Hallo,
ich hab mal eine Frage. In meinem Buch verwende ich 2 verschiedene Schriftstile. Auf der einen Seite Open Sans für den Fließtext. Dann habe ich Passagen, in denen Briefe vorkommen. Diese habe ich in ‚Edwardian Script‘ verwendet. Wenn ich jetzt das Dokument in ein Ebook umwandle, werden die Briefe in Open Sans geschrieben. Warum? Wie kann ich das ändern.
Ich danke euch im Voraus recht herzlich für eure Hilfe.
Anja
Beim Export nach epup werden keine Schriftarten mit gesandt. Es wird eine reine Textdatei (html) erzeugt. Schriftarten mit einzubetten, ist eher was für Profis und kann der Leser auch leicht ausschalten. Open Sans würde ich dir eh nicht empfehlen, eher eine Serifenschriftart wie Palatino oder Garamond.
Du kannst für den Fließtext eine Serifenschriftart nehmen und für den Brief eine ohne Serifen (wie Open Sans), oder umgekehrt, das wird dann in den meisten Readern richtig dargestellt.
Du kannst die Briefe auch über Einrückungen anstelle einer anderen Schriftart realisieren. Ich habe das „Problem“ bei meinem aktuellen Buch auch und hatte es schon zuvor, in dem es Tagebucheintragungen in kursiv gab.
Ohne ein wenig „Gefriemel“ im Code geht es leider nicht.
Oh ja, die Briefe im Text. Bei meinen Roman zieht sich einer (der noch dazu extrem wichtig ist) über ein ganzes Kapitel, wobei der Lesefluss der Protagonistin immer wieder von anderen Szenen, Monologen und Rückblenden unterbrochen wird. Auch ich spielte zunächst mit verschiedenen Schriftarten, Einrückungen und Absätzen, hab aber dann den Brieftext einfach kursiv gesetzt. Wie das jetzt auf die Lesenden wirkt, müsste man diese fragen, aber mich störts nicht mehr.
Ich auch.
Vollkorn für die normalen Textpassagen und Briefe/Visionen/Tagebucheinträgen 5mm mehr Rand und Linux Libertine.
Leider musst du im eBook händisch nacharbeiten. Du könntest die Schrift einbinden, musst dann aber aufpassen, ob der Font die passende Lizenz hat. Und: Der Leser kann im Reader eh den Font ändern.
Ich gebe im eBook für den längeren Text nur vor, dass es eine Serifenschrift sein soll und für die Einschübe eine serifenlose.
Ich denke, das ist eine Gewohnheitsfrage. Times New Roman liest sich als Kursiv recht angenehm. Mein Mentor hat die Gewohnheit alles in Times kursiv zu schreiben.
Papyrus bettet die verwendeten Schriften nicht automatisch in das Ebook ein. Wenn du das willst, müsstest du eine eigene CSS-Vorlage für dein Ebook erstellen. Wie man die Schriften einbettet, kannst du z.B. anhand der mitgelieferten Vorlage „Gibson“ sehen (im Papyrus-Programmordner unter Module/Vorlagen.css/Gibson)
Kursive Schrift bietet weniger Kontrast und Abgrenzung der einzelnen Buchstaben. Es ermüdet die Augen und stört den Lesefluss, zumal auch die nicht mehr so klaren Serifen das Auge weniger gut führen.
Ich stimme KaePi zu und rate davon ab, längere Texte in Kursiv zu schreiben.
… wie schon geschildert: Das sind individuelle Eindrücke, es zu generalisieren finde ich falsch.
Es ist wie bei einem Sicherheitszylinderschloss: Üblich ist es, den Schlüssel senkrecht einzustecken. In letzter Zeit sind auch Zylinderschlösser bekannt geworden , wo der Schlüssel waagerecht einzustecken ist - ungewöhnlich, aber man gewöhnt sich daran.
Im Übrigen erinnert die kursive Times entfernt an eine Schreibschrift - was sie persönlicher macht.