Wörtliche Rede in der wörtlichen Rede

Hallo zusammen,

ich stehe vor einem kleinen Rätsel.
In meiner Geschichte erzählt ein Barde eine Geschichte, in der wiederum die Figuren miteinander reden. Ich beginne die Geschichte des Barden also mit Gänsefüßchen. Und dann? Die wörtlichen Reden innerhalb seiner Geschichte werden auch mit Gänsefüßchen eingerahmt? Und am Ende seiner Geschichte folgen dann Gänsefüßchen? So würde ich es halt machen, aber ich bin unschlüssig, ob das korrekt ist.

Lieben Dank
Chris

Hi,
ich benutze dafür doppelte Gänsefüßchen für die äußere und einfache für die innere Rede, also für die Zitate der aktuell Redenden.

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Ebenso wie Suse würde ich für die wörtliche Rede innerhalb der wörtlichen Rede die halben Anführungszeichen wählen - wenn es um eine relativ kurze Passage geht.

Wenn die Geschichte des Barden sehr lang ist, würde ich andere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Falls das Buch eine Rahmenhandlung hat und der gesamte Mittelteil aus Sicht des Barden erzählt wird, dann könnte man die Rahmenhandlung in einen Prolog und einen Epilog packen und dazwischen den Barden erzählen lassen, ohne seine Erzählung extra in Anführungszeichen zu setzen. Auch bei einem langen Kapitel innerhalb des Buchs könnte man das Kapitel mit „Die Geschichte des Barden“ überschreiben und das gesamte Kapitel aus Sicht des Barden erzählen, dann könnte man die Anführungszeichen am Anfang und Ende des Kapitels auch weglassen.

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Ich würde ebenfalls die Lösung von Corinna vorschlagen. Je länger die (ununterbrochene) wörtliche Rede, umso eher würde ich andere Lösungen suchen.

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Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, besteht Deine Geschichte fast ausschließlich aus wörtlicher Rede. Wenn das von vornherein klar ist, könntest Du auf die Anführungszeichen des Erzählers verzichten. Lange wörtliche Reden sind aus meiner Sicht immer etwas problematisch, da der Überblick für den Lesenden mehr und mehr schwindet. Wenn der Ort und die teilnehmenden Figuren im Text nur eine sehr geringe Textmenge ausmachen, würde ich dies kursiv setzen und die Erzählung der Figur in regulärer Schrift. Andersherum würde mich das irgendwie stören. Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung. Vor einigen Jahren habe ich mal eine Geschichte geschrieben, die in erster Linie aus einem Radiobeitrag bestand und der Reaktion eines Radiohörers darauf - einfach, um mal zu probieren, ob man die Geschichte trotzdem versteht. Da habe ich es auf die beschriebene Art geschrieben.

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Ich würde es ebenso machen wie Corinna. Wenn der Barde erzählt, das wohl aus der Ich-Perspektive und dann würde ich mir die ersten Anführungszeichen auch sparen. Falls deine Geschichte in Kapitel aufgeteilt ist, kannst du „Die Geschichte des Barden“ in ein eigenes Kapitel packen, um es von dem Rest des Buchs, das ggf. nicht in der Ich-Perspektive geschrieben ist, noch etwas abgrenzen.

Gruß

Helmut

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