens. Endlich gefunden und dann …
Ich möchte meine Leser überraschen und nicht Romanze y zum 1000ten Mal erzählen.

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Weil das Happy End in diesem Genre Pflicht ist. Es stellt sich nie die Frage, OB sie zusammen kommen, sondern WIE. Die Leser eines Genres haben Erwartungen. Natürlich kann man diese auch brechen, dann darf man sich aber nicht wundern, wenn man den Leser damit vergrätzt.
Das hat nichts mit mangelnder Überraschung zu tun.
Anderenfalls könnte man sich die ganzen Genre-Einteilungen generell schenken und deine Begründung dafür anführen.

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Das ist deine Meinung. Kein Gesetz.

Das ist ebenfalls deine persönliche Meinung.
Du siehst schon: Wir beide haben zum selben Genre unterschiedliche Erwartungshaltungen. Und wir sind nur 2. Wie soll ich da auf all die potentiellen Leser (vorab) eingehen und mir selbst dabei treu bleiben? Also ich werde mich vermutlich niemals für andere verbiegen.

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Wenn ich eine Romanze lese, möchte ich nicht negativ überrascht werden.
Wenn der Autor schocken will, dann sollen Klappentext und Cover gefälligst nicht wie bei “Romanze y” aussehen und damit falsche Erwartungen wecken.

Die Erwartungen des Lesers stützen sich auf Cover und Klappentext. Ein blutiges Messer auf dem Titelbild, das Wort “Tod” im Titel und im Klappentext “… der neue Horrorthriller…” erzeugt eine völlig andere Erwartungshaltung als ein Titelbild mit einem Paar, das auf einer Wiese picknickt und “Eine Liebe in XY” als Titel.

Ich als Leser werde sauer und schreibe auch negative Rezensionen, wenn ich den Eindruck habe, dass durch das Cover bewusst falsche Erwartungen geweckt wurden.
Jeder Autor darf schreiben was er will und wie er will, aber für mich als Leser muss vor dem Kauf erkennbar sein, was ich zu erwarten habe.

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Ich vermute, damit ist (auch) mein Beitrag gemeint.
Könnte es sein, dass mein Kommentar extra ein wenig überzeichnet war? Ich hätte wohl entweder den satirischen Ansatz kennzeichnen müssen - oder wirklich eine Triggerw… ach, lassen wir das.
Ich bin vermutlich viel näher an deinen Positionen, als du es glauben würdest. Der Ausgangspost redet aber nicht von sinnvollen Triggerwarnung, sondern von dem Extrem, dass Leute diese Warnungen bis hin zur vorsorglichen Zensur des Textes einzufordern scheinen (eben Spinner - also sicher nicht alle Leser, die Triggerwarnungen/CNs mögen).
Und meine individuelle Triggerwarnung sollte dann der - imaginäre - Stoß vor den Kopf eben dieser Leute sein. *Imaginär! *Natürlich würde weder ich noch sonstwer meinen Trigger-Scheiss als echte Warnung benutzen.
Über sinnvolle Triggerwarnungen können wir ja gerne auch sprechen - es ist aber nicht die Ausgangslage.

Bitte man den Namen einer dieser Bücher (vielleicht per PM an mich, falls dir das lieber ist) - werde ich lesen, um mir Bild zu machen, wie gut oder schlecht da die Triggerwarnung passte. Ich bin ja lernbereit.

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Das ist nicht meine persönliche Meinung, das findet man überall, wo man zu Genrekonventionen im Liebesromanbereich schaut. Wobei natürlich auch jedes Untergenre wieder seine eigenen Anforderungen hat.

Meine persönliche Meinung ist: In einem Liebesroman will ich von Liebe lesen, wie sie Hindernisse überwindet und Steine aus dem Weg räumt und am Ende glücklich bis in alle Tage vereint ist. Nicht, wie jemand seine große Liebe erfährt und sie am Ende zu Grabe tragen und alleine zurückbleiben muss (nebenbei bemerkt, der Prota in dem Roman, den ich oben erwähnt habe, war gerade mal 17 Jahre alt). Für solche Geschichten gibt es entsprechende Untergenres, die ich dann auch meiden würde.

Aber gut, ich glaube auch nicht, dass wir beide uns einig werden. Ist ja auch gar nicht schlimm und darum ging es mir auch nicht. Sondern nur darum, wie hart hier gegen Triggerwarnungen geschossen wurde.

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Das der Ausgangspost überzeichnet war, ist mir klar :slight_smile: Aber im Anschluss kamen in den Kommentaren Äußerungen, die für mich nicht als Sarkasmus erkennbar waren (deine war es durchaus). Ich wollte aber wie gesagt, niemanden angreifen, deshalb habe ich da auf ein Zitat verzichtet. Die Stimmung, die der Verlauf hier für mich genommen hatte, kam und kommt mir sehr ablehnend vor und darauf wollte ich mich äußern.

Zum von mir fett Markierten: Da bin ich mir wirklich nicht sicher :wink: Es gibt sehr seltsame Gestalten da draußen …

Mein Debüt steht erst Ende November, Anfang Dezember an, deshalb gibt es noch nichts, was du nachschauen kannst :slight_smile: Aber wenn es soweit ist, dann werde ich gerne im entsprechenden Bereich einen Hinweis hinterlassen.

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Ein Beispiel von mir:
Mein Buch wird ein heiterer christlicher Liebesroman.
Den Klappentext habe ich schon verfasst, darin kommt das Wort “Gott” und das Wort “Glaube” und das Wort “Religion” vor.
Wenn es so weit ist, dass ich das Manuskript an Verlage schicke, werden das auch die einschlägigen christlichen Verlage (Gerth, SCM, Brunnen, Francke, etc.) sein.
Ich werde keinen Leser mit einer christlichen Botschaft überfallen, der damit nicht rechnet.

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Schon mit diesem ersten Satz vergiftest du die Diskussion. Die Rollen gut und böse sind direkt verteilt, wer für Triggerwarnungen ist, ist nett, empathisch und rücksichtsvoll, wer dagegen ist, ist aggressiv und intolerant. Diese Ad-hominem-Argumentation kenne ich aus vielen Diskussionen mit Anhängern von Wokeness und PC. Die Unverzeihlichkeit einer abweichenden Meinung.

Wo fängt man an, wo hört man auf? Früher gab es die von dir genannten “groben” Triggerwarnungen: Sex, Gewalt, Drogen. Heute wird bei Netflix oder Amazon Prime schon zusätzlich vor Nacktheit, Rauchen, Alkohol, Fluchen, usw. gewarnt. Und morgen? Gibt es da die große Hafenrundfahrt durch sämtliche Befindlichkeiten?
Im asiatischen Raum bspw. wird jede Zigarette in Filmen geblurred. Was soll das bringen? Es weiß doch ohnehin jeder, dass der Darsteller eine raucht.

Allgemein scheint mir heute die Tendenz dahin zu gehen, dass immer mehr sich gar nicht mehr auf das Abenteuer einlassen, mal etwas Neues zu lesen oder andere Gesichtspunkte kennenzulernen. Sondern Altbekanntes, das nur die eigenen Kenntnisse und Meinungen wiedergibt, Stichwort selbstverstärkende Echokammern.

Ich stimme @Corinna zu, wenn sie sagt, dass man den Leser nicht auf falsche Fährten locken soll. Titelbild und Klappentext sollten verdeutlichen, was den Leser erwartet. Bei einem Roman, der als “Heiterer Liebesroman” deklariert ist, würden mich wandelnde Leichen, die sich durch ein Dorf metzeln auch sauer machen. Aber extra Disclaimer, dass die Protagonistin Alkohol trinkt, flucht und vielleicht sogar - horribile dictu - Fleisch isst oder ein umweltschädliches Fahrzeug besitzt, ist meines Erachtens nach übertriebener Unfug.

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Genau. Grundsätzlich bin ich nicht gegen Triggerwarnungen. Im Gegenteil! Damals vor ca. 25 Jahren hat mich das Buch “Die mit dem Wind reitet” von Lucia St. Clair Robson massiv verstört. Ich hätte nie gedacht, dass Folterszenen darin so genau beschrieben sind.

Frauen werden dort drin bei lebendigem Leib die Brüste abgeschnitten und damit Ball gespielt. Einer bekommt am Marterpfahl das Fleisch von den Beinknochen geschnitten - seitenweise! - und dabei wird glorifiziert, wie heldenhaft er seine Peiniger bis zur Ohnmacht beleidigt. Sklaven bekommen im Schlaf jede Nacht die Nase weggebrannt, bis nur noch ein schwarzes Loch in der Mitte des Gesichts zu sehen ist. Und ein Neugeborenes wird am Strick so lange hinter einem Pferd mit gezogen bis es nur noch ein blutiger Haufen ist. Der Haufen wird dann der Mutter zurück in die Arme geworfen. Das fand ich fast am schlimmsten

Ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen. Ich konnten icht mehr, hatte Albträume und Ähnliches. Die Geschichte war eigentlich ganz schön, aber die Folterszenen waren übel zuviel.
Auch Friedhof der Kuscheltiere hat mich extrem fertig gemacht. Seitdem lese ich keinen King mehr (davor war ich recht begeistert, zumindest Christine und Carrie haben mir gut gefallen, weil sie einen psychischen Hintergrund hatten, FdK war einfach nur Splatter).

Ja, ich habe meine Probleme mit Gewalt. Extreme Probleme, weshalb ich soche Bücher nicht mehr anfasse und mir bei Nicht-Erkennen eine Triggerwarnung wünsche.

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Da bin ich ganz bei euch. Aber ich denke, ich habe auch mehr als einmal deutlich gemacht, dass ich **nicht **sage, jede winzige Möglichkeit soll aufgeführt werden. Es gibt ja nicht nur Extrem und Nichts, oder?

Das sehe ich anders.
Ich habe überhaupt nichts gegen andere Meinungen, sondern respektiere sie. Genauso erwarte ich aber auch, dass meine Meinung ebenso respektiert wird. Und ich denke, ich habe sie in einem ordentlichen Ton vorgebracht. Anderenfalls entschuldige ich mich natürlich dafür, wenn ich jemandem zu nahe getreten bin.

War der Thread anfangs noch sarkastisch und überspitzt, so kamen eben bald Meinungen, die für mich persönlich aggressiv klangen. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob die Meinung für oder gegen oder ein bisschen Triggerwarnung ist.
“Dann darf man bald gar nichts mehr schreiben”, ich sehe da keinen Sarkasmus, nur Trotz und Verallgemeinerung.
“Früher standen die Bekloppten irgendwo isoliert auf dem Schulhof”. Sehe ich auch nicht sarkastisch. Sind die Bekloppten jetzt die, die Triggerwarnungen befürworten? Oder diejenigen, die sie brauchen und schätzen? Oder diejenigen, die die Extreme von den Dächern schreien?
“Und mit dieser ganzen Trigger-Scheiße kriege ich so langsam echt das Kotzen (sorry)!” Sarkasmus? Was soll ich dazu noch sagen? Da hilft mir auch das sorry nicht weiter.

Wo lassen diese Äußerungen noch eine andere Meinung zu?

Für mich persönlich wurde der Ton eben aggressiver, ablehnender, herabsetzender. Jeder hat seine Meinung und soll sie auch äußern. Das Recht habe ich mir auch herausgenommen. Dass das alles “negativ”-Meinungen sind, mag daran liegen, dass die Stimmen, die nichts gegen eine Triggerwarnung haben, es entsprechend ruhig geäußert haben. Ohne Extreme, ohne Wertung.

Ich sage es nochmal. Auch ich halte nichts von Extremen, und gebe auch zu, mich bei Prime ein wenig belustigt zu haben, als da Fäkalsprache als Trigger stand.
Leider führen diese Extreme in Kleinigkeiten dazu, dass die großen Dinge lächerlich gemacht werden.
Klar, jetzt kommt wieder “Wer bestimmt, was Kleinigkeiten sind?”. Aber auch da, siehe meine vorangegangenen Beiträge.
Es geht nicht darum, es jedem Recht zu machen. Sondern darum, sich in seinem Genre auszukennen, die Erwartungen zu kennen, und wenn ich diese Erwartungen breche, dem Leser die Möglichkeit zu geben, sich dagegen zu entscheiden.
Und ja, wie bei wirklich absolut jedem Thema gibt es auch hier die extremen Verfechter ebenso wie die extremen Gegner. Ob man mit ihnen diskutieren will, muss jeder für sich entscheiden. Ich bin, wie gesagt, durchaus in der Lage, andere Meinungen zu akzeptieren. Und manchmal lasse ich mich sogar umstimmen. Kommt aber auf die Art und Weise an.

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Morden darf man, Sex haben nicht. Davor muss gewarnt werden. Sex haben doch mehr oder weniger alle. Gemordet wird wohl weniger … :scream:

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Ich hab mal eine böse Mail bekommen von einer Leserin, die sich über einen meiner Romane beschwerte (ich hab verdrängt, über welchen): Sie habe ihn nicht zu Ende lesen können, weil eine wichtige Figur darin denselben Vornamen gehabt habe wie ihr Ex-Mann.

Wie hätte man dieses Unglück per Triggerwarnung verhindern können? :cry:

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Ich verstehe dich vollkommen. Erotik zu schreiben ist nicht einfach. Daran wird immer jemand was auszusetzen haben.
Pfeiff drauf und mach dein Ding :thumbsup:

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Och, bitte schreib die.:smiley:

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