Hey alle miteinander
Ich habe mir gestern die Frage gestellt, wie andere Autoren eigentlich damit umgehen, in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis über ihre Schreiberei zu erzählen.
Sprecht ihr das an? Also, ich meine… erzählt ihr, wenn ihr mal auf jemanden trefft, den ihr vielleicht sogar schon länger nicht mehr gesehen habt, davon, dass ihr schreibt?
Bei mir kam das bisher immer nur mal am Rande zur Sprache, weil das von den meisten in meinem Umfeld auch nur belächelt wird. Ich habe immer das Gefühl, ich muss mich dafür rechtfertigen, dass ich stundenlang am Computer sitze und irgendwelche Geschichten zusammenschustere, statt was „Produktives“ zu machen. So, wie Socken stricken z.B. (O-Ton Schwiegermutter). ![]()
![]()
Von daher wissen in meinem direkten Umfeld tatsächlich nicht sehr viele davon, dass ich in meiner Freizeit Liebesromane schreibe. Bzw. wissen sie es vielleicht schon, aber nicht, weil ich es ihnen erzählt habe, sondern weil sie auf Facebook/Instagram mit mir befreundet sind und da ggf. über die Verknüpfung zu meinem Pseudonym stolpern. Drauf angesprochen hat mich aber von denen bisher noch niemand - bis auf die Cousine meines Mannes.
Was ich allerdings kurios finde - und das ist eigentlich der Grund dieses Beitrags: Bei Menschen, die ich zwar kenne, mit denen ich aber im Grunde genommen kaum bis gar nichts zu tun habe, scheine ich kein Problem damit zu haben, über meine Bücher zu sprechen.
Gestern Abend habe ich z.B. einen alten Klassenkameraden getroffen, den ich seit über 30 Jahren nicht mehr gesehen habe. Abgesehen davon, dass ich nicht gedacht hätte, dass er mich überhaupt wiedererkennt, hab ich ihm dann auf sein „Und was machst du so?“ völlig gedankenlos „Ich schreibe Romane“ geantwortet. Und war total überrascht, dass es ihn tatsächlich zu interessieren schien. Anderen wiederum, die ich vielleicht ähnlich lange nicht gesehen habe, hätte ich das aber vermutlich nicht erzählt. Warum, kann ich nicht mal sagen.
Wie ist das bei euch? Habt ihr da sowas wie eine Hemmschwelle Bekannten und Freunden gegenüber? Oder hattet sie anfangs und geht jetzt anders damit um? Wie reagiert euer Umfeld darauf?
Fällt es euch leichter, mit Menschen in eurem Umfeld zu sprechen, deren Meinung euch im Grunde genommen egal ist?
Nach dem Gespräch hatte ich für mich den Eindruck, dass ich gerade deshalb kein Problem damit hatte, weil es mich nicht wirklich interessiert hat, ob er jetzt von mir denkt, dass ich nen Knall habe. ![]()
Versteht eigentlich jemand, was mein Problem ist? Ich nämlich gerade nicht. ![]()