Warnung vor neuer Betrugsmasche

Ich habe heute eine Mail vom Selfpublisher Verband bekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Betroffen sein kann jeder von uns:

Aktuell ist mindestens eines unserer Mitglieder von der folgenden Betrugsmasche betroffen:
E-Books und teilweise auch Printbücher werden (von Bots?) plagiiert und unter falschem Namen mit neuem Cover und neuem Titel veröffentlicht.

Die Merkmale:

  • KI-generiertes Cover, das dem Original oft sehr ähnlich ist
  • Ähnlicher Titel
  • Englisch klingendes Pseudonym
  • Gleicher Klappentext

Aufgrund des letzten Merkmals lassen sich solche Bücher über Google ausfindig machen.
Um herauszufinden, ob du betroffen bist, empfehlen wir daher, deine Klappentexte oder Teile davon in die Google-Suche einzugeben. Kommt als Ergebnis nur dein Buch, ist alles in Ordnung. Wird allerdings ein alternativer Buchtitel oder anderer Autor:innenname angeführt, solltest du hellhörig werden und dich auf den gängigen Verkaufsplattformen auf die Suche nach illegalen Kopien machen.

Ich habe eine illegale Kopie gefunden – was nun?

  • Das Wichtigste: Ruhe bewahren!
  • Beweise sichern! Mach von deinen Funden Screenshots und notiere Daten wie ASIN oder ISBN. Du kannst das Buch zur Beweissicherung kaufen. Wenn du das nicht möchtest, mach Screenshots von der Leseprobe.
  • Setz dich mit den Plattformen, auf denen du die Plagiate gefunden hast, in Verbindung oder wende dich direkt an Libri (Kundenservice | Libri GmbH) und bitte darum, dass die Titel plattformübergreifend entfernt werden.
  • Wende dich unter assistenz@selfpublisher-verband.de an uns, damit wir Geschädigte untereinander vernetzen und dich bei weiteren Schritten unterstützen können.

Auch wenn du nicht betroffen bist, teile diese Informationen mit anderen Autor:innen, um möglichst viel Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken.

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Danke für die wichtige und interessante Info!

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Hat mich auch gerade erreicht, die Mail.

Ich google heute noch.

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Danke für den Hinweis. Ohne nun abschweifen zu wollen, ist es ratsam im Selfpublisher Verband Mitglied zu werden?

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Ich bin es, bin aber ehrlich gesagt eher enttäuscht und überlege immer wieder mal, ob ich austreten soll. Im Grunde bin ich nur noch aus Solidarität dabei.

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magst du etwas ausführlicher sagen, warum? Ich bin kein Mitglied, überlege noch.

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Naja, die Themen, die so als Seminare angeboten werden wirken auf mich häufiger wie Werbeveranstaltungen irgendeines Anbieters. Ich konnte mich da noch für nichts erwärmen und dann fand ich vor einer Weile die Organisation der Auslage von Bücher am Messestand eher nicht so toll und jüngst war - bzw. ist noch - die gesamte Organisation der Publikation der Jubiläumsanthologie („10 - 33“) aus Meiner Sicht eine Katastrophe. Ewige (wirklich ewig) Verzögerungen, alle (wirklich alle) vorher angekündigten Termine mehrfach (auch die Nachankündigungen) gerissen, dann komplette Funkstille , selbst auf Nachfragen. So, als ginge den Verband das nichts mehr an, nachdem sie sich für die Kooperation mit einem Verlag entschieden haben.
Alles kein Drama für sich aber eben auch kein Mehrwert.

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What???

Sowas macht mich fertig.

Danke, dass du hier davon berichtest.

:dizzy:

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Das darfst du gerne so sehen. Neben dem Mitgliedsbeitrag habe ich als Mehrwert in die Anthologie übrigens meine Geschichte eingebracht. Möglicherwiese fänden auch andere Autoren es problematisch, wenn mit ihrem Mehrwert dann vom Verlag nicht so umgegangen wird, wie versprochen (bzw. vertraglich geregelt) und von den Verbandsvertretern dazu aktiv geschwiegen wird.

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Ich muss hier mal eine Lanze für den Verband brechen. Die Leute dort sind freundlich, zuvorkommend und antworten schnell auf Anfragen.

Ganz anders sieht es bei diesem Verlag aus, der sich um die Anthologie zum Anlass des 10-jährigen Verbandsjubiläums kümmert. Dieses war übrigen 2025 und in diesem Jahr sollte auch die Anthologie erscheinen. Meine Geschichte hatte ich am 06. August eingereicht. Nach nunmehr fast zehn Monaten ist die Kurzgeschichtensammlung noch immer nicht erschienen. Sowas passiert, wenn Leute meinen, sie könnten mal eben einen eigenen Verlag gründen und den Aufwand grandios unterschätzen.

Ich betrachte die Mitgliedschaft im SP-Verband eher als Solidarität mit anderen Selfpublishern. Kleiner Bonus für mich: Ich konnte meinen Debütroman kostenlos auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig präsentieren, auch wenn er da in der Masse der zahlreichen Bücher unterging – aber das tun Bücher unbekannter Autoren auf den Messeständen der Verlage auch. Sehr genossen habe ich in diesem Zusammenhang den Standdienst beim Verband, der viele interessante Gespräche mit anderen Autoren und Lesern ermöglichte.

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Meine Vermutung (soweit ich da durchblicke):

Andreas B., Gründer und einziger fester Mitarbeiter in diesem Verlag, war im Vorstand des SP-Verbands. Bis zur Entscheidung, die Anthologie zu veröffentlichen, hatte er ein eigenes Buch mit seinem Verlag veröffentlicht: ein medizinisches Sachbuch.

Er hatte große Ideen und ist daran noch größer gescheitert. Der Aufwand war letztendlich deutlich umfangreicher als er wohl dachte. Auch Kosten für Lektorat und Korrektorat waren vielleicht höher als geplant. Eine Zeit lang war es sehr still um den Verlag und ich befürchtete schon, er wäre untergegangen (die Website wurde über Monate hinweg nicht gepflegt, noch im März waren dort Weihnachtsgrüße zu sehen). Jetzt geht es wohl weiter und die Anthologie soll im Juli erscheinen - warten wir’s ab.

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Wie gesagt: Das ist alles meine Vermutung. Lediglich dass Andreas B. mal im (erweiterten) Vorstand tätig war, ist mir in Erinnerung geblieben.

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Das habe ich an unserer Anthologie gemerkt.
Und das A hat bisher es nicht geschafft abzurechnen.

Die rechnen immer zwei Monate später ab.

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Vor allem, wenn es vernünftig läuft. Aber inwiefern ist es relevant für meine Antwort auf deine Frage, was ich denn für einen Beitrag geleistet hätte, dass auch die Möglichkeit teilzunehmen ein Mehrwert ist?

Haha, ok, also wenn jeder in der Solidargemeinschaft einen Beitrag leistet, um sie zu finanzieren aber niemand eine Erwartung daran knüpfen darf, wo geht das Geld dann genau hin? Aber stimmt schon, Steuern zahl man ja auch, ohne was dafür vom Staat zu erwarten.

Insgesamt frage ich mich schon, wo deine mehr oder weniger unterschwellige Aggression mir gegenüber hier herkommt. Ich habe einfach auf die Frage von @PeteMuller hin, meine persönlichen Eindrücke geschildert. Weder habe ich gesagt, das muss für jeden gelten, noch dazu aufgefordert, nicht einzutreten oder gar auszutreten. Wenn dich meine Meinung stört, tut es mir leid, aber was willst du erreichen? Dass ich sage, es sei alles anders? Oder soll ich nur still sein, weil dir meine Eindrücke nicht passen?

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Danke Helmut für die Info, die auch bekommen habe.
Ich gehe mal davon aus, dass vor allem kommerziell sehr erfolgreiche Werke betroffen sein werden. Ich habe die Angaben meines Buches geprüft und es ist alles im grünen Bereich. :+1:

Ergänzung: Wie sieht es bei den anderen Papyristi aus? Irgendwelche Erfahrunsgwerte, die vorliegen?

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Lieben Dank für Deine Rückmeldung!
Betrugsmaschen gibt es leider auch in anderen Bereichen der SPler, zum Beispiel angebliche Buchblogger oder Agenturen, die das jeweilige Buch soo toll finden, dass sie es unbedingt fördern wollen, mit allmöglichen Maßnahmen. Natürlich gegen Vorkasse.
Aktivitäten gibt es dann seitens der Blogger/Agenturen keine und das Geld ist futsch. Ich bekomme, ähnlich wie andere Papyristi hier im Forum, regelmäßig solche Angebote. Und diese Typen, meist mit Sitz in Nigeria, Philippinen oder sonst wo in der Welt, sind hartnäckig. Sehr hartnäckig.
Aber diese wunderbare Lobhuddelei geht runter wie Öl! :star_struck: Besser als jede 5-Sterne-Rezension auf A*. Man könnte fast schwach werden und auf solche Mails reagieren. Aber nur fast …
Wenn Du ein Besipiel, möchtest gerne, aber die anderen hier im Forum gähnen dann nur noch leise. :sunglasses:

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