Aktualisierte Rechtschreibung 2024

Darüber bin ich gerade gestolpert. Im folgenden Video sehen wir zum einen die Folgen der Cannabis-Legalisierung - so zumindest erkläre ich mir die Stimmung dieses Typen. Und es gibt doch tatsächlich noch diesen Rat für Rechtschreibung, den ich in die Sahara verbannen werde, sobald ich die Weltherrschaft an mich reiße.

Wer die aufgedrehte Stimmung nicht erträgt und gerade nichts zu Rauchen da hat, kann zu 2:17 springen. Das Komma bei Infinitivgruppen scheint mir das zu sein, was wir zur Kenntnis nehmen sollten.

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Ha, auch schon gesehen. Ja, finde ich etwas unnötig zu ändern…

Witzig, da haben die ja einen Teil dieser sowieso missratenen Reform wieder rückgängig gemacht. Ich habe beim erweiterten Infinitiv immer das Komma gesetzt, weil das die einzige Regel war, die ich damals in der 6. Klasse (neben dem Komma vor daß) behalten habe. Die Klassenarbeit damals war ganz schön krass. Die nicht in den Sand gesetzt zu haben, war ein großer Erfolg. Solche Arbeiten gibts heute gar nicht mehr… Die Zeiten ändern sich.

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Und ich hab mich dazu vergewaltigt, das nicht zu tun.
Aber es ist ja schön, dass man an dieser Stelle nicht mehr denken muss. :slight_smile:

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Aber vielleicht werden bald überhaupt keine Kommata mehr gesetzt - so will es mir scheinen, wenn man z.B. die Kommentare von Focus-Online ließt.

In meinen Augen bringen Regeln nichts, die niemand versteht oder sich behalten kann. Wäre ich dafür zuständig, ich würde mich für viel größere Freiheit einsetzen. Sollen die Leute doch Kommas nach Gefühl setzen. Meiner persönlichen Einschätzung nach könnten wir auch alle Dehnungsbuchstaben rauswerfen oder optional machen. Sicher würde das zunächst mal komisch aussehen, aber nach einer Weile wäre es ganz normal.

Wenn ich mir überlege, wie viel unnötigen Ballast wir unseren Schülern zumuten. Wenn diesem Ballast noch irgendeine irgendwie gelagerte Produktivität entgegenstehen würde, hätte ich noch Verständnis. Die Kids von heute müssen lernen, mit den vielen Möglichkeiten der heutigen Zeit umzugehen und wir ballern sie zu mit so einem Scheiß. Und dann tun wir noch so, als ob sie zu ungebildet wären, dabei waren wir damals auch nicht besser (ich zumindest nicht) und wir alle haben es versäumt, Dinge zu vereinfachen, die schon längst einfacher sein könnten.

Wir alle leben schon ewig mit Photograph/Fotograf. Das ist doch schon ein Anfang und niemand hat ein Problem damit. Aber ich muss nur Filosof schreiben und schon fangen alle an, sich zu beschweren. Dabei stehen dahinter auch zwei griechische Worte mit dem Buchstaben Phi.

Ich würde gern ein Video sehen, wie das damals war, als man entschieden hat: Wir schreiben jetzt nicht mehr Bureau, sondern Büro. Da werden doch sicher auch viele Schnappatmung bekommen haben, obwohl es heute ganz normal ist.

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Kommas abschaffen? Solche Bücher hatte ich auch schon in den Händen und habe sie gleich wieder zurückgestellt. Das ist unlesbar. Vielleicht machst du ja nur Drei- bis Acht-Wort-Sätze, dann ist das mit der Kommasetzung nicht so wichtig. Aber meine Bücher könnte man ohne Komma schlichtweg nicht mehr verstehen.

Zu meinem Gefühlschaos kam das echte Chaos hinzu was aus Leonies Beruf ihren Ermittlungen im Saarbrücker Lottomilieu meinen Verstrickungen darin und zu guter Letzt ihrem offensichtlich brutalen und skrupellosen Freund bestand.

Klar kann man den Satz auch ohne Kommas verstehen, aber dann liest man ihn mindestens zweimal. Man stockt und fängt wieder an, weil man als geübter Leser, die Kommas setzt, wo sie gebraucht werden. Auf Kommas kann nur der verzichten, der alle paar Worte einen Punkt setzt.

Partys mit hundert Leuten die rund um den Pool tanzten Champagnerflaschen köpften halbnackte Frauen die im und auf dem Wasser schwammen und zeigten welchen Körper man mit Askese und Training hinbekam Beats mit Bässen, die man im Sekt der Kelche sehen konnte.

Beim zweiten Beispiel liest man ohne Komma, dass Champagnerflaschen halbnackte Frauen köpften. Schon witzig.

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Du glaubst, seine STIMME sei das Problem?
Was bitte tut diese Mutation mit seinen Armen und Händen und gelegentlich seiner Gestik?

Allerdings ist der Erklärungsversuch mit der Drogenlegalisierung durchaus gelungen. :slight_smile:

Zum Thema: Ich bin dankbar dafür, <---- wieder so schreiben zu müssen, wie ich es eh immer getan habe. Ich habe mich (auch in meinem Buch) geweigert „Delphin“ anders zu schreiben. Das hat historische Gründe. Mein Onkel sagte immer: „Ich heiße Peter, mit P, wie Delphin in der Mitte!“ Das wird in ein paar Dekaden auch keiner mehr verstehen… :wink:

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Zuerst mal: Ihr solltet mich bei dem Thema einfach ignorieren. Ich krieg da einfach immer nen Kurzschluss und schreibe mich in Rage.

Aber ich antworte euch mal :slight_smile:

Hab ich das geschrieben?

Habe auch andere Bücher wieder zurückgestellt.

Ein Gedanke, ein Satz - ja tatsächlich komme ich aus dem Marketing und seit ich vor vielen Jahren einen Kurs mit (unter anderem) diesem Inhalt hatte, gehöre ich nicht zu denen, welche die Lesbarkeitsanalyse von Papyrus wirklich benötigen.

Ich war allerdings nicht gegen Kommas, sondern gegen Regeln, die sich niemand merken kann.

In meinem Dönerladen hier am Ort hing lange Zeit folgendes Schild:

WIR MACHEN UNSEREN DÖNER, AUS FRISCHEM FLEISCH, SELBST.

Die Kommas gehören da meiner Ansicht nach nicht hin. Und? Stört es jemanden? Die meisten, die dort einkaufen gehen, wissen wahrscheinlich noch nicht mal, dass es falsch ist.

Ich hätte bei deinen wortreichen Sätzen also nichts dagegen, wenn du Kommas nach Gefühl setzt, statt sie wegzulassen.

Ich setze gern Kommas. Aber Punkte sind cool. Solltest du mal probieren :slight_smile:

Hatte das zuerst auf mich bezogen, bis ich verstanden habe, dass ich ja ein Video gepostet hatte :slight_smile:

Tja, seine Gestik soll wohl seine Zielgruppe ansprechen. Da gehören wir beide wohl nicht mehr dazu. Finden wir uns damit ab :slight_smile:

Die gehören sehr wohl dahin, weil es einen Einschub in einen vollständigen Satz gibt.

„Wir machen unseren Döner selbst.“
Die Erweiterung ist „aus frischem Fleisch“.

Ob der Einschub nun berechtigt durch Kommas abgesetzt wird oder nicht, ist möglicherweise ein Streitfall. Jedenfalls ergibt sich bei beiden Varianten derselbe Sinn.

Ich auch.

Insbesondere, um Satzenden zu markieren. :rofl: Oh! Ein Infinitiv mit zu. Gehört das Komma in meinen Satz?

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Insbesondere, um Satzenden, zu markieren.
Aua

Wieso aua? Saramango hat darauf verzichtet. Für alle anderen war das ironisch gemeint.

Nun ja, in dem Drei-Wort-Satz „wir essen Opa“ fänd ich persönlich ein Komma schon angebracht. Andererseits wollte ich dieses trendige „vegan“ schon immer mal exzessiv leben. Ich fang da an, wo Opa serviert wird.

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Falsch nicht, nur überflüssig und holprig.

Falsch wäre, was in der Form leider auch häufig zu sehen ist:

WIR, MACHEN UNSEREN DÖNER SELBST.

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Ich finde das Video insoweit nervig, weil es so wie die meisten Videos für die jüngere Zielgruppe so zusammengeschnitten ist, als hätte man es darauf angelegt, möglichst jedes Luftholen herauszuschneiden. Sowas finde ich viel zu hektisch. Die Stimme finde ich überhaupt nicht nervig und das Gefuchtel mit den Armen, machen andere Youtuber ebenfalls.

Die Kommasetzung bei den Infinitiven mit ‚zu‘, habe ich immer gemacht. Ich hänge noch an weitestgehend an der alten Rechtschreibung und es hat sehr lange gedauert, bis ich mir angewöhnt habe, ‚dass‘ mit zwei s zu schreiben.

Ich denke, wenn diese Videos nicht so hektisch wären, würde ich sie mir sogar anschauen.

:rofl:
Bitte entschuldige, aber ich fand’s lustig.

Helmut

Klär mich bitte auf: Was ist daran lustig?

VIelleicht verwechsle ich euch was, aber hast du nicht ‚Saramago, José Saramago‘ gemeint? Ich kenne niemanden der Sarmango heißt, ich fand es nur witzig, „Saramango“ zu lesen.

Sorry, die automatische Rechtschreibkorrektur hat zugeschlagen. Ich meinte den Bestseller-Autor, der sich über die Interpunktion hinweg gesetzt hat

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Ja, ich dachte mir, dass es nicht beabsichtigt war. Ich hoffe, du nimmst mir das nicht krumm.

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Natürlich nicht!