Autorengruppe für Austausch gesucht

Wie haltet ihr es mit Namen und Zitaten im Text? Ich bin unschlüssig.

Gedanken habe ich ohne Anführungszeichen kursiv gesetzt. Das klappt m.E. gut.

Namen wie Comenius oder Anna von Schurmann habe ich anfangs in einer anderen Schrift ebenfalls kursiv hervorgehoben. Dann wieder auf Arial und nicht kursiv geändert.

Verwirrend. Buchtitel aus der Frühen Neuzeit bsw. sind Teil der Epoche. Aber der Leser kennt sie nicht.

(Tucholsky hätte an dieser Stelle gesagt: Meine Sorgen möchte ich haben.)

Ich kenne es zumindest im Hinblick auf Verlage und Agenturen gut genug, um mich ausreichend darüber zu ärgern. So sehr, dass ich den Selpublisher-Weg einschlug. Auch das brachte Ärgernisse, aber zumindest die Befriedigung, etwas zum Abschluss gebracht zu haben. Ich bin zu alt, um nach Einreichung ein halbes oder dreiviertel Jahr auf eine Antwort zu warten, die dann doch nie kommt. :wink: Dein Stoff hat jedoch bessere Chancen, denke ich – nein, wünsche ich dir!

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Dazu hatten wir hier schon mal einen Thread: Wie werden Gedanken dargestellt ?

Und zu Zitaten habe ich das hier gefunden:

Weiß nicht, ob dir das hilft.

Ich glaube nicht, dass ich Namen besonders hervorheben würde. Irgendwann könnte das ein sehr unruhiges Schriftbild geben, meinst du nicht?

Hab vielen Dank!

Ich bin mir unschlüssig. Da ich historisch arbeite, wären mir Druckbuchstaben zu viel. Vielleicht kommt ja auch eine Ansage vom Verlag (wenn ein Verlag kommt ;-).

Der Fragenkatalog hat mich zur Reflexion gezwungen; dabei rutschte ganz nebenbei eine Prämisse raus, um die ich lange gerungen habe. Insofern sehe ich das als anstrengende, aber interessante Erfahrung, die mich ggf. für andere Verlage wappnet.

Es wäre erheblich leichter, wenn man sich kennen würde. Kann sein, dass der Verlag Grenzen auslotet; kann sein, dass er austestet, wie sicher ein Autor in seinem Vorhaben ist … Ich kann das nicht einschätzen.

Ich weiß nicht, ob es ein Trost für dich ist: Als Andreas Steinhövel sein Buch “Rico, Oscar und die Tieferschatten” einreichte, hörte er monatelang nichts. Bei Nachfrage erfuhr er, dass die Lektoren sich gebogen haben vor Lachen. Schon komisch, dass sie nicht früher reagiert haben. Kennst du das Buch bzw. die Serie? Umwerfend! Ein großartiges Buch für alles zwischen 3 und 100, egal ob als Buch, Film oder Hörbuch (Steinhövel liest so gut wie er schreibt).

Ich habe keine Vorstellung, wie es in einem Verlag aussieht. Würde helfen, die Situation einzuschätzen. Wenn jeden Tag ein paar hundert oder tausend Manuskripte eintrudeln, muss man schon arg viel Glück haben, um überhaupt Aufmerksamkeit zu bekommen. Wahrscheinlich ist man ein Apfel auf einem Apfelstand - alle sehen gleich aus, man greift auf gut Glück einen heraus. Mit noch mehr Glück ist er nicht wurmstichig.

Meine Schreibfreundin hat einen Roman über einen Polyglott und Synästhetiker geschrieben (Die Sprache des Lichts von Katharina Kramer). Studierte Journalistin mit Englisch und Französisch auf muttersprachlichem Niveau hat sie viel und exzellent recherchiert. Den Parcours durch Agenturen und Verlage habe ich mitbekommen. Eine Agentin schrieb (völlig zu Recht), dass er unter vielen Einsendungen hervorfunkelt; er ist wirklich was besonderes. Dennoch hat es unendlich gedauert, bis sie unter Vertrag genommen wurde.

Hier ein Link zu ihrer Lesung.

https://kontrafunk.radio/de/index.php?option=com_content&view=article&id=9472&catid=95

Montag versuche ich es mit der Kasseler Autorengruppe. Ohne Auto ist und bleibt es blöd, aber Versuch macht kluch.

Danke für deine guten Wünsche. Vielleicht bin ich der Apfel, den man wählt. ;-))

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“Als die ersten Fahnen kamen, in denen mein Manuskript verändert war, genügte ein Telefongespräch, um diesen neudeutschen Unfug abzustellen, bei dem ich mich immer frage, ob die Kunsthändler in Deutschland auch die Bilder malen.” (Gabriele Tergit, Etwas Seltenes überhaupt, S. 263)

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Ja, ich kenne die Buchreihe gut – sie ist fantastisch! Aber ich bin selbstkritisch genug, um mich nicht einmal annähernd mit Andreas Steinhövel oder anderen großartigen Autoren, die vielleicht zunächst keinen Verlag fanden, vergleichen zu wollen.

Verlage suchen natürlich in erster Linie gute Texte, aber vor allem verlegerische Zukunft, keine Eintagsfliegen. Selbst wenn ich in meinem Alter und mit meinen ‘Einschränkungen’ noch einen akzeptablen Roman schriebe (größte Hürde), was wäre von mir bezüglich des Marketings zu erwarten? Noch ein weiterer Roman? Eher unwahrscheinlich. Lesungen? Undenkbar. Ich kenne also meine Grenzen, innerhalb derer ich meinen Weg gehe, sehr genau, und ich sehe mich inzwischen als schlichte Hobbyautorin, die tun muss, was sie tut, weil sie nicht anders kann. Also – alles gut! Natürlich freue ich mich dennoch über Lob und Zuspruch oder ärgere mich über schlechte Bewertungen, denn ich bin Mensch, keine KI. :sweat_smile:

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Du (an)erkennst deine Grenzen und arbeitest damit. Auch das ist beeindruckend.

Übrigens ging es mir nicht darum, sich mit Steinhövel zu vergleichen. Mehr um den Prozess, den es braucht.

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Das habe ich schon richtig verstanden. :wink:

Ah, okay.

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