Würde er/ sie wirklich ...?

Vielen Dank für die Einzelheiten. In der Stadt gibt es Pflaster, aber außerhalb nicht.

Und beim Pferd dachte ich an ein kräftiges Warmblut. Nicht direkt an einen Kaltblüter, aber auch nicht an einen Araber, sondern vielleicht eine Warmblutlinie, die eher zum Ziehen gezüchtet wurde.

Es gibt „Millionen“ von Züchtungen. Für deine Zwecke dürfte wohl ein schweres Warmblut infrage kommen.

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Wie realistisch ist es, dass jemand mit einem hölzernen Wohnwagen, der von einem (!) Pferd gezogen ist, während der Kontrolle am Stadttor plötzlich auf den Bock springt und das Pferd dazu peitscht, in vollem Galopp davonzupreschen, wenn es Winter ist und die Wege von geschmolzenem Schnee aufgeweicht sind? Wie weit könnte er da kommen, ohne steckenzubleiben?
Auch wenn die Gendarmerie erst durch einen Läufer alarmiert werden müsste - hätte er überhaupt eine Chance? Vielleicht, wenn er sich irgendwo versteckt?

Vielleicht hat er hinten am Wagen einen Bienenkorb, der sich beim Rumpeln über schlechte Wege löst und auf den Weg fällt. Die ausfliegenden Bienen könnten die Pferde nachfolgender Reiter aufscheuchen und diese zu Fall bringen.

Die berüchtigten Winterbienen, die bei Tauwetter so richtig aktiv werden.

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:rofl::rofl::rofl:

Nein, solche Bienen sind bei mir nicht vorgesehen.
Zumal ich erst kurz vorher noch erwähnt habe, dass sich Insekten vor der Kälte in Mauerritzen verborgen haben …

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Du könntest im Winter auch ein Rudel hungriger Wölfe nehmen, die den Weg der Verfolger kreuzen. :wink:

Mit einem Wolf am Hintern dürfte sogar ein Kaltblut schnell werden. :innocent:

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Mit der Flucht habe ich kein Problem, das ist eine Impulshandlung. Er will weg, egal, ob eine Ausicht auf Erfolg besteht.
Und danach musst du nur noch die Verfolger “aufhalten”. Spontan sehe ich viele Möglichkeiten:

  • Der Botenläufer verliert Zeit. Er läuft seinen Kumpels, seiner heimlichen Liebe oder irgendwelchen Dorfrowdys über den Weg, er stürzt und verletzt sich …
  • Wie ist die Gendarmerie organisiert? Allzeit bereit? Oder könnten die bei einem Einsatz sein, beschäftigt, auf einem Betriebsausflug …
  • Braucht der Flüchtling den Wohnwagen danach noch? Könnte er das Pferd abschirren, den Wohnwagen aufgeben und davonreiten?
  • Könnte er (mit Wohnwagen) einen “Verkehrsknotenpunkt” erreichen, wo Verfolger seine Spuren in der Masse der vorhandenen verlieren?
  • Ist der Flüchtling raffiniert genug, sich etwas einfallen zu lassen? Eine Brücke hinter sich beschädigen (wurde oben schon vorgeschlagen - wäre eine Schlucht statt des Flusses eine Option?), eine Lawine oder einen Steinschlag auslösen - dann bräuchte er nicht allzu viel Vorsprung.
  • Ob eine nahe Fähre für den Wohnwagen realistisch ist, weiß ich nicht. Aber ist ein See oder Meer in der Nähe, um Verfolger abzuschütteln?
  • Gibt es Landes- oder Gebietsgrenzen in der Nähe, die die Gendarmerie nicht überschreiten dürfte, ohne Konflikte auszulösen?

Ja, so etwas wäre möglich. Betriebsausflug vielleicht nicht gerade, aber so etwas Ähnliches habe ich angedacht. Sie müssen erst die Pferde satteln (lassen) und sich dann auf den Weg machen.

Das habe ich eingeplant in einer Geisterszene. Der Leser bekommt das also nicht mit. Er versteckt sich vorübergehend in einer Höhle und lässt den Wagen dann dort. Er muss halt ein paar Sklaven transportieren, die er geraubt hat. Die bindet er an ein Tau und dann müssen sie hinter dem Pferd herlaufen.

Eher nicht. Außerhalb der Stadt gibt es eher wenig Verkehr.

Er flieht zu einer Burgruine, die er gemietet hat. Mit den Sklaven. Allerdings dann ohne Wagen, sodass die Gendarmen hoffentlich die Spur verlieren …

Nein.

Nein, die nächste Landesgrenze ist ein paar Tagesreisen entfernt. Mindestens eine Woche.

Aber vielen Dank für deine Ideen! :grinning_face:

Er könnte sich und dem Pferd einen falschen Schnurrbart aufsetzen und “Sie sind da lang!” rufen (Fingerzeig in falsche Richtung).

Bei dem Wagen könnte man eine falsche Hausnummer anbringen.

Oder ist das zu Tom Cruise mäßig…?

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Ich plädiere da immer zu einem gerüttelt Maß an Ungenauigkeit. Du hast Tauwetter, na gut. Das heißt ja nicht, dass der Schlamm schon knietief ist. Außerdem kann die Straße am Stadttor ja geschottert sein. Dann ist sie fest und trotz Wasser griffig. Dein Protagonist muss ja auch nicht im Galopp flüchten. Es reicht ja, wenn er so schnell ist, dass ihn die Torwache nicht einholen kann.

All dass muss man aber nicht ganz genau beschreiben. Der Leser denkt sich das schon richtig hin, sofern es nicht völlig absurd erscheint. Zumal die wenigsten Leser jemals selbst eine derartige Kutsche gelenkt haben dürften.

Ob und wie er den Polizisten dann entkommt, das muss sich ja nicht am Stadttor entscheiden. Später kriegst du das schon hin. Im Wald verstecken, bei einem Bauern in die Scheune fahren oder eben mit falschem Bart die falsche Richtung weisen. Das geht ja alles.

Dann wäre da noch die Frage, aus welcher Perspektive du die Szene beschreibst. Aus Sicht deines Protagonisten kannst du ja deutlich machen, dass die Flucht unüberlegt war. Oder welche Schwierigkeiten er hat oder eben nicht (und vielleicht auch: warum nicht).

Wenn ich mir die Szene mal so vorstelle, müsste die für mich aber sowieso eher gemächlicher ablaufen. Also erstmal steht seine Kutsche ja falsch herum für die Flucht. Er will ja schließlich in die Stadt, also steht die Kutsche auch mit dem Pferd zur Stadt. Jetzt muss er ja erstmal wenden, bevor er los galoppieren kann. Er muss also die Stadtwache erst k.o. schlagen oder irgendwie ablenken. Dann den Wagen wenden und dann kann es erst abgehen.

Oder die Wache hat ihn „rausgewunken“. Da ist so eine Art Seitenstreifen, wo er steht. Die Wache geht dann nochmal in die Wachstube um den Offizier zu holen/ noch ein Bier zu trinken/ nochmal aufs Clo zu gehen und er haut in der Zeit ab.

Aber, wie gesagt: alles nur Ideen. Nimm was du brauchst und ignoriere den Rest.

:+1:

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