Viele tage nichts. Und dann. Schreibdurchfall

da hab ich tage- ja fast wochenlang nichts auf den Boden gebracht, Und das Wenige, hat mich so sehr begeistert - das ich es gelöscht habe.

Und dann. Auf einmal. geht alles wie von selbst. 4 Kapitel. Über 10.000 Wörter in ZWEI Tagen.
Gut. Ich habe vergessen zu essen. Mein Mann hat mich öfter gefragt, ob ich überhaupt noch schlafen will.
Jetzt hab ich eheliches Tippverbot für das Osterwochenende. Außerdem hab ich Dienst.
Ich werde mein Notizbuch brauchen, um wenigstens die Ideen und textskizzen niederzuschreiben.
Hoffentlich kann ich dann später noch meine Schrift lesen. Die ist nämlich besch… eiden.

Ist das noch normal? Oder schon Bessenheit?

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Nein völlig normal.
Das normalisiert sich aber erst, wenn dein erstes Baby außer Haus ist und du mehr Routine hast.
Solche Schübe solltest du nutzen.

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„typische“ Arztklaue? kann man üben, dann hast Du später noch was davon (und ggfs. Deine Mitarbeiter und Patienten auch)

Ansonsten meine ich auch - ausnutzen, solange es andauert!

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Wow, da hast du ja echt viel geschafft. Der Ausdruck „Schreibdurchfall“ gefällt mir. :laughing:

Ich hatte mir ein kleines Diktiergerät gekauft, damit meine Ideen zwischendurch (vor allem mitten in der Nacht) nicht verlorengehen. Das kann ich sehr empfehlen: Olympus WS-853. Es passt beim Wandern in die Hosentasche, eine Akkuladung hält bei mir ca. 8 Monate lang, und die übersichtlich angeordneten Tasten kann ich nachts im Dunkeln bedienen.

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Meine Mitarbeiter können sie lesen - was ich echt für ein Wunder halte. Was meine „patienten“ (:ice_hockey: ) anlangt - die bekommen kaum was direkt von mir. Das geht fast alles über die Trainer oder Physios.

Bei mir ist diese Besessenheit dauerzustand!
Ich arbeite auch gerade an meinem ersten Projekt und Jede freie Minute möchte ich am Liebsten am Rechner verbringen und schreiben.
Der restliche Alltag zuhause ist größtenteils zur Nebensache geworden. Mein Mann hat mir auch angedroht, den Rechner aus dem Fenster zu schmeißen. Naja, dann wird eben wieder Nachts geschrieben, wenn alle schlafen. (6 Stunden Schlaf wird angepeilt, manchmal werden es nur 4!) Dieser Vorsatz hält wenige Tage, dann verfalle ich wieder in das alte Muster. Bei Ausflügen mit der Familie ertappe ich mich manchmal bei dem Gedanken: Jetzt könntest du lieber schreiben!
Besonders Schlimm ist es bei mir nach dem Urlaub, da fühle ich mich auf Arbeit wie auf Entzug!
Aber um ehrlich zu sein, genieße ich irgendwie diesen „Wahn“. Es ist so schön zu erleben, wie die Handlung wächst und sich weiterentwickelt!
Naja, ich hoffe ja, dass das sich irgendwann wieder legt. Spätestens, wenn der letzte Punkt steht.

Oder wenn dein Mann „Ernst macht“.

:see_no_evil: Bloß nicht!
Ich versuche mich zusammen zu reißen, um diesen Fall zu vermeiden.
Aber dank automatischer Speicherung und Cloud bin ich da was Technik angeht zum Glück flexibel - Vorausgesetzt das Internet funktioniert. :sweat_smile:

Aber er heißt doch gar nicht ernst … :thinking:

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Hm, wahrscheinlich kennt jeder ähnliche Schreib"motivationen", Schübe und Pop-Off-Ventile, die sich in vielen Textzeilen niederschlagen.
Ich persönlich lösche nie. Nehme Sätze oder Absätze raus, pack sie erstmal in einen Kommentar oder ein „Dummy“-Textdokument. Sicher ist sicher.
Wenn mir etwas einfällt, spreche ich es in mein Diktiergerät. Jedes Handy hat so eine Funktion. Wenn nicht, schau Dir beispielsweise
https:// play.google. com/store/apps/details?id=org.fossify.voicerecorder&hl=de
an und installier es. Oder schreib es in eine Textdatei, wenn Sprechen stören würde.

Deine Besessenheit ist Teil von Dir. Du lebst zu einem Teil für das, was Du schreibst. Wunderbar. Genieß es und mach weiter so!

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