Hi,
es gibt keine Regeln, aber nur die wenigsten werden einen 1000-Seiten-Wälzer von einem Newcomer lesen, weil der Verkaufspreis im Selfpublishing zu hoch angesetzt werden müsste, um überhaupt einen minimalen Gewinn zu erwirtschaften.
Solltest du mit einem überdicken Werk einen Verlag suchen, wird das ebenfalls schwierig, weil sie ja mit einem Newcomer und einem extrem dicken Buch ein höheres Risiko eingehen.
Da du höchstwahrscheinlich SP machen möchtest: Die führenden Dienstleister auf dem Markt haben eine Höchstseitenzahl. Da müsstest du einfach mal nachschauen. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass 300 bis 400 Seiten wohl die gängigste Dicke ist. Meine Werke hingegen sind immer extrem dünn, doch das hängt eben auch von der Geschichte und der persönlichen Erzählweise ab.
Meinen ersten Roman habe ich mit nur 130 Seiten in einem kleinen Verlag veröffentlicht. Mir ist damals nicht mehr Handlung eingefallen, die Geschichte war damit erzählt. Aber, im Nachhinein ärgere ich mich etwas, dass der Verlag es bei mir als Greenhorn vor dem Druck nicht moniert hat. Rückwirkend, es ist jetzt fast drei Jahre her, hätte ich die Story sicher noch mehr aufmotzen können.
Ich lese zugegeben echt gerne „dünne“ Bücher. Ich hab immer das Gefühl, dass ich für dicke Bücher mehr Zeit brauche (was ja eigentlich Quatsch ist, mal muss es ja nicht an nem WE durchlesen) aber über 400 Seiten würde ich vermutlich nicht kaufen, wenn ich nicht wüsste, dass der Autor gut ist. (Ausnahmen bestätigen die usw. @Bommel s nächstes Buch bitte wieder 600+, Danke.)
Meine Buchkäufe hängen mittlerweile stark vom Schriftbild ab. Ich habe gerade mal ein paar Bücher aus meinem Regal gezogen. Die mit einer für mich angenehmen Schriftgrösse haben im Schnitt 400 bis 550 Seiten. Meine älteren Bücher , da waren die Augen noch besser, hatten im Schnitt ca. 350 Seiten. Ich meine nicht Grossdruck, nur eben nicht mehr ganz so klein und eng gedruckt und mit wenigen Absätzen,wobei das heute auch gar nicht mehr so oft vorkommt, meine ich.
Dickere Bücher eigentlich nur bei Fantasy oder historischen Romanen, da geht es ja nicht selten in Richtung 800 Seiten. 110000 Wörter find ich eigentlich okay, wenn der Inhalt das hergibt und ich nicht seitenweise „Geschwafel“ lesen muss.
Ich fühle mich mit meinen Thrillern am wohlsten bei knapp 80.000 Wörtern im TB-Format, was rund 350 Seiten entspricht. Mein Verlag (Aufbau) scheint das ebenfalls zu goutieren.
Mein dickstes Buch, dass ich bisher gelesen habe, war um die 1200 Seiten stark. Ich persönlich mag dicke Bücher lieber als dünne, bin damit wohl aber eine Seltenheit.
Wenn du noch an der ersten Fassung schreibst: Nicht langsam angehen, nicht bremsen, ungebremst bis zum Ende fertigschreiben!
Kürzen kann man später immer noch.
Gerechnet in Normseiten liegst du damit bei rund 400 Seiten. Beim Überarbeiteten fällt sicher noch einiges raus. In meinen Augen liegst du damit goldrichtig, zumal eine Seite im Endformat meist ein paar Wörter mehr hat, als eine Normseite.
Ich glaub auch nicht, dass es da eine Vorgabe gibt, zumal ich auch schon Bücher in der Hand hatte, die um die 800 Seiten hatten.
Bei Taschenbüchern gucke ich meist, dass es so um die 350-400 Seiten hat, wenn ich fertig bin. Zumal du auch immer die Druckkosten im Blick haben solltest.
Bei den Momentanen Projekten bin ich aber auch weit drüber. Aber die sind auch eine ganz andere Hausnummer. Der letzte Band hat (bis jetzt) 583 Seiten A5 und 135.782 Wörter. Aber ich bin mit korrekturhören noch nicht durch.
Ich denke, dass es auch so um die 600 Seiten werden.
Da das aber das erste Mal sein wird, dass es die auch in gebundener Variante geben wird, denke ich, dass es okay ist, wenn die was dicker werden als so „Badewannenlektüren“, wie meine Schwiegermutter sie liebevoll nennt.^^
Wenn ich die Sachen von @DerNachtfalke lese, sehe ich nicht viel Kürzungspotenzial. Kürzen müssen Leute, die zwanghaft tippen und schneller und Hauptsache die Tasten qualmen. So lesen sich die Sachen dann auch. Seine Probehäppchen lesen sich hingegen ausgegoren und rund, da muss man nicht viel kürzen.
Deine Schwiegermutter ist ja witzig. Leider werden die Bücher von allein dicker, wenn man sie in der Badewanne liest. Zum Glück gibt es ja E-Books. Die sind für die Wanne besser geeignet, weil sie nicht wellig werden.