Also mit docx kann ich dir nicht helfen. Und mit PC und Windows auch nicht.
Was ich aber schon seit über 10 Jahren tue: Ich arbeite direkt in einem Cloudverzeichnis. Das hat mich auch schon gerettet, wenn auch selten. Denn dort kannst du ja gelöschte Dateien wiederherstellen.
Auf dem MacBook hab ich 3 Clouddienste laufen. Weil ich noch ein Office-365-Abo habe, ist da auch 1 TB OneDrive dabei, die ich kaum verwende. Über ein Mac-Tool namens Hazel hab lass ich dort gelegentlich automatisiert ebenfalls eine Kopie ablegen. Sicher gibts sowas wie Hazel auch auf Windows - kann man ja mal ne KI zu befragen. Damit sind meine Files auf 2 Rechnern über pcloud und zusätzlich auf der OneDrive.
Kann mir nicht vorstellen, dass da was schiefgehen kann.
Und wegen docx: Dass keine einzige Backup-Datei mehr von Papyrus lesbar sein soll, kann ich mir kaum vorstellen.
Danke zunächst für Deine Tipps. Eine gute Cloudsicherung ist mit Sicherheit immer gut, drei sind quasi unfehlbar!
Den letzten Punkt habe vielleicht nicht deutlich gemacht. Es geht mir darum zusätzlich Dateien in einem anderen Format, also nicht .pap zu sichern. Ob .docx oder etwas anderes wäre fast egal. Nur eben ein Format, das sich auch mit anderen Programmen öffnen lässt.
.pap gehen leider ausschließlich mit Papyrus.
Sprich: kein Zugriff auf Papyrus = keine Möglichkeit mehr die gesicherte Datei (z.B. in der Cloud) zu öffnen.
Ich hatte auch darüber nachgedacht, diesen Tipp zu geben. Aber die Speicherung größerer Dokumente mit der Hybridmethode dauert einen Moment. Außerdem geht es ja nicht um die Lesbarkeit, sondern um die Weierverwendbarkeit, wenn Papyrus aus welchen Gründen auch immer nicht mehr zur Verfügung steht.
Bedenke: Die Software dieses Österreichers, dessen Name man nicht aussprechen darf, wird nach dessen Ableben tatsächlich nicht mehr gewartet. Wenn man bedenkt, dass Papyrus alle paar Wochen nach Hause telefoniert, ob es noch funktionieren darf, kann ich durchaus die Ängste verstehen, auch wenn ich mit einem ähnlichen Fiasco wie dem beschriebenen nicht rechnen würde.
Darum würde ich als Backup-Format entweder docx oder besser noch rtf empfehlen. Das sind Formate, die nahezu jedes Programm einlesen und auch weiterverarbeiten kann.
Ich als exzessiver Geistertext-Nutzer (meine Manuskriptdatei beinhaltet ca. 200.000 Wörter Geistertext, in und zwischen fast jedem Satz eingestreut) habe für den Super-GAU vorgesorgt, indem ich eine zusätzliche Sicherheitskopie gespeichert habe, in der aller Geistertext in normalen Text umgewandelt ist.
Im Fall des Falles müsste ich dann einige Tage Arbeit investieren, um mit Hilfe von spezieller Dateien-Vergleichs-Software das gesamte Manuskript Satz für Satz durchzugehen und den Geistertext vom normalen Text zu trennen - aber es wäre keine Info verloren.
Randkommentare nutze ich nicht, von den Pinnwänden und Denkbrettern und vom Organizer habe ich für den Notfall Screenshots.
Denkbretter habe ich noch nie versucht einzeln zu speichern. Beim Organizer weiß ich, dass Papyrus 11 das nicht selbst kann, sondern dass es nur über den Umweg funktioniert, die Datei an den Drucker zu geben. Falls man einen Drucker hat, der die Datei in ein pdf umwandeln kann. Aber mein Drucker kann das nicht. „Prima“ geht anders.
Bei den Denkbrettern muss man nur auf die Diskette links unten klicken. Speicherort aussuchen. Fertig ist die Speicherung für das aktuell auf dem Bildschirm sichtbare Denkbrett.
Ich verstehe die Angst vor Datenverlust und dazu gehört auch, Dateien nicht mehr lesen bzw. öffnen zu können. Allerdings halte ich sie in diesem Fall für eher unbegründet.
Mögliche Szenarien:
Der Massenspeicher hat einen Fehler und ist nicht mehr lesbar.
Nach Reparatur(Austausch des Speichermediums/Neuanschaffung eines Rechners muss Papyrus neu installiert werden. Entweder habe ich noch die Zugangsdaten zum Download oder der Support hilft mir. Die Daten meiner Projekte und Papyrusdateien lade ich vom Backup, dass regelmäßig manuell der automatisiert erstellt wird.
Papyrus-/Projektdateien lassen sich mit Papyrus nicht mehr öffnen
Eher unwahrscheinlich, aber hier hilft eine Neuinstallation von Papyrus bzw. zuerst einmal den Rechner neu starten. Lassen sich die Papyrus-/Projektdateien immer noch nicht öffnen, ist die nächste Massnahme ein Backup einspielen und/oder den Support um Hilfe bitten.
Die Papyrus-/Projektdateien sind verschwunden/wurden gelöscht.
Ein Backup einspielen.
das Softwareunternehmen, das Papyrus herstellt, beendet seine Tätigkeit.
Das wird, wenn überhaupt, nicht von jetzt auf gleich passieren. D.h. die Nutzer haben Zeit nach Alternativen zu suchen. Keine Alternative wird die Projekte so einlesen können, wie sie von Papyrus abgelegt wurden, da jede Autorensoftware eine andere Philosophie verfolgt und proprietäre Datenformate verwendet.
Jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, an dem ich meine Papyrus-/Projektaten in ein anderes, universelles Format (rtf, txt) überführen sollte und mir Gedanken über eine Migration in eine andere Software mache.
Ich sehe keinen Grund permanent in ein zweites Format zu speichern. Den einzigen kritischen Punkt, den ich sehe, ist die Lizenzprüfung via Internet auf einen Server vom Softwarehersteller. Fällt der Lizenserver dauerhaft aus oder wird er abgeschaltet und die letzte Überprüfung ist schon eine Weile her, könnte es kritsich werden. Papyus würde bei fehlerhafter/fehlgeschlagener Prüfung vermutlich den Dienst einstellen. Allerdings halte ich dieses Szenario für äusserst unwahrscheinlich. Lizenzserver leben meist am längsten.
Unerlässlich ist aber eine geeignete Backupstrategie. Diese zu entwickeln kostet Zeit, ist aber gut investierte Zet, denn sie erspart Nerven und Zeit im Fall der Notwendigkeit etwas aus dem Backup zu holen.
(IMHO)
Ich hab ja oben etwas dazu geschrieben und fand es irgendwie kleinlich oder peinlich. Aber schau dir mal an, was mit dem Österreicher vom Konkurrenzprodukt von Papyrus passiert ist. Er hat einfach einen Herzinfarkt gehabt und war weg. Ein paar Tage lang haben einige Leute versucht, das Projekt zu übernehmen, bis klar war, dass sie es nicht hinkriegen.
Ich habe gerade letzte Woche durch Zufall ein Video über die Band Lynyrd Skynyrd gesehen. Die sind alle zusammen mit dem Flugzeug abgestürzt, wenn auch ein paar überlebt haben. Auch wenn ich gerade sonst keine Bands benennen kann - es gab noch weitere Musiker oder Bands, die abgestürzt sind.
Wenn man nun überlegt, dass Papyrus tatsächlich alle paar Wochen nachfragt, ob es keine Raubkopie ist und ohne Internetverbindung nicht mehr läuft - finde ich die Vorgehensweise, wenigstens gelegentlich mal Sicherheitskopien in einem anderen Format abzulegen, gar nicht mehr so abwegig.