Im Bus. Schon wieder. Zweimal die Woche 500km hin und wieder zurück. Die einzigen Stunden derzeit, die nicht irgendwie mit Hektik und Chaos vollgefüllt sind.
Freitag ist das vorbei. Wenn es schlecht läuft. Wenn nicht … geht das noch mindestens eine Woche so weiter. Psst. Nichts sagen, sonst verschrei ich es noch.
Und während ich nicht weiß wo mir der Kopf steht, machen sich meine Protas langsam selbstständig, wenn ich sie mal zu Wort kommen lasse.
Sie folgen dem Plot. Grob. Fast widerwillig. Aber sie haben plötzlich eigene Ideen. Eigene Vorstellungen.
Sie auf den Pfad der Tugend zurück zu zwingen, funktioniert nicht. Dann werden sie trotzig, bockig. Alles klingt hölzern.
Also werde ich sie von der Leine lassen. In Grenzen. Und abwarten wo das hinführt.
Mein heres Ziel, dass ich erreichen wollte? Noch in Sichtweite. Wenn auch am fernen Horizont.
Langsam glaube ich, sie wissen besser als ich, wie ich dort hinkomme.
Ich bin gespannt. Und neugierig. Und aufgeregt.
Als würde ich in einem Buch lesen, dessen Seiten sich füllen, während ich umblättere. Vorher? Weiße Seiten. Wartend, auf das was kommt.
So wie ich.